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Was haltet ihr von diesem Fundamentaufbau?

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  1. #1

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    Was haltet ihr von diesem Fundamentaufbau?

    Hallo,

    der Architekt hat die Genehmigungspläne für unser Passivhaus (ohne Keller) fertig.

    Für das Fundament ist folgender Aufbau geplant, von unten nach oben:
    50 cm Mineralschotter
    5 cm Sauberkeitsschicht (Magerbeton)
    20 cm Perimeterdämmung, Styrodur 4000 CS, z. B. von Isolohr (evtl. mit Frostschirm)
    Eine Lage PE-Folie
    30 cm WU-Betonbodenplatte C25/C30

    Das Haus wird kein Leichtbau, sonder aus 17,5 cm Kalksandsteinen gebaut, OG ohne Schrägen, also viel Gewicht.

    Ein Bodengutachten ist erstellt worden. Der Boden ist sehr wenig wasserduchlässig, aber tragfähig. Grundwassertiefe > 4 m.

    Auszug aus dem Gutachten (siehe Anlage, 2 Seiten):
    „Für die aus der geologischen Baugrunderkundung vorliegenden Bodenkennwerte ergibt sich für die Gründung auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte mit den gegebenen Abmessungen und einen mittleren Sohldruck von 40 kN/m² ein mittleres Bettungsmodul ks von 8 MN/m³. Die errechnete mittlere Setzung beträgt hierbei 0,50 cm.“

    Was haltet ihr von dem Fundamentaufbau? Vor allem deswegen:

    Ich habe hier im Forum negatives über Schotter oder Kies als Gründungspolster gelesen z. B.
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...erkeitsschicht

    Dort schreibt Josef (Bauunternehmer):
    „Ja Ja ... wer mich kennt weiss des OHNEHIN das ich von diesen Kappilarschichten einfach NICHTS halte ... vor kurzen war erst ein Beitrag in bau.de samt Foto mit ner Baugrube schön vollgelaufen mit Wasser sprich nem aufgeweichten Boden und da ist auch eine kapilarschicht geplant (!) ... der Schaden ist da schon programiert ... auch zweifele ich dran das solche Kapilarschicht Setzungsfrei zu erstellen sind (!) -
    Meine Philosofie: Baugrube öffnen und egal welcher Boden ansteht ... "SOFORT" den Baugrund nachverdichten und mit Magerbeton (Sauberkeitsschicht) abdecken ... in dem FALL wär dies auch die Lösung gewesen (!)“



    Der Thread ist aber schon 10 Jahre alt und es handelt sich um ein unterkellertes Haus. Gelten Bedenken gegen Kappilarschichten immer noch, nur bei unterkellerten Häusern oder wie ist der neuere Stand der Technik?
    Braucht man bei Häusern ohne Keller die Schicht, um frostfrei gründen zu können? Oder könnte man bei der Perimeterdämmung mit Frostschirm auf die Schicht verzichten?

    Bodengutachten Auszug.pdf

    Grüße
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  2. Was haltet ihr von diesem Fundamentaufbau?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    du vergleichst äpfel mit birnen.

    schotter ist nicht grundsätzlich schlecht, schau
    dir mal die logischen abhängigkeiten an .. höhenlage,
    bohrprofil, wasserstand/absaufrisiko .. und sowas

    gründungsoptimierung ist immer auch erfahrung - oder
    nenn´s "pers. geschmack": jedenfalls auf hoffentlich guter
    basis (x+1 faktoren) konsolidiert.

    bevor man optimiert, sollte eine rationale basis da sein -
    zb abdichtungskonzept, bopl-berechnung usw.

    wenn ich das eine, einsame bodenprofil anschaue, würde
    ich u.u. anders gründen (und evtl.! anders dämmen): das ist
    aber nur eine momentaufnahme, ohne alle anderen, ebenso
    relevanten zusammenhänge zu kennen.

    nebenbei: 1 lage folie fehlt. rat mal wo...
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  4. #3
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    nebenbei: 1 lage folie fehlt. rat mal wo...
    Ist mir von Anfang an aufgefallen, dass zwischen Mineralschotter und Sauberkeitsschicht eine Folie muss.
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  5. #4

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    womit wird wu-beton bei wasserdurchlaessigem boden und bauen ohne keller begruendet? wie geht es denn weiter mit dem schichtenaufbau auf der bodenplatte?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    womit wird wu-beton bei wasserdurchlaessigem boden und bauen ohne keller begruendet?
    Habe ich nicht nachgefragt. Soviel ich weiss, ist wu-beton nicht viel teurer als nicht-wu-beton und somit hinnehmbar. Nach dem Motto “Sicher ist sicher”.

    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    wie geht es denn weiter mit dem schichtenaufbau auf der bodenplatte?
    Grob so:
    8-10 cm Wärmedämmung, FBH, Estrich.

    Das Problem ist bei sehr wenig wasserduchlässigem Boden auch folgendes (Zitat):
    “Es ist z.B. durchaus denkbar, dass bei einer zu geringen Durchlässigkeit des Baugrunds (z.B. bindiger Boden) trotz einer ausreichenden Tragfähigkeit die kapillarbrechende Schicht unter der Bodenplatte mit angestautem Schichtenwasser gefüllt wird und somit dennoch Frosthebungen möglich sind.”
    http://www.frag-einen-sachverstaendi...-frostschuerze

    Daher möchte ich meinem Archi vorschlagen, die Isolohr-Dämmung mit waagerechtem Frostschirm zu verwenden. Dann kann die Schotterschicht auch dünner werden (20-30 cm statt 50) und das Wasser- und Frostproblem ist erledigt, siehe:
    http://www.isolohr.de/bodenplattensy...ostschirm.html
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  8. #6

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    was in deinem weiteren aufbau fehlt ist eine abdichtung nach din gegen aufsteigende feuchtigkeit. deswegen hatte ich nach dem weiteren aufbau gefragt. das motto ´sicher ist sicher´ kannst du ohne schweissbahn knicken. da hilft der vermeintliche wu-beton gar nichts. wenn leitungen auf dem rohbeton sollen, dann sollte die schweissbahn auf die sauberkeitsschicht verlegt werden, die ich in dem fall von 5 cm auf 10 cm ändern würde.
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  9. #7
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    Danke für die Antworten.
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