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Grobe Böcke?

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  1. #1

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    Grobe Böcke?

    Hallo!

    Basierend auf dem händischen Vorentwurf meines Architekten habe ich mal den Grundriß nachgezeichnet und (realistisch wie ich denke) probemöbliert.

    Es sind noch nicht alle Fenster drin / korrekt dargestellt, aber gibt es grundlegend an dem Grundriß grobe Fehler / Dinge die so nicht klappen werden?

    Und - was meinen die Fachleute dazu, den Balkon nicht genauso groß wie den Essbereich darunter zu machen zugunsten von Schlafzimmer und Bad und dadurch diese kleinen "Zipfel" entstehen zu lassen - geht das so , ... ?
    (Die Isometrie hat diese Zipfel noch nicht - so als Gedankenstütze ...)

    Hoffentlich sind nicht alle im Urlaub :-)

    Danke schon mal, und nicht geizen auch mit kritischen Kommentaren,

    Martin.

    P.S.: Eine Überprüfung der Einrichtungsgegenstände gegen die Mindestmaße im Neufert werde ich noch machen - ist der immer noch aktuell / realistisch? Ich hab die aktuelle Ausgabe ...

    Variante B3 VISIO Isometrie OG NICHT verglast.pdf
    Variante B3 VISIO Reinzeichnung möbliert.pdf
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  2. Grobe Böcke?

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  3. #2

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    neufert ist nach wie vor aktuell.

    großzügiger umgang mit flächen, viel verkehrsfläche! z. b. der zugang zum arbeitsraum vom wohnzimmer aus beansprucht fläche im wohnraum, ein zugang zum arbeitszimmer ist im flur gleich nebenan. die möblierung in der küche ist mit der kleinen essbar und bank in der ecke schlecht gelöst.
    die ankleide im og ist zu schmal für die dargestellte möblierung, zu weit entfernt vom schlafraum, bei der größe des schlafraums ist eine ankleide nicht notwendig. die objekte in du/wc im og sollten anders - günstiger zur installationsführung - platziert werden, im eg das wc dann dto. die kleinen balkonanhängsel - 50/70 - können entfallen, die sind nicht nutzbar und stellen im detail nur schwierige anschlusslösungen dar. die grundrisse gehören überarbeitet und optimiert.

    hast du die fensterdarstellung vom entwurf 1:1 übernommen? die fetten pfosten im wohnzimmer und arbeitsraum werden in der ansicht stören.
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  4. #3

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    Die Dachterrassen über Wohnräumen sind Relikte der 60er und 70er Jahre, die heute, wenn sie fahcgerecht gebaut werden, völliger Unfug sind.

    Du darfst dann nämlich 2 Stufen in Dein Zimmer mit einplanen, damit Du eine gute Dämmung, ein Gefälle und einen regelgerechten Abdichtungsanschluß hinbekommst!

    Also vergiss es lieber!
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  5. #4
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    @ Rolf:
    Danke für deine Kommentare.
    - Wie soll denn das Balkongehängsel entfallen wenn die Fläche im Esszimmer gleich bleiben soll? Oder geht das einfach nicht?
    - Wer würde mir denn den Grundriss mal "überarbeiten" wenn nicht mein Architekt? Ein 2. Architekt?
    - Wie wird denn "großzügigkeit (wenn gewünscht und finanzierbar) anders realisiert? Oder bist du einfach gegen Großzügigkeit?

    @ Ralf:
    Danke für deinen Kommentar.
    - Wie soll denn sonst an dieser Stelle Aussicht und Tritt nach draußen realisiert werden? An dieser Stelle (Dachterassenzipfel zeigt nach Süden) ist ein unverbaubarer Bergblick, den ich schon gerne mitnehmen möchte ...
    - Was machen 2 Stufen für ein Problem? Und wenn es fachgerecht gebaut ist sollte es doch erstrecht kein Problem geben, oder?

    Viele Grüße,

    Martin.
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  6. #5

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    Ich würde diesen Dachterrasse auch für überdenkenswürdig halten - den gewonnenen Platz könnten bspw. die Kinderzimmer (relativ schmal) gut gebrauchen.

    Ungünstig finde ich auch, dass man für den Gang zu Ankleide, Bad, WC und Schlafzimmer jeweils den Flur queren muss. Da die Kinder ihr eigenes Bad haben würde ich da über eine "privatere" Lösung nachdenken.
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  7. #6

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    Die 2 Stufen musst Du ja im Schlafzimmer unterbringen. Die ragen in den eh schon nicht üppigen Verkehrsweg ums Bett herum hinein!

    Stell Dir mal die Frage, wie oft Du diese Fläche wie nutzen wirst und beantworte sie Dir ehrlich.
    SolcheDachterrassen/Loggien sind meist teuer bezahlte Brachflächen.

    Du kommst nur übers Schlafzimmer dahin. Also wird da niemand "mal eben" rausgehen. Morgens die Kniebeugen mit Bergblick auf der Dachterrasse? Abends lesen (wozu dann der Bergblick, der vom Buch verstellt wird)?
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  8. #7
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    Nochmal zum Thema Abdichtung etc.

    2 andere Architekten haben mir gesagt daß sowas heute Stand der Technik und kein Problem ist wenn es ordentlich gemacht ist.

    Siehe z.B. dieses simple Detail:
    Balkon Detail.jpg


    ???
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  9. #8
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    Siehe Detail ...

    Rolf hat gerade angemahnt daß das Schlafzimmer zu groß ist. Schieben wir das Bett hinüber, schon haben wir Platz für die Stufen (und die Ankleide muß dann natürlich auch sein).

    Die Terasse unten ist mir z.B. am Abend vielleicht zu unsicher, ich will lieber zurückgezogen noch die Luft genießen.

    Hier geht's ja nicht um den SINN der Dachterasse (ob man sowas will oder nicht muß jeder selbst für sich klären), sonder um das WIE sie da angeordnet ist ...
    Außerdem sind dadurch die Bad- und Schlafzimmerfenster zurückgesetzter und blickgeschützt.

    @ kike: Wenn ich die Kinderzimmer breiter mache komme ich mit dem Bad nicht mehr hin, außer ich lasse die Ankleide weg ... Vorschläge?
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  10. #9

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    Dieses simple Detail ist simpel Blödsinn. Es suggeriert zwar einen ebenengleichen Ausgang, aber:
    1) brauchts dafür innen einen Fußbodenaufbau oberhalb Rohdecke von > 27 cm!!! Normal sind 12 - 16 cm!
    2) sind 10 cm Dämmung aussen nicht wirklich viel nach heutigem Stand.
    3) brauchst Du ein Gefälle von > 2% auf der Abdichtung. Das sind bei 4 m Balkontiefe schon mal so grob (Toleranzen eingerechnet) 10 cm. Die Dämmstärke wäre dann entweder aussen 0, was nicht sein darf, oder Du rechnest die 10 cm auf die Minimaldämmstärke oben drauf!
    Dann sind es aber keine 27 cm mehr, sondern selbst bei einer PU-Dämmung, wenn es vernünftig werden soll, 35 cm oder mehr!
    4) müsste man sich den Türanschluß im Zusammenhang mit der Gesamtkonstruktion sehr genau ansehen, ob das nach der Flachdachrichtlinie wirklich zulässig ist!
    Ich hege daran große Zweifel (ohne jetzt genauer einzusteigen!)

    Du siehst, so ein zusammenhangloses Detail sieht schick aus - mehr nicht!
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  11. #10

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    Da bietet sich dann schon fast eine Split-Level-Bauweise im unteren Geschoß an... Dann geht man halt 2 Treppenstufen runter ins Wohnzimmer z.B. und drüber ist dann die Dachterasse...

    Soviel musst du nämlich schon fast für eine Dachterasse das Dach tieferlegen, damit du oben nicht komplett ins Doofe rennst wie die meisten, die Dachterassen bauen...
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  12. #11
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    @ HPF:
    Split-Level im EG ein klares NO - lieber unterschiedliche Deckenhöhen und eine Stufe zum Balkon (wo ich ja bei weitem nicht so oft drübermuß wie im EG).

    Stufen im Wohnbereich halte ich persönlich für Unfug - mal schnell eben noch etwas barrierefrei mitplanes fällt gleich aus, Kindersturzgefahr (ja, die werden älter, aber erst mal sind sie klein), ...
    Aber das ist ja - wie so vieles - Geschmackssache ...
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  13. #12

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    mit dem detail verlagerst du die stufe woanders hin. entweder ins schlafzimmer oder in den flur oder an die treppe. dann musst du aber das gesamte obergeschoss mit dem bodenaufbau durchziehen.

    ich habe nichts gegen grosszuegigkeit, aber nicht bei verkehrsflaechen, dann lieber grosszuegig in den wohnflaechen, da bringt es was.

    wer den entwurf zum glaetten ueberarbeitet, musst du entscheiden, du kannst es auch so lassen. wenn du nach groben boecken fragst, musst du mit den daraus erforderlichen antworten umgehen und nicht weitere fragen aufwerfen, die nur du selbst beantworten musst.

    deine terrassenecken bleiben abdichtungstechnisch problematisch, ob darunter ein raum ist oder nicht. statisch schwierig ist die konstruktion sowieso. der tragwerksplaner wird schon etwas dazu sagen.
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  14. #13
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    @Rolf: Danke!

    Frage:
    Kann ich einfach so mit dem Entwurf und ein paar Scheinen zu einem anderen Architekten / Bauherrenberater gehen und fragen "Was sagst du dazu / wie würdest du umgestalten wenn ich sage daß mir .., .. und .. nicht gefällt"?

    Ich hab gerne viele Meinungen und Anregungen - wie ich die dann umsetze ist ja dann bei mir die Frage.

    Viele Grüße,

    Martin.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von DerBauherr Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Kinderzimmer breiter mache komme ich mit dem Bad nicht mehr hin, außer ich lasse die Ankleide weg ... Vorschläge?
    Ich würde wie gesagt den Komplex Schlafzimmer-Bad-Ankleide-WC unter Entfall der Dachterrasse überdenken. Etwas mehr Platz für die Kinderzimmer und einen "privaten" Elternbereich (auch mal daran denken, dass die "Kinder" irgendwann größer werden und Freund/Freundin mitschleppen...). Das wäre aber Aufgabe deines Architekten.

    Was mich wundert ist, dass da ausser der Mittelwand praktisch keine Wände übereinander stehen (Statik aufwändig?).

    Aus Laiensicht zum Thema Dachterrasse: Wir haben eine - allerdings ist die u.a. dem Baurecht geschuldet. Der Planungsaufwand dazu war sehr erheblich und trotz Nullgefälledach gibt es immer noch eine Stufe (innen). Das geht dann aber in Richtung Vakuumdämmung und/oder sonstigen aufwändigen Dämmmaßnahmen. Das Detail, das du da gepostet hast ist sicher NICHT zeigemäß..

    Anstatt den Entwurf von einem anderen Architekten checken zu lassen würde ich mir eher einen Alternativentwurf von einem anderen Architekten anfertigen lassen.
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  17. #15

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    Irgenwie hab ich grad ein Deschawüh
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...zum-Vorentwurf

    Was ich mich immer noch frage: Welchen Sinn soll ein Wechsel des Planers mitten im Prozess haben?
    Was suchst Du?
    Einen Nickemann, der Dir immer sagt, wie toll das ist? Brauchst nicht, dass kannst morgens selber im Spiegel machen.
    Einen, der Grundrisskritik übt? Haben wir hier reichlich gemacht, anscheinend mit wenig Erfolg. Ist ja Dein Ding, wenn Du das so bauen willst, aber dann brauchts nicht noch einen mehr, der Dir das Ding zerpflückt.
    Einen, der einen ganz neuen Ansatz bringt? OK, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das Ergebnis wird nicht gewollt sein. Ausserdem sollte das Dein derzeitiger Planer auch hinbekommen.

    Was erwartest Du also von (D)einem neuen Planer?

    *****

    Wenn ich so den Vorentwurf Deines Planers mit Deiner "Reinzeichnung" vergleiche, dann hast Du ganz bewusst einige der guten Lösungen drangegeben oder verhutzelt.
    Beispiele:
    Eingang Wohnzimmer im Vorentwurf genau auf den Flur abgestimmt - bei Dir eine irgendwie gesetzte 88,5er Zimmertür
    Ankleide im Vornetwurf gut begehbar, bei Dir ein Schlauch mit Krebsgangerfordernis
    Säule im EG "elegant" weggespart - geht aber statisch nicht!
    Schrankfläche im Flur EG entfallen - die brauchts aber für ausreichend Lager- und Garderobenfläche!

    Alles Kleinigkeiten, die den Entwurf nicht verbessern.
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