Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 48
  1. #1

    Registriert seit
    07.2012
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Kauffrau
    Beiträge
    29

    Fertighaus oder massiv (36 er Poroton) bauen lassen?

    Hallo,

    wir stehen vor der Entscheidung mit einer großen Fertighaus- Firma aus Nordhessen ODER einem ortsansässigen Bauträger unser Traumhaus zu realisieren. Das Satteldach-Haus wird ca. 150 m² groß sein, auf Bodenplatte mit Luft-Wasser-Wärmepumpe (besseren Vorschlag wg Stromkosten?) und FBH.
    Wir suchen noch das passende, flache Grundstück (haben schon einige angesehen, auch zum Teil mit dem Verkäufer von Fertighausfirma oder dem Bauträger).
    Einen richtigen Kostenvergleich (Angebote für identischen Hausgrundriss auf dem selben Grundstück) haben wir darum nicht. Aus den bisherigen Angeboten lässt sich aber ableiten, dass der Massivbauer etwas teurer sein wird, aber den besseren Service bietet.
    Bis auf Tapete und Fußböden würde das Haus schlüsselfertig übergeben.
    Beide Männer haben ihr Büro in der Nähe, sind uns sympathisch, wir haben schon einige Monate Kontakt zu ihnen und sie sind nicht der Verkäufer- Typ, der uns zu einer Entscheidung drängt.

    Im Werk und Bemusterungszentrum des Fertighaus- Herstellers hatten wir eine nette Führung, in der auch auf Fragen eingegangen wurde und Aufpreise beziffert wurden.
    Mit dem Bauträger haben wir einen Rohbau besichtigt und seine ehemaligen Bauherren in dieser Straße grüßten ihn freundlich; andere aus unserem Ort sind (auch) sehr zufrieden. Bemusterung findet vor Vertragsunterschrift hier in den Bauzentren statt.

    Fertighaus- Firma hat ca. 1 Jahr Wartezeit ab Vertragsunterschrift bis zum Stelltermin, unser massiver Rohbau könnte vorm Winter stehn (aber Grundstück fehlt ja noch).

    Fertighaus- Fa. (Holzrahmenbauweise) dämmt doppelt, könnten KfW 55 erreichen, der Bauträger baut im Standard mit den 36er Porotonsteinen (KfW 70), die verklebt werden.
    Wir stehen beiden Bauweisen offen gegenüber.

    Was ratet ihr uns, welche Erfahrung könnt ihr uns weitergeben?

    Freuen uns auf viele Tipps und Hinweise.

    Emelina
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Fertighaus oder massiv (36 er Poroton) bauen lassen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    fuer den ortsansaessigen spricht naturrlich, dass er mit seinen subunternehmern im gewaehrleistungsfall und beim service kurzfristig zur stelle sein kann, waehrend bei der anderen konstellation die entfernung problematisch sein kann.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Emelina Beitrag anzeigen
    ... mit Luft-Wasser-Wärmepumpe (besseren Vorschlag wg Stromkosten?) und FBH.
    Alternativ eine WP mit Flächen- oder Grabenkollektor anbieten lassen. Damit sollte eine JAZ > 4 problemlos machbar sein, und wenn die Baufirma sowieso mit einem Bagger anrückt, wären auch die Gräben kein Problem.

    Zitat Zitat von Emelina Beitrag anzeigen
    Fertighaus- Fa. (Holzrahmenbauweise) dämmt doppelt, könnten KfW 55 erreichen, der Bauträger baut im Standard mit den 36er Porotonsteinen (KfW 70), die verklebt werden.
    Wir stehen beiden Bauweisen offen gegenüber.
    Wirklich "Bauträger"? Wenn auf Eurem Grundstück gebaut wird, dann handelt es sich nicht um einen Bauträger, eher GU oder GÜ.

    Wenn nur mit einer 36er Ziegelwand KfW70 erreicht werden soll, dann muss man schon etwas kreativ werden beim Rechnen. Die LWP hat hier sicherlich ihren Anteil. Ich würde alternativ noch weitere Wandaufbauten durchrechnen lassen. Man könnte ja auch einen 42er Ziegel nehmen, oder evtl. eine KS Wand mit WDVS usw. Welche Variante für Euren Fall die optimale Lösung ist, das kann man aus der Ferne nicht sagen. Das zu ermitteln ist Sache Eures Planers.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2012
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Kauffrau
    Beiträge
    29
    Erstmal danke für eure schnellen Antworten.

    Habe mich wohl falsch ausgedrückt mit dem "Bauträger". Der Herr von der kleinen Firma ist uns bei der Suche nach dem passenden Grundstück behilflich, will dafür aber keine Provision o.ä.. Er verkauft uns ein "schlüsselfertiges" Haus inkl. der Erdarbeiten. Die Gewerke werden nicht ausgeschrieben. Er hat seine festen Subunternehmer mit denen er ca. 12-15 Häuser bei uns im Kreis baut.

    Zur Not verzichten wir auch auf ein KfW förderfähiges Haus; uns sind eher die tatsächlichen Energiekosten wichtig. Hat ja nicht unbedingt was mit KfW zu tun, oder? Mit welchen Kosten müssten wir denn für eine WP mit Flächen- oder Grabenkollektor rechnen. Die geplante LWWP würde bei beiden Unternehmen so ca. 14.000,- Euro kosten.

    Grüße

    Emelina
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Kronach
    Beruf
    Bankkaufmann
    Beiträge
    1,265
    Also wir haben mit ortsansässigen Unternehmen gebaut. War günstiger als Fertighausfirmen und wir sind super zufrieden. Wenn eure Firma vor Ort einen guten Ruf wäre das für mich ok so aus der Ferne. Was für ne Luft-WP sollt ihr denn bekommen für 14.000 Euro? (Bezeichnung/Leistung)

    Was für ein Poroton soll verwendet werden? (gefüllt/ungefüllt)

    Wenn euer Grundstück groß genug ist/wird und der Boden passt wäre eine Erd-WP mit Kolli eine Alternative. Mehrpreis zu den 14.000 muß noral nicht sein. Allerdings geht es ja noch um Grundstück. Und das wird ein Größeres im Raum Frankfurt bestimmt nicht billig sein.

    Gruß Flo
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Emelina Beitrag anzeigen
    Zur Not verzichten wir auch auf ein KfW förderfähiges Haus; uns sind eher die tatsächlichen Energiekosten wichtig. Hat ja nicht unbedingt was mit KfW zu tun, oder? Mit welchen Kosten müssten wir denn für eine WP mit Flächen- oder Grabenkollektor rechnen. Die geplante LWWP würde bei beiden Unternehmen so ca. 14.000,- Euro kosten.
    Ein Haus mit niedrigen "Heizkosten" passt üblicherweise auch in eine KfW Kategorie, umgekehrt ist es schon schwieriger.

    Für 14T€ sollte sich auch eine Sole-WP mit Graben- oder Flächenkollektor realisieren lassen. Hier kann es von Vorteil sein, wenn man mit einem Kälte-Klimafachbetrieb zusammenarbeitet anstatt mit den üblichen Heizungsbauern. Nicht jeder Heizungsbauer verfügt über Erfahrung mit Wärmepumpen, manche wollen sich damit auch nicht näher befassen, und so kann es schon mal zu etwas utopischen Preisen kommen.

    Eine 6kW Solemaschine kostet irgendwas zwischen 6.500,- € und 8.000,- €, ein dazu passender Kollektor bewegt sich um die 2-3T€, je nach Kosten für den Bagger, Monteure usw. Unter´m Strich sollte das auch inkl. Kleinteile noch in Dein budget passen.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    04.2011
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    27

    Wp

    schonmal über eine WP mit Direktverdampfung / Direktkondensation nachgedacht?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2012
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Kauffrau
    Beiträge
    29
    Hallo Flo,

    gestern haben wir durch Zufall eine Baustelle "unseres" Massivbauers besichtigt. Wir waren mal wieder auf Grundstück- Suche. Die Baustelle ist noch ein Rohbau, aber der Bauherr (im Gegensatz zu uns handwerklich geschickter Allrounder) ist sehr zufrieden mit der Qualität und Pünktlichkeit der Subunternehmer. Nur den Chef selbst empfindet er als verplant, weil er manchmal was verwechselt (z.B. lieferte er erst die falsche Haustür bei ihm an). Uns hat auch der Grundriss super gefallen, es gab einen kleinen Anbau als HWR.

    Die Typen der LWWP wollen wir heute nochmal erfragen, konnte es mir nicht merken. Poroton ungefüllt.

    Wir wohnen im Main-Kinzig-Kreis (25 Minuten von Frankfurt), aber wegen Frankfurt ist es hier rel. teuer (200- 240 € / m²), wenn man an der Bahnlinie und Autobahn bleiben möchte. Ob wir darum ländlicher gehen wollen, ist noch nicht sicher (dann braucht man 2 Autos, mehr Sprit), oder doch ein kleineres Grundstück (als immer erträumt) kaufen müssen.

    Viele Grüße
    Emelina
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Nur schon mal vorweg zum Lesen, damit Ihr hinterher nicht jammert:
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...l=1#post718233
    #16 ff

    Wenn ich lese, dass da einer mit ner 36,5er Aussenwand (egal welchen Steins) und einer WP mit dem Entzugsmedium Luft ein Haus plant, dann rollen sich mir die Fußnägel auf.
    Die nächste EnEV-Überarbeitung sollte nicht noch höhere Grenzwerte festlegen, sondern solchem Unfug erstmal einen Riegel vorschieben!!!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    darkner99
    Gast
    Hallo Emelina,
    wer ist Euer Massivhaus-Anbieter? Wie hast Du ihn gefunden?
    Ich möchte auch lieber mit einem Massivhaus-Anbieter bauen, bin aber auf der Suche nach einem im Raum Gi.
    Hast Du einen guten Grundriss für 150m2 ohne Keller (Kellerersatzraum)?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken
    Beruf
    Kabelaffe
    Benutzertitelzusatz
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Beiträge
    23,214
    Was soll das sein, ein "guter Grundriß"?
    Wäre schon ein doller Zufall, wenn da zweimal ein ähnliches Grundstück in vergleichbarer Lage vorhanden ist - von den identischen Nutzeranfoerderungen erst gar nicht zu reden...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2012
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Kauffrau
    Beiträge
    29
    Hallo Julian, hallo darkner99, hallo Ralf!

    Danke für eure Beiträge.
    So ganz verstehe ich das mit der LWWP nicht, wir haben schon viel gutes darüber gelesen und doch jetzt einige Massivhäuser aus diesem Poroton mit LWWP gesehen. Natürlich erhoffen wir uns einen nicht so hohen Stromverbrauch und ich kann mir auch vorstellen, dass sie in dem stärker gedämmten Fertighaus sinnvoller und wirtschaftlicher ist. Dennoch, wenn ich jetzt mit den Ölpreisen und diesen Kosten bisher vergleiche, oder auch mit Gas. Natürlich ist das eben auch wieder ein Trend mit der LWWP sowie vor einigen Jahren mit der Pellet- Heizung in den Fertighäusern.
    Trotzdem werden wir uns jetzt natürlich genauer und kritischer damit auseinandersetzen. Der Massivbauer baut uns ein, was wir wollen und bezahlen können. Der Chef dort ist auch sicher nicht der richtige Energieberater dafür. Geplant ist darum noch nichts konkret (er hat uns nur die Kosten dafür genannt). Wie auch, wenn das Grundstück fehlt?

    @darkner99 Plakat- Werbung für den Massivbauer haben wir ganz zufällig gesehen und dann auf dessen Homepage Häuser erkannt, die bei uns um die Ecke im Neubaugebiet stehen. Also vllt. einfach im Neubaugebiet in der Nähe mal gucken, welche Firmen dort bauen (die werben ja in ihren Baustellen) und dann am Telefon nach Referenzobjekten fragen oder direkt die Bauherren ansprechen, wie zufrieden sie bisher sind, wie was geklappt hat. Die Firma kann ich hier öffentlich nicht nennen, aber soweit ich weiß, bauen sie nur regional im MKK. Ich suche gleich mal, wie ich dir eine persönliche Nachricht schicken kann. Wir haben einfach einen großen HWR- Raum eingeplant. Sicher bekommen wir da nicht alles unter, also eine größere Gartenhütte oder große Garage müssen wir langfristig einplanen.

    @ Julian Wieso soll man sich nicht an einem Grundriss in der gleichen Größe orientieren können? Zumal unserer auf die typische Familie passt. Wir haben auch lange gesucht und natürlich passt keiner genauso für einen anderen. Aber man kann ja jeden ändern, Grundrisse spiegeln. Aber das können die Verkäufer der Fertighäuser besser erklären als ich

    Liebe Grüße

    Emelina
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Zitat Zitat von Emelina Beitrag anzeigen
    @ Julianus Wieso soll man sich nicht an einem Grundriss in der gleichen Größe orientieren können? Zumal unserer auf die typische Familie passt. Wir haben auch lange gesucht und natürlich passt keiner genauso für einen anderen. Aber man kann ja jeden ändern, Grundrisse spiegeln. Aber das können die Verkäufer der Fertighäuser besser erklären als ich

    Liebe Grüße

    Emelina
    Warum man sich nicht orientieren kann?

    Ganz einfach. Weil jedes Grundstück anders ist (Grenzabstände, Himmelsrichtung, Gefälle, Anschlüsse, B-Plan) und jeder Nutzer anders ist.
    Die typische Familie gibts nicht. 2 E, 2 K wird zwar als typisch beschrieben, aber selbst wenn das stimmen sollte, dann baut der eine Modellhelis, der andere liest, der dritte hat gar kein Hobby für zu Hause. Einer hat ne grosse Familie, die zu Feiern untergebracht sein will, der andere mag keinen Besuch.
    Usw usw.

    Ein Haus ist ein ZUHAUSE. Wenn ich so viel Geld ausgebe, dann solls auch passen. Denn eine individuelle Planung kostet (bei gleicher Ausstattung und Qualität) im Gegensatz zu Maßanzug-Anzug von der Stange nicht mehr!
    Warum sollte man sich also mit 80 % Abdeckung der eigenen Wünsche zufrieden geben, wenn man 95 schaffen kann (100 scheitert in der Regel am begrenzten Budget)

    Aber das können die Verkäufer der Fertighäuser besser erklären als ich
    Erklären können die bestimmt super, dafür haben sie ja auch genug Schulungen mitgemacht.
    Nur planen können die nicht, nicht mal ansatzweise.
    Aber den Kunden erzählen wollen, wie toll das Haus zum Kunden passt

    Das erinnert mich immer an die Modeverkäufer, die auch die unmöglichsten Klamotten noch für superpassend und schick erklären, weil sie die Provi haben wollen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Erklären können die bestimmt super, dafür haben sie ja auch genug Schulungen mitgemacht.
    Nur planen können die nicht, nicht mal ansatzweise.
    Wie wahr!

    Auch hjatte schon das Vergnügen Grundrisse von solchen Verkaufstalenten zu bewundern. Da hilft auch ein idiotensicheres Low-Budget - CAD - Programm nicht viel.

    Wir müssen natürllichunterscheiden zw. "Verkäufern" (Franchisern, die Häuser verticken oder der auf provisonsbasis arbeitende ehemalige Spaßkassen-Mitarbeiter...) und GU-Planern/ - Architekten, die das in der Regel schon können (ist nur die Frage ob sie dürfen und wollen...).

    Wer sich von einem "Verkäufer" beraten läßt, hat etwas Grundlegendes gänzlich missverstanden!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2012
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Kauffrau
    Beiträge
    29
    Grundsätzlich verstehe ich was ihr meint: Ein Architekt kann den passenden Grundriss entwerfen und jede Familie hat ihre eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen. Können bestimmt viele Architekten gut umsetzen.
    Der Architekt mit dem wir zu tun hatten aber nicht:
    Wir hatten die Anzeige für ein Grundstück in der Zeitung gesehen und angerufen. Der Verkäufer war Architekt und er hätte schon eine Planung für dieses Grundstück, die er uns gern zeigen wollte. Haben wir uns auch angesehen. Es war ein Doppelhaus, wovon er die eine Hälfte mit uns gern gebaut hätte. Aber wir wollen ein Einfamilienhaus und die Kinderzimmer sind unterschiedlich groß in seiner Planung. Wir haben darüber gesprochen was wir uns vorstellen, telefoniert, Post von ihm bekommen, nochmal getroffen- die Pläne blieben immer gleich bis auf die Außenanlagen. Wir fühlten uns sehr missverstanden.
    Die andere Sache war, dass er selbst nicht wusste, ob er dann unser Bauträger sein will, als Architekt mit Ausschreibungen usw. an unserer Seite steht oder wir ganz und gar anhand seiner Planung die Gewerke selbst ausschreiben/ vergeben sollen. Mal sprach er so, dann wieder anders. Seine grobe Kostenschätzung variierte um 50.000 € an den zwei Terminen. Der Mann ist schon älter und irgendwie tat es uns dann auch etwas leid, aber wir haben dann gesagt, dass das Grundstück nicht unserer Vorstellung entspricht (was wir schon vorher andeuteten).

    Stichwort individuelle Planung: Die Fertighausfirmen beschäftigen Architekten und die kommen auch gerne vor Vertragsabschluss, besichtigen Grundstücke und planen dann individuell. Wurde uns erst letzte Woche vorgeschlagen, weil ein verkehrsgünstig gelegenes Grundstück strenge Bauvorschriften hat und wir nicht auf 150 m² gekommen wären in diesem Baufenster.
    Das muss jeder selbst entscheiden, ob ihn nur ein individuell geplanter Grundriss glücklich macht oder es reicht in einem der hundert Vorschläge Wände zu verschieben, Wintergarten oder Balkon dazu zu wählen usw.. Nach Vertragsabschluss hat man ja auch ein ausführliches Architektengespräch, in welchem man dann ja sagen kann, ob man einen Hobbyraum größer oder ein großes Wohnzimmer braucht. Natürlich kann das Haus bei Veränderungen teurer werden als gedacht.
    Wir haben uns auch geärgert, dass es "im Katalog" keinen Grundriss mit großer Wohnküche gibt, sondern nur die Variante der Kochküche mit Essbereich im Wohnzimmer oder Küche, Essen und Wohnen in einem Raum. Aber deswegen muss ich ja nicht diese Firma mit gutem Ruf ausschließen, oder?
    Von einer anderen Fertighaus-Firma war sogar ein Architekt bei uns (er ist auch gleichzeitig der Berater im Musterhaus in Bad Vilbel), der war nett, seine Skizze gut- aber die Firma ist für uns zu teuer und zu weit weg.
    Die Verkäufer / Berater sind so unterschiedlich in ihrem Fachwissen, Ausstrahlung, Ehrlichkeit und Motivation. Bei denen einen ist alles möglich, da baut man mit 120.000 € schlüsselfertig, bei anderen reichen 300.000 € für die gleiche Wohnfläche nicht. Es gibt da keine Regelmäßigkeit, aber meist passen die Verkäufer zu der Preislage und dem Ruf der einzelnen Firmen.
    Eine positive Ausnahme haben wir erlebt, der Mann hat eine eher günstige Firma vertreten und offen von den Kosten gesprochen, die noch zum Preis des Hauses dazu kommen. Er war uns sehr sympathisch und wirklich motiviert. Aber dadurch hat er sicher manche potenzielle Kunden abgeschreckt, denn er hat bei dieser Firma aufgehört zu arbeiten und somit kommt sie für uns sowieso nicht mehr infrage. Ein weiterer Verkäufer dieser Firma erzählte anderen Interessenten, man müsse bei den Hauskosten von 180.000 € für ein ca. 160 m² nur noch einziehen.

    Wie auch immer, ein Zuhause ensteht doch auch durch das Leben darin. Sonst wäre unser jetziges Häuschen (das ganz anders aufgeteilt ist) doch nicht ein Zuhause für uns. Es ist mittlerweile einfach nur zu klein für uns, denn er ihr habt ja schon die typische Familie erkannt: Mutter, Vater, 2 Kinder . Ich muss mich verbessern: Die typische deutsche Familie hat ja nur 1,4 Kinder


    Ich komme jetzt mal zu meiner ursprünglichen Frage zurück:
    Lieber massiv bauen lassen mit Poroton, 36, ungefüllt? Nach individueller Planung?

    Achso, Entschuldigung an JULIUS, hatte nicht genau gelesen und schon wurdest du zum Julian.

    Liebe Grüße

    Emelina
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen