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  1. #1

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    Holzdecke von 1930 dämmen: Dampfsperre oder Dampfbremse oder gar nichts: HILFE!!!!

    Hallo, wir brauchen dringend Rat!!!!
    Wir wollen unseren Dachboden mit Holzweichfaserplatten dämmen. Jetzt hören wir immer mehr Meinungen bzgl. einer Dampfsperre bzw. oder einer Dampfbremse.
    Unser Trockenbauer sagt, dass die Zimmerdecke darunter (alte tapezierte Holzspalierdecke, darüber ist eine Schicht Schüttasche und darüber die alten Dielen, die mit der typischen roten Farbe ("Ochsenblut") gestrichen wurden) als Dampfsperre genüge.
    Der Händler des Dämmmaterials sagt, da müsse eine Folie zwischen.
    Als Laie stelle ich mir das nur so vor: das Kondenswasser steht dann unter der Folie auf den Holzdielen und kann da dann nicht mehr weg. Das kann doch nicht gesund sein.
    Unser Dämmmaterial ist diffusionsoffen, warum dann das Haus nicht einfach weiter "atmen lassen", wie bisher, nur gedämmt???
    Oder mache ich dabei einen kapitalen Denkfehler?
    Bitte helft uns schnell, Ende der Woche kommt das Dämmmaterial!!!!
    VG, Traeumerle
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  2. Holzdecke von 1930 dämmen: Dampfsperre oder Dampfbremse oder gar nichts: HILFE!!!!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Den Feuchteverlauf kann man berechnen und relatin genau bestimmen ob und wo eventuel Tauwasser ausfällt. das muß nicht immer der Fall sein. Von warm nach Kalt sollte allerdings schon eine Dampfbremse eingebracht werden. Nur sollte diese so weit wie möglich in den warmen Bereich verlegt werden.
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  4. #3
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    Hallo Flocke,
    in den "warmen Bereich" kommen wir nun aber nicht, die Dampfbremse würde also auf dem kalten Dachboden direkt unter der Dämmung liegen. Von innen wollen wir da auch nicht dran, weil da vor kurzem alles außer die Zimmerdecke saniert wurde.
    Macht eine Dampfsperre denn bei unserer Konstellation überhaupt Sinn? Und warum ist sie so wichtig????
    Vielen Dank und viele Grüße, T
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  5. #4

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    Wie werden die Räume unter diesem Dachbereich genutzt?
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  6. #5
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    Der Dachboden wird nur für die Weihnachtsdeko und daher als Stauraum genutzt.Die Dachflächen sind auch ungedämmt, daher wollten wir wenigstens schon mal die Geschoßdecke dämmen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Traeumerle Beitrag anzeigen
    Der Dachboden wird nur für die Weihnachtsdeko und daher als Stauraum genutzt.Die Dachflächen sind auch ungedämmt, daher wollten wir wenigstens schon mal die Geschoßdecke dämmen.
    Ich vermute mal stark,dass eine Geschoßdeckendämmung hier in die Hose geht.
    Die Dampfbremse müsste theoretisch auf die Unterseite der Decke um zu
    verhindern, dass sich Kondensat in der Decke bzw. Unterseite der Dämmung
    bildet.

    Hier also entweder den Dachboden in die thermische Hülle einbinden
    (Zwischensparrendämmung) oder Finger weg.
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  8. #7
    Avatar von Flocke
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    Dem kann ich mich nur anschließen.
    Mit nachträglicher Dämmung kann man sehr viel falsch machen. Der Gesamtaufbau muß stimmig sein. Da ist es irrelevant, ob der Fußboden erst gemacht wurde oder nicht. Wenn Si noch etwas länger Freude am Haus haben wollen macht es Sinn, wie Sarkas schon schrieb, entweder den Dachboden mit in die thermische Hülle einzubinden oder den Fußboden vernünftig aufzubauen. Dielen runter, Asche raus, einschubbretter raus, alles säubern, Folien(DB) verlegen und anschließen. Nun können sie auch die Balkenfelder ausdämmen und haben mehr Nutzen.
    Gehen Sie nicht das Risiko ein, bloß weil die Platten ohne konzept bestellt wurden, und bauen einfach drauf los. Egal was der Trockenbauer sagt, hier schlummert ganz großes Bauschadenpotential. Lassen Sie sich noch einmal richtig beraten. Am besten nicht vom Baustoffhänder(der will nur verkaufen) und nicht von Ihrem Trockenbauer, sondern von jemanden der sich auskennt
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  9. #8
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    Auweia! Also müssten wir im bewohnten Bereich die Decke öffnen, also die alte Spalierdecke rausreißen, dann die DB von unten an die Balken und von oben dann, wie Flocke schrieb, alles ausleeren und dann dämmen???
    Oder wäre es auch ok, alles vom Dachboden aus zu bearbeiten, also auch die Folie von oben über die Balken legen???
    Wir wissen leider schon, was für eine Riesensauerei die Asche macht. Gibts dafür eigentlich Sauger????Das ist damals durchs ganze Haus geschwebt, unser Lichtschalterprogramm haben wir nie wieder sauber gekriegt, so ein Sch.....zeug ist das... :-((

    Mein Mann ist schon völlig frustriert, weil man tausend Meinungen zu diesem Thema hört.
    Wenn fragt man denn am besten? Gutachter, Sachverständige? Wo findet man die???
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  10. #9
    Avatar von Flocke
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    Das geht auch von oben. die Decke muß nicht raus, die DB wird dann über die Balken und in die Felder gelegt. Stöße und Wandanschluß natürlich verklebt.
    Im Baumarkt oder Ofenhandel gibt es relativ günstig Aschesauger.
    Was die vielen Meinungen angeht. Es gibt leider viele die im Bereich Bauphysik nicht so bewandert sind. Die Materialien und Anforderungen haben sich in den letzten Jahren sehr rasch entwickelt. Die Dichtigkeit von Gebäuden nimmt permanent zu und so wird das System Gebäudehülle immer sensibler. Einmal nicht aufgepasst und schon hat man große Probleme.
    Wie schon in einem früheren Post geschrieben. Den Aufbau kann man auch durchrechnen, dann ist man auf der sicheren Seite.
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  11. #10

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    Wenn fragt man denn am besten? Gutachter, Sachverständige? Wo findet man die???
    In Büchern oder Kammern...
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Das geht auch von oben. die Decke muß nicht raus, die DB wird dann über die Balken und in die Felder gelegt.
    Das wäre mir zu heiß. Erst mal berechnen wo der Taupunkt ist/sein könnte.

    Wenn Kondensatausfall an der Dampfsperre ist, was nicht ungewöhnlich wäre,
    ist die Balkenlage in kontinuierlicher Feuchtigkeit. Das kann ein böses Erwachen
    mit sich bringen.
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  13. #12

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    Phne es jetzt gerechnet zu haben:

    Ich gehe bei einer Decke von 1930 mal locker davon aus, dass diese einen reletiv schlechten R-Wert hat. Dort oben auf nunmehr eine ordentliche Packung Dämmung (Ich strebe hier immer eine Stärke inkl. Deckschicht von der Höhe der Treppenstufen an) drauf, ergibt, dass der theoretische Taupunkt in 99% der Fälle innerhalb der Dämmung liegt (die bisherige Kalte Seite der Decke wandernt durch den hohen R-Wert der Dämmung auf die Warmseite), so dass die Dampfbremse auf die Decke gelegt werden kann.

    Besonders ist hier auf die Randanschlüsse zu achten!! Dort liegt die Krux an der Geschcite, da hier seitlich Wasserdampf haltige Luft in die Dämmebene einwandern kann. Dies muss unbedingt von einem Fachmann begutachtet und geplant werden.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
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    Vielen Dank, Flocke, auch für die Nachricht!
    jetzt muss ich nur noch ein Problem schildern: wir bekommen die Folie nämlich nicht dicht verklebt. Wir kommen nämlich nicht an die Fetten (schreibt man die so??) heran, so dass wir die DB nur in die Sparrenzwischenräume hineinlegen können, wir bekommen aber kein geschlossenes System. (Was ich aber bei diesem Haus sowieso für absolut unmöglich halte, mal ganz nebenbei.)

    Mal ganz blöd gefragt: wäre es bei dieser Konstellation nicht einfacher, man würde die gesamten Dachflächen dämmen und die olle Asche und die ollen Dielen bleiben wo sie sind???? Oder muss man die Dachgeschoßdecke in jedem Fall dämmen, auch wenn es oben schon nicht mehr friert???Oder muss da oben dann auch ein Heizkörper hin? Wie kalt wird es den eigentlich noch unter einem gedämmten Dach??? Mann, ist das alles kompliziert!!!!

    Ach, übrigens, Taipan, wir wollten 160 mm Dämmung draufpacken.
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  16. #14

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    Dann dürfte es tatsächlich besser (da problemloser) sein, stattdessen die Dachschräge zu dämmen.
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