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Dachausstiege im gedämmten Spitzboden

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  1. #1

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    Dachausstiege im gedämmten Spitzboden

    Habe 2011 das Dach eines ca. 30 Jahre alten Mehrfamilienhauses saniert: Dämmung mit a) 14 cm Mineralfaserfilzmatten zwischen den Sparren und b) Aufsparrendämmsystem (50 mm PU-Hartschaumplatten), darauf Konterlattung und Lattung. Der Empfehlung des Dachdeckers folgend wurde nun auch der bislang ungedämmte Spitzboden über der Dachgeschoßwohnung bis zum First gedämmt und es wurden dort 2 Dachausstiege ROTO WDA 215 K alpine eingebaut. Die alte Mineralfaser-Wärmedämmung der zwischen Dachgeschoßwohnung und Spitzboden wurde beibehalten, der Spitzboden mit OSB-Platten ausgelegt.

    Nach Abnahme fiel mir auf, dass die beiden Dachausstiege a) nur für ungedämmte Dächer vorgesehen sind und dass sie b) so montiert wurden, dass sie ringsum von einem offenen Spalt der Dicke Lattung + Konterlattung umgeben sind. Durch diesen hat die Hinterlüftung des Daches ungehinderten Zutritt zum Spitzbodenraum und stellt eine gewisse "Zwangslüftung" dar (vgl. Foto).

    Ein Fachgutachter teilte mir hierzu mit, dass - abgesehen vom offensichtlich falsch gewählten Dachausstieg - der Luftspalt um die Dachausstiege einen Mangel darstelle, weil ein bis zum First gedämmter Dachraum gemäß DIN 4108 Teil 7 mit Beiblatt 2 vollständig luftdicht ausgeführt sein müsse. Ein anderer Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass außer dem durch den Luftspalt verursachten Wärmeverlust (bei einer Aussentemperatur von -12 °C betrug die Temperatur im Spitzboden ca. + 12 °C) "nichts Schlimmes" passiere, ein Austausch der Dachausstiege z.B. gegen besser gedämmte und korrekt (ohne Luftspalt) angeschlossene Wohndachfenster aber zu empfehlen sei.

    Ich frage ich mich nun, ob dies nicht neue Probleme schafft: Ein Eindringen von Wasserdampf in den dichten Spitzboden über die alte Einschubtreppe, möglicherweise auch über die Decke der Dachgeschoßwohnung (Gipskarton), kann m.E. nicht ausgeschlossen werden und es gibt zahlreiche Hinweise auf die Notwendigkeit des Lüftens von gedämmten Räumen (vgl. auch Beiträge von Schnukine und ecco 2005 im Forum Neubau/Dach). Könnte es daher nicht ratsam sein, den Wärmeverlust infolge "Zwangslüftung" hinzunehmen, um die Gefahr der Schimmelbildung im Spitzboden zu verkleinern? Gibt es Erfahrungen hierzu?
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  2. Dachausstiege im gedämmten Spitzboden

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  3. #2

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    Wenn rund um den Dachausstieg ein Spalt vorhanden ist, dann besteht ja weder eine Wind- noch eine Luftdichtheit. Somit nicht korrekt. Wärmeverlust ist die eine Seite, Schäden durch feuchte Dämmung die schlimmere.
    Wäre der nicht gedämmte Dachausstieg ordnungsgemäß eingebaut worden, hättest Du wohl das Problem, daß sich an der Scheibe ordentlich Wasser bildet, welches dann ständig am Abtropfen ist.
    Am besten das Ding wieder raus und gegen einn gedämmten Ausstieg tauschen und natürlich darauf achten, daß dieser dann korrekt eingebaut wird.

    Gruß
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  4. #3
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    Auch ich gehe davon aus, dass der derzeitige Zustand nicht korrekt ist. Allerdings frage ich mich, ob nach fachgerechtem Einbau eines gedämmten Ausstiegs tatsächlich eine flächendeckend luftdichte Dampfsperre des Spitzbodens vorliegt. Die Klebestreifentechnik an Durchführungen wie Dunstrohre/Antennenmast macht zumindest auf lange Sicht keinen vertrauenswürdigen Eindruck auf mich. Feuchte, die über die Einschubtreppe usw. in den Spitzboden gelangt, kann dann eben auch in die Dämmung gelangen. Blower-Door-Test? Was macht man, wenn der unbefriedigend ausfällt? Es gibt ja Stimmen, die bei gedämmte Spitzböden über den Einbau einer mechanischen, von e. Feuchtesensor gesteuerten Lüftung nachdenken. Manuelles Lüften über die Dachausstiege entfällt hier, da dies den Mietern nicht zumutbar ist. Im Übrigen denke ich, dass Außenluft, die über den Spalt in den Spitzboden gelangt, i.d. Regel eher erwärmt als abgekühlt wird, so dass - abgesehen von der ungedämmten Fensterfläche des Ausstiegs - wenig Kondensation stattfinden sollte. Anbei noch das bereits erwähnte Foto des Ausstiegs.Name:  Dach Februar 2012 010 irfan.jpg
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