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  1. #1

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    Fehlerhafte Entscheidung bei der Heizungswah lund Außenfassade?

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich hoffe, dass jemand von euch mir qualifizierte Ratschläge geben kann, wie ich meine bereits begangenen Planungsfehler meines fertiggestellten Hauses noch am besten ausbessern kann...

    Das vollunterkellerte EFH ist im Febr. 2012 erbaut worden. Massivbauweise: 36,5cm T9 Ziegelstein. 3-fach Verglasung, mit viel Glasfläche in südliche Ausrichtung im EG. Keller ist ebenfalls aus 36,5 cm T 12 Ziegelstein gemauert und mit 6 cm Drainageplatten gedämmt. Die Außenfassade ist noch verputzt. Die Wohnfläche beträgt 210 qm incl. Keller.
    Das Dach: Decke mit 24 cm Zwischensparrdämmung aus Steinwolle gedämmt. Dazu noch 18 cm Zwischensparrdämmung für den Dachspeicher.
    Leider bei der Heizung habe ich mich damals viel zu wenig informiert und mich für die damals einfachste Variante, nämlich Fernwärme entschieden. Investitionskosten für den Fernwärmeanschluss und die Übergabestation betrugen 7000,- €. Im EG und OG liegt überall Fußbodenheizung. Im Keller sind Heizkörper angebracht. Die Größe der Heizkörper ist im Verhältnis zu Kellerraumfläche so demensioniert, dass man mit der selben Vorlauftemperatur wie die der Fußbodenheizung ausreichend Wärme produzieren würde.
    vom Hausanschlussraum sind bis zum Speicher Solarleitungen verlegt. Der Platz für einen Speicher ist ebenfalls vorgesehen, genauso wie Leitungen für einen wasserführenden Kaminofen.
    Nach der Berechnung unseren Architekten und Energieberaters erfüllt unser Haus z. Zt. den KfW 55 Standart.

    Wie ich hier im Forum lese und bei fast allen Neubauten beobachten konnte, werden überwiegend Luftwärmepumpen und Erdwärmepumpen eingebaut. Dass ich das nicht gemacht habe, habe ich schon doppelt und dreifach bereut…Der Versorger hat angekündigt, den Fernwärmenergiepreis ab dem nächstem Jahr erneut zu erhöhen.
    Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, die Hausaußenfassade entgegen meiner ursprünglichen Planung zu dämmen und eine dezentrale kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung einbauen zu lassen, um dem Schimmel vorzubeugen. Solange die Außenfassade noch nicht verputzt ist, kann ich die Stromleitungen dafür noch an der Außenwand anbringen.
    Meine Frage ist:
    1. Welche Dämmstärke (Styropor) wäre empfehlenswert?
    2. Würde es sich für mich lohnen Solarkollektoren anbringen zu lassen?
    3. Wie groß müsste der Warmwasserspeicher demensioniert sein, wenn ich damit sowohl das Brauchwasser als auch die Heizung unterstützen möchte.
    4. Würde es sich für mich lohnen doch auf die Luftwärmepumpe umzusteigen? (Kostenfaktor ca. 9500 €)

    p.s. Meinen Heizungsbauer brauche ich das nicht zu fragen, weil er mit neuen Technologien überfordert ist und keine nachvollziehbaren Aussagen trifft. Der Architekt ist vor 2 Wochen ins Ausland ausgewandert.

    Ich danke im Vorraus!
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  2. Fehlerhafte Entscheidung bei der Heizungswah lund Außenfassade?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    1. Welche Dämmstärke (Styropor) wäre empfehlenswert?
    WDVS auf hoch dämmenden Steinen kann problematisch werden. Da sollte man den Wandaufbau genau analysieren. Bei 10cm WDVS mit WLG035 verbessert sich Dein U-Wert von etwa 0,24W/m2K auf 0,14W/m2K. Einsparpotenzial irgendwas um 8-10kWh pro m2 Wandfläche.

    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    2. Würde es sich für mich lohnen Solarkollektoren anbringen zu lassen?
    Das müsste man einmal planen. Dachausrichtung? WW-Bedarf? Heizlast? usw. usw. Je nach Anlagenkosten wird sich das nur schwer amortisieren. Aber wie gesagt, ohne Planung und Zahlen kann man nur raten, bestenfalls schätzen.

    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    3. Wie groß müsste der Warmwasserspeicher demensioniert sein, wenn ich damit sowohl das Brauchwasser als auch die Heizung unterstützen möchte.
    Das ergibt sich aus der Anlagenplanung. Hier eine pauschale Größe zu nennen wäre völlig sinnfrei.

    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    4. Würde es sich für mich lohnen doch auf die Luftwärmepumpe umzusteigen? (Kostenfaktor ca. 9500 €)
    Das müsste man erst einmal rechnen. (Heizlast, zu erwartender Jahresbedarf usw.). Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich diese 10T€ in absehbarer Zeit rechnen werden. Die kWh therm. kostet mit einer LWP aktuell um die 5,5 - 6Ct.

    Wenn das Grundstück das hergibt, dann würde ich über eine WP mit Flächenkollektor nachdenken. Damit kommst Du deutlich unter 5Ct./kWh, typ. irgendwo zwischen 4Ct. und 4,5Ct/kWh. Falls ein Flächenkollektor nicht machbar ist, wäre ein Graben o.ä. eine Alternative. Was machbar ist, hängt vom Grundstück und der benötigten Anlagengröße ab. Kosten irgendwas zwischen 10T€ und 15T€.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von dquadrat
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    ich hab mich für erdwärme entschieden, ein halbes jahr später wird der atomausstieg beschlossen.
    dafür hatte polen plötzlich schiefergasreserven für round about 1000 jahre.

    fazit: wie mans macht macht mans verkehrt. um wirklich zukunftsfähig zu planen braucht man eine richtig gute glaskugel.
    eine so hohe investition für die umrüstung des heizkonzeptes halte ich auch für relativ sinnfrei. rechne mal nach wie lange du bis zur amortisation brauchst und überlege wie sicher der strompreis bzw. die subvention des strompreises für wärmepumpen wirklich ist.
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  5. #4

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    Lüftungsanlage als Schimmelvorsorge wg zusätzlicher Dämmung ist schlicht Unfug.

    Da es ein Neubau ist, sollte der nach heutigem Stand der Technik luftdicht sein. Da bringt die zusätzliche Dämmung auch zusätzichen Schimmelschutz.
    Probleme gibt es nur im Altbaubereich, wenn durch die Dämmung die Luftdichte der Fensteranschlüsse verändert (= erhöht) wird und so eine uKWL ohne WRG ( ) entfällt!

    Luft-WP erfordert ein hochgedämmtes Haus. Ob es bei den Verbrauchskosten wirklich die bessere Lösung ist, ist eine andere Frage.
    Die Regierung will ja z.B. grad die Schadenersatzforderungen der Windparkbetreiber nicht an die Bremsergemeinden, sondern die Endverbraucher deligieren, natürlich wohl wieder mal mit einer Ausnahme für die, die genug Strom abnehmen.

    Es steht auch zu erwarten, dass Hr. Schäuble oder einer seiner Nachfolger merkt, das die Steuereinnahmen aus der Besteuerung fossiler Brennstoffe im EFH-Heizungs-Bereich immer weniger werden.
    Es steht also zu erwarten/befürchten, dass es dann eine Steuer auf die elektrische Energie für WP usw. anfallen wird.

    Von daher ist es wie D² schon sagt, ein reines Glücksspiel, den "richtigen" Energirträger für die Heizung zu wählen!
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  6. #5
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    Guten Tag,

    vielen Dank vorab für die Tipps!

    Erst nach euren Beiträgen habe ich gemerkt, dass ich zu wenig technische Angaben zu meinem Haus gemacht habe...

    Dach: Satteldach, Südausrichtung mit ca. 10 % Abweichung in Richtung Osten. 35 Grad Neigung, 75 qm Dachfläche.

    Wärmebedarf kann ich nicht konkret nennen, da wir gerade neugebaut und um das Haus zu trocknen wie die wilden geheizt haben.

    Die Heizungsart zu ändern wäre wahscheinlich nicht mehr rentabel.

    Im Enregienachweis habe ich gesehen, dass die auf das gesamte Haus bezogenen Wärmeveluste bei 13% auf das Mauerwerk , 9% auf Wärmebrücken und 47% !!! auf die Lüftungsverluste anfallen.

    Wenn ich das richtig sehe, würde sich für mich eher die Nachrüstung einer KWL mit WRG + Außenfassadendämmung eher rentieren. Sprich teuere Energie einkaufen, dafür diese weniger verlieren, anstatt hohe Investition für günstigere Energie zu tätigen. Zumal, wie dies hier bereits schon geschrieben wurde, keiner weis, wie sich die Strompreise für eine LWP weier entwickeln werden. Und wie lange der "Billigstrom" für erneubare Energieträger noch subventioniert wird.

    Oder befinde ich mich da auf dem Holzweg?
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  7. #6

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    ME Ja!
    Du hast soeben gebaut.
    Vermutlich zumindest zum Teil finanziert.

    Also gibt es für Dich keine bessere Rendite und keine zukunftssicherere Investition als Sondertilgen und nochmal Sondertilgen!
    Schlage Dir also den ganzen Unfug mit Änderung des Energieträgers und Zusatzdämmung aus dem Kopf.

    Das Einzige, was ich in Deiner Lage machen würde, ist die Vorbereitung oder ggf. (abhängig von der finanziellen Situation) den Einbau der dezentralen KWL.

    Das ist ME auch der einzige Fehler, der im Vorfeld gemacht wurde: Keine zentrale KWL einzubauen.
    Aber die Fernwärme ist doch in Ordnung.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    Wärmebedarf kann ich nicht konkret nennen, da wir gerade neugebaut und um das Haus zu trocknen wie die wilden geheizt haben.
    Aber die Heizlast wurde doch sicherlich im Vorfeld ermittelt. (Heizlastermittlung nach EN12831). Irgendwie müssen ja die Heizflächen etc. dimensioniert werden.

    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    Die Heizungsart zu ändern wäre wahscheinlich nicht mehr rentabel.
    Wie oben bereits angedeutet, hilft hier nur rechnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich so ein Umstieg rentiert ist aber gering.

    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig sehe, würde sich für mich eher die Nachrüstung einer KWL mit WRG + Außenfassadendämmung eher rentieren. Sprich teuere Energie einkaufen, dafür diese weniger verlieren, anstatt hohe Investition für günstigere Energie zu tätigen. Zumal, wie dies hier bereits schon geschrieben wurde, keiner weis, wie sich die Strompreise für eine LWP weier entwickeln werden. Und wie lange der "Billigstrom" für erneubare Energieträger noch subventioniert wird.

    Oder befinde ich mich da auf dem Holzweg?
    Das siehst Du richtig.

    Je weiter man die Wärmeverluste reduziert, um so geringer wird der Einfluss des Wärmeerzeugers. Bei einem fertigen Neubau sind solche Änderungen aber immer schwierig, denn man erreicht dann selten das Optimum, da man mit dem Bestand rechnen muss und nur noch "modifizieren" kann.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Aber Vorsicht - die Verlustberechnungen des EnEV-Nachweis haben nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun.
    Ob Ihr übers Lüften, 20 %, 80 % oder tatsächlich 47% verliert, hängt von Eurem Verhalten ab, das eben inidividuell und nicht normiert ist.

    Ausserdem kommt mir die Zahl von 47 % sehr hoch vor.
    47% Lüftung
    13 % MW
    9 % Wärmebrücken
    Macht in Summe 69 % aller Verluste. Da bleiben nur noch 31 % für
    Fenster
    Dach
    Sohlplatte

    Das kann nicht stimmen! Ausser, Du hättest Passivhaus-Dämmstandard!
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  10. #9
    Themenstarter

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    Damals hatte aus Angst, dass das Baubüdget nicht ausreiche, auf die KWL leider verzichtet. Und dann auch noch die Ratschläge meiner Bauhelfer: "Das braucht kein Mensch, durch Stoßlüften verliert man nicht so viel Energie, Wir haben ja auch keine, und leben noch, KWL würde sich gar nicht amotisieren usw. usw. usw."

    Der Einbau einer KWL mit WRG wäre in der jetzigen Bauphase noch möglich. Zumindest im OG ließe sich eine zentrale Anlage noch installieren. Es ist zwar mit viel unangenehmer Arbeit verbunden (DSP-Latten abschrauben, Deckendämmung herausnehmen, Rigipsdecke einschneiden usw.) aber es ist möglich. Im EG müsste ich höchstwahrscheinlich auf eine dezentrale Variante zurückgreifen. Ich hoffe, dass sich die Anlagen gegenseitig nicht stören bzw. miteinander harmonieren. Es sei denn ich müsste die noch zu Glück unverputzten Außenwände schlitzen, um dort die Lüftungskanäle aus dem Speicher zu verlegen. Dann müsste ich die Fassade aber noch dämmen.

    Da wir beide noch berufstätig sind, das Haus um 06:30 Uhr verlassen und gg. 17:30 Uhr wieder zu Hause sind, bleibt das Haus in diesem Zeitraum unbelüftet. Wenn aber der Nachwuchs da ist, wäre meine Frau den gabzen Tag zu Hause.


    Hier ist die Darstellung der spezifischen Wärmeverluste laut Energiepass:

    1 Außenwand 13,2 %
    2 Fenster, Fenster KG, Fenster 9,1 %
    3 Haustür, Kellereingangstür 2,5 %
    4 Außenwand gegen Erdreich KG 3,0 %
    5 Fenster KG 0,7 %
    6 Dachfläche 1,8 %
    7 Dachfläche 1,6 %
    8 Dachfenster 1,1 %
    9 Fenster 4,6 %
    10 Bodenplatte 4,1 %
    11 Kehlbalkendecke 1,9 %
    Wärmebrückenzuschlag 9,4 %
    Lüftungswärmeverluste 47,0 %

    Ergebnisse des Monatsbilanzverfahrens lt. Energiepass:

    Jahres-Heizwärmebedarf = 9.305 kWh/a

    flächenbezogener Jahres-Heizwärmebedarf = 33,61 kWh/(m²a)

    volumenbezogener Jahres-Heizwärmebedarf = 10,76 kWh/(m³a)

    Zahl der Heiztage = 174,2 d/a

    Heizgradtagzahl = 2.813 Kd/a

    Wie sihet es eigentlcih in der Praxis aus: Würde ich durch den Einbau einer KWL mit WRG tatsächlcih ca. 90 % der aufgeheizten Innenraumlüft wieder zurückgewinnen? Denn dann würde ich ja die 47 % der Lüftungsverluste auf 4,7 % minimieren?( 90 % von 47%= 4,7 %)

    Vieln Dank erneut!!!!!
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  11. #10
    Avatar von dquadrat
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    ne kwl braucht auch strom. mit wrg wird sie zwar mit sicherheit effizienter, hilft imo trotzdem nicht beim energie sparen, wartungs- und reparaturkosten zu späteren zeitpunkten mal noch nicht mit eingerechnet.

    kwl ist imo nur eine frage des komforts (fenster öffnen unnötig) und der guten luft.
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  12. #11
    Avatar von fmw6502
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    die 90% Rückgewinnungsgrad werden in der Praxis seltenst erreicht...

    Gruß
    Frank Martin
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  13. #12
    Themenstarter

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    Wie soll ich dann die Angaben des Herstellers verstehen. "Wärmerückgewinnung bis zu 90% (0,91-0,8).Was wird denn da bis zu 90 % wieder gewonnen? Ein dezentrales Gerät hat eine Leistungsaufnahme von 1 - 3 W. Das sind 0,013 Ah. ME ist es nicht viel, oder?

    Gibt es praxisbezogene Erfahrungswerte aus der Teilnehmerrunde, wonach sich schließen lässt, welche Energieersparnis man durch solche Anlage häte?

    Was haltet ihr eigentlich von den Werten aus dem o.a. Energiepass?

    Liebe Grüße
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  14. #13
    Avatar von fmw6502
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    Angaben sind nur dann sinnvoll, wenn die Randbedingungen auch angegeben sind, am besten herstellerunabhängig z.B. durch Normbedingungen

    Gemessene Praxiswerte dürften recht aufwendig sein: ein elektrischer Stromzähler ist noch einfach, dazu bräuchte aber auch man einen Luftwärmemengenzähler - so eine Meßeinrichtung habe ich noch nicht in einem EFH gesehen...

    Gruß
    Frank Martin
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    Wie soll ich dann die Angaben des Herstellers verstehen. "Wärmerückgewinnung bis zu 90% (0,91-0,8).Was wird denn da bis zu 90 % wieder gewonnen?
    Energie aus der Abluft. Wieviel das in Wh ist kann man so pauschal nicht sagen. Dafür müsste man die Temperaturen und den Luftvolumenstrom kennen, dann könnte man rechnen. Da diese Parameter aber ständigen Änderungen unterliegen könnte man auch mit einem durchschnittlichen Wärmerückgewinnungsgrad eine Schätzung vornehmen.

    Zitat Zitat von rublade Beitrag anzeigen
    Ein dezentrales Gerät hat eine Leistungsaufnahme von 1 - 3 W. Das sind 0,013 Ah.
    Diese Mathematik musst Du mir erklären. Um von einer Leistung (Einheit "W") auf Ah zu kommen, benötigst Du noch weitere Faktoren, in diesem Fall Spannung (Einheit "V") und Zeit (Einheit "h"). Keine Ahnung was Du dafür angesetzt hast, für mich ist Deine Aussage aber nicht plausibel. Ich könnte mir nur vorstellen, dass Du mit 230V und 1h gerechnet hast, aber unabhängig davon, ist die Angabe Ah in diesem Zusammenhang wertlos. Da könnte man auch bei W bzw. Wh bleiben.

    Aber zurück zur WRG.

    Nehmen wir mal an, die KWL würde 200m3/h austauschen, Raumtemperatur 21°C und Außentemperatur -10°C. Die spez. Wärmekapazität von Luft beträgt etwa 0,34Wh/m3K.
    Dann würden ohne WRG ca. 2.1kWh durch die Lüftung verloren gehen, und zwar stündlich. Durch die WRG werden 1,9kWh der Zuluft zugeführt, so dass der eff. Verlust "nur" noch etwa 200Wh beträgt.

    ACHTUNG ! Das sind sehr theoretische Werte und nur dazu gedacht die Problematik zu erläutern.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen

    Diese Mathematik musst Du mir erklären. Um von einer Leistung (Einheit "W") auf Ah zu kommen, benötigst Du noch weitere Faktoren, in diesem Fall Spannung (Einheit "V") und Zeit (Einheit "h"). Keine Ahnung was Du dafür angesetzt hast, für mich ist Deine Aussage aber nicht plausibel. Ich könnte mir nur vorstellen, dass Du mit 230V und 1h gerechnet hast, aber unabhängig davon, ist die Angabe Ah in diesem Zusammenhang wertlos. Da könnte man auch bei W bzw. Wh bleiben.
    @Ralf,

    du hast Recht, ich habe die Rechnung zu missverständlich gemacht. Meine Intension war, die Stromaufnahme eines dezentrales Gerätes in der Stunde darzustellen. Hab nur Leitung/ Spannung= Stromaufnahme gerechnet und das mal 1 Stunde. Was ich damit nur darstellen wollte war, dass das Gerät aus meiner Sicht eine sehr geringe Leistungsaufnahme hat, sodass man diese Verluste im Hinblick auf die Wärmerückgewinnung aus dem Betracht ziehen könnte.

    Jetzt zum Volumenstrom in meinem Haus. Dieser würde 290 m³/ h betragen. Was hätte ich dann für eine Energieersparnis durch Einbau einer KWL mit WRG in Wh? (Den Verbrauch der Stromenergie würde ich zunächst nicht miteinbeziehen)

    Gruß
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