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  1. #1

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    Dampfbremsfolie über Innenwände mit Betonringanker

    Hallo,

    ich hatte vor am Wochenende die Dampfbremse zu montieren. Bei Recherchen hier im Forum bin ich auf diesen interessanten Beitrag gestoßen

    http://www.bauexpertenforum.de/showt...ch-na%DF/page6

    Hieraus schließe ich, dass die Dampfbremsfolie auch über die Innenwände geführt werden sollte und nich je Raum an allen Wänden angeschlossen werden soll.
    Dies ist aber bei uns nahezu unmöglich, weil die Sparren Teilweise am Betonringanker anliegen (oberhalb und seitlich) und die Folie nicht mehr bzw. eventuell mit enormen Aufwand über den Innenwänden angebracht werden kann.

    Der Statiker bevorzugt laut Aussage auch, die Dampfbremse über die Innenwände zu ziehen, da dies aber hier nicht möglich ist sieht er kein Problem die Dampfbremse je Raum anzubringen weil über allen Innenwänden aus Poroton ein Betonringanker
    angebracht ist.
    Zwei Trockenbauer würden auch die Dampfbremsfolie je Raum montieren.

    Wegen des obig erwähnten Beitrages bin ich aber etwas verunsichert.
    Im Internet liest man hier etwas über Flankendiffusion und der U-Wert Rechner zeigt auch Tauwasserausfall an der Unterspannbahn wenn man in der Konstruktion nur 1cm Beton angibt (Weg den der Wasserdampf an der Kleberaupe der Dampfbremsfolie vorbei im Beton zurücklegen muss.

    Der Dachaufbau ist wie folgt geplant:

    Dachziegel, Lattung für Dachziegel, Dörken Delta Maxx Plus Unterspannbahn, 60X200er Sparren, 200er Zwischensparrendämmung
    mit Isover ZKF 032 (Bereits eingebaut), 60x60er Querlattung (noch nicht vorhanden), 6cm Untersparrendämmung, Dampfbremsfolie Isover Vario Km Duplex UV, Lattung , Rigips

    An den Stellen der Innenwände befindet sich über den Wänden nur die Zwischensparrendämmung, weil die Wände wie erwähnt
    direkt an den Sparren anliegt. Die Untersparrendämmung wird somit Raumweise montiert.

    Wie seht Ihr das?

    Ist es in diesem Fall problemmatisch die Folie nicht über die Innenwände zu ziehen und nur je Raum zu montieren?

    Oder sollte ich versuchen den Beton stellenweise zu entfernen (Abstemmen und Flexen) und Folie über die
    Innenwände ziehen? (Ob dies gelingt ist aber noch fraglich)


    Bilder werden folgen
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  2. Dampfbremsfolie über Innenwände mit Betonringanker

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Bei Beton fällt die Konvektion raus, die bei Poroton z.B. so gefährlich ist. Bei Poroton reicht es ja auch oft aus, die Steine mit MÖrtel zu deckeln...

    Ich würds machen... Und definitiv NICHT am Ringanker rumstemmen
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo hier noch die versprochenen Bilder.

    Ich hoffe es hat geklappt.

    IMG_0330(b).jpg
    IMG_0349(B).jpg
    IMG_0334(b).jpg
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  5. #4
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    Danke für die schnelle Antwort.
    Das mit der ausbleibenden Konvektion macht Sinn.
    Aber wie sieht es mit der Flankendiffusion aus? Ist diese bei meinem Fall vernachlässigbar gering?

    Ach ja, ein Blower Door Test wird später durchgeführt.
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  6. #5

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    Meiner Meinung nach ist dein Fußpunkt mit der Fußpfette da gefährdeter als die Innenwände...

    Beton ist da schon viel Dampfdichter als Holz oder Poroton..

    Überdämmt sind die Betonringanker aber alle oder?
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  7. #6
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    Ja, die Betonringanker (Innenwände) sind alle mit 200er Zwischensparrendämmung überdämmt.

    Die Fußpfette liegt auch auf einem Ringbalken aus Ziegel-U-Schalen mit Eisen und Beton ausgefüllt.

    Hat denn hier jemand eventuell einen ähnlichen Aufbau und entsprechende Erfahrungswerte?

    Was mich halt stutzig macht ist die Aussage aus dem obigen Link:

    „Seite 7: Verblüffend ist für mich nur immer noch, dass wo die tragenden Wände mit Ringanker verlaufen, dass sich dort auch Wasser gebildet hat!!! Weil die sind oben ja mehrere cm mit Beton voll und trotzdem soll da Feuchtigkeit hoch kommen. Ist mir als nicht Fachmann echt schleierhaft!??!”
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  8. #7
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    Hallo,

    ich habe jetzt die Dampfbremse je Raum montiert (Danke an H.PF).

    Der Wandanschluss ist noch nicht ausgeführt.
    Ich habe jetzt viel im Forum gelesen aber noch offene Fragen.

    Für mich fest steht, dass die Aussenwände Vorgeputzt werden müssen und die Vaio KM dann mit Doublefit am Putz verklebt wird.

    Ein direktes Verkleben der Folie am Rohmauerwerk würde nicht luftdicht werden.

    Beim Anschluss am Betonringanker bin ich mir nicht schlüssig.

    Theoretisch könnte dort denke ich ohne Vorputz die Folie mit Doublefit angebracht werden.

    Da der Rinanger aber aus Ortbeton erstellt ist, hat er oberflächig "Löcher" und mal mehr oder weniger Risse oder

    Unebenheiten. Meine Bedenken sind, dass das doblefit die "Risse" nicht komplett verschließt.

    Wie würden die Experten vorgehen?

    Meine momentan geplante Variante:

    Außenwände (Poroton) im Bereich der Verklebung mit Aufbrennsperre streichen, Betonringanker mit Betokontakt

    vorstreichen, jeweils eine dünne Schicht Putz aufbringen und dann Folie mit doublefit aufkleben.

    Ist es tragisch, wenn Aufbrennsperre oder Betokontakt beim Streichen auf die Folie kommt (wird diese hierdurch
    angegriffen)?

    Welchen Putz sollte ich zum Vorputzen verwenden? Wäre SM700 in ordnung? Später wird ein Kalk-Zement und Kalk-Gipsputz

    aufgebracht.

    Ich habe irgendwo im Netz gelesen, dass Kalkhaltige Putze mit Primer behandelt werden müssen vor dem Verkleben

    der Folie. Müsste ich das bbei SM700 auch?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von StefanXXX Beitrag anzeigen
    Der Wandanschluss ist noch nicht ausgeführt.
    Ich habe jetzt viel im Forum gelesen aber noch offene Fragen.

    Für mich fest steht, dass die Aussenwände Vorgeputzt werden müssen und die Vaio KM dann mit Doublefit am Putz verklebt wird.
    Das beste ist die Dampfbremse mit einzuputzen, dafür gibt es extra Putzbänder zum Ankleben an die Dampfbremse, das ist dann dauerhaft dampfdicht, wie lange eine Verklebung hält kann dir niemand sagen.
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  10. #9
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    Danke für die rasche Antwort.
    Die Putzbänder zum ankleben habe ich ach schon im Netz gesehen.
    Diese werde ja auch wieder an die "Folie" angeklebt.
    Wäre denn double fit etwas und Folie etwas länger lassen und zusätzlich mit einputzen (Armierungsgewebe mit eingelegt)?
    Hat jemand zu den anderen Fragen Antworten?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von StefanXXX Beitrag anzeigen
    Danke für die rasche Antwort.
    Die Putzbänder zum ankleben habe ich ach schon im Netz gesehen.
    Diese werde ja auch wieder an die "Folie" angeklebt.
    Wäre denn double fit etwas und Folie etwas länger lassen und zusätzlich mit einputzen (Armierungsgewebe mit eingelegt)?
    Hat jemand zu den anderen Fragen Antworten?
    Die Putzbänder kleben aber nicht auf dem Stein, sondern die einzige Klebestelle ist die mit der DB und diese Klebestelle ist unkritisch. Für solche Klebestellen Folie auf Folie gibt es genug Erfahrung um die dauerhaft auszuführen, aber Kleber auf Putz oder Stein ist da etwas anderes.
    Deswegen nimm die Putzbänder und gut ist.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Vorputzen, Folie nach Vorschrift ankleben und Anpresslatte drauf, dann ist es gut
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  14. #12
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    @Gipser: soltte ich denn am Beton auch vorputzen?
    Und welchen Putz (SM700)? Aufbrennsperre und Betokontakt?

    @Rudolf: Ok, das mit der Klebestelle Folie-Folie ist stimmig. Danke für den
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