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  1. #1

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    Frage wie nun: Sockelputz (Oberputz)?

    Ich hatte das hier schon in einer anderen Rubrik, wo es aber wohl thematisch falsch ist. Deshalb nochmal hier (ich hoffe, das ist in Ordnung!?):

    Ich hab schon (so ziemlich) Alles gelesen, was die Suchfunktion zum Sockelputz hergibt.
    Soweit ich bisher verstanden habe, geht der gut alte Sockelputz (Zementputz) auf den heutigen Ziegeln nicht mehr (zu hart). Oft wir der normale Oberputz "runtergezogen", dann soll besonders auf die Abdichtung geachtet werden, wobei dazu manchmal nur von Noppenbahn oder auch von "Sockeldicht-Anstrichen" die Rede ist.

    Konkret:
    Unterputz ist bei uns drauf. Oberputz wird Bayosan Scheibenputz SEP 02. Im entspr. Merkblatt steht klar: "nicht im Sockelbereich anwenden", obwohl "wasserabweisend DIN 18550"). Dennoch sagt mir der Putzer, man könne durchaus den Oberputz "runterziehen".
    Ist nun nur das Merkblatt übervorsichtig (wobei bei uns praktisch rundrum Terrasse mit Abdichtung und Gefälle, Pflaster, Überdachung, Kiesoberfläche ist, das Grundstück vom Untergrund praktisch eine vollständige Kiesgrube ist, also die Belastung eher geringer als der Duchschnitt ist), oder mein Putzer faul oder (zu meinen Lasten) sparsam?
    Wenn "runterziehen", welche Maßnahmen sind dann zu empfehlen (Anstrich, ...)?

    Danke Euch für Eure Hilfe - ich muss demnächst eine Entscheidung treffen.
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  2. wie nun: Sockelputz (Oberputz)?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hi Maex!

    Bei der Herstellung eines Sockels sind ein paar Regeln einzuhalten, was aber nicht so schwierig ist.
    Zunächst muß der Putz entsprechend der Festigkeit des Mauerwerks ausgewählt werden (wie Du bereits richtig erkannt hast). Der Putz sollte aber auch nicht zu weich sein, denn er kann ja auch mal mechanisch belastet werden (z.B. durch Anstossen mit Rasenmäher, Fahrrad, Gartengeräte usw.)
    Ideal ist, wenn vor dem Putz eine mineralische Abdichtung zum Anschluss der erdberührten Wandabdichtung an die Fassade angeordnet wird.
    Der Sockelputz darf auf keinen Fall am unteren Abschluss Kontakt mit dem Erdreich (oder Sandbett des Pflasters etc.) bekommen, denn dann muß er in diesem Bereich als erdberührtes Bauteil wieder separat abgedichtet werden!
    Die Oberfläche des Putzes muß in jedem Falle wasserabweisend ausgerüstet sein. Am besten ist ein Farbanstrich mit einer guten! Siliconharzfarbe.
    Wenn diese Punkte beachtet werden, so dürften keine Probleme auftreten.

    Tschüss Schnorbel
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke schon mal.
    Zur Kontrolle meines Verständnisses:

    "...vor dem Putz eine mineralische Abdichtung...": Vor dem Putz ist hier außen vor dem Putz? Und mineralische Abdichtung, was ist das für ein Zeug (Handelsname, Produkt)? Ist das dann sichtbar (Ausgangsfrage war ja gerade, ob der Oberputz bis nach unten durchgehen darf)?

    "...Farbanstrich mit einer guten! Siliconharzfarbe...": Also doch sichtbarer Sockel? Oder geht das auch so, dass man Sockelbereich weiß mit Siliconharufarbe und den Rest weiß mit Silikatfarbe streicht?

    Sorry, so richtig kapiert ahb ichs immer noch nicht
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  5. #4

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    Hi Maex,
    Der Scwachpunkt zwischen Erdreich und Fassade ist immer dort, wo die Abdichtung aus dem Erdreich (meistens Bitumenabdichtung) aufhört und der Sockel anfängt. Hier dringt Wasser meistens ein und wird kapillar im Mauer-werk oder im Putz nach oben gefördert. Der nächste Frost sprengt dann den Putz von der Wand. Um das zu verhindern wird eine mineralische Abdichtung, die überputzt werden kann, auf das Mauerwerk aufgetragen- mind. 30 cm über Oberkante Gelände (Spritzwasserbereich) und möglichst 20 cm unter Gelände (wobei die Bitumen-abdichtung auf diese mineralische Dichtung aufgebracht werden muss). Der darauf aufgebrachte Putz sollte über dem Erdreich enden und keinen Kontakt mit dem Erdreich erhalten (sonst saugt der sich wieder mit Feuchtigkeit voll!)
    Für die mineralische Abdichtung informiere Dich unter [HTML]www.remmers.de/html/doc/tm/TM1_0320_DE.pdf [/HTML]

    Für den Anstrich kannst Du Dich ebenfalls auf der genannten Web-Adresse informieren. Die haben eine der besten Siliconharzfarben. Habe mein Haus selber vor 8 Jahren damit gestrichen und kenne Gebäude, die noch viel länger tatellos aussehen. Mein Nachbar (DHH) hat zwei Jahre später Lotusan gestrichen und man sieht keinen qualitativen Unterschied! Nur das der fast das Doppelte bezahlt hat! Die Farbe gibt es auch in weiß und die bleibt auch sehr lange weiß!

    Viel Erfolg
    Schnorbel
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