Werbepartner

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21

Thema: Din 68800

  1. #1

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Burgthann/Nürnberg
    Beruf
    Handwerker
    Beiträge
    2,551

    Din 68800

    Hallo,

    ich hätte mal eine Frage an alle, die die o. g. Din zur Verfügung haben.

    Ich habe momentan eine hitzige "Diskussion" mit einem Nürnberger Dachdecker der sich
    zusätzlich noch ÖbuV - SV schimpft, bezüglich der Bearbeitung von neuen
    (Fichte) Nut- und Federbrettern als Untersicht einer Terassenüberdachung.

    Er - bzw. seine Mitarbeiter haben diese Bretter im "Baumarkt" gekauft und diese
    bei einem (auch meinem) Kunden an die Decke gezimmert.

    Ich habe, wie ich das gehört habe, diesem Kunden geraten, diese Verkleidung
    wieder entfernen zu lassen, da vor dem Einbau eine allseitige Grundierung/Imprägnierung
    erforderlich sei. Abgesehen von dem Grundsatz der Grundierung, wird die aufzubringende
    Lasur auch eine Tönung erhalten, was sich später wenn die N. u. F. - Bretter schrumpfen,
    in der Fuge auch sehr schön macht..

    Dieser Bereich ist GK 2.

    Meine BFS-Merkblätter sind a. R. d. T. und sie sind aktuell. Hier wird explizit und nach wie vor auf die
    allseitige Grundierung vor dem Einbau bestanden.

    Nun verweist dieser Dachdecker auf die "neue" Din 68800 in der angeblich (im weitesten Sinn)
    jeglicher Holzschutz untersagt sein soll.

    Ich weiß natürlich, dass dies in dieser Form absoluter Nonsens ist,
    mit steht aber gerade keine aktuelle Din 68800 (von 2012) zur Verfügung.

    Natürlich könnte ich sie für 120 Teuronen bestellen, aber wenn hier jemand
    ein Exemplar hat und mal reinguckt wäre auch super.

    Gruß Werner
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Din 68800

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von THEO
    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Castrop-Rauxel
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    446
    Moin Werner,

    warum machst Du es Dir so kompliziert?

    Wenn Dein Dachdecker das steif und fest behauptet, dann lass ihn doch den Gegenbeweis antreten: "Oops, das ist mir aber neu - zeig mal her!" ;-)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
    Registriert seit
    01.2003
    Ort
    bad oeynhausen / garbsen
    Beruf
    dachdeckermeister
    Benutzertitelzusatz
    öbuv SV der HWK OWL zu Bielefeld
    Beiträge
    2,500
    Moin Werner,

    ich sehe da einen technischen Unteschied zwischen Grundierung und Imprägnierung. Ein Imprägnierung im Sinne der 68800 wäre für mich z. B. die Kesseldruckimprägnierung, die hier sicherlich mit Kanonen auf Spatzen schießen hieße.
    Grundierung ist nach meinem Verständnis etwas, das ich aufbringen muss, um z. B. die nachfolgende Farbgebung langfristiger zu erhalten bzw., um die überhaupt aufbringen zu können.

    Bretter sollen umseitig behandelt werden, da sie andernfalls rund werden.

    Grüße

    si
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Burgthann/Nürnberg
    Beruf
    Handwerker
    Beiträge
    2,551
    Moin Theo,

    du hast theoretisch recht, aber .....

    ich möchte, wenn das Gespräch darauf kommt gewappnet sein.

    Ich kenne die aktuelle VOB und ich kenne die BFS-Merkblätter sehr gut und mir
    widerstrebt es, wenn ich im richtigen Moment nicht fachlich genug kontern kann.

    Ich weiß ja jetzt bereits, dass das in dieser Form falsch ist, was er da behauptet,
    aber ich möchte den "wahrscheinlich falsch zitierten" (genutzten) Bereich der
    Din 68800 so kennen, dass ich sofort auf den Fehler in der Definition hinweisen kann.

    Gruß Werner
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Burgthann/Nürnberg
    Beruf
    Handwerker
    Beiträge
    2,551
    Zitat Zitat von stefan ibold Beitrag anzeigen
    Moin Werner,

    ich sehe da einen technischen Unteschied zwischen Grundierung und Imprägnierung. Ein Imprägnierung im Sinne der 68800 wäre für mich z. B. die Kesseldruckimprägnierung, die hier sicherlich mit Kanonen auf Spatzen schießen hieße.
    Grundierung ist nach meinem Verständnis etwas, das ich aufbringen muss, um z. B. die nachfolgende Farbgebung langfristiger zu erhalten bzw., um die überhaupt aufbringen zu können.

    Bretter sollen umseitig behandelt werden, da sie andernfalls rund werden.

    Grüße

    si
    Moin Stefan,

    per Definition ist Imprägnieren das Einbringen von flüssigen chemischen Holzschutzmitteln in das Holz.
    Wie das im Endeffekt passiert ist eigentlich egal. Diese Mittel, egal in welcher Form sollten eben fungizid,
    insektizid, evtl. bakterizid und in einem gewissen Maße auch gegen Feuchtigkeit (Tauwasser etc.) wirksam
    sein.

    Grundierung ist für mich ein Überbegriff für jegliches Anstrichmittel, das vor dem Schlussanstrich appliziert wird.
    Dazu gehört die Imprägnierung genauso wie ein pigmentierter Anstrich.

    Es war vielleicht nicht ganz richtig von mir formuliert ...

    Mir ist auch klar, dass man Brettchen der Gefahrenklasse GK1 - 2 nicht gegen Atombomben wappnen muss.
    Aber das ist es nicht worauf ich hinaus wollte. Mich hat einfach nur interessiert, wie eine vermeintliche,
    diesbezügliche Formulierung in der Din 68800 steht bzw. ausgelegt werden kann.

    Gruß Werner
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    1) Was sind BFS-Merkblätter? Bund freier Sauklauen? Bastel fiese Schleppdächer?

    2) Wieso meinst Du, eine Sichtschalung in die GK 2 einordnen zu können/müssen/dürfen?

    3) Was hilft es, eine Grundierung allseitig auftragen zu lassen, wenn die Lasur nicht auch allseitig aufgetragen wird?

    4) War dem Deckenverbretterer bekannt, dass eine Oberflächenbehandlung aufgebracht werden sollte? Wenn ja, wieso hat er den Kunden dann nicht zur (ja wohl bauseits zu erbringenden) Ausführung dieser Leistung aufgefordert?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Burgthann/Nürnberg
    Beruf
    Handwerker
    Beiträge
    2,551
    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    1) Was sind BFS-Merkblätter? Bund freier Sauklauen? Bastel fiese Schleppdächer?

    2) Wieso meinst Du, eine Sichtschalung in die GK 2 einordnen zu können/müssen/dürfen?

    3) Was hilft es, eine Grundierung allseitig auftragen zu lassen, wenn die Lasur nicht auch allseitig aufgetragen wird?

    4) War dem Deckenverbretterer bekannt, dass eine Oberflächenbehandlung aufgebracht werden sollte? Wenn ja, wieso hat er den Kunden dann nicht zur (ja wohl bauseits zu erbringenden) Ausführung dieser Leistung aufgefordert?
    1. BFS-Merkblätter sind technische Richtlinien für Maler- und Lackiererarbeiten.
    BFS = Bundesausschuß Farbe und Sachwertschutz. Das sind a. R. d. T.
    Das Merkblatt 18 ist für "Beschichten von Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich.
    Hätte jetzt gedacht, dass das u. a. Pflichtlektüre für Architekten ist.

    2. Zuordnen von Gebrauchsklassen:
    Holzbauteile der Witterung direkt ausgesetzt? NEIN
    Gelegentlich Feucht? Evtl. durch Taufeuchte
    Gefährdung durch Insekten? JA
    Das ist GK1 oder 2 je nachdem ob man Kondensat als gelegentliche Feuchte bezeichnet oder nicht.

    3. Gem. VOB und BFS Nr. 18 / 5.4.1 ist ja genau das gefordert.

    4. Das war diesbezüglich ein so skuriller Wortwechsel, dass ich das gar nicht hier schreiben wollte, aber ok.
    Ich habe diesen Bretterfuzzi angerufen und ihn nach seiner Motivation, diese Bretter unbehandelt zu montieren, gefragt.
    Darauf kam eben dieser Verweis auf die Din 68800 und darauf, dass man das (grundieren) gar nicht mehr machen darf.
    Auf meinen Hinweis auf VOB und BFS hat er dann noch gemeint, dass er keine Verpflichtung hätte, den Kunden
    auf mögliche spätere Schäden deswegen, hinzuweisen. Das ist jetzt nur eine kurze Info auf einen Fachi.... geht aber
    alles an meiner Eingangsfrage vorbei.



    Mich hat einfach nur interessiert, wie eine vermeintliche, diesbezügliche Formulierung in der Din 68800 steht
    bzw. ausgelegt werden kann.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Burgthann/Nürnberg
    Beruf
    Handwerker
    Beiträge
    2,551
    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    4) War dem Deckenverbretterer bekannt, dass eine Oberflächenbehandlung aufgebracht werden sollte? Wenn ja, wieso hat er den Kunden dann nicht zur (ja wohl bauseits zu erbringenden) Ausführung dieser Leistung aufgefordert?
    Kleine Anmerkung noch.

    Hier war keine bauseitige Leistung gefragt.

    Der Dachfuzzi hatte die alte Verbretterung entfernt und die Neue so anzubringen,
    das später durch ein Fremdgewerke der letzte Anstrich an der fertig montierten
    Bretterung erfolgen konnte (könnte).
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Avatar von Flocke
    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    LK Lüneburg
    Beruf
    Zimmermeister
    Benutzertitelzusatz
    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Beiträge
    4,089
    Die Merkblätter gelten für das Maler und Lackierer Handwerk, wieso sollte sich der Dachdecker nach den fremden fachregeln richten?
    Bei einer Untersichtschalung ist, gesundes Dach vorrausgesetzt, mit keinem Schaden zu rechnen. Bei alten Dächern halten die Verschalungen 100 Jahre und länger ohne jeden Holzschutz. Holzschutz ist nach meinem wissensstand eh nur für konstruktive bauteile vorgesehen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Burgthann/Nürnberg
    Beruf
    Handwerker
    Beiträge
    2,551
    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Die Merkblätter gelten für das Maler und Lackierer Handwerk, wieso sollte sich der Dachdecker nach den fremden fachregeln richten?
    Bei einer Untersichtschalung ist, gesundes Dach vorrausgesetzt, mit keinem Schaden zu rechnen. Bei alten Dächern halten die Verschalungen 100 Jahre und länger ohne jeden Holzschutz. Holzschutz ist nach meinem wissensstand eh nur für konstruktive bauteile vorgesehen.
    Des is etz alles ä weng ä spässle - oder ?

    Wenn beim Bäcker im Streusselkuchen Zucker reinkommt, dann schmeckt der wohl anders als beim Konditor?

    Fremde Fachregel? Wo hast denn das her?

    Holzschutz ist Chemie und Physik. Insekten fressen das Holz vom Zimmerer genauso wie des vom Dachdecker.
    Und dem (Bläue)pilz ist es auch wurscht wer das hingebastelt hat und wessen Din alles falsch macht.

    Verschalungen aus "alten" Holz sind i. d. R. aus langsamer und mit höhereren Dichte gewachsenes Holz, als der
    Plunder den man hier (für normales Geld) bekommt. Schlechter Vergleich.

    Da sind grad ne Menge Äpfel und Birnen im Spiel.


    Ich will doch einfach nur Wissen, was diesbezüglich in der Din 68800 steht...

    und ich glaube nicht, dass da drin steht: "gesundes Dach vorrausgesetzt, ist mit keinem Schaden zu rechnen."
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    "Früher" galt die 68800 nur für tragende und aussteifende Bauteile (d.h. für solche, für die ein statischer Nachweis erforderlich ist). Wenn sich daran nichts geändert hat, spielt diese DIN hier wohl keine Rolle.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Burgthann/Nürnberg
    Beruf
    Handwerker
    Beiträge
    2,551
    Wenn das heute auch noch so ist, wäre das schon mal eine hilfreiche Aussage.

    Ist das für die aktuelle Fassung 2012 immer noch so?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Ich glaube, Dein Denkfehler liegt darin, eine Beschichtung mit einer Farbe für Holzschutz zu halten!

    NÖ! Ist es nicht.
    Eine Beschichtung ist eine Beschichtung ist eine Beschichtung. Egal, ob Lack, Lasur oder andere Farbe.

    Holzschutz im Sinne der 68800 ist entweder chemischer oder konstruktiver Holzschutz. Cehmischer bedeutet, das aufgetragene Material bekämpft den vorher festgelegten Holzschädling.
    Also I(nsekten) PV (plizvorbeugend) usw.

    Mir ist keine Lasur und keine dazugehörige Grundierung bekannt, die eine entsprechende Klassifizierung hat. Falls es die gibt - was war ausgeschrieben?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Noch ein Nachtrag: Bläuepilze pieksen zwar schonmal ihre Hyphen durch die Zellwände, der Tragfähigkeitsverlust des Holzes ist aber so gering, daß sie im Bauwesen nicht zu den holzzerstörenden Pilzen zählen.

    Bläueschutzgrundierung ist also sicher sehr sinnvoll, aber keine Schutzmaßnahme im Sinne der DIN 68800 (Achtung: wieder ggf. veralteter Wissensstand).

    Nebenbei bemerkt sind etliche Wirkstoffe, welche zur Vorbeugung gegen holzzerstörende Pilze eingesetzt werden, kein wirksamer Bläueschutz.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    10.2010
    Ort
    Bonn
    Beruf
    Elektroingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Die Werbung ist nicht von mir!
    Beiträge
    3,761
    Also Google hat das rausgespukt:

    http://www.holz-schuetzen.de/5_aktue...s/jbbi8464.pdf
    http://www.holzfragen.de/seiten/komm...00_teil_1.html


    Soweit ich das lesen konnte ist die Norm 68800 nur für tragende und aussteifende Bauteile. Bei Verkleidungen greift die meiner Meinung nicht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen