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  1. #1

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    Fassade & nasse Wände / wann mit der Fassade beginnen?

    Hallo zusammen!

    Ich würde dringend euren Rat benötigen. Wir hatten Anfang Mai Baubeginn unseres belagsfertigen Einfamiliehnwohnhauses. Anfang September haben wir den Estrich bekommen und nächste Woche starten wir mit dem Ausheizprogramm. Da wir während der ganzen Bauzeit immer sehr viel Regenfälle hatten, sind die Wände (innen und aussen) nach wie vor sichtlich nass. Die Baufirma hat uns informiert, dass Ende September bzw. Anfang Oktober bereits mit den Fassadenarbeiten begonnen wird, was mir etwas komisch vorkommt. Wir haben einen 25er Ziegel.

    Folgendes haben wir in unserem LV:
    „Wärmedämmverbundsystem mit Fassadendämmplatten 20 cm mit Klebespachtel
    geklebt, sowie der Einbettung eines vollflächigen Gewebes, Schlussbeschichtung mit
    Strukturputz 2 mm stark in weiß oder max. 3 Pastelltöne lt. Bemusterung, einschließlich aller erforderlichen Gerüst- und Abdeckarbeiten.“

    Ich kann mir nicht vorstellen, auch wenn wir jetzt dann mit der Ausheizphase des Estrichs beginnen, dass die Wände in wenigen Wochen vollständig trocknen werden. Kann die Fassade trotzdem errichtet werden oder sollten wir zuwarten – womöglich die Fassade überhaupt erst im Frühjahr machen und eben einen Winter lagen erhöhte Heizkosten in Kauf nehmen?

    Vielen Dank im voraus für euren Rat.

    lg, Miles
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  2. Fassade & nasse Wände / wann mit der Fassade beginnen?

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  3. #2

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    Was verstehst Du unter "sichtlich nass" ?
    Werden die Wände innen verputzt?

    Ich würde das Mauerwerk nicht ungeschützt überwintern, auch wenn das früher einmal die Regel war. Bis das Haus richtig "trocken" ist können sowieso Jahre vergehen. Da wäre mir der Schutz der Fassade wichtiger. Zudem diffundiert Feuchtigkeit nicht nur nach aussen, zumindest so lange die Innenseite nicht absolut diffusionsdicht ist.

    Ohne WDVS würde die Wand zwar etwas schneller austrocknen, doch durch Regen und Schnee im Winter käme auch wieder Feuchtigkeit hinzu. Durch die niedrige Oberflächentemperatur an der Außenseite, trotz Heizen der Räume, wäre es zudem denkbar, dass Schäden auftreten.

    In meinen Augen gibt es keinen Grund warum man das WDVS nicht jetzt schon anbringen sollte. Wasserdampf diffundiert auch durch das WDVS hindurch, wenn auch nicht so schnell wie bei einer Wand ohne WDVS. Wenn natürlich das Wasser aus den Ziegeln tropft, dann sieht es etwas anders aus. Dann müsste man andere Maßnahmen ergreifen damit das Trocknen nicht zu lange dauert.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo.

    Innenwände sind verputzt und darauf erkennt man an manchen Stellen mit freiem Auge noch, dass hier Feuchtigkeit im Spiel ist. Auch aussen am Ziegel sieht und fühlt man die Nässe. Du würdst es also nicht als kritisch und riskant erachten, noch heuer, als ca. 1 monat nach dem estrich einbringen mit der fassade beginnen?

    lg, Miles
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  5. #4

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    Der Estrich ist nicht das Problem. Dessen Feuchtigkeit sollte normalerweise durch Lüften "entsorgt" werden.

    Wenn der Ziegel außen nass ist, warum sollte er über den Herbst (Regen) und Winter (Schnee, Eis) trocknen? Natürlich hat man im Winter draussen meist eine trockene Luft, aber dafür hat man bis dahin auch viele Tage an denen es heftig regnen kann. Der Schnee wird sich auch nicht davon abhalten lassen an der Außenwand zu schmelzen.

    Ob die Feuchtigkeit im Mauerwerk ein verputzen bzw. WDVS zulässt, müssten die Verputzer entscheiden. Ist das Mauerwerk extrem nass, dann wäre eine ungeschützte Fassade bei sehr niedrigen Außentemperaturen erst Recht gefährdet.

    Gruß
    Ralf
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