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  1. #1

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    Geräusche bei Trapezproil Blechdach

    Hallo Experten,

    ich habe im letzten Jahr mein Garagendach in Eigenleistung mit Trapezprofilblechen erneuert. Ich war damit so zufreiden, dass ich mir das gleichen Material für unser Pultdach im Neubau ausgesucht habe. Diese Arbeiten wurden von Fachfirmen ausgeführt.

    Leider haben wir jetzt störende Knack und Knallgeräusche die man bis in das EG hört. Ein Termin mit Schreiner, Spengler und Architekt brachte keine Lösung. Im nächsten Schritt wollen wir den Außendienst des Herstellers kontaktieren.

    Grundsätzlich ist mir klar das sich Metall ausdehnt und diese Geräusch verursacht. Ich verstehe nicht, warum das nicht lansam passiert. Es werden Spannungen aufgebaut, die sich in lauten Geräuschen entladen. Das Garagendach mit ähnlichen Aufbau macht keine Geräusche.


    Hier im Vergleich die beiden Dachaufbauten:


    Garage(Pultdach):

    -Aufbau: Sparren + Konterlattung + Blech
    -Blech mit Profil 22-214 0,7 mmm Stahl mit Antikondensbeschichtung
    -Dachflsche 4 x 8 m
    -Befestigung in der Tiefsicke


    EFH(Pultdach)

    -Aufbau: OSB Platte + Sparren + Lattung + Konterlattung + Blech
    -Blech mit Profil 40-100 0,7 mmm Stahl mit Antikondensbeschichtung
    -Dachfläche 13 x 9 m
    -Befestigung mit Kalotten in der Hochsicke


    Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen oder Lösungsansätze?
    Sind Trapezprofilbleche nicht für EFH geeignet?

    Viele Grüße
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  2. Geräusche bei Trapezproil Blechdach

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  3. #2

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    Hallo poliklinikum,

    Befestigung (bei Garage) in der Tiefsicke bedeutet Befestigung im Wasserlauf!
    Du kannst Dir schon vorstellen, was da auf Dich zukommt?

    Zu Deinem eigentlichen Problem.
    Sind die Trapezbleche nun 9 m oder 13 m lang?
    Was die Expansion und Kontraktion der Bleche anbelangt macht dies natürlich schon einen Unterschied.

    Die Kalotten im Obergurt der Bleche wirken wie Festhafte. Wenn die Dehnkräfte der Bleche die Haftkräfte der Kalotten übersteigen, dann kommt es zum "Knallen". Was sonst (bei Blechdächern) langsam und permanent möglich ist (durch Schiebehafte) wurde hier unterbunden.

    Mein Rat:
    Hol gleich einen Techniker vom Hersteller der Trapezbleche. Die anderen, von Dir angesprochenen, sind hier (ohne diesen zu nahe treten zu wollen) überfordert.

    Mein Lösungsansatz:
    Festhaftbereich schaffen (möglichst in der Mitte der Trapezblechlängen) ca. 2 bis 3 m
    Ober- und unterhalb des Festhaftbereiches, ein Gleiten der Trapezbleche ermöglichen über spez. Haften/Kalotten oder einfach auch weniger Anpreßdruck auf die Kalotten. (Evtl. Bohrlöcher vergrößern)
    Die Ausführung einer solchen Aktion sollte im Frühjahr/Herbst liegen, so daß die max. Expansion der max. Kontraktion entspricht.

    Was Probleme machen könnte sind die vorhandenen Bohrungen im Trapezblech, welche sich nicht unendlich mitdehnen, ohne daß das Befestigungsmittel im Bohrloch reibt.

    Aber ohne Ortstermin mit einem Profi wirst Du hier auf gar keinen Fall weiterkommen.

    mfg
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  4. #3

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    Nachtrag

    Welche Dachneigung??

    Keinen "normalen" Außendienstler des Herstellers akzeptieren. (Verfügen i.d.R. nicht über die notwendigen Kenntnisse)
    Du braucht einen Techniker, der über die entsprechende Berufserfahrung verfügt und möglichst auch eine entsprechende Ausbildung hat.

    mfg
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Biber53 Beitrag anzeigen
    Befestigung (bei Garage) in der Tiefsicke bedeutet Befestigung im Wasserlauf!
    Wird von einigen Herstellern gefordert. Die Scherkräfte an den Schrauben entfallen beinahe gänzlich. Machen wir bei entsprechenden Elementen seit mind. 10Jahren so (und bieten auch nur noch diese an) und haben keinerlei Reklamationen (weder Wasser noch knacken). Ebenso bei Sandwichelementen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von MUMay Beitrag anzeigen
    Wird von einigen Herstellern gefordert. Die Scherkräfte an den Schrauben entfallen beinahe gänzlich. Machen wir bei entsprechenden Elementen seit mind. 10Jahren so (und bieten auch nur noch diese an) und haben keinerlei Reklamationen (weder Wasser noch knacken). Ebenso bei Sandwichelementen.
    Okay, ich nehms zur Kenntnis.
    Kannst Du mir den Hersteller mal posten,
    Würd mich gern informieren.

    mfg
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  7. #6

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    Die Scherkräfte an den Schrauben entfallen beinahe gänzlich.
    hallo
    das musste mir mal genauer erklären, nur weil du auf der tiefsicke befestigst entfallen die scherkräfte. die scherkräfte entstehen doch durch wärmedehnung und wenn das blech sich dehnt entstehen scherkräfte an den schrauben.
    bei sandwichelementen hast im prinzip nix ausser der schraubenlänge geändert.

    gruss aus de pfalz
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  8. #7

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    Hallo gunther,

    die Scherkräfte können natürlich auf gar keinen Fall verschwinden. Das einzige was sich ändert ist die Länge des Befestigungsmittels.
    Und da die Schrauben "nur" über den Anpreßdruck der Dichtungen das Regenwasser abhalten, müßten die Knackgeräusche (gleiche Längen vorausgesetzt) eher größer sein. Da der Anpreßdruck der Kalotte im Obergurt in erster Linie das Abheben der Bleche verhindert.

    mfg
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  9. #8

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    ...Metall ausdehnt und diese Geräusche verursacht. Ich verstehe nicht, warum das nicht langsam passiert.
    Hallo Poliklinikum
    Vom Prinzip her ist es ähnlich wie früher bei den Knackfröschen. Man drückt den Blechstreifen langsam in den "Frosch" und plötzlich knackt es.
    Nur dass eben hier die Temperatur die Bewegungen im Blech verursacht

    Gruß Holger
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  10. #9

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    Übrigens fordert die Fachregel des ZVDH, bei Befestigung im Untergurt eine regelmäßige Überprüfung.

    Mich interessieren mehr, Anpreßdruck der Befestigungsmittel, muß nachgespannt werden, ist es neigungsabhängig

    mfg
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  11. #10
    Avatar von Flocke
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    Wir befestigen die Trapezbleche auch immer in der Tiefsicke. Dies ist bisher von jedem Hersteller auch so gefordert gewesen, einzige Ausnahme sind die Lichtplatten aus Kunststoff.
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  12. #11

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    Die Befestigung kann grundsätzlich auf Stahl-, Betonkonstruktion (mit HTU-Schiene),
    Holzleimbinder und auf sonstigen Holzkonstruktionen erfolgen, wobei die Befestigung
    wahlweise durch den Unter- oder Obergurt erfolgen kann. Bei der Befestigung auf Holz
    ist ausschließlich eine Obergurtbefestigung vorzusehen. Dabei muss unbedingt entsprechend
    der Vorgabe des Schraubenherstellers vorgebohrt werden.
    Das Ende des Fugenspaltes (Traufseits) ist durch ein quer eingelegtes Dichtband 10 x 30
    zu verschließen (Bild 14).
    hallo hab mal was von hoesch eingestellt

    gruss aus de pfalz
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  13. #12
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    Die Trapezbleche sind 9 m lang. Dachneigung ist 5°.

    Meines Wissens sind die Kalotten an der Unterseite noch mit Gummie behaftet. Wir verwenden Maas-Bemo Bleche. Hier ist die Befestigung in der Hoch und Tiefsicke möglich.

    Wie komme ich den an den entsprechenden Techniker/Sachverständiger?
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  14. #13

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    ich fürchte, dass durch das trocknen von holz spannungen auftreten und das ganze sich schlagartig entspannt, dann knackt es. da kann ich noch soviel schrauben mit wasweissich alles drum und dran verwenden. das holz arbeitet. trapezbleche gehören auf eine metallunterkonstruktion, die das gleiche verhaltensmuster hat, wie die trapezbleche und da sind die thermischen spannungen noch problematisch genug. wo liegt denn die wärmedämmung bei dem dachaufbau?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    wo liegt denn die wärmedämmung bei dem dachaufbau?
    Sorry das hatte ich ganz vergessen. Zwischensparrendämmung 20 cm Mineralwolle und dann kommt noch 40er Steicoplatten auf den Sparren.
    Es handelt sich um KVH. Vom Geräusch ist es auf alle das Blech.


    Ich finde den Ansatz Hoch und Tiefsicke zum befestigen interessant. Bin aber immer davon aus gegangen, dass weniger Schrauben und die Befestigung an der Hochsicke mehr Bewegungsraum lassen. Bei der Garage ist es genau umgekehrt, hier gibt es überdurchschnittlich viele Befestigungen. Der Laie geht halt auf Nummer sicher
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  17. #15

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    Wenn es Spannungen sind, die sich "entladen", dann muss das Blech irgendwo klemmen.

    Es müsste ja analog zu Blechscharendächern Los- und Fest"hafte" geben. Wie oben schon geschrieben sinnigerweise in der Mitte die Fest"hafte", um die Ausdehnung gering zu halten.

    Kann es sein, dass ein simpler Trennstreifen das Bewegen der Bleche auf den Steico-Platten erleichtern würde?
    Z.B. sowas
    http://www.kloeber-home.de/de/downlo...rmo_sec_sk.pdf
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