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  1. #1

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    Decke zwischen OG und gedämmtem Spitzboden

    Hallo,

    wir bauen gerade ein EFH und überlegen den Spitzboden direkt mit ausbauen zu lassen.
    Dämmung und damit thermische Hülle ist eh schon unter dem Dach vorgesehen, da der Raum als "Spielzimmer" angedacht war. Heizung über größeren Heizkörper der an die NT-Heizkreis angeschlossen wird.

    Soweit so gut. Schlecht ist allerdings, der im Vertrag enthaltene Aufbau der Decke und damit Boden im Spitzboden, da hier nur eine Kehlbalkenbeklankung mit 28mm V100 Spanplatte oder alternativ 22mm OSB-Platte vorgesehen ist. Darauf würde direkt der Teppichbelag kommen. Ist natürlich suboptimal v.a. bzgl. Schalldämmung.

    Da der Raum doch mal ein echter Wohnraum (also mit Übernachtung) werden könnte wollen wir hier ausbessern. Erste Idee war Trochenestrich im Spitzboden. Dies haben wir uns vom GÜ statisch prüfen und anbieten lassen. Angebot ist nun da für 33 €/m². Nicht der günstigste Preis, aber dafür tu ich mir die Arbeit bestimmt nicht an. Außerdem ist dann weiterhin alles aus einer Hand.
    Haltet ihr die Maßnahme für ausreichend oder habt ihr noch andere Tipps/Ideen für uns?

    Frage zur Heizung im Spitzboden. Könnte man dann auch anstatt der Heizkörper Fußbodenheizung verlegen und mit dem Trockenestrich kombinieren oder wird das unverhätnismäßig teurer als die enthaltenen Heizkörper?

    Danke im Voraus
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  2. Decke zwischen OG und gedämmtem Spitzboden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    FBH unter Trockenestrich ist eine gängige Lösung. Ob sich das rechnet im Vergleich zu Heizkörpern, da müsste man einmal den Taschenrechner fragen.

    Wie groß ist der Raum?
    Heizlast?

    Die Platten für die FBH benötigen aber eine ebene Unterlage. d.h. Ihr habt dann beispielsweise OSB, darauf die FBH Platten, und darauf dann die Trockenestrichplatten. Das kostet auch Raumhöhe.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    mir ist das nicht gehauer.

    ein guter dachstuhl hat
    . opulent hohe holzquerschnitte (dämmdicke)
    . grosse binder-/sparrenabstände (dämmanteil, kosten)
    das passt nicht zwingend mit beschr. plattendicken zusammen.

    nächster problemkreis: luftdichte ebene.
    siehe rubrik "dach", die oben angepinnten themen..

    wenn diese elementarthemen klar sind,
    kommt der rest.
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  5. #4
    Avatar von susannede
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    da der Raum als "Spielzimmer" angedacht war.
    Vorgriff vorm Rest:

    Was ist bitte ein "Spielzimmer" ?

    Ich kann mir bei den üblichen GÜ-Dackelgaragen-Spitzböden
    weder höhen- noch breitenmäßig irgendwas vorstellen,
    was eine Nutzung als Aufenthalt für Menschen oder gar kleine Menschen,
    ausreichend wäre.

    . opulent hohe holzquerschnitte (dämmdicke)
    . grosse binder-/sparrenabstände (dämmanteil, kosten)
    Aus gleichem Grund dürfte hier ein Ironie-Modus fehlen.
    Studiobinder sind doch hipp.
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  6. #5
    Themenstarter

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    @mls: soweit ich die angepinnten Themen unter Dach verstehe, gelten die für ungedämmte Dächer. Unser ist aber unter den Schrägen gedämmt und komplett beheizter Bereich in thermischer Hülle. Die Sparren werden mit Faserdämmstoffen WLG 035 gedämmt plus Folie + Gipskartonplatten.
    @R.B. und susannede: Es geht eine feste Treppe in den Spitzboden. Dachneigung ist 44 Grad. Der Bereich >2m ist 2,30m breit, der >1m in Summe 4,36m, also schon recht groß. Grundfläche des südlichen Zimmers 48m² macht abzgl. Schrägen 19m² Wohnfläche, Abstellraum 24m² Grundfläche, kein Wohnbereich.
    Ein Spielzimmer ist ein Zimmer, dass nur Tagsüber genutzt wird zum Spielen halt. Zum Beispiel für große Eisenbahn, riesen Puzzles, Luftballon-Tennis etc. Unterschied zum Kinderzimmer die fehlende Überhnachtung, die wollen wir aber nun auch ermöglichen. Nachts spielt die Schalldämmung ja eine größere Rolle. Außerdem gibt es ein schön großes Dreiecksfenster.
    Nur der Aufbau ist bisher halt suboptimal. Ich habe mal geschaut und Trockenestrich kostet wohl so 18 €/m² Material. Ist da 33 €/m² inklusive Verlegung ok? Da ich 2 linke Hände habe kommt selber machen nicht in Frage
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  7. #6

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    Die Heizlast kannst Du relativ einfach übe die umhüllenden Bauteile eines Raums rechnen. Damit bekommst Du die Transmissionsverluste. Dazu dann die Lüftungsverluste und Du hast die Heizlast. Auf 10W mehr oder weniger kommt es nicht an, aber diese Vorgehensweise ist besser als die übliche Schätzung mit xxW/m2 Wohnfläche.

    Bsp.:

    Die Dachfläche eines Raums hätte 20m2, einen U-Wert von 0,2W/m2K. Dann legst Du die gewünschte Raumtemperatur fest, typ. 21°C, und die AT, für Eure Region sagen wir mal -12°C. Die Differenz beträgt somit 33K. Pro m2 Dachfläche gehen also 0,2 (W/m2K) x 33 (K) = 6,6W an Transmissionsverlusten in die Rechnung mit ein, macht bei den 20m2 einen Wert von 132W.

    Solche Beispiele habe ich hier schon dutzendfach gerechnet, einfach mal nachschauen. Wichtig sind hier auch die Lüftungsverluste, die bei einem hoch gedämmten Raum einen erheblichen Teil des Gesamtverlusts ausmachen.

    Mit der Heizlast kann man dann den Heizkörper oder die FBH dimensionieren.

    Was die 33,- €/m2 betrifft, das klingt für mich zumindest plausibel. Ob der Preis heutzutage gerechtfertigt ist, kann ich Dir nicht sagen.

    Gruß
    Ralf
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