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Wandaufbau Neubau aus Poroton Ziegel T8 mit Holzverschalung - Tragfähigkeit

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  1. #1

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    Wandaufbau Neubau aus Poroton Ziegel T8 mit Holzverschalung - Tragfähigkeit

    Hallo,

    wir planen eine Stadtvilla mit 2 Geschossen zu bauen aus 42,5cm Poroton T8-P Ziegeln mit Perlitfüllung.

    Dabei wollen wir im OG, ab Unterkante der Fenster bis zum Dachvorsprung, eine Holzverschalung (ca. 75 qm) um das Haus anbringen lassen.

    Uns ist dabei wichtig, dass diese Verschalung nicht zu stark über den Putz im EG hinausragt bzw. bündig mit dem Putz im EG abschließen soll.

    Nun wurde uns vom Bauunternehmen mitgeteilt, dass der T8-Stein leider nicht die Anforderungen bezügl. Tragfähigkeit erfüllt, um eine solche Holzverschalung befestigen zu können. Und deshalb soll ab Unterkante der Fenster im OG ein T12 Ziegel mit 24 cm verbaut + 18 cm WVS verwendet werden, auf dem die Holzschalung angebracht werden kann.

    Nun bin ich leider kein Fan von einem unterschiedlichen Wandaufbau und Suche nach einer anderen Möglichkeit.

    Ist den die Aussage bezüglich des Poroton Ziegels und der Tragfähigkeit korrekt?

    Betrifft das alle derartigen Ziegel auch z.B. den T7?

    Besteht eine Möglichkeit der Wandverstärkung?

    Welche Alternative Methoden bestehen, wenn ich komplett die Außenwände aus dem 42,5 T8-P bauen möchte und die Holzverschalung bündig mit dem Putz im EG abschließen soll?

    Danke für Eure Antworten

    Holzverschalung.jpg
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  2. Wandaufbau Neubau aus Poroton Ziegel T8 mit Holzverschalung - Tragfähigkeit

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  3. #2

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    Deine "Ziel" Skizze taugt schon mal gar nichts, weil Du die Klinkerschalung nicht direkt auf den Stein aufbringen kannst, sondern erst eine Traglattung (ggf auch noch eine Konterlattung) auf das Mauerwerk kommt und darauf die Schalung!
    Damit wars das auch mit "nicht über den Putz überstehen", was allerdings auch techn. völliger Blödsinn ist, weil ein Überstand einfach da sein muss!
    Letzteres gilt auch für eine anders aufgebaute Fassade im OG-Bereich!

    Ob die unterschiedlichen Wanddicken funktionieren, muss der Statiker beurteilen, immerhin wird ja der T8 darunter dann ja aussermittig belastet!

    Welche Kräfte der T8 ableiten kann, solltest Du beim Hersteller erfragen.

    Was mich wundert ist, dass das nicht im Rahmen der Planung schon thematisiert wurde. Was sagt der Planer dazu, was steht in der Ausführungsplanung?
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  4. #3
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    Danke, allerdings komme ich mit meiner Baufirma nicht so richtig weiter.
    Leider spreche ich da nicht mit einem Planer bzw. Fachmann, sondern eher mit einem Ansprechpartner der nur Interesse an meiner Unterschrift auf dem Vertrag hat.
    Danach kommt erst die Detailplanung / Bemusterung.

    So passieren Dinge wie oben beschrieben. Aktuell wurde nun doch festgestellt, dass der T8 die Anforderungen erfüllt, somit kann die Schalung auch angebracht werden. Wie auch immer?

    Trotzdem hab ich noch eine Frage bezügl. der fachmännischen Ausführung.
    Natürlich brauch die Schalung eine Grundlage in Form einer Traglattung. Besteht die Möglichkeit, diese Lattung in den Stein zu verankern/zu versenken?
    Damit der gg. Überstand zum Rest der Fassade nicht allzu groß ausfällt.
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  5. #4

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    mal abgesehen von den konstruktiven problemen, die holzverschalung und den aussenputz bündig auf eine linie zu bringen, wirst du dich in einigen jahren ärgern, wenn es so gebaut wird. niederschlag auf der holzverschalung läuft zwangsläufig auf dem putz ab. die dreckfahnen sehe ich bereits auf deiner putzfassade.

    die holzverschalung gehört mit mind 20 - 30 mm hinterlüftet. soweit ist ein überstand der holzverschalung gegenüber dem putz zwangsläufig. inwieweit der gewählte ziegel geeignet ist, die windsogkräfte und die vertikalen lasten der holzverschalung aufzunehmen, sollte der hersteller sagen.
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  6. #5

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    Die Latten in die Ziegel einzulassen, ist gerade beim T8 (neben den vo rolf aib beschriebenen optischen Folgen) nicht möglich!

    Es gibt div. Möglichkeiten, dieses Detail fachgerecht aufzulösen. Welche Möglichkeiten mit welchen techn. und opt. "Folgen" das sind, muss Dir erläutert werden.
    Wenn der BU das nicht kann oder will, dann bist Du da falsch! Pasta!
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  7. #6

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    Sorry, aber hier will ein Bauherr das das Bauunternehmen Mist verkauft...

    Dein Ansinnen ist einfach Müll! Mach die Fassade entweder einheitlich bis oben hin oder ,wenn es verbrettert werden soll, mach einen vernünftigen Überstand von 4 cm. Alles dazwischen ist MURKS und wird dich später schwarz ärgern....

    Oft genug schon bei Kunden gewesen, die da nur 1 - 2 cm hatten und da dann eine Wassernase aus Blech montiert...
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  8. #7

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    *kopfkratz*

    Das wäre aber vielleicht eine Möglichkeit, wie man die Ansicht und die Technik in eine Linie bekommen könnte...

    Du kannst die Fassade unten auf ein Blech laufen lassen, das ist leicht nach vorne geneigt und hat 2 cm Abkantung vorne. Steht ca 4 - 5 cm vor der unteren Fassade vor. Kann man aus ganz verschiedenen Blechen machen in verschiedenen Farben.

    Wirkt als Tropfnase, hält das Wasser einigermaßen von der Fassade weg und du hast trotzdem die beiden Ebenen in einer Linie...
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  9. #8

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    Also ich weiß nicht, hat schon mal jemand an die Optik gedacht?

    Unten ein Putz, vielleicht auch noch farbig, und darüber eine Holzverschalung, die so nebenbei bemerkt, auch noch regelmäßiger Pflege bedarf (in kürzeren Zeitabständen als die Putzfassade), und jetzt zur Krönung auch noch ein Blechstreifen dazwischen, der sicherlich ein optisches Highlight darstellt.

    Was bekommt Bauherr für sein Geld?

    - schadensträchtige Konstruktion
    - aufwendige Konstruktion
    - optischer Brüller
    - wartungsintensive Fassade

    Ich könnte das irgendwie noch verstehen, wenn man große Summen einsparen könnte, oder wenn sich die Hütte in´s Umfeld einpassen muss, aber freiwillig so eine Aktion veranstalten?

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Ralf - das ist eine Frage der Gestaltung und des Anspruchs.

    Wer da 100 Jahre lang eine schicke bernsteinfarbende Holzfassade haben will, sollte entweder über fest montierte Anschlagspunkte für Gerüstanker oder über einen Wechsel der vertikalen Anordnung nachdenken.

    Wen ein natürlicher Grauton, der immer mehr ins schwarz geht, nicht stört oder das gar will, der kann das durchaus machen.

    Auch das Tropblech muss nicht zu einem Scarface führen. Ein weiß einbrennlackiertes Blech zwischen rotem Putz und Holz natur verbietet sich sicher von alleine.
    Aber wenn die Putzfassade z.B. einen hellen Grauton hat und das Blech aus Zink ist, ist es fast nicht zu sehen nach ein paar Jahren.
    Dito bei dunklem Holz und Kupfer!

    Ich sage ja - so ein Detail will durchdacht und dann dem Bauherren vorgelegt werden - in Varianten mit Erläuterung.

    Das ein GÜ dass nicht unbedingt leisten will/kann, bevor er sicher ist, diesen Aufwand ersetzt zu bekommen, ist sicher auch verständlich.
    Entweder einen reinen Planungsvertrag mit Option der Erweiterung abschliessen oder einen Planer mit der Ausarbeitung dieses Details beauftragen - entgeldlich natürlich!
    Dabei aber vorher klären, ob der GÜ dann dieses Detail übernehmen würde!

    Oder gleich einen Architekten beauftragen
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  11. #10

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    Hier mal ein Bild von so einer zweigeteilten Fassade mit Blechübergang. Fällt eigentlich nur durch den Schatten auf.
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  12. #11

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    vergrauende Lärche mit vorbewittertem Zink fällt gar nicht auf das da ein Blech ist...

    Ich mag so was gerne, bei höheren Fassaden machen wir auch den Übergang zwischen den Brettern in der Senkrechten mit so einem Winkel. Dadurch wird die Fassadenhöhe gebrochen, das ist schon nett so eine Fassade...

    Und im Endeffekt, wenn man das Vergrauen mag, ist das eine langfristig pflegeleiche Fassade
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ralf - das ist eine Frage der Gestaltung und des Anspruchs.
    Eben. Technisch ist das sicherlich machbar, keine Frage. Ich finde halt die Optik eher bescheiden. Da bin ich mehr für eine klare Linie. Holzfassade OK, dann aber konsequent.

    Bei mir zuhause steht auf der gegenüberliegenden Straßenseite so ein Glanzstück. Da wurde ein altes Gebäude saniert, viel Holz, nebenan noch eine Holzscheune usw. Die Krönung war dann die Doppelgarage aus Beton die neben die Hütte gestellt wurde. Ästhetik ist ja nicht so mein Ding, aber bei der Hütte tränen selbst mir die Augen.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
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    Vielen Dank für die Kommentierungen.

    Gesehen hab ich das ganze bei einem Haus was m.E. dann kein Massivbau sein kann.
    Hier war oben die Holzschalung, dann kommt eine Blechkante und danach der normale Putz des Hauses - siehe Bild.
    Da die Schalung nicht übersteht, muss es sich um einen anderen Wandaufbau im oberen Bereich handeln - Holzrahmenbau bzw. schmalerer Stein mit WVS-System.
    Persönlich finde ich das mit der Blechschiene optisch nicht so schlimm.

    Generell haben wir unserem BU von Anfang an dieses Layout vorgegeben. Über die genaue Ausführung wurde bis heute noch nicht gesprochen.
    Bei der Vorbereitung des Vorvertrages, wurde nun alles einmal gerechnet/geprüft und es kam die Thematik mit der Tragfähigkeit des Steins auf.
    Den Vorschlag mit einem separaten Planer und Übernahme durch BU werd ich mal einbringen.

    Mir geht es um eine fachgerechte Ausführung, ohne die schon beschriebenen Probleme zu haben.
    Meine Vorstellung war den T8 42,5 als Wandaufbau zu nehmen, dann darauf die Verschalung möglichst mit geringem Überstand.

    Aus euren Kommentaren kann ich zwei Versionen ableiten

    1) Schalung mit großem Überstand

    Auf den Wandaufbau die Lattung + Schalung - Mindestens 4 cm Überstand


    2) Schalung ohne Überstand

    Wandaufbau ab Schalung kleiner machen (T12 Ziegel mit 24 cm verbaut + 18 cm WVS) und darauf die Schalung anbringen.
    Schalung auf einem Blech enden lassen als Abtropfkante.

    Falls die Umsetzung wirklich zu komplex, anfällig und teuer ist, muss ich wohl davon abstriche machen.
    Bild2.jpg
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Du musst keine Abstriche machen, Du musst Dich entscheiden.

    Dein BU/GÜ steht mit Grund auf der Bremse. Der hat keinen Bock, jetzt schon Details zu planen, wenn er nicht sicher sein kann, den dafür anfallenden Aufwand (deutlich mehr als ein paar Stunden) auch wieder rein zu bekommen.

    Daher zitier ich mich mal selber:
    Entweder einen reinen Planungsvertrag mit Option der Erweiterung abschliessen (Erg.: mit dem GÜ) oder einen Planer mit der Ausarbeitung dieses Details beauftragen - entgeldlich natürlich!
    Dabei aber vorher klären, ob der GÜ dann dieses Detail übernehmen würde!

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  17. #15

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    Punkt 2: schmaleren Stein und eine vorgehängte Fassade, kein WDVS...

    Warscheinlich meintest du das, hast es nur anders gesagt...
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