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  1. #1

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    Getrennte Firstbelüftung, Firsttrennung

    Ich erlaube mir hier zwei Treads zusammenzuführen, um dieses anscheinend wichtige aber unbekannte Thema zu erläutern.
    Damit soll es in Zukunft für Interessierte besser auffindbar sein und übersichtlich bleiben.

    Was bisher geschah (herauskopierte Aussagen zum Thema):

    Renate am 24.07.2012, 08:38

    Es wird hier in einigen Themen getrennte Lüftung der Dämmung- und Pfannen-Hinterlüftung empfohlen. Bei uns enden sie gemeinsam in dem belüfteten First. Wie wird das genau gelöst? Dazu finde ich keine Infos, Bilder oder Querschnitte.


    stefan ibold am 27.07.2012, 07:45
    Die nunmehr (nach dem Ausbau) zu schaffende Entlüftungssituation im Firstbereich ist ebenfalls spannend und wird extrem selten gemacht, leider. Hier wird es der Gutmütigkeit der Werkstoffe zuzuführen sein, dass nur wenige eklatante Schäden auftreten, bzw. entstandene Schäden nicht der fehlerhaften Ausführung im Firstbereich zugeordnet werden.

    Renate am 27.07.2012, 10:05
    Die getrennte Firstbelüftung scheint eine Geheimwissenschaft zu sein. Nirgendwo finde ich Details dazu, zwei angesprochene Dachdecker, einer davon auch Gutachter, kennen sie nicht.
    Im bau.net, wo Sie auch aktiv sind, wurde sie mehrfach erwähnt, aber nicht erläutert. Der beste Tread dazu ist wohl: http://www.bau.de/forum/dach/590.htm Link zu feldwisch.de ist tot.
    Wie ist der aktuelle Stand zum Thema?
    Gibt es funktionierende fertige Elemente zu kaufen?
    Falls nicht, wie macht man es bauseits, hätten Sie einen Querschnitt dazu? Wie ist der Aufwand einzuschätzen im Vergleich zur Modernisierung auf diff. offene USB und Zwischensparrenvolldämmung?

    stefan ibold am 27.07.2012, 10:14
    nein, die getrennte Firstentlüftungt ist keine Geheimwissenschaft. Ein SV sollte das kennen.
    Nach meinem Kenntnisstand gibt es nur handwerkliche Lösungen und keine vorgefertigten Elemente.
    Einen Querschnitt habe ich nicht zur Hand.
    Entscheidend ist doch, dass insbesondere bei Firstausrichtung West/Ost keine erwärmte Luft der Belüftungsebene der Südseite in den Bereich unterhalb der Zusatzmaßnahme auf der Nordseite gelangt.

    Biber53 am 01.08.2012, 13:57
    Getrennte Firstbelüftung - Renate bitte nicht.
    Habe mehrere Kurse am Institut für Strömungsmechanik in Erlangen besucht. Habe auch neu entwickelte Ziegel und Lüfter dort testen lassen.
    Theorie, welche von den Herstellern dann großtechnologisch in Ziegel gepreßt werden soll und meist nicht geht, soll dann von Handwerkern gebaut und gewährleistet werden.
    Du wirst zu dem Thema nichts vernünftiges erhalten.

    stefan ibold am 01.08.2012, 14:42
    dann werde ich halt doch mal...
    Die Ebenen sollen deshalb getrennt entlüftet werden oder besser im Firstbereich so ausgeführt werden, dass keine Feuchtigkeit von der Ebene zwischen Zusatzmaßnahme und Eindeckung über den First in die Ebene zwischen OK WD und Zusatzmaßnahme gelangen und dort als Tauwasser ausfallen kann. Das kann ich relativ einfach erreichen, wenn die Zusatzmaßnahme (die Unterspannbahn) im Firstbereich so geführt wird, dass der Weg aus der oberen Ebene in die untere auf der gegenüberliegenden Seite versperrt ist. Da reicht u. U. schon ein einfaches Aufstellen der Bahn in der Mitte. Bei etwas Abstand zwischen den beidseitig aufgestellten Bahnen kann die untere Ebene ebenfalls frei entlüften.
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  2. Getrennte Firstbelüftung, Firsttrennung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Und weiter geht's

    Danke! Endlich wird es konkreter.

    Inzwischen habe ich zwei links dazu gefunden:

    In der FI Studie auf Seite 3 wird die Holzfeuchte im Jahresverlauf beim belüfteten Dach dargestellt und die Firsttrennung empfohlen - mit Querschnitt:
    http://www.bauphysik.de/lehre/fh-ros...echer_HBK5.pdf

    Österreicher sind da wahrscheinlich schon weiter, hier ein Querschnitt auf Seite 5:
    http://www.tondach.at/ps/em/docudb/d...20Prospekt.PDF

    Beide Querschnitte scheinen eine feste Trennung darzustellen, mit Dämmung bis zum First.

    Auf den Bildern ist meine Ausgangssituation - belüftetes Dach, First ist mit Belüftungsband (und einer Million Spinnen und einigen Wespennestern), Spitzboden wird in Zukunft nicht gedämmt. Links ist die Südseite, gleichzeitig Hauptwindrichtung Süd-West. Die USB endet da sogar ungünstig tiefer ab. An manchen Sparren an der Nordseite sieht man schwarze Ränder wegen Wassereinwirkung, es muss also etwas getan werden.

    @ Stefan Ibold
    Funktioniert die Variante mit Folie aufstellen, oder die zwei o.g. mit fester Trennung, beim First ohne Dämmung, welche wäre effektiver?
    Wenn nur die Folie auf der Südseite aufgestellt wird, soll sie bis zur Firstlatte gehen?
    Wenn beide Seiten aufgestellt werden geht es wohl nicht, damit wäre die Dämmung-Hinterlüftung abgeschnitten. Aber dann nimmt die Süd-Luft möglicherweise trotzdem den Weg in die Nord-Lüftungsebenen, weil er leichter ist, als durch dass verstaubte Lüftungsband.

    @ Biber53 und Andere
    Extra Bauteile gibt es dafür nicht. Wie sind die Erfahrungen mit handwerklichen Lösungen? Welche der o.g. Konstruktionen wird bevorzugt.

    Grüßt Renate
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  4. #3

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    Hallo Renate,

    Du läßt nicht locker, kann mir gut vorstellen, wer bei Euch zu Hause der Chef ist.
    Aus welchem Grunde bohrst Du so an/in diesem Thema?

    Was sollen die 2 angehängten Bilder zeigen, Dein Dach/First von unten?

    Wenn Du im Thema weiterkommen willst, mußt Du Dich damit beschäftigen wie Lüftung am Dach funktioniert. (Thermik, Wind)
    Mit Deiner Überschrift (Firstbelüftung) hast Du sicher unabsichtlich, bereits auf ein Problem aufmerksam gemacht.

    Der Firstbereich sollte entlüftet werden (Unterdruck sollte entstehen), nicht belüftet werden (es sollte kein Staudruck entstehen)
    Beschäftige Dich mal damit, wann dies der Fall ist.

    Untersuchungen gibts vom Fraunhofer Institut, Literatur von Liersch/Künzel...
    Doch Vorsicht, es stehen auch massive wirtschaftliche Interessen im Raum.

    mfg
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  5. #4
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    Hallo Renate,
    schön das Du etwas Struktur in deine Posts bringt und somit Ordnung hältst.
    Belüftete Dämmebene wird immer seltener durchgeführt. Stand der Technik sind heute diffusionsoffene Dächer mit Sparrenvolldämmung. Es wir aber immer wieder vorkommen, das man sich dieser Belüfteten Konstruktion bedient.
    Bei vielen Dächern mit der Belüftungsebene, wird allerdings die Theorie ausgehebelt, weil der First mit Mörtel aufgesetzt wurde. Hier entsteht natürlich ein Schwachpunkt. Bei Durchdringungen, siehe Tread DFF, wird die Belüftungsebene unterbrochen. Ob und wie weit es Sinnvoll ist nun mit Lüftersteinen zu arbeiten, müßten vielleicht mal die Bauphysiker sagen. Bei kurzen Längen, wie unter dem Dachfenster mommen natüprlich einige Faktoren zusammen. Geringere Wäme im traufpunkt und nur eine kurze Strecke für die Abluft. Ob hier schon eine Ausreichende Luftbewegung zustande kommt weiß ich naicht.
    Fachlich richtig ist es aber bei allen Durchdringungen mit Lüftersteinen zu Arbeiten. Sinnvoll geplant kann auch hier das Risiko vom Flugschneeeintrag minimiert werden.
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  6. #5

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    Hallo Flocke,

    wenn es eine Belüftungsebene unterhalb der Unterspannbahn gibt, kommt man da mit Lüftern nicht mehr ran.
    Deswegen empfehlen die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks, wenn Kehlen oder Gauben vorhanden sind unbelüftete Konstruktionen auszuführen.

    Das Problem sind Bestandsbauten mit belüfteten Konstruktionen, an denen später etwas verändert wird.
    M.M. nach gehört dann das Dach als ganzes ge-/bewertet, ob nach dem Eingriff die Situation nicht verschlechtert wurde.

    mfg
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
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    Hallo Biber53,
    ich bohre an dem Thema, aus einigen Gründen: Prinzipiell erforsche ich interessante Sachgebiete möglichst tief; im Zuge des DG-Ausbaus wäre es, falls wirksam, ein guter Zeitpunkt das machen zu lassen; ich finde niemanden vor Ort, der sich damit auskennt, also muss ich bestimmen, wie es gemacht wird.

    Einen Aufsatz von Liersch zur Strömungsmechanik habe ich gelesen, nur genau dieser Betrachtung widerspricht die o.g. FI-Studie von Sedlbauer, die Firsttrennung empfiehlt.

    Die Überschrift (Firstbelüftung) ist natürlich umgangssprachlich, deswegen noch der Fachbegriff Firsttrennung dazu, damit Google beides findet. Entlüftung ist fachlich natürlich korrekt.

    Von daher von mir nur noch zwei Fragen:
    Funktioniert die Firsttrennung beim belüfteten Dach mit Spitzboden ohne Wärmedämmung überhaupt?

    Wie stehen die versammelten Experten zur folgenden Künzl Studie, wo sogar Konterlattung-Lüftungsebene in Frage gestellt wird:
    http://www.holzbaugespraeche.at/down...insky_1990.pdf

    Grüßt Renate
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  9. #7
    Avatar von Flocke
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    Hallo Renate, ich denke du verrennst Dich da. Bis Du eine befriedeigende Antwort erhältst, wirst Du wohl schon einen neuen dachaufbau in Auftrag geben.
    Selbst Fachleute streiten über diese Themen. und das nicht erst seit gestern. Es sind so viele Faktoren zu berücksichtigen, das hier wohl auch keine abschließende Antwort kommen wird. Im zweifel die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks durchforsten.
    Wenn dann aber demnächst mal das Dach gemacht wird und Du eine Sparrenvolldämmung bekommst und einen diffusionsoffenen Aufbau, wird es kein Argument gegen die Belüftung auf Konterlattenebene geben. Die gehört zum System.
    Zur Zeit wird sogar die Farbe der Dachpfannen diskutiert. Vorgeschlagen werden weiße Dächer um die Klimaerwärmung zu reduzieren....
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