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  1. #1

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    Abstand zwischen Kalt- und Warmwasserleitungen

    Hallo zusammen,

    ich brüte gerade über DIN 1988-2, Abschnitt 10.2.2.
    Hier geht es um die Dämmung von Kaltwasserleitungen zum Schutz vor Erwärmung.
    Zitat: "Kaltgehende Trinkwasserleitungen sind in ausreichendem Abstand zu Wärmequellen (z.B. warmen Rohrleitungen, Schornsteinen, Heizungsanlagen) anzuordnen. Lässt sich diese nicht durchführen, so sind die Leitungen so zu dämmen, dass die Wasserqualität durch Erwärmung nicht beeinträchtigt wird.".

    Nun suche ich schon den ganzen Abend nach einer zuverlässigen Quelle, die diesen "ausreichenden Abstand" definiert und finde einfach keine.
    Daher meine Frage: Wie dicht darf eine Kaltwasserleitung an einer Warmwasserleitung verlegt sein, ohne dass eine zusätzliche Dämmung nötig wird?
    Die Leitungen liegen alle auf der Betondecke, auf die noch die Wärmedämmung, Fußbodenheizung und Estrich aufgebracht werden.

    Viele Grüße und vielen Dank für eine Antwort!
    Andreas
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  2. Abstand zwischen Kalt- und Warmwasserleitungen

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  3. #2

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    Was hast Du gegen Dämmung der Rohre?

    Ich verstehe ehrlich gesagt das Problem nicht. Ich kenne keinen Grund warum man hier nicht dämmen sollte, ganz im Gegenteil, Wärmedämmung und Schallschutz erreiche ich nur durch eine Dämmung.

    Abgesehen davon, wenn die Rohre im Bodenaufbau liegen, dann sind sie wahrscheinlich gedämmt, denn sie liegen ja in der Dämmung unter dem Estrich.

    Mir wäre kein "Normabstand" für eine Verlegung ohne Dämmung bekannt, da

    a.) das kein Mensch macht
    b.) der Abstand vom Raum, Umgebungstemperatur etc. abhängt

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von Schmitt
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    mfG. Schmitt
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    Zitat Zitat von AndiHoffi Beitrag anzeigen
    ich brüte gerade über DIN 1988-2, Abschnitt 10.2.2.
    Die DIN 1988 - 2 ist zurückgezogen


    und ist ersetzt durch DIN EN 806 - 2 / DIN 1988 - 200.

    mfG. Schmitt
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Was hast Du gegen Dämmung der Rohre?
    Überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil. Aber es handelt sich um einen Bauträgervertrag und der ausführende Installateur hat leider etwas gegen unnötige Dämmung. Dementsprechend kann ich keine direkten Anweisungen geben, sondern muss dem Bauträger Verstöße gegen die DIN oder die EnEV nachweisen, damit der Installateur etwas ändert.

    Aktuell sind die Kaltwasserrohre nach DIN 1988-2, Tabelle 9, Zeile 1 mit 4mm gedämmt. Dies ist nur dann zulässig, wenn sie einen "ausreichenden Abstand" zu anderen Wärmequellen haben. Wenn dieser nicht besteht, muss eine stärkere Dämmung her. Naturgemäß verlaufen die Warm- und Kaltwasserleitungen allerdings parallel auf dem Rohfußboden. Mal ganz ohne Abstand, mal mit wenigen cm Abstand. Ich habe das vor Ort angesprochen und der Installateur stellt sich auf den Standpunkt, dass das alles vollkommen in Ordnung ist. Er sei ja schließlich geprüfter Sachverständiger und dementsprechend könne es quasi keine Mägel an seinem Werk geben. Solche Leute hab ich ja richtig gern! Dass seine Heizungsinstallation in einem anderen Haus einmal komplett rausgerissen werden musste, hat er natürlich verschwiegen. Er konnte ja nicht wissen, dass ich davon weiß.
    Und dementsprechend würde mich interessieren, was so allgemein als "ausreichender Abstand" angesehen werden kann. Eine Größenordnung genügt im Zweifel für's erste

    Erfahrungen aus anderen Bauten würden mir natürlich auch helfen.

    Grüße
    Andreas
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  6. #5

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    Die WW-Leitung ist doch aber sicher stärker gedämmt?
    Dann stellt sie auch keine Wärmequelle dar.

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  7. #6
    Avatar von OldBo
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    Durch die vielen verschiedenen Vorgaben einer regelgerechten Wärmedämmung und der ständigen Änderungen der Normen und Verordnungen kann es schon schwierig werden, die richtige Lösung zu finden.

    Bei KW-Leitungen gilt grundsätzlich > sie dürfen nicht über 25 °C erwärmt werden. Hygienisch besser wären sogar <20 °C.

    Gruß

    Bruno
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Die WW-Leitung ist doch aber sicher stärker gedämmt?
    Dann stellt sie auch keine Wärmequelle dar.

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    Moin Thomas,

    hast Du schon einmal die Oberflächentemperaturen der Dämmungen, vor allen Dingen bei regelgerecht betriebenen WW-Leitungen (>55 °C), gemessen? Da wird ein Installationschacht oder -kanal mit der Zeit ziemlich warm.

    Gruß

    Bruno
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  9. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
    Durch die vielen verschiedenen Vorgaben einer regelgerechten Wärmedämmung und der ständigen Änderungen der Normen und Verordnungen kann es schon schwierig werden, die richtige Lösung zu finden.

    Bei KW-Leitungen gilt grundsätzlich > sie dürfen nicht über 25 °C erwärmt werden. Hygienisch besser wären sogar <20 °C.
    Soweit ich die Normen verstanden habe, muss nach 30s Ablauf eine Temperatur unter 25°C da sein. Was vorher passiert, wird nicht vorgeschrieben, oder?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
    Moin Thomas,

    hast Du schon einmal die Oberflächentemperaturen der Dämmungen, vor allen Dingen bei regelgerecht betriebenen WW-Leitungen (>55 °C), gemessen? Da wird ein Installationschacht oder -kanal mit der Zeit ziemlich warm.

    Gruß

    Bruno
    Richtig Bruno. Da nützen dann auch ein paar Zentimeter Abstand nichts.
    Hier geht es aber m.E. um in der Dämmebene verlegte Leitungen im Fußboden.

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  11. #10
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    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Richtig Bruno. Da nützen dann auch ein paar Zentimeter Abstand nichts.
    Hier geht es aber m.E. um in der Dämmebene verlegte Leitungen im Fußboden.
    Und bei denen ist es dann egal, wenn eine voll gedämmte Warmwasserleitung unmittelbar neben einer nahezu ungedämmten Warmwasserleitung liegt?
    Die DIN 1988 (die aktuellere habe ich ja nicht) macht doch sogar explizit einen Unterschied zwischen alleine verlegten Kaltwasserleitungen und solchen, die mit einer Warmwasserleitung in einem Kanal liegen. Für die, die sich einen Kanal mit der Warmwasserleitung teilen, muss die Dämmung laut Norm höher sein, weil selbst eine voll gedämmte Warmwasserleitung noch zu viel Wärme abgibt. Oder habe ich das falsch verstanden?
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  13. #11

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    Nein egal ist es nicht. Du wirst aber nirgends eine verbindliche Aussage über Mindestabstände erhalten. Der Ausführende hat zu gewährleisten, dass die von Bruno beschriebenen 25°C nicht überschritten werden.
    Wie er das allerdings bei langer Stagnation und gemeinsamer Verlegung im konvektiv beeinflussten Schacht und den gegenwärtigen Außentemperaturen tun soll, sagt ihm keiner.

    Da ist die bei Dir vorgesehene Verlegung in der Dämmebene des Fußbodens noch am unproblematischsten. Hier wirkt die umgebende Schüttung zusätzlich isolierend und Konvektion findet nicht statt.
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  14. #12
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von AndiHoffi Beitrag anzeigen
    Soweit ich die Normen verstanden habe, muss nach 30s Ablauf eine Temperatur unter 25°C da sein. Was vorher passiert, wird nicht vorgeschrieben, oder?
    Da irrst Du. Lese hier und hier ein wenig.

    Gruß

    Bruno
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