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Celulosedämmung in der oberen Geschosdecke. Ist dieses Angebo okay ?

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  1. #1

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    Celulosedämmung in der oberen Geschosdecke. Ist dieses Angebo okay ?

    Hallo, ich hatte letzte Woche einen Handwerker hier, der mir ein Angebot für die Dämmund der oberen Geschossdecke machte.

    Folgenden Aufbau haben wir (Vom Wohnraum --> Dach)

    Raufasertapete
    Haraklithplatte
    Dachbalken (18cm Hoch = 18 cm Hohlraum)
    unbehandelte Holzdielen

    Das Dach ist quer belüftet.

    Es sind ca. 40 qm Fläche. Angeboten wurde uns eine Celulose Einblasdämmung eines bekannten Herstellers.
    Empfohlen wird uns in den nächsten Jahren eine Dampfbremsende Tapete im Wohnraum anzubringen, diese hat auch Raufaseroptik und könnte sogar über die bestehende Tapete geklebt werden.

    Der Preis für die Anlieferung und die Verarbeitung liegt bei ca 700 €.

    Spricht irgendetwas dagegen?
    Gruß, Mike
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  2. Celulosedämmung in der oberen Geschosdecke. Ist dieses Angebo okay ?

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Das einzige was dagegen spricht ist die nicht ausreichende Dämmstärke
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  4. #3
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    Hallo, danke für die schnelle Antwort. Mir wurde gesagt, dass es vorerst keinen Sinn machen würde mehr zu dämmen, da die Dachschrägen nur mit einer Dämmung aus den 80 Jahren (Glaswolle) versehen sind. Dadurch würde es sich kaum bemerkbar machen die Dachbalken aufzudoppeln und mehr Dämmung einzublasen.

    Gegen die Dampfbremsende Tapete spricht nichts?
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  5. #4
    Avatar von Flocke
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    Der Schritt aufzudoppeln und ausreichend zu dämmen ist eigentlich genau der richtige. Zeitgemäß sind bei Zellulose 240 - 300 mm Dämmstärke. Wenn aufgedoppelt wird, kann auch gleich eine deutlich günstigere Dampfbremse eingebaut werden. Die Tapeten erfüllen ihren Zweck, sollten aber nachgerechnet werden und sind KEIN Ersatz für die normale Luftdichte Ebene, zudem haben die Dampfbremstapeten Ihren Preis
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  6. #5
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    Hallo Flocke, danke für den Rat. Ich bin gerne bereit aufdoppeln zu lassen. Wie gesagt, mir wurde gesagt, dies sei nicht nötig. Was ich nicht verstehe ist, wie dann beim aufdoppeln eine Dampfsperre eingebaut werde kann. Der Wohnraum unter der Geschossdw kW ist bereits renoviert und bewohnt. Das Aufdoppeln wuerde also nach oben hin erfolgen.

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  7. #6
    Avatar von Flocke
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    So wie jetzt auf dem Bild zu sehen die DB sauber in die Gafache einarbeiten und alle Ströße verkleben. Der Anschluß an die Bestehende DB im Sparrenfeld bringt wenig Spass ist aber möglich. Ich würde jetzt deie DB verlegen lassen die Zangen auf gut 20 cm aufdoppeln, alles Dämmen und mit Rauhspund abschalen. Hier wirklich darauf achten das die DB sauber und dicht verlegt und verklebt wird. Im Winter war hier fast wegen überfüllung geschlossen, weil extrem viele Bauherren probleme mit Tauwasser im Spitzboden hatten.
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  8. #7
    Inkognito
    Gast
    Zitat Zitat von mike30 Beitrag anzeigen
    [...] Angeboten wurde uns eine Celulose Einblasdämmung eines bekannten Herstellers. [...] Spricht irgendetwas dagegen?
    Ich persönlich halte aus diversen Gründen nicht viel von dem Zeug:

    - Brandschutz: Damit das nicht brennt wie Zunder ist das mit viel Chemie behandelt, 'öko' ist das nicht.
    - kritisch finde ich auch die Frage nach dem Verhalten des Dämmstoffes, wenn dann doch mal Tauwasser anfällt. Nicht nur ob es gammelt sondern auch was mit der Chemie passiert. Es wurde wohl auch schon ein 'Zusammensacken' der Dämmung beobachtet, ob das jetzt am Alter/Erschütterungen oder eben doch Tauwasseranfall liegt, keine Ahnung.
    - Bei großen Dämmstärken kann wohl eine Konvektion innerhalb der Dämmebene stattfinden.

    Dumm ist nur, dass ich Dir wirklich keine Alternative aufzeigen kann, das sind noch Informationsreste, die aus Bauphysik hängen geblieben sind. Bei Mineralwolle scheiden sich ja auch die Geister, Thema Lungengängigkeit, bei Polystyrol/Polyurethan/Resolhartschäumen wird ja auch auf die Chemie geschimpft, Aerogel find' ich witzig, ist aber einfach *viel* zu teuer, Ökodämmstoffe wie Schafwolle dämmen höchstens mittelmäßig und verbrauchen daher nochmal mehr Platz und billig ist das auch nicht...
    Ich stehe vermutlich auch bald vor der Entscheidung - vermutlich wird's Mineralwolle, oder besser gesagt, die preislich attraktivste Alternative zu der Einblasdämmung.
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  9. #8
    Avatar von Flocke
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    Wie schon geschrieben. Keine Ahnung, lieber nichts schreiben
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  10. #9
    Inkognito
    Gast
    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Wie schon geschrieben. Keine Ahnung, lieber nichts schreiben
    Dann entkräften Sie doch bitte die Kritikpunkte, ich wäre Ihnen nicht undankbar. Dann könnte ich mich selbst guten Gewissens anders entscheiden, wie gesagt, das Thema steht zeitnah an.
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  11. #10
    Avatar von Flocke
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    Nochmal zum Sachbearbeiter. Bitte keine Gerüchte streuen und versuchen hier mit Stammtischgeschwätz zu glänzen.
    Brandschutz von Zellulose ist besser als von Mineralwolle. Die Eigenschaft von Zellulose an der Oberfläche zu verkohlen schützt nicht nur den Dämmstoff sondern auch die darin eingebetteten Bauteile vor Flammen. Diverse öffentliche vorführungen und Tests mit der Feuerwehr belegen das.
    Im Gegensatz zu Mineralwolle gibt es für Zellulose eine Volldeklaration der Inhaltsstoffe. Chemie ist nur in sehr geringen Mengen enthalten und gast weder aus noch kommt es bei Durchnässung zur freisetzung von gefährlichen Säuren.
    Fachgerecht eingebaute Zellulose sackt auch nicht zusammen. Im Gegenteil zur Mineralwolle füllt Zellulose die Gefache über jahrzehnte hinweg sauber und lückenlos aus. Ich habe selber schon alte Gefache geöffnet und kontrolliert, da ist nichts zu sehen. Bitte hierzu mal ein Dach öffnen wo Mineralwolle verbaut wurde und nachsehen wieviel noch voll erhalten ist.
    Zum Preis. Wenn ich Zellulose einblase schaffe ich das zu einem Preis der von einem Arbeiter mit Mineralwolle nicht so schnell erreicht wird. Die Preise waren vor 15 Jahren mal höher, wir aber leben heute.
    Thema Konvektion sollten Sie vielleicht nochmal Googeln bevor Sie noch einmal die Tastatur betätigen. Bei Zellulose sind Konvektionsströme aufgrund der höheren Dichte deutlich geringer als bei Mineralwolle.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Inkognito
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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Brandschutz von Zellulose ist besser als von Mineralwolle. Die Eigenschaft von Zellulose an der Oberfläche zu verkohlen schützt nicht nur den Dämmstoff sondern auch die darin eingebetteten Bauteile vor Flammen.
    Baustoffklasse A1 gegen B2 - mit dem gleichen Argument ist ein vorgenageltes Brett auch ein toller Brandschutz. Prinzipiell richtig, die Tragkonstruktion nimmt möglicherweise erst später Schaden, aber die Brandlast ist um ein vielfaches höher - Und Mineralwolle an gleicher Stelle schützt auch die Konstruktion vor dem Zugang von Hitze.
    Haben Sie vielleicht einen Link zu einer von Ihnen angeführten Vorführung?

    Welche Brandhemmer kommen denn zum Einsatz? Das geschreddertes Papier ansonsten brennen würde wie Zunder ist hoffentlich unstrittig.
    http://isofloc.de/index.php?technische-daten
    Hier steht etwas von 9% Additive für Brandschutz und Konservierung - nur nicht was. Solange das keine PBDE oder sonstige kritisch zu betrachtende Chemikalien sind sind bin ich ja schon fast zufrieden.

    Fachgerecht eingebaute Zellulose sackt auch nicht zusammen. Im Gegenteil zur Mineralwolle füllt Zellulose die Gefache über jahrzehnte hinweg sauber und lückenlos aus. Ich habe selber schon alte Gefache geöffnet und kontrolliert, da ist nichts zu sehen. Bitte hierzu mal ein Dach öffnen wo Mineralwolle verbaut wurde und nachsehen wieviel noch voll erhalten ist.
    Wohin verschwindet denn die Mineralwolle bei fachgerechtem Einbau?
    Wie kann man Hohlstellen und dadurch ein eventuelles Nachsacken von Einblasdämmung wirkungsvoll verhindern?
    Wie verhält sich das Material bei Tauwasseranfall?

    Gibt es zu den beiden Materialien ernsthafte Alternativen? Was halten Sie von EPS, Hanf, Schafswolle und so weiter?
    Um eine objektive Beurteilung - oder meinetwegen auch eine Subjektive mit Hinweis auf die eingeschränkte Sichtweise - auch hinsichtlich der Kosten wäre ich dankbar.
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  14. #12
    Avatar von Flocke
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    Normale Mineralwolle hat in der Regel auch nur Baustoffklasse A2.Zum Brandverhalten hier ein Video. Der Brandversuch wird auch hier regelmäßig bei Veranstalltungen durchgeführt und ist beliebig wiederholbar...bei selben Ergebnissen.
    Als Zuschläge werden normalerweise Borsäure, Borpentahydrat oder Amoniumphosphat eingesetzt.
    Versuchen Sie doch mal einen Stapel Zeitungen anzuzünden. Papier brennt schlechter als man denkt.
    Mineralwolle selber brennt nicht, hat aber aufgrund der vielen "Luftlöcher" nicht die Möglichkeit die Hitze und Flammen so von Baukörper abzuhalten wie Zellulose.
    Das nachgeben von Mineralwolle in den Gefachen ist darauf zurückzuführen, das die Klebstoffe und Fasern ihre Spannkraft verlieren und die Wolle dann einfällt. Zellulose wird mit etwas überdruck eingebracht und behält Ihre Stützkraft bedeutend länger.
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