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  1. #1

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    Kosten für eine Gründungswand (Anbau an Haus mit Keller) ???

    Hallo zusammen,

    wir planen eine DHH ohne Keller zu bauen. Das DHH wird an eine bereits gebaute DHH mit Keller angebaut.

    Nun wurden wir informiert, dass wir dann eine Art Gründungswand zum Nachbarhaus benötigen. Dabei wird bis auf Kellertiefe des Nachbarn runter gegraben und dann ine Art L-Stück aus Beton eingebaut.

    Die Maße des Hauses sind 11x6,5 Meter. Also wäre diese Gründungswand auch 11m lang.

    Hat sowas schonmal jemand von euch gemacht und was hat der Spaß ungefähr gekostet???

    Ich weiß, dass es natürlich stark schwankende Preise gibt, bin aber trotzdem dankbar für einen groben Anhaltspunkt.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Alex
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  2. Kosten für eine Gründungswand (Anbau an Haus mit Keller) ???

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo,
    ich vermute, dass die Kelleraußenwand Ihres Nachbarn nicht darauf ausgelegt ist Lasten aus Ihrem Gebäude aufzunehmen. Daher müssen Sie Ihre Gründung im Bereich der Nachbarwand auf die gleiche Gründungsebene führen wie Ihr Nachbar.

    Details zu der Tieferführung sollte Ihnen Ihr Baugrundgutachter/Tragwerksplaner geben. Die Kosten für so eine Tieferführung sind schwer zu schätzen, da sie regional schwanken und dazu im wesentlichen Maß von den anstehenden Böden abhängen.

    Gehen wir mal von einer frostfreien Gründung Ihres Gebäudes bei ca. 1 m unter GOK aus und Ihr Nachbar hat seinen Keller ca. 2,5 bis 3 m unter GOK gegründet.

    Die Herstellung der "Tieferführung" muss nach DIN 4123 "Ausschachtung im Bereich von Gebäuden ... blablabla" erfolgen, d.h. auf jeden Fall abschnittweise (horizontal).

    Bei einer Höhendifferenz von 1,5 bis 2 m kann man, wenn genug Platz da ist, vor dem Nachbargebäude eine Böschung herstellen und die Tieferführung in horizontalen als auch vertikalen Abschnitten herstellen.

    Die einzelnen Abschnitt haben eine Breite von ca. 1,25 m, d.h. jetzt kennen wir den Aufwand.

    Lassen Sie sich von Ihrem Rohbauer dazu einen Preis für die Tieferführung machen.

    Nur vorweg: Wenn Sie ohne Keller bauen und an die Außenwand Ihres Nacharn gehen werden Sie um eine Tieferführung nicht herum kommen. Es gibt sicher noch andere Verfahren die Lasten auf die gleiche Gründungsebene zu bringen, die aber für einen Häuslebauer sicher nicht wirtschaftlich sind.

    Weiter sollten Sie bedenken, dass solche Arbeiten immer von einer versierten Fachfirma ausgeführt werden sollten. Rumfrikeln an Fundamenten, besonders wenn es die des Nachbarn sind, ist nicht ohne. Informieren Sie sich, lassen Sie sich nichts vormachen und nehmen Sie ggf. Ihren Nachbarn mit ins Boot.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von kayooo Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich vermute, dass die Kelleraußenwand .....

    .... nehmen Sie ggf. Ihren Nachbarn mit ins Boot.
    Mal ein Beispiel wie sowas aussehen kann



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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo kayooo,

    danke für Ihre schnelle und ausführliche Antwort und die Bilder!!!

    Müssen diese Arbeiten auch schrittweise asgeführt werden wenn ich nicht UNTER die vorhandene Gründungsebene des Nachbarn graben will???

    Ich will das Fundament des Nachbarn ja nicht unterfangen, sondern nur die Stützwand anbauen.

    Habe im Netz einen Fall gefunden bei dem der Bauherr einfach 3 Brunnenrohgründungen "vergraben" und diese mit RCL-Schotter aufgefüllt, anschließend eine Art Fundamentbahn aus Beton quer über die 3 Stützen. Der Statiker hat es mal abgenommen ;-)

    Gruß Alex
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  6. #5

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    Hallo zusammen,

    wir hatten genau die gleiche Situation.
    Wir haben eine Doppelhaushälfte mit Keller gebaut. Die Wand zum Nachbarn haben wir verstärkt, da er ohne Keller bauen wollte.
    Die Häuser sind ebenfalls 11m lang.
    Die Problematik mit der tieferen Gründung war unserem Nachbarn nicht bewusst.
    Sein BU hat für die Gründungswand knapp 11 TEUR verlangt.
    Worauf ich eigentlich hinaus will...
    Er hat sich nach längerem Überlegen dann doch für einen Keller entschieden, da die Mehrkosten für einen kompletten Keller insges. bei ca. 20 TEUR lagen.
    Heute ist er froh, dass er den Keller hat!
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von DerMann Beitrag anzeigen
    Er hat sich nach längerem Überlegen dann doch für einen Keller entschieden, da die Mehrkosten für einen kompletten Keller insges. bei ca. 20 TEUR lagen.
    Heute ist er froh, dass er den Keller hat!
    ...die Entscheidung würde mir auch nicht schwerfallen...aber das nötige Kleingeld fehlt leider....:-)

    Gruß
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  9. #7

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    Sie brauchen ja nicht unter die Ebene Ihres Nachbarn - gleiche Ebene reicht. DIN 4123 sagt dass mindestens 0,5 m Überdeckung über der Unterkante des Nachbarfundaments vorhanden sein muss. Deshalb ein eindeutiges JA zur abschnittweisen Herstellung.

    Ich habe am Ende meines Absatzes ja geschrieben, dass es noch andere Verfahren gibt. Ob eine Brunnengründung jetzt billiger ist wie eine Tieferführung mit Böschungen und Beton glaube ich nicht. Aber das sollten Sie mit Ihrem Statiker und / oder Bauunternehmer diskutieren.
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