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Frage an die Sanilöter

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  1. #1

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    Frage an die Sanilöter

    Folgende Situation: Mehrfamilienhaus Bj. ca. 1973, einbau einer neuen Dusche, im 1.OG, vor ca. 2 Jahren, m.E. Baumarktware und vom Vermieter selbst eingebaut,
    nun reklamiert der Mieter seit längerem den extrem langsamen Wasserablauf, Rohrreinigungsmittel hätten auch nicht geholfen, jetzt erklärte der jetzige Eigentümer, dass das "Abflussrohr" bis zur Wand nur Daumendick sei........
    Dass das nicht normal wäre, weiss ich selber, aber ist das zulässig?

    Grüße
    Gipser
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  2. Frage an die Sanilöter

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  3. #2

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    bis zur Wand nur Daumendick sei...
    hallo
    hab meinen daumen gemessen 2,3 cm gibt´s nicht in ht-rohr

    gruss aus de pfalz
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  4. #3
    Themenstarter

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    tja gunther, das ist ein pfälzer Daumen, mein bayrischer hat nur 2,1 cm
    ich vermute, wenn das denn stimmen sollte, dass es sich um einen Schlauch, ähnl. dem des Brausenkopfes handelt
    trotzdem bringt mich dein Daumen mit der Zulässigkeit nicht weiter....
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  5. #4

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    Vielleicht hat er einen Abflußschlauch vom Geschirrspüler oder Waschmaschine ran gemurkst.Die haben so ungefähr Daumendicke.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    Dass das nicht normal wäre, weiss ich selber, aber ist das zulässig?
    Suche mal nach DIN EN12057 und DIN1986, ich müsste jetzt auch nachschauen ob die noch aktuell ist. So was braucht man ja nicht täglich.

    Die Frage ist, was versteht der unter "daumendick"? Bei einer Dusche wäre DN50 schon einmal ein Richtwert an dem man sich orientieren könnte. Ich vermute mal, es handelt sich um ein Modell Standard 08/15.

    Funktioniert so ein Ablauf nicht richtig, dann liegt es aber selten am Durchmesser der Leitung, sondern meist an Installationsfehlern (Geruchsverschluss, Stranglänge, Belüftung, usw.). Manche Bastler sind da ziemlich kreativ wenn es um´s Verlegen von solchen Leitungen geht.

    Tja, und dann wäre noch zu klären, was versteht der unter "extrem langsam".

    Es wäre also schon denkbar, dass hier ein Fehler vorliegt, aber ohne Details kann man nur raten.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    Dass das nicht normal wäre, weiss ich selber, aber ist das zulässig?
    Solche Fragestellungen kenne ich auch aus meinem Themenbereich. Da baut irgendjemand was, worüber jeder Fachmann den Kopf schüttelt und es als Pfusch deklariert.
    Wenn man aber sucht, findet man nichts Geschriebenes, wo Materialien/Ausführungen vorgeschrieben sind.
    Die Statiker kennen den Nachweis der "Gebrauchstauglichkeit". Ähnlich gehe ich es an: Ist es denn gebrauchstauglich? Ist langfristig zuverlässige Funktion gewährleistet oder tritt eine Fehlfunktion/ein Schaden auf, wenn mal etwas extremere Bedingungen (die aber durchaus noch üblich sind) eintreten?

    Beispiel aus der Zunft des Gipsers: da hatte tatsächlich jemand mal an einer Dampfbremsfolie eines zwar gedämmten, aber sonst nicht ausgebauten Dachs die Lagesicherung der Folie (damit diese und die Dämmung nicht runterfällt) mit schmalen, ca. 5cm breiten Blechstreifen gemacht und mit Blechschrauben befestigt. Weil der ausführende Handwerker Metallbauer (!) war. Schön scharfkantig seitlich und vor allem die Enden. Ich habe begründet, dass dies nicht fachgerecht sei, weil bei unvermeidlichen Bewegungen (z.B. durch Druckdifferenzen, Windeinwirkung, Bauteilbewegungen etc.) mit der Beschädigung der Folie gerechnet werden muss...
    (zusätzlich war in Teilbereichen sogar die Verpackungsfolie der Dämmung in die Dampfbremse eingearbeitet...)

    p.s. mein Daumen ist 2,6cm breit ;-)
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  8. #7
    Themenstarter

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    mal vorweg, ich habe das nicht eingebaut, möchte das Haus erwerben und habe mit den jetzigen Mietern gesprochen um mir ein Bild von den evtl. Mängel zu machen, vor allem von den Kosten....

    der betreffende Mieter erklärte, dass die Wanne sich beim Duschen füllt, Höhe der Wanne ca. 2 - 3 cm und das Wasser selbst nach dem Abtrocknen seines Alabasterkörper noch immer nicht komplett abgelaufen sei, ich kenne das anders, deshalb die Frage....

    ob das gebrauchstauglich ist, wage ich zu bezweifeln,

    Installationsfehlern (Geruchsverschluss, Stranglänge, Belüftung,
    der Hinweis ist allerdings sehr gut, da auch zeitweise unangenehme Gerüche vorhanden sind
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    .... dass die Wanne sich beim Duschen füllt, Höhe der Wanne ca. 2 - 3 cm und das Wasser selbst nach dem Abtrocknen seines Alabasterkörper noch immer nicht komplett abgelaufen sei, ....
    Das ist definitiv nicht "normal".

    Wenn hier eine Duschtasse mit sehr niedrigem Aufbau verbaut wurde, dann wird´s interessant. Vielleicht wurde trotz unzureichender Aufbauhöhe doch irgendwie versucht so eine Wanne zu realisieren. Dann kommt vielleicht zu einer mangelhaften Rohrdimensionierung auch noch eine mangelhafte Verlegung (Gefälle?) hinzu.

    Aus der Ferne ist das schwer zu beurteilen. Im schlimmsten Fall darfst Du das ganze Zeug ausbauen, und dann alles noch einmal neu.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
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    mangelhaften Rohrdimensionierung auch noch eine mangelhafte Verlegung
    ja, das wäre möglich...
    naja, mal sehen was noch so alles angesprochen wird
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  11. #10

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    wir könnten jetzt noch warten, bis ein zimmermann die breite seines linken daumen hier einstellt. das nützt aber auch nix. das rohr muss mindestens nw 50 haben. bei alle anderen nennweiten darunter - wie hier ein gartenschlauch - reichen 3 haare und das wasser fliesst langsamer ab. wie wäre es mit einer mängelanzeige an den errichter? begründung: anerkannte regeln der technik ausser acht gelassen.
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  12. #11

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    Das Problem ist doch, dass wir noch gar nicht wissen, was für ein Rohr wirklich verbaut wurde.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Themenstarter

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    und ich vermute, dass der Errichter der Noch Besitzer ist.....
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    und ich vermute, dass der Errichter der Noch Besitzer ist.....
    Na, dann soll er halt mal Infos rüberwachsen lassen.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    das macht er ja nur sehr ungern, sonst könnte man ja auf Rückbau bestehen....
    aber ich wart mal ab was noch für Beanstandungen der Mieter auftauchen
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  17. #15

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    Dann ist´s ganz einfach. Für alle Punkte für die er keine Erklärung liefern kann, gleich mal einen Abzug ansetzen der eine komplette Sanierung abdeckt. Mal schauen ob er dann nicht kooperativer wird. Stehen natürlich die Kaufinteressenten Schlange, dann kannst Du nur schwer verhandeln. Dann würde ich von einem Kauf Abstand nehmen.

    Gruß
    Ralf
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