Werbepartner

Ergebnis 1 bis 15 von 15

EnEV easy: Energieberater "im Schnellverfahren entwertet"

Diskutiere EnEV easy: Energieberater "im Schnellverfahren entwertet" im Forum Energiesparen, Energieausweis auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    06.2012
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    23

    EnEV easy: Energieberater "im Schnellverfahren entwertet"

    Was bedeutet es, wenn enev easy kommt?

    1) Darum gehts konkret:
    http://www.bbsr.bund.de/cln_032/nn_1.../ON042012.html
    "7.4 Textvorschlag für die Anlage zur EnEV mit der Verfahrensbeschreibung"
    soll wohl bedeuten:
    Vergiss die Lachnummer Energieberater mit seinem optimierten EnEV-Nachweis, druckt der Statiker/Architekt eben easy-billig mit aus. KfW-Nachweise, hin und her, ist dann auch nicht mehr wirtschaftlich.
    Endlich easy und frei.

    2) Sind wir dann als Experten entwertet? (die Energiepreise sind einfach zu günstig, als dass sich ein Energieberater lohnte)
    http://www.geb-info.de/GEB-Newslette...Q9MzAwMDE.html
    "Die bisherigen Anstrengungen des Ingenieurs oder Energieberaters zur Beherrschung der Materie würden mit diesem Schritt zurück ohne Rücksicht auf dessen Investitionen an Geld und Zeit im Schnellverfahren entwertet."

    und genau das komme ich nicht, umhin genauso zu sehen. Es entzieht uns die Geschäftsgrundlage!

    3) An so einem rabenschwarzen Tag will man sich mit Fragen wie der energetischen Entwicklung, also dem Wofür, gar nicht mehr befassen.
    (tun wir, sind ja Profis (: )

    http://www.haustechnikdialog.de/News...echt-als-recht
    "Laut Prof. Oschatz verhindere EnEV easy ..
    - die integrale Planung
    - Innovation
    UND:
    -Optimierung"

    Genau. Allein der Tonfall ist mir zu moderat. Hallo? Die Optimierung verhindert? Gibt es was Schlimmeres und gleichzeitig Unglaublicheres? Das ist ja wohl selbst verhinderungswürdig. (Es ist ja zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich noch zu verhindern!) Oder bin ich mit meiner Darstellung immer noch zu moderat?

    4) Was meint Ihr? Sang und klanglos untergehen (wie letztens auf dieser Bundestagspetition gegen diese Allianx-Werbeplattform) oder sich noch mal äußern?
    Wäre dankbar für eure Meinungen, Argumente,..! (:
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. EnEV easy: Energieberater "im Schnellverfahren entwertet"

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    MoRüBe
    Gast
    Ich persönlich halte diesen Nachweis für Mumpitz und Geschäftemacherei. Punkt. Warum müssen wir alles immer so kompliziert machen in Deutschland?

    Wenn man dann noch diese Riesenanzahl von getunten Ausweisen sich ansieht, au weia.

    Entweder man baut ordentlich, oder nicht.

    Und der ganze kfw-Krempel? Der Zinssatz ist bei allen gleich, die Summe auch. Unsere Bauherren verzichten im Moment auf die 55/40er Lösung, weil Sie für den ganzen Papierschrott mehr Geld ausgeben, als was sie von der kfw bekommen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,472
    Dieses *Energie-Beraterunwesen* gehört ersatzlos gestrichen und sang und klanglos eingestampft.
    Auch dem ständigen Gedrehe an den Anforderungen gehört massivst Einhalt geboten.

    Legt man den Fokus auf *Wirtschaftlichkeit der Investitionen* dann müssten sicher 50% der Anforderungen an denen jetzt schon wieder gedreht wird EnEV 2009 ---> EnEV 2012 (oder wie sie auch immer heissen wird) als unangemessene weil unwirtschaftliche Vorgabe *befreit* werden.

    Hier sollten die Sandkastenakrobaten viel öfter den rauhen Wind der Wirklichkeit um die Nase bekommen und weniger den Lobby-Gesangsveranstaltungen fröhnen .....

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    solange der rauhe der wind der wirklichkeit immer nur über
    einen einzelnen topf lau drüberhinwegweht - alles schön
    wehe, es geht -energetisch- um zusammenhänge:
    warum bspw. soll ich als steuerzahlender autofahrer die
    flugbenzin-und-die-heizöl-für-low-tax-abgreifer subventionieren?
    oh ja .. der heilige gral
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Und was soll daran "easy" sein?

    Da frage ich mich, wieviele ABM müssen wir denn noch starten? Haben die ALLE nichts zu tun?

    Fakt ist, Energie wird teurer. Damit steigen die Kosten die man für die Beheizung eines Gebäudes aufwenden muss. Wenn ich also nicht irgendwann vor der Situation stehen möchte, dass ich mir das Beheizen nicht mehr leisten kann, dann MUSS ich was unternehmen und den Energiebedarf senken. Da ist mir völlig egal, ob jetzt einer mit einer EnEV 20xx um die Ecke kommt.

    Und wer meint er müsse sein ganzes Geld ausschließlich in die Beheizung seines Gebäude stecken, warum denn nicht. Dann soll er sich den ganzen Aufwand mit dämmen & Co. sparen und sein Geld halt so verbrennen.

    Es ist ja OK wenn man den Leuten Richtlinien an die Hand gibt, wie sie ihren Energiebedarf reduzieren können. Aber wir gründen gleich wieder Kommissionen, Arbeitsgruppen, es werden Gesetze und Verordnungen gestrickt, es wird debattiert, verabschiedet, wieder geändert, es müssen natürlich Förderprogramme aufgelegt werden, die müssen verwaltet und überprüft werden usw. usw.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2012
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    23

    Böcke zu Gärtnern

    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    Ich persönlich halte diesen Nachweis für Mumpitz und Geschäftemacherei. Punkt. Warum müssen wir alles immer so kompliziert machen in Deutschland?

    Wenn man dann noch diese Riesenanzahl von getunten Ausweisen sich ansieht, au weia.

    Entweder man baut ordentlich, oder nicht.

    Und der ganze kfw-Krempel? Der Zinssatz ist bei allen gleich, die Summe auch. Unsere Bauherren verzichten im Moment auf die 55/40er Lösung, weil Sie für den ganzen Papierschrott mehr Geld ausgeben, als was sie von der kfw bekommen.

    oje ich seh schon ich bin nicht unter meines gleichen

    >Wenn man dann noch diese Riesenanzahl von getunten Ausweisen sich ansieht, au weia.
    Ja schon schlimm genug; schafft man denn etwa beim Fußball Tabellen, Ligen und Regelwerk ab, wenn mal getunt wird? Nicht gerade, wenn man es ändern will? Wann macht man das?

    die Zinsen: sind niedrig gerade, deshalb lohnt es sich nicht, eigenartige Konstellation, jedenfalls sagen Sie ja selbst gerade, wenn auch mittelbar: nur mit Förderung sind die Bauherren zu Passivhausstandard zu bewegen. Das erklärte Ziel der Energiewende und des Energiekonzepts, sowie der europäischen Richtlinie. Auch alles Mumpiz? Und ohne honoriertes Spezialwissen passiert es eben nicht. Es hört sich so an, als ob Ihnen das gerade recht wäre.

    Wenn man die Leute aus der Immobilienbranche, die Verschmutzer der Nation mit über 40% des Energiebedarfs, mal so hört, wie wenig Problem- und Schuldbewußtsein dafür da ist und wieviel Abwehr stattdessen, ist ja beängstigend. Das sollten die Bürger mal mitbekommen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,472
    Wenn sich die Regierung ihrer eigenen Wirtschaftlichkeitsdefinition bei den Zielvorgaben der EnEV unterwirft und vor Erlass der verordnungen den Nachweis erbringt .... dann können wir weiter reden.

    Der Humbug der veranstaltet wird hat aber als *Mindestvorgabe* den gewaltigen Fehler, dass die Trauben deutlichst zu hoch gehängt werden. Hier geht Idologie vor Maß und Ziel.

    Durch die deutliche Verschärfung der Maßnahmen und Anforderungen steigen die Baukosten und das *deutlich*.
    DAS bekommt der bauwillige Bürger SOFORT zu spüren !

    Billiger Zins ist nicht wirklich ein zugkräftiges Argument ... denn irgendwann will die Investition nicht blos verzinst sondern auch zurückgezahlt werden können. DAS bekommt der Bürger auf jeden Fall mit.
    Genauso wie die Tatsache dass er zu Zwangssanierungen beinahe genötigt wird.

    und ja ... auch ich bin ein Verschmutzer der Nation und ich entschuldige mich ausdrücklich nicht dafür dass ich lebe !

    Vieles regelt sich von ganz alleine. Dafür brauchts keine Horden von *Beratern* (nur wenige Gute, viele aus der Schnellbleiche und ein ganzer Sack voll Provisionsgeier ...) damit der Bürger dann von staats wegen durch lobbygetriebene Entscheidungsfindungen zur Ader gelassen wird.

    Ich bin der festen Überzeugung sobald der *Berater* für die *Wirtschaftlichkeit der Maßnahme* in die Haftung genommen wird, dann hört der staatlich verordnete Blödsinn SOFORT auf .... denn erleben 95% der Schnellbleichenindianer und Provisionsgeier einen ganz schnellen Abgang .... und die restlichen 5% tun das was sie immer schon taten .... nen guten Job machen.

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    MoRüBe
    Gast
    Ich bin ja kein Träumer, sondern Realist. Und wenn man sich hier mal durchs Forum ackert, dann sieht man die Anzahl der Fragen, die sich damit beschäftigen, wie man die ENEV-Anforderungen unterschreiten kann. Das ist die Realität.

    Und für nen Passivhaus-Standard brauch ich kein 20-seitiges Papier, dafür reichen mir 6 Zahlen. Deswegen überede ich keinem zum Passiv-Standard. Aber viel besser ist doch: jeder weiß, wie das PH auszusehen hat. Jetzt gehe jeder in seine eigene Kommune und schaue sich die B-Pläne an. Diese B-Pläne lassen zu 80 % gar kein echtes PH zu!!

    Das! ist die Realität. Und noch eins ist Realität: die größten Umweltsünder, tja, das ist der Staat selbst, wenn man sich mal die Bruchbuden von Staatsgebäuden ansieht. Da werden noch Dampfheizungen aus den 60ern genutzt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    NDS
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    69
    Schöner Beitrag, Herr Kaiser. Dafür mein Dank.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Avatar von dquadrat
    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    leipzig
    Beruf
    malermeister
    Beiträge
    1,494
    Zitat Zitat von trowo1 Beitrag anzeigen

    Wenn man die Leute...
    schonmal was vom rebound/backfire-effekt gehört?

    erst letztlich hab ich von einer studie, ich glaub aus mexico, gelesen. da hat die regierung eine abwrackprämie auf alte kühlschränke und klimaanlagen aufgelegt, in der hoffnung, den energiebedarf signifikant zu senken. nun, hat mal wieder nicht geklappt. zwar wurde das programm dankbar angenommen, allerdings wurden die kühlschränke größer und die klimaanlagen leistungsstärker. ähnlich wird es auch den zielvorgaben zur energieeinsparung hierzulande gehen. planwirtschaft hat noch nie funktioniert. dafür gängelt sie die bevölkerung und lässt die allgemeinheit für das glück einiger weniger aufkommen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    85
    Interessantes Thema. Alle reden aneinander vorbei, aber alle sind sich einig, dass alles Mist ist.

    Ich möchte mich nicht an emotionalen Grundsatzdiskussionen beteiligen, aber ich bitte um eine sachliche Erläuterung, was ein "getunter Ausweis" sein soll.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2012
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    23
    Hallo Bernd D,
    stimmt ist zweideutig, ich habe es im Sinne von "gefälscht" oder "schöngerechnet" bzw. "schön-geschätzt" verstanden,
    man kann "getuned" aber auch mit "passgenau auf z.b. Effizienzhaus-Standard dimensioniert" übersetzen, was ja auch wohl häufig praktiziert wird...
    Dagegen habe ich nicht wirklich, etwas einzuwenden. Vielleicht jemand anders?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2012
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    23
    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Wenn sich die Regierung ihrer eigenen Wirtschaftlichkeitsdefinition bei den Zielvorgaben der EnEV unterwirft und vor Erlass der verordnungen den Nachweis erbringt .... dann können wir weiter reden.

    Der Humbug der veranstaltet wird hat aber als *Mindestvorgabe* den gewaltigen Fehler, dass die Trauben deutlichst zu hoch gehängt werden. Hier geht Idologie vor Maß und Ziel.

    Durch die deutliche Verschärfung der Maßnahmen und Anforderungen steigen die Baukosten und das *deutlich*.
    DAS bekommt der bauwillige Bürger SOFORT zu spüren !
    Ich bin doch ein wenig amüsiert, dass wir in diesem Punkt wieder einer Meinung sind. "Wirtschaftlich" nach bisheriger Auslegung bedeutet, das Recht auf Teilnahme am Erdöl-um-die-Wette-auspumpen, auch wenn das bmvbs das als Unterstellung zurückweist. Glucks. Durch das Legen dieser Linie geriert man sich als moderater (die Guten, die Beschützer) als die Hardliner, die auf konsequente Anwendung pochen. Und jetzt will ich dazu sagen: Ich bin auch Hardliner und ich muss feststellen, diese Linie und dieses Recht gibt es nicht. Die Wirtschaftlichkeit nach ENEG §5 ist nur für den Fall Altbau mit Ist-Zustand und Restlebensdauer nicht sinnlos. Den Paragraphen anzuwenden zeugt von verbrecherischer Absicht und das dokumentiere ich.



    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Genauso wie die Tatsache, dass er zu Zwangssanierungen beinahe genötigt wird.

    und ja ... auch ich bin ein Verschmutzer der Nation und ich entschuldige mich ausdrücklich nicht dafür dass ich lebe !
    Wer redet denn von Leben, ich rede von Arbeiten in der Verschmutzungsbranche.

    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Vieles regelt sich von ganz alleine. Dafür brauchts keine Horden von *Beratern* (nur wenige Gute, viele aus der Schnellbleiche und ein ganzer Sack voll Provisionsgeier ...) damit der Bürger dann von staats wegen durch lobbygetriebene Entscheidungsfindungen zur Ader gelassen wird.


    Ich bin der festen Überzeugung sobald der *Berater* für die *Wirtschaftlichkeit der Maßnahme* in die Haftung genommen wird, dann hört der staatlich verordnete Blödsinn SOFORT auf .... denn erleben 95% der Schnellbleichenindianer und Provisionsgeier einen ganz schnellen Abgang .... und die restlichen 5% tun das was sie immer schon taten .... nen guten Job machen.
    Ich weiß zwar nicht was so ein Schnellbleichenindianer ist, aber dass du denkst, dass 5% "Provisionsgeier" "nen guten Job machen", stimmt mich schon nachdenklich.

    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    *Wirtschaftlichkeit der Maßnahme* in die Haftung
    Kapier ich nicht. Wie meinst du das, "für die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme in Haftung genommen".
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
    Registriert seit
    01.2003
    Ort
    bad oeynhausen / garbsen
    Beruf
    dachdeckermeister
    Benutzertitelzusatz
    öbuv SV der HWK OWL zu Bielefeld
    Beiträge
    2,505
    Moin,

    mein Senf dazu:

    1. durch sinnvoll und bewusst eingesetze energetische Maßnahmen kann in der Tat Primärenergie eingespart werden.
    2. 1. funzt aber nur dann, wenn man eine Grenze zieht. Eine Grenze, bei der nicht, wie bisher gehandhabt, die Wirksamkeit einer Wärmedämmung am Objekt linear angeommen wird. Es ist die Kurve einer Parabel, mithin: dickere Wärmedämmung ist ungleich höhere Einsparung ist ungleich Einsparung von Primärenergie im Sinne einer Nachhaltigkeitsbilanz.

    3. Energieausweise sind getunt. Beispiel: Statiker erstellt den Nachweis anhand diverser 100-stel Zeichnungen. Als Abschlag für die Wärmebrücken nimmt er 0,05/Wm²K an. Er hat aber keine der WB tatsächlich nachgewiesen bzw.gem. Beiblatt 2 gehandelt, hat im Gegenteil den gesamten Kellerbereich vergessen und den Übergang Kelleraußenwand (weiße Wanne) zum Außenmauerwerk ohnehin.
    Der Pass passt, es guckt ja eh keiner danach.
    In einem anderen Fall wird die Abwärme der Klimaanlage in einem Supermarkt als "Energiegewinn" für ALLE Wohnungen in einem mehrteiligen Gebäudekomplex angerechnet. Kommt eine Nutzungsänderung, bei der die Anlage nicht gebraucht wird, oder die Anlage wird gegen eine ausgetauscht, bei der weniger Abwärme entsteht, passt der Ausweis nicht mehr.
    Das nenne ich Tuning am Ausweis.

    4. Könnte man sich die ganzen Nachweise schenken, wenn man für jedes Bauteil eine Mindestanforderung erstellen würde. Das Bilanzverfahren ist in vielfacher Hinsicht bauphysikalisch betrachtet der größte Mist, kompliziert und bringt unterm Strich gar nichts.... außer Kosten.

    5. Als "wirtschaftlichen Nutzen" betrachte ich NICHT den Nutzen für den Einzelnen, sondern für die Gesamtheit, wenn tatsächlich Ressourcen geschont/gespart werden. Auch wenn man es sicher irgendwie be,- schön- oder schlechtrechnen kann, die Armortisierung einer Maßnahme zur energetischen Sanierung kann schon durchaus in einen Zweifel gezogen werden, für den Einzelnen betrachtet. Das meinte vermutlich auch Achim mit seinen Ausführungen.

    6. Es muss wieder mehr Sachlichkeit in die Diskussion. Nur "grünes Gelaber" mit der Zielsetzung, dass "schwarz" grüner als Grün wird, sich jeder mit DEN Maßnahmen und Vorgaben schlechthin als Retter der Menschheit darstellt (oder es zumindest versucht), ist dem nackten Willen des eigenen politischen Überlebens geschuldet.

    Grüße

    si
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2012
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    23
    So einige Wochen sind vergangen, die Thread steht auf Platz 3 Google Enev easy und die EnEV hat etliche Hürden genommen.
    Der Gesetzgeber scheint ein wenig ratlos, wohin jetzt mit diesem easy.
    Daher hier mein Statement:
    EnEV EASY ist Sabotage. War nicht anfänglich die Strategie, die "Rettung" mit Regulativ der Marktmechanismen zu erreichen. Für wahr unter den Baufachidioten plärren Leute, für die das Wort Regulativ Beißreflexe auslöst und genauso verstehen die davon. Das kann nicht für Politiker gelten.
    Letzlich wird um eine Analogie zu bedienen, es dem Geldsparen nicht zuträglich sein, wenn Kontostände, Brieftaschen oder Preise nur, d.h. im günstigsten also im Regelfall, noch sechsstufig einzusehen sind. Was ein hohler Schwachsinn, wird man sagen. Für Energie sollte es anders sein?
    Nein, Ziel der Operation ist es, im Gegenteil das Energiesparen zu sabotieren.

    Und das Hundsgemeine dran: Man wird es ja nicht mehr los. Schon jetzt verewigen sich völlig widersinnige provisorische Standards:
    Will ich als geheiligtes Regulativ Kunde, Käufer, Mieter, Wähler ein Haus bewerten d.h. vergleichen, ist mir doch schon als Fachmann die Sache quasi unmöglich gemacht: Welcher Art ist der Ausweis? Verbrauchs/Bedarf/Din V 4108/DIN V 18599/WG/NWG/Vereinfacht -hab ich was vergessen- DIN V 18599 sollte lange eingeführt werden und jetzt kommt als Krönung, als ultimative Verhöhnung ENEV EASY, und da man es erstmal drin hat, wird man es auch nicht mehr los. Und Schrott EnEV.
    (Man fragt sich auch, wie das mit den Leistungsbildern der kommenden HOAI zusammenpassen soll, in der Leistungsbilder 4-10 EnEV Bilanzierungen im verpflichtenden Teil stehen sollen. Wie kaputt sieht wohl son Zirkus neben ENEV EASY aus: Also äh wir brauchen Geld für 10 Energieausweise oder für einen halben.)


    Damit kommen wir zu der Frage: WER?
    Ursprünglich kam es vom Ministerium der korrupten Regierung BW. Wohl auf Druck sabotagelüsternder Lobbies. Dann wurde vom Fraunhofer untersucht, ob es rechtlich möglich ist. Dazu ist anzumahnen: Es widerspricht dem Sinn und Zweck des Gesetzes. Nämlich dass der Marktteilnehmer Regulativ sein soll. Eine durchweg scheußliche Fachidioten-Nummer, so zu tun als wär alles ok und wer weiß, ob es vor Gericht Bestand hat. Ich glaube, es gab eine ähnliche Scheußlichkeit schon als der Pflaschenpfand eingeführt werden sollte. Doof stellen und zerstören.
    So, und nun, wer ist noch Profiteur, ich sags: Architekten, TGAler und vorallem Statiker, die EnEV-Berechnungen mehr schlecht als recht und häufig genug mit schlechtem Gewissen und in Billigmanier selbst anfertigen und in Zukunft, das in immer geringeren Maße hätten verantworten können.
    Und die sich gleichermaßen weder Marktanteile noch Kompetenzen (sich Vorschriften machen lassen vom Energieberater dauernd) abnehmen lassen wollen. Da kommt das ENEV EASY Unding doch auffällig gelegen, denn so unnütz und schädlich es ist, so EASY ist es doch genug für solche Billg.
    Unheilge Allianz.

    Fazit:
    Seht eure Fehler ein, um so gravierender sie sind und solange ihr noch mit ihnen auf dem Weg, denn sonst...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen