Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 24
  1. #1

    Registriert seit
    09.2012
    Ort
    Ravensburg
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    2

    Falscher Meterriss/Fussbodenaufbau incl. Estrich zu hoch

    Hallo Forumsmitglieder,

    Ich bitte um Meinungen und Handlungsempfehlungen zu folgender Sachlage

    Bei meinem Bauvorhaben wurde ein Fussbodenaufbau von 155 mm ausgeschrieben und nach VOB beauftragt. Der bauleitende Architekt hat sich beim Meterris an einem bodentiefen Fensterelement orientiert und diesen so anzeichnen lassen. Nach Einbau des Estrichs habe ich jetzt einen Fussbodenaufbau von 190 mm. Es stellte sich heraus, das das Fensterelement 35 mm zu hoch eingebaut war und dies vom Architekt nicht bemerkt worden ist.
    Der Estrichleger hat jetzt seine Rechnung über die tatsächlich erbrachten Leistungen gestellt, der Architekt hat diese per Teilzahlungsfreigabe zur Bezahlung freigegeben.
    Ich habe jetzt Mehrkosten durch den erhoehten Fussbodenaufbau und durch eine zusaetzliche Abnahme von Türstürzen. Diese Mehrkosten bin ich nicht bereit zu tragen
    Der Architekt unternimmt nichts. Was sollte ich tun ?

    Vielen Dank für Eure Einschätzungen

    Ein gestresster Bauherr
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Falscher Meterriss/Fussbodenaufbau incl. Estrich zu hoch

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Gelting
    Beruf
    Maschinenbauer
    Beiträge
    182
    Andere Frage:

    Ist nur diese eine Fenster zu hoch gewesen oder alle bodentiefen Fenster und Türen?
    Soll heißen passt der Estrich wenigstens oder gehen die anderen auf richtiger Höhe gesetzten Elemente noch auf.

    Besser wäre gewesen im unterbau (Dämmung und Trittschall) bewusst das Höhenthema zu kompensieren.
    Estrich darf nämlich nicht beliebeig dick werden, Stichwort x mal Größtkorn.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Avatar von coroner
    Registriert seit
    12.2009
    Ort
    Ulm/Deutschland
    Beruf
    IT Consultant
    Benutzertitelzusatz
    Baulaie
    Beiträge
    1,908
    Hilft dir jetzt auch nicht weiter...
    aber was ist eigentlich mit den jetzt fehlenden 35mm Raumhöhe?

    Und wie kann man Fenster eigentlich zu hoch einbauen... Was befindet sich denn
    über den Fenstern? Sind die jetzt dafür kleiner als bestellt?

    Das ganze zieht sich ja auch noch weiter... der dickere Estrich trocknet länger, Verzögerungen
    technische Trocknung und ihre Kosten usw.

    -c
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    01.2009
    Ort
    NRW
    Beruf
    kfm. Angestellte
    Beiträge
    857
    Zitat Zitat von coroner Beitrag anzeigen
    Hilft dir jetzt auch nicht weiter...
    aber was ist eigentlich mit den jetzt fehlenden 35mm Raumhöhe?

    -c

    Nicht nur die Raumhöhe, was ist mit den Türen? Passen jetzt noch Standardmaße oder braucht ihr Sonderanfertigungen? Die werden richtig teuer...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Avatar von coroner
    Registriert seit
    12.2009
    Ort
    Ulm/Deutschland
    Beruf
    IT Consultant
    Benutzertitelzusatz
    Baulaie
    Beiträge
    1,908
    ...auf dem Klo sitzt man jetzt vermutlich auch 3,5cm "tiefer"...
    ...passt die Küchenarbeitsplatte noch unter die Fenster-Laibungen, bzw. gefallen die "flacheren Sockel" ?
    ...ist die Haustüre schon bestellt?
    ...sind elektr. Installationszonen ggf. davon tangiert?
    ...uiuiui... wer bietet mehr?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Lebski
    Gast
    Zitat Zitat von rascrascrasc Beitrag anzeigen
    Der Architekt unternimmt nichts. Was sollte ich tun ?
    Dem Archiketkten den Mangel anzeigen. Am besten mit Hilfe eines Bau-RA. Der Estrichleger kann ja wohl nix dafür.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Es ist schon SEHR merkwürdig, dass der Meterriss VON einem Fenster genommen wird.

    Normal läuft es so:
    Es gibt einen Bezugspunkt, auf den sich ALLE Maße beziehen. Gullydeckel, Gosse an der Grundstücksecke, NN, ..... Was das ist, hängt an den örtlichen Gegebenheiten.
    Nach diesem Bezugspunkt wird die Sohle/EG-Decke erstellt.
    Diese wird schon mal zum Bezugspunkt hin geprüft!
    Wenn dann der Maurer seine Wände hoch genug hat, wird (min.) ein Meterriss angebracht.
    Dieser wäre wieder zu kontrollieren!
    Nach diesem M-Riss haben sich ALLE folgenden Gewerke zu richten! Der ist daher so anzubringen, dass er nicht z.B. unterm Putz verschwindet.

    Alle Kontrollen der Höhenlagen sind Sache des Bauleiters!

    Hier wäre jetzt zunächst zu klären, was passiert ist! Ist die Sohle/Decke 3,5 cm zu tief - dann hätte der Fb ja "richtig" eingebaut!
    Oder hat der Fb 3,5 cm zu hoch eingebaut. Dann wäre die nächste Frage - warum? Stürze zu hoch, Fenster zu klein, beides?

    Egal warum - der BL hätte es bemerken müssen.
    ABER - der Estrichleger hätte nicht einfach dickeren Aufbau verbauen dürfen, sondern hätte auf die Mängel des/der Vorgewerks/-e hinweisen müssen und eine Entscheidung erbitten müssen.

    Denn es hätte allen, die da Fehler gemacht haben (BU?/Fb?/Bauleiter) die Gelegenheit gegeben werden müssen, sich zu entscheiden, diesen Fehler zu beheben oder die Mehrkosten ganz/anteilig zu tragen!

    Das alles müsste der Kollege wissen!

    Was ist klar?? Einzig, dass der Bauherr hier nach dem Stand der Beschreibung keinen Fehler gemacht hat, also aus allen Folgekosten raus ist!
    Wer sich aber den Reigen der nun auflaufenden Kosten teilen darf, dürfte sehr spannend werden.
    Ich würde sagen, Fb oder BU, Bauleiter und Estrichleger teilen sich das zu gleichen Teilen!
    Das mag zar nicht juristisch genau und korrekt sein, aber eine juristische Auseinandersetzung um die Anteile kostet jeden der 3 mehr als der gesamte Schaden!
    Denn mit weisser Weste kommt da nur der Fb ODER der BU raus (Es sei denn, der Fb hätte schon das Aufmaß nach dem falschen m-Riss gemacht).

    Das der Kollege die Rechnung einfach so durchwinkt - geht mal gar nicht!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Der Estrichleger kann ja wohl nix dafür.
    Doch kann er - er hätte wg. der grösseren Aufbauhöhe Bedenken anmelden MÜSSEN.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    02.2010
    Ort
    Rösrath, NRW
    Beruf
    Vermessungstechniker
    Beiträge
    658
    Guten Morgen!

    Kommt doch drauf an, wie er beauftragt worden ist - oder nicht?
    Hatte er überhaupt einen Schnitt und konnte dort den ürsprünglich geplanten Fußbodenaufbau erkennen?

    Oder hieß es schlicht: "Dort ist der Meterriss - mach hinne ..."

    Im ersten Fall hätte er Bedenken anmelden müssen - im Zweiten ja wohl kaum.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    @ oberh:
    Zitat Zitat von rascrascrasc Beitrag anzeigen
    Bei meinem Bauvorhaben wurde ein Fussbodenaufbau von 155 mm ausgeschrieben ....... habe ich jetzt einen Fussbodenaufbau von 190 mm.
    Der wusste also vorher von 155 mm und hat einen Aufbau von 190 mm einbauen müssen - nach Meterriss!
    Er hätte also sofort erkennen müssen, dass eine Diskrepanz zwischen Soll (155mm) und Ist (190 mm) vorhanden ist und entsprechend reagieren müssen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,470
    Den Estrichleger möchte ich sehen der Bedenken anmeldet wenn der Herr Archi *vor Ort festlegt* und bestimmt *so solls sein*. Da wird höchstens ein Nachtragsangebot nachgereicht über die geänderte Ausführung .... wobei die paar Taler Abweichung meistens schon auf der Baustelle zugesagt und abgesegnet werden ....

    Hier gibts genau einen der ins Klosett gegriffen hat was die Ausführung angeht ....

    Der Meterriss glänzt bei 100 Baustellen ganz sicher bei 98,... % durch Abwesenheit.
    Die *Ausnahmen* können dann den Handwerkern die Ohren lang ziehen ....
    der Rest betreibt *wischiwaschi* ....

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Achim - ich hab das selber schon erlebt (und nein - es war nicht Berni).

    Ausserdem war ja hier eindeutig ein Meterriss da, auch wenn dessen Zustandekommen sicher mehr als "ungewöhnlich" ist!

    Irgendwoher muss ja auch das Material für die 35 mm mehr Aufbau gekommen sein. Klar haben die Estricher immer etwas mehr Kies vor Ort als sie brauchen, aber nicht für 35 mm in einem ganzen EFH!
    Dito bei Dämmaterial.

    Da muss also entweder vorher einer nachgemessen und entsprechend bestellt oder zumindest nachbestellt haben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,470
    Ralf,

    wenn eine Besprechung und Festlegung *vor Ort* erfolgt, dann wird da keiner Zweifel äussern.
    Das Material wird entsprechend bestellt und ab gehts ....

    Der - in der Regel nicht vorhandene - Meterriss ist sowieso immer ein Elendsthema.

    Der bauleitende Architekt hat sich beim Meterris an einem bodentiefen Fensterelement orientiert und diesen so anzeichnen lassen.
    Ich seh hier deinen Berufskollegen klar in der Pflicht.
    Es dürfte also KEINEN Meterriss gegeben haben.
    Vielleicht gabs ja auch Ebenheitstolleranzen ....

    Dem Estrichleger allerdings noch ne Bedenkenanzeige abringen zu wollen für vor Ort festgelegten Maßgaben .... grenzwertig ... hat eher was vom St. Floriansprinzip.

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Achim - wenn Skt Floriansprinzip, dann für den Estricher! Auf das dessen Geldbörse nicht brennt, sondern nur die der anderen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Baufuchs
    Gast
    Kanns dem Bauherren nicht egal sein?

    Der zieht die Mehrkosten dem Architekten von der Rechnung ab.
    Wenn Architekt meint, Estrichleger habe wg. fehlender Bedenkenanmeldung Mitschuld, soll er sich den entsprechenden Anteil von dem zurückholen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen