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  1. #1

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    Laminat wurde verlegt: auf 2,50m nun Unebenheiten von ca. 6mm - ist das noch ok?

    Hallo,

    nun wurde durch den Bauträger Laminat verlegt - in 3 Räumen. Dabei sieht man an den Randleisten, dass diese ca. alle 1m fest aufliegen, danach senkt sich das Laminat wieder und hat wieder ca. 5-6mm Luft zur Sockelleiste in 1m Breite....dann liegt die Leiste wieder direkt auf für 1m... Das zieht sich entlang der Wände.

    Mit dem Richtscheit gemessen dürften es ca. 6mm Unterschied auf 2,50m sein - laut der DIN 18202 ("Toleranzen im Hochbau: Bauwerke ") darf der Estrich sogar 7mm auf 2,50m haben - der Estrich sollte daher wohl noch immer der DIN-Norm entsprechen... :-(

    Mich ärgert nur, dass man das jetzt an den Sockelleisten des Laminats so deutlich sieht - der Boden wirkt dadurch völlig schief und uneben :-( Dazu noch Gehrungen mit richtig fetten Strichen (hätte man auch mal entfernen können) und Sockelleisten die auf 2m Breite 2 mal geschnitten wurden... das wirkt alles richtig billig :-(

    Wie ist es jetzt mit dem Laminat? Entspricht es dann automatisch auch der Norm oder hätten die Laminatverleger nicht zumindest den Randstreifen unter der Sockelleiste verspachteln müssen, damit die Sockelleisten glatt aufliegen?


    MfG Tim
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  2. Laminat wurde verlegt: auf 2,50m nun Unebenheiten von ca. 6mm - ist das noch ok?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    spachteln ist eine besondere leistung, besonders wenn die zulässigen toleranzen vom estrich ausgeglichen werden sollen. ist spachteln beauftragt?

    laminat ist nicht der geeignete bodenbelag, um bestehende toleranzen auszugleichen.
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  4. #3

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    Warum haben die den natürlichen Verlauf des Belags nicht bei den Sockelleisten beibehalten und diese an den Befestigungspunkten "runtergedrückt"?
    Dann hätte man die 6 mm niemals gesehen und merken würde man es auch nicht!

    Die Sockelleisten alle paar Meter zu stückeln ist auch amateurhaft, spart aber einige Sockelleisten mehr. Ob es erlaubt ist oder nicht, weiß ich nicht.
    Hat man denn die Stöße wenigestens mit Gehrung versehen oder Stumpf aneinander gesetzt? Ersteres habe ich in einem Zimmer gemacht, als ich wirklich die letzten Reste an Sockelleisten verarbeitet habe und als ich bereist wusste, wo welcher Schrank welchen Stoß-Bereich überdeckt. Bei mir ist das ganze aber mit super feinem Sägeblatt gemacht und die Stöße anschließend verleimt: man sieht es nur noch, wenn man genau hinsieht.

    Ich habe meine Sockelleisten übrigens mit Befestigungsklips (und zugehöriger Bohrschablone) besfestigt, so dass die Leisten überall 1 mm Luft zum Laminat bzw. Linoleumparkett haben. Nix draufgedrückt, oder per Augenmaß oder wie auch immer.


    Es geht doch nichts über eine saubere Bauausführung von A bis Z...
    ... oder über nahezu 100% Eigenleistung in allen Gewerken - da weiß man wenigestens, wem man in den Allerwertesten treten muss. ;-))
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  5. #4
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    Hallo,

    ausgeschrieben war Estrich + Laminatfußboden (1qm Laminat ca. 20€ brutto) - kein extra Spachteln etc.
    Wenn man die Norm DIN18202 nimmt dann dürfte der Estrich wahrscheinlich gerade noch so in die Norm fallen (DIN18202 Standard), der Laminathersteller sagt aber selbst dass dies zuviel ist für das Laminat (Voraussetzung ist DIN18202 gehobener Standard).

    An einigen Stellen wurde "gestückelt", d.h. auf kurzen Strecken mehrmals geschnitten. Es gibt aber auch lange Seiten die komplett mit Sockelleisten aus 1 Stück versehen wurden. Hier sagten die Verleger könnte man die Leiste nicht noch weiter herunterdrücken...

    Ich glaube das einfachste wäre gewesen vor dem Verlegen mit einem Richtscheid oder ähnlichem zumindest an den Rändern zu prüfen ob die Unebenheiten stark sind, falls ja hätte man den schmalen Randstreifen spachteln können... dann würde man nichts mehr sehen.

    MfG Tim
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  6. #5

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    Und wer zahlt das dann? Die meisten Kunden husten einem dann etwas...
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  7. #6

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    Wahrscheinlich sind die Sockelleisten relativ hoch und können daher nicht mal eben runtergedrückt werden.

    Früher hat man dann meistens noch einen Viertelstab davor gesetzt. die sind wesentlich flexibler und lassen sich leichter dem Bodenverlauf anpassen.

    Wenn es dich wirklich so sehr stört könntest Du die Lücken mit Acryl zuschmieren.
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  8. #7

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    Warum soll der Kunde was draufzahlen? Es ist im Neubau doch wohl nicht zuviel verlangt das die Fußleisten mit dem Boden bündig abschliessen. Muß man halt mehr Klammern verwenden.
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  9. #8

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    Ich würde das nicht bezahlen...
    ... und bei einem Bauträger wäre es mir auch egal, ob der Estrichleger oder der Laminatleger schuld ist.
    Falls echter Bauträger ist dies Dein Vertragspartner und Du musst nicht alles abnehmen, was Dir nicht gefällt.

    Gruß
    B.
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  10. #9
    Lebski
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    Zitat Zitat von Baldbauherr Beitrag anzeigen
    Ich würde das nicht bezahlen...
    ... und bei einem Bauträger wäre es mir auch egal, ob der Estrichleger oder der Laminatleger schuld ist.
    Falls echter Bauträger ist dies Dein Vertragspartner und Du musst nicht alles abnehmen, was Dir nicht gefällt.

    Gruß
    B.
    Ach? Gibt es eine neue Rechtsprechung nach dem Motto: aRdT eingehalten, aber AG hat andere Vorstellungen und muss nix zahlen? Gibt es dazu mal eine Quelle?
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    okay: Ich würde das "erstmal" nicht bezahlen und mit dem Bauträger reden. Bei uns hatte es damals geholfen und man wurde sich ohne irgendwelche aRdT oder DINs einig.

    andere Vorstellungen...

    Welche DIN regelt denn den (unterschiedlichen) Abstand Sockelleiste/Bodenbelag?
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  13. #11

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    das bestätigt auch meine Erfahrungen:
    Bauträger bieten die Leistung komplett an (z.B.) 20€ je qm inkl. Montage. Damit dann noch was hängen bleibt, wird an allen Ecken und Enden gespart: billiger Trittschalldämmung, preiswertes Laminat, Leisten teilweise genagelt oder geklebt, jedes Reststück der Leiste wird verwendet (wie beim Fragesteller - daher auch 3 Stücke auf 2 Meter) und zur Krönung baut das Ganze dann auch noch ein Handwerker des Bauträgers oder der Maler ein.
    Sicherlich gibt es durchaus kompetente Maler oder auch Hobbyhandwerker, die solche Arbeiten in einer super Qualität ausführen können. Leider sind das aus meiner Erfahrung aber die wenigsten! Wenn ein Kunde zu mir sagt, dass der Boden durch den Maler verlegt wird, frage ich immer, ob sich der Kunde vom Bodenleger auch die Tapete kleben lassen würde ;-)....
    Aber zum Thema: Schnurgrade Wände und Böden sind relativ selten. Aus diesem Grund sind gute Leisten so gefertigt, dass sich die Leisten diesen Unebenheiten anpassen kann oder diese Unebenheiten bei montierten Leisten nicht auffallen. Standard sind mittlerweile Leisten, die von Oben auf die Befestigungsclips gesteckt werden, damit der Befestigungsclip die Spannung nach vorn aufnehmen kann, falls die Wand nicht schnurgrade ist. Für die Unebenheiten im Boden ist die Nut auf der Rückseite der Leiste (also dort wo der Clip reinkommt) tiefer gefräst. Dadurch kann man die Leiste etwas weiter auf den Clip drücken wenn z.B. der Leistenclip ein paar Millimeter über dem Boden montiert wurde (schief gebohrt o.ä.). Zusätzlich sind die Leisten dann an der Kante, welche auf dem Boden aufliegt keine "scharfe" Kante, sondern sind leicht abgerundet. Dadurch entsteht zum Boden optisch eine leichte Schattenfuge, so dass Luftspalte nicht so ins Auge stechen.
    Noch was zu den Ecken, und Stößen: ich war früher auch kein Freund von Ecken und Verbindern für Leisten und habe lieber eine Gehrung gesägt. Aber selbst MDF Leisten "arbeiten" bei Luftfeuchtigkeitsänderungen. Bei Trockener Luft ziehen sie sich zusammen und bei hoher Luftfeuchtigkeit dehnen sie sich aus. Das ist zwar normalerweise nicht viel, aber bei einem 5m Raum unter Umständen doch 1-2mm. Dieser Spalt sieht dann sehr unschön aus. Ich empfehle eigentlich immer an den Stößen die Leistenverbinder zu verwenden. Dann kann die Leiste leicht arbeiten und der Spalt zwischen den Leisten ist nicht sichtbar. In den Ecken gilt gleiches. Hier kommt sogar hinzu, dass man sich die Gehrungsschnitte spart und somit wesentlich schneller verlegen kann.
    Die 2 Schnitte auf 2m müssen heutzutage nicht mehr sein! Der Meter Leiste kostet heutzutage keinen Euro mehr. Wenn man 4 Meter Wand hat, sollte es doch drin sein 2 Leisten á 2,60 entsprechend zu kürzen und einen Verbinder mittig zu setzen. (Gesamtkosten für diese 4 Meter unter 6€).

    Ich würde den Verleger Nacharbeiten bzw. nachbesser lassen! Meiner Meinung nach ist dies ein klassischer Ausführungsmangel! Schiefe Böden sind kein Grund, solchen Pfusch abzuliefern. Als guter Bodenleger nimmt er VOR Beginn der Arbeiten ein Richtscheit in die Hand und weist dann auf eventuelle Mängel oder erforderliche Zusatzarbeiten hin.
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