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  1. #1

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    Flachdach - Entwässerung innen oder aussen

    Hallo zusammen,

    wir planen einen Flachdachbau mit Attika. (Lichte innen 5,64 m x 11,90m)
    Aufbau:
    Betondecke (20cm)
    Voranstrich
    Dampfsperre V60WD
    WD 14cm + 8cm Gefälledämmung
    Rohglasvlies
    Dachbahn
    kiesschüttung

    Frage: Die Entwässerung war ursprünglich an der Nordseite vorgesehen (Dachrinnen). Nun hat der Dachdecker den Einwand gebracht, dass diese beheizt werden müssten (Nordseite) und den Vorschlag gemacht, dass die Entwässerung auch innenliegend gemacht werden könnte.
    Bei Durchdringungen habe ich allerdings immer ein bisserl Bauchweh, allerdings sind meine Flachdacherfahrungen auch eher mau ;- )

    Eure Erfahrungen/ Meinungen? Innen - aussen - beheizt?
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  2. Flachdach - Entwässerung innen oder aussen

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  3. #2

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    mal meine Erfahrung als Baulaie und "Besitzer" eines FD:

    wir haben innenliegende Entwässerung, allerdings sind die Einläufe ebenfalls beheizt.
    Meine Erfahrung nach 5 Wintern (2 davon sehr schneereich & kalt) und diversen Wolkenbrüchen:
    alles dicht & keine Probleme!

    Bei den heute verwendeten Materialien würde ich auch sagen, wenn das Dach tatsächlich einmal dicht ist,
    sollte es auch dicht bleiben (unser Dachaufbau ist ähnlich (sorry für die Laienausdrücke): Betondecke,
    Bitumenanstrich, Dämmung/Gefälledämmung, "Dachpappe verschweisst", "EPDM-Zeugs", nochmal
    "Dachpappe verschweisst", ein Fliess und Kiesschüttung)
    An der Attika wirst Du aber in jedem Fall noch Notüberläufe bekommen (es gibt auch schicke rechteckige,
    leider scheinbar noch nicht als wir gebaut haben ).

    Als Nachteil der innenliegenden Einläufe würde ich den Platzbedarf sehen. Die Rohre müssen halt irgendwo
    durch und dabei gibt es nicht nur das Platzproblem zu berücksichtigen --> Zugänglichkeit, Dämmung
    (Schwitzwasser + Geräusche). Wenn alles passt ist aber der große Vorteil, dass Du keine häßliche Dachrinne
    und keine Fallrohre an der Fassade hast

    Ich würde jederzeit wieder innenliegende nehmen!
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  4. #3

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    Innenliegend kostet i.d.R. mehr Prämie bei der Gebäudeversicherung - nicht ganz ohne Grund...
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Innenliegend kostet i.d.R. mehr Prämie bei der Gebäudeversicherung - nicht ganz ohne Grund...
    m.E.n. wiedermal ein pauschales Vorurteil ggü. Flachdächern - Julius, hast Du ein Flachdach am Wohngebäude? Oder woher
    nimmst Du diese Erkenntnis?

    welche Versicherung fragt denn nach der Dachentwässerung??? Meine (und das ist eine große, der man nachsagt teuer zu sein),
    hat sich nicht dafür interessiert, aber vlt. gibt es irgendwelche Internet-Billig-Versicherer, die auch das in der Frageliste haben
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  6. #5
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    Zitat Zitat von flashbyte Beitrag anzeigen
    Als Nachteil der innenliegenden Einläufe würde ich den Platzbedarf sehen. Die Rohre müssen halt irgendwo
    durch und dabei gibt es nicht nur das Platzproblem zu berücksichtigen --> Zugänglichkeit, Dämmung
    (Schwitzwasser + Geräusche). Wenn alles passt ist aber der große Vorteil, dass Du keine häßliche Dachrinne
    und keine Fallrohre an der Fassade hast

    Ich würde jederzeit wieder innenliegende nehmen!
    Platz wäre gegeben (tragende Wände)

    hmm,wenn ich die Rinnen an die Ost/Westseite lege, müsste ich dann auch beheizen? Ich frage mal bzw. was sind hier die Meinungen? Muss beheizt sein?
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  7. #6

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    also ich bewzweifle ja ob das was mit der Ausrichtung zu tun hat?? Ich mein, wenn es kalt ist, isses rings ums Haus kalt und nicht nur an der Nordseite!
    Aber vlt. meldet sich ja auch noch ein (Dach)Experte hier
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  8. #7
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    Platz wäre gegeben (tragende Wände)
    Pfui Deibel Rohrnennweite plus 60 mm Dämmung wollen vom Statiker abgesegnet werden.

    Aussenliegende Dachrinnenfallrohre auf der Nordsseite neigen stark zum vereisen, da oftmals auf der zu entwässernden Dachfläche Tauwasser z.B. durch Sonneneinstrahlung anfällt aber die Temperaturen noch im Frostbereich liegen ... friert das Tauwasser an den dünnwandigen Wandungen der Fallrohre fest.
    Irgendwann ist der Rohrquerschnitt *zu*

    Der Rat zur Beheizung aussenliegender Entwässerungsrohre (nicht blos des Entwässerers) ist ein guter ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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  9. #8
    Themenstarter

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    @Achim Kaiser: Sprich: wenn die Rohre auf Ost und West-Seite wären, dann brauch ich nicht beheizen? Wäre relativ einfach möglich

    @tragende Wände: Check ich mit Statiker
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  10. #9

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    @Achim
    da hätt ich gleich noch eine Frage an den Experten... ich suche noch ein Heizsystem für die Überläufe (eine kleinere Dachfläche wird bei mir über einen Überlauf auf das darunterliegende Dach entwässert und dieser war schonmal eingefroren). Was gibt es da, nach was müsste man suchen? Mein Eli wollte so ein Heizkabel verbauen, aber vlt. gibt es ja noch etwas anderes?
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  11. #10

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    Wir haben am Wintergarten auf der Südseite die Rinne und das Fallrohr, es friert im Winter zu...

    Nu ist eine Rinnenheizung drin...

    Soviel zum Thema muß man nur auf Nordseiten machen...
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    Moin,

    ich bin ganz klar für innenliegend. Begründung:

    Anders als beim geneigten Dach bringt es beim Flachdach erhebliche Probleme mit sich, wenn der Ablauf verstopft ist. Bei Entwässerungen durch die Attika gibt es immer wieder erhebliche Probleme damit. Vorgehängte Dachrinnen sind da schon besser, da sie im Fall des Zufrierens einfach überlaufen.

    Bei innenliegenden Entwässerungen besteht diese Gefahr nicht. Bei der richtigen Wahl der Fallrohrschellen gibt es auch keine Probleme mit einer Geräuschentwicklung. Das bei innenliegenden Entwässerungen die Versicherungsprämien steigen, ist nach meinem Kenntnisstand Mumpiz, denn Schäden an Regenfall-Leitungen sind ohnehin nur sehr selten versichert, da es sich weder um einen Wasserschaden im versicherungsrechtlichen Sinn handelt, noch um einen Elementarschaden. von daher kann das deem Versicherer wumpe sein.

    Punktuelle Entwässerungen nach außen bedürfen also einer Rinnen- oder Rohrbegleitheizung. Wir rechnen jeden Dübel bei einem WDVS als Wärmebrücke und hier verplempern wir die Energie aber sowas von unsinnig.

    Grüße

    si
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  13. #12

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    Zitat Zitat von stefan ibold Beitrag anzeigen
    Das bei innenliegenden Entwässerungen die Versicherungsprämien steigen, ist nach meinem Kenntnisstand Mumpiz, denn Schäden an Regenfall-Leitungen sind ohnehin nur sehr selten versichert, da es sich weder um einen Wasserschaden im versicherungsrechtlichen Sinn handelt, noch um einen Elementarschaden. von daher kann das deem Versicherer wumpe sein.
    Da wir innenliegende Fallrohre haben habe ich bei der Auswahl der Versicherungsbedingen auf den Passus geachtet. Bei vielen Versicherungen ist es so, dass Schäden an innenliegenden Fallrohren nicht in der Basisvariante, sondern in den umfangreicheren Versicherungspaketen (Komfort und wie sie alle heißen..) versichert sind. Also im Prinzip ist es schon etwas teurer, aber der durchgerechnete Anteil den die innenliegenden Fallrohre ausmachen ist sehr gering.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
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    Servus,
    stefan ibold: d.h. Du würdest zu Innenentwässerung tendieren? Muss wohl mal nen Grundriss einstellen, damit man das mal anhand dessen prüfen kann.
    Dass ich bei einem Flachdach wohl so 1-2x im Jahr raufmuss und mal Wartungsarbeiten machen muss (eben mal so ein Rohr freilegen), damit rechne ich zumindest.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
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    Beide Aussagen kann ich nicht bestätigen - bei mittlerweile mehreren ha so geplanter Dachflächen
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