Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    T9-Liebhaber
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    WU-Beton Dampfdiffusionsoffen?

    Mich hat letztens ein Nachbar gefragt ob WU-Beton (Keller) Dampfdiffusionsoffen ist oder nicht. Ich bin der Meinung ja...deshalb sollte man bei z.B. Grundwasser eine Schwarzabdichtung machen. Bin mir aber nicht wirklich sicher mit meiner Aussage.
    Was wissen die Betonfachleute?
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  2. WU-Beton Dampfdiffusionsoffen?

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  3. #2

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    es findet

    natürlich weiterhin ein feuchtetransport statt. aber in einem äußerst geringen anteil. und solange die feuchtigkeitsmenge so klein ist / bleibt, dass sie, wie hier an der innenseite der kellerwände, problemlos verdunsten / weggelüftet werden kann, stellt dies auch gar keine einschränkung dar. besteht die annahme, dass die zu erwartende feuchtemenge größer ist / wird, dann sind zusatzmassnahmen erforderlich. entweder innenseitig zusätzliche künstliche belüftung oder eben dampfsperre aussen. da braucht es aber keine zusätzliche abichtung im sinne der din 18195 z.b. mit dickbeschichtung, ein z.b bitumenlatexanstrich ist ausreichend.
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  4. #3

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    muss noch was ergänzen

    ich bin bei meiner beschreibung von einer weissen wanne ausgegangen. wenn es ein betonkeller ist, der nicht im grundwasser steht und gegen die "normalen" lastfälle abgedichtet wird, braucht dieser natürlich eine abdichtung nach din 18195 t4 oder t6. und da bringt die abdichtung z.b. mit kmb gleichtzeitig auch die dampfdichtheit mit.
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  5. #4
    T9-Liebhaber
    Gast
    Ja... so in der Richtung hab ich mir das auch gedacht...merci für die ausführliche Antwort, Ergänzung und Bestätigung.
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  6. #5

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    Dampfsperre mit Bitumenanstrich???

    ups,
    "...bitumenlatexanstrich ist ausreichend." ?
    Die Dampdiffusion hängt doch auch von der Schichtdicke aber, oder??!!
    Eine KMB-Abdichtung hat einen sd-Wert von 100-125 m bei einer Schichtdicke von 4-5 mm. Eine streichfähige Polymerbitumenemulsion von 2 mm liegt bei ca. 80 m! Wenn man diese Werte mal auf die WU-Bodenplatte auslegt, dann wird's bei der Anstrichvariante z.B. mit einem PVC-Belag für den Fußboden schon fast kritisch!
    Auf die Wandflächen bezogen bedeutet das, das ein Bitumenanstrich lediglich die Diffusion bremst (und auch nur bei Schichtdicken über 2 mm - was mindestens 4-5 Anstrichfolgen bedeutet!). Wenn der Kellerraum also hochwertig genutzt werden soll (beheizter Raum zum Aufenthalt von Personen), würde ich schon auf Nummer sicher gehen. Das wäre doch sonst wieder an der falschen Stelle gespart. Oder?
    Tschüss
    Schnorbel
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  7. #6

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    hallo schnorbel

    weisst du welche vernachlässigbar geringe menge an wasser da am tag so durch eine ordentliche wand einer ww durchdiffundiert? da reicht der anstrich allemal aus um das dann zu unterbinden. und wenn der keller hochwertiger genutzt und beheizt wird umso besser. und die kmb-pampe erhält aber trotzdem ihre daseinsberechtigung zum anbappen der perimeterdämmung.
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  8. #7
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    Nun schau mal hinter Großflächigen Bildern oder Schränken nach, welche plan an Wänden einer Hochwertig genutzten Kellerwohnung anliegen, welche nur als weiße Wanne und nicht mit ein zusätzlichen Dampfbremse versehen wurde. Sämtliche Literatur sagt aus, dass, solange mehr an der Innenseite ein weiße Wanne ab-diffundieren kann, als durch den Wandbildner hinduch-diffundiert, kein Schaden zu erwarten ist. Im Zweifelsfall dann bitte alle Möbel in die Mitte der Räume stellen – oder wie? Schnorbels Aussage über Dampfdichte Beläge auf Wasserundurchlässige Sohlen, ist in dieser Hinsicht eine besonderen Beachtung zu schenken. Viel Spaß beim Latex streichen.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    Volle Zustimmung meine Herren!
    Natürlich gibt es keine gesicherten Werten, wieviel Wasser durch eine WU-Konstruktion durchdiffundiert. Es gibt Angaben, die liegen bei 6 g/m²d und es gibt Berechnung z.B. vom Fraunhofer Institut (IBP-Bericht HTB-10/2000), wo bei verschiedenen Außenabdichtungen Werte von 0,21 -0,02 kg/m²a berechnet wurden. Diese Berechnungen haben aber auch gezeigt, dass in jedem Fall (sD-Wert der Außenabdichtung von 5 - 100 m) die Beton-konstruktion langsam austrocknet. Natürlich in Abhängigkeit von den raumklimatischen Bedingungen! Interessant ist auch, dass der Beton nach 10 Jahren "Trocknungszeit" seinen Wassergehalt von anfangs 100 kg/m³ auf ca. 90 kg/m³ bei einem sD-Wert von 5 m und beim sD-Wert=100 m auf ca. 83 kg/m³ reduziert hat! Klar das jedes Gramm Wasser im Beton eine dickere Wärmedämmung bedeutet, oder?! Meistens merkt man das erst, wenn der Schimmel in den Ecken wächst!!
    Beste Grüße an alle
    Schnorbel
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  11. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "mmmh"

    vielleicht sollte man mal trennen :
    .
    a.) Gebäude steht dauerhaft im Grundwasser ... dann iss auch die XPS vollflächig aufzukleben
    .
    b.) Gebäude bekommt durch 10-oder 20jähriges Hochwasser was ab ... dann kann ich mir die eine Woche des Hochwasserstandes verkneifen über Diffusion zu sprechen
    .
    so seh ich´s und streiche weiter mein Lattex wo ich´s für richtig halte
    .
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