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Fassadendämmung Rückwand RMH

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  1. #1
    Daxbau
    Gast

    Fassadendämmung Rückwand RMH

    Hallo,

    bin in diesem hilfreichen Forum neu und interessiere mich zur Zeit für das Thema Wärmedämmung.

    Wir haben ein Reihenmittelhaus (Bj. 1967) und sind am überlegen, ob wir die sehr kalte Rückwand dämmen oder lieber die 25 Jahre alte Vaillant-Gasheizung gegen eine moderne Gasheizung austauschen.

    So einige Handwerker waren schon da und jeder hat eine andere Idee.

    Die Fassade ist ca. 30 m2 groß. Das Aussenmauerwerk besteht aus 24 cm Hochlochziegeln. Fenster Rehau-Geneo 3-Fach-Verglasung (2 größere Fenster und 2 kleine Badfenster).

    Hier nur 2 Vorschläge der Handwerker:

    1. Material Putzträgerplatten Steinwolle, WLG 035/80 mm Stärke, geklebt und gedübelt mit Eckschutz und Sockelprofilen.
    Oberfläche gespachtelt mit Gewebeeinlage und Endputz mit Brillux Silikon-Fassadenputz Körnung 2 mm. Inkl. Gerüst.
    Preis/m2 140,00 €.

    2. Material Styropor 120 - 140 mm, WLG 032, ohne Brandschutzrahmen, geklebt, Fassadenputz weiss, Fensterbänke, Gerüst inklusive.
    Preis/m2 165,00 €.

    Eine moderne Gasheizung würde uns 6.000,00 € Brutto kosten (Leitungen sind bereits erneuert).

    Die Preise für die Dämmung finden wir etwas heftig. Bei den Dämm-Materialien sind wir unsicher, welches für die 30 m2-Fläche und dem Lichteinfall besser geignet ist. Bei der Steinwolle wurde uns auch Maße von einer notwendigen Stärke von 160 cm genannt. Bunkerlöcher wollen wir auch nicht haben.

    Lieber doch das Geld in eine neue Heizung investieren?

    Ich freue mich über regen Austausch.

    Doro aus dem Daxbau
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  2. Fassadendämmung Rückwand RMH

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  3. #2
    Daxbau
    Gast
    Hallo,

    bei den m2-Preisen handelt es sich um Nettopreise und ich meine 160 mm, nicht 160 cm!
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  4. #3

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    Heizung renoviert man wenn es irgend geht immer als letztes.

    Die erzeugt nur die Wärme, verbraucht wird die woanders... Wenn woanders die Wärme nicht mehr flöten geht dann braucht die Heizung nicht mehr so viel zu erzeugen, ergo: Sie wird sparsamer... Und kann, wenn dann mal kaputt, kleiner dimensioniert werden...

    Und Wärmedämmung ist auch ein Komfort-Gewinn, eine neue Heizung nicht so...

    Ich sehe das an meinem Elternhaus, eine Sitzecke war nur im Sommer zu benutzen, im Winter, wo es da besonders angenehm wäre, war es kalt und zugig. Jetzt ist der Raum ringsrum von 100mm Styropor eingepackt und es ist VIEL angenehmer und wärmer und es ist zugfrei in diesem Raum... Kosten waren uns egal, es sollte angenehm werden...

    Wobei es kostengünstig war, ich kann halt alles selber machen...
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  5. #4

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    Hi, Alternativ könntet Ihr auch auf eine bessere WLG gehen (WLG022) diese kostet dann zwar auch wieder einen ganzen Tick mehr aber die Stärke wird reduziert. Um die Enev zu erreichen braucht Ihr ca 10 cm WLG022 Pi mal Daumen...
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  6. #5
    Daxbau
    Gast
    Hallo,

    vielen Dank für Eure Beiträge.

    Von der Resolhartschaumplatte mit einem Wärmeleitwert von WLG 022 wurde uns von Fachleuten abgeraten, weil die Platten angeblich irgendwann mal schrumpfen und somit Risse entstehen.

    Die meisten Fachleute empfehlen uns Styropor und raten uns von Mineral-/Steinwolle ab. Lt. diverser Aussagen erfüllt die Steinwolle erst ab einer Stärke von 160 mm die Enev. Wir favorisieren noch die Steinwolle, allerdings wäre 160 mm ein Ausschlusskriterium. Was sind die Alternativen? Fragen über Fragen...

    Freue mich über regen Austausch.

    Doro aus dem Daxbau
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  7. #6

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    Welches Ziel soll mit der Aktion verfolgt werden?
    In welchem Zustand ist die "alte" Therme?

    Nur durch Austausch des Wärmeerzeugers werden sich die Einsparungen in Grenzen halten. Andererseits ist aufgrund des Alters der Therme ein Austausch in absehbarer Zeit wohl sowieso erforderlich.

    Wie hoch ist der bisherige Jahresverbrauch?

    Sinnvoll wäre wohl die Fassadendämmung, die sich aufgrund der geringen Fläche auch kostenmäßig in einem moderaten Rahmen bewegen wird. Mit 120mm in WLG032 erreicht Dein Wandaufbau einen U-Wert um 0,22W/m2K, erfüllt somit auch die EnEV. Die Einsparung dürfte sich im Bereich 80-100kWh pro m2 abspielen, je nach Betriebsweise der Anlage. Bei 140mm wäre der U-Wert in etwa 0,19W/m2K, also noch einmal ca. 2-3kWh /m2.

    d.h. Unter´m Strich dürfte die Fassadendämmung die sinnvollere Maßnahme sein.

    ABER, auch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in absehbarer Zeit ein Austausch des Wärmeerzeugers erforderlich werden dürfte. 25 Jahre sind schon eine Hausnummer, also sollte man sich schon jetzt mit einem Austausch anfreunden, der sicherlich bald in´s Haus steht. Ob in 2 oder 5 oder mehr Jahren, darüber kann man nur spekulieren.

    Gruß
    Ralf
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Daxbau
    Gast
    Hallo Ralf,

    danke für Deinen hilfreichen Beitrag. Jetzt wo wir über weitere sinnvolle Investition ins Haus nachdenken, macht wohl unsere Gastherme die Grätsche. Ehrlich, kein Quatsch! Die Gastherme tropft. Next Week kommt der Heizungsfachmann und dann schaun wir mal weiter. Zusätzlich besucht uns noch ein Energieberater.

    Wir verbrauchen so ca. 14.500 kWh Gas im Jahr. Wir wissen noch nicht so wirklich, ob das viel ist, weil wir erst seit 3 Jahren in dem Haus wohnen. Die Verbrauchszahlen haben sich immer verbessert. Wir haben 110 m2 Wohnfläche über 3 Etagen zu Zweit zur Verfügung. Unser "Oldie" schafft es im Winter nicht, das Dachgeschoss zu beheizen. D. h. wir heizen zusätzlich nach Bedarf mit einem Heizlüfter im wenig behausten Dachgeschoss. Im Bad haben wir neben dem Heizkörper einen zusätzliches Heizgerät mit Strom. Unser jährlicher Stromverbrauch liegt so bei 2.400 kWh. Die Heizungsanlage wird aufgrund des Alters auf unseren Wunsch jährlich gewartet. Wir hoffen natürlich, dass die gute alte Vaillant-Heizung noch 5 Jahre durchhält. Wir glauben sehr sparsam zu sein, allerdings fehlt uns teilweise auch die Komfort-Wärme (wie von H.PF beschrieben).

    Eine Frage haben wir noch. Sind wir wirklich die "Exoten", weil wir unser RMH mit Mineralwolle dämmen lassen wollen? Also bei uns in der Reihe und bei den Handwerkern wären wir die Exoten. Wir wollen halt kein "Plastikhaus".

    Grüße von
    Doro aus dem Daxhaus
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  10. #8

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    Zitat Zitat von Daxbau Beitrag anzeigen
    Jetzt wo wir über weitere sinnvolle Investition ins Haus nachdenken, macht wohl unsere Gastherme die Grätsche. Ehrlich, kein Quatsch! Die Gastherme tropft. Next Week kommt der Heizungsfachmann und dann schaun wir mal weiter.
    Das Tropfen kann viele Ursachen haben, vielleicht ist es auch ganz harmlos.

    Zitat Zitat von Daxbau Beitrag anzeigen
    Zusätzlich besucht uns noch ein Energieberater.
    Das ist gut, wobei ich aber darauf hinweisen möchte, dass nicht überall wo Energieberater draufsteht, auch Energieberater drin ist. Eine gesunde Portion Misstrauen kann also nicht schaden.

    Zitat Zitat von Daxbau Beitrag anzeigen
    Wir verbrauchen so ca. 14.500 kWh Gas im Jahr. Wir wissen noch nicht so wirklich, ob das viel ist, weil wir erst seit 3 Jahren in dem Haus wohnen. Die Verbrauchszahlen haben sich immer verbessert. Wir haben 110 m2 Wohnfläche über 3 Etagen zu Zweit zur Verfügung.
    Den Verbrauch kann man ohne Details nur schwer bewerten. Völlig abwegig ist er aber nicht. Überschlägig geschätzt kommt das Gebäude auf eine Heizlast von 5-6kW, was der Wohnfläche entsprechend plausibel erscheint.

    Zitat Zitat von Daxbau Beitrag anzeigen
    Unser "Oldie" schafft es im Winter nicht, das Dachgeschoss zu beheizen. D. h. wir heizen zusätzlich nach Bedarf mit einem Heizlüfter im wenig behausten Dachgeschoss. Im Bad haben wir neben dem Heizkörper einen zusätzliches Heizgerät mit Strom.
    Ich denke das hat weniger mit der Gastherme an sich zu tun, sondern mehr mit Heizflächen (Heizkörper), Heizkurve, Hydraulik der Anlage. Vielleicht wurden die Räume nachträglich mit eingebunden und dabei nicht daran gedacht, die Hydraulik entsprechend anzupassen. Jetzt werden die Räume einfach unterversorgt. Ein hydraulischer Abgleich wäre hier wohl angesagt.
    Vielleicht sind auch die Heizkörper nur zu klein und passen nicht zur Heizlast der Räume, so dass man mit der eingestellten Heizwassertemperatur die Räume nicht auf Temperatur bringt.

    Bei der nächsten Wartung würde ich mal den Heizungsbauer darauf ansprechen. Der kennt die Anlage und sollte das auch beurteilen können.

    Zitat Zitat von Daxbau Beitrag anzeigen
    Die Heizungsanlage wird aufgrund des Alters auf unseren Wunsch jährlich gewartet. Wir hoffen natürlich, dass die gute alte Vaillant-Heizung noch 5 Jahre durchhält. Wir glauben sehr sparsam zu sein, allerdings fehlt uns teilweise auch die Komfort-Wärme (wie von H.PF beschrieben).
    Eine regelmäßige Wartung ist gut. Komfortwärme ist so ein Thema, das kostet halt Energie.

    Zitat Zitat von Daxbau Beitrag anzeigen
    Eine Frage haben wir noch. Sind wir wirklich die "Exoten", weil wir unser RMH mit Mineralwolle dämmen lassen wollen? Also bei uns in der Reihe und bei den Handwerkern wären wir die Exoten. Wir wollen halt kein "Plastikhaus".
    Ich würde Euch jetzt nicht als "Exoten" bezeichnen. Erfahrungsgemäß wird halt EPS (oder entsprechende Derivate) als Dämmung eingesetzt, weil man damit zu einem moderaten Preis gute Dämmwerte erzielt.
    Befasst man sich einmal intensiver mit den verschiedenen Materialien zur Dämmung von Fassaden, dann wird man schnell feststellen, dass viele Stammtischsprüche nicht haltbar sind. Das gilt auch für so Dinge wie Plastiktüte oder atmende Wände.

    Nebenbei bemerkt, gibt es nicht nur EPS oder MiWo, sondern auch noch einige andere Möglichkeiten.

    Aber letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen für was er sich entscheidet, schließlich zahlt er die Musik, also bestimmt er auch was gespielt wird.

    Gruß
    Ralf
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