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  1. #1

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    Öl Etagenheizung Gut, Nicht Gut? Ersetzen?

    Hi!

    Hätte da ein Haus mit Kaufoption.
    HAus hat 2 Stockwerke und eine Öl-Etagenheizung.
    Im Keller sind die Ölfässer.
    In den Etagen befindet sich dann an einem zentralen Punkt die Etagenheizung. Von dort laufen in alle Räume Lüftungskanäle. die Warme Luft kommt dann an Auslässen in der Wand raus.
    Hab sowas noch nie gesehen.

    - Wie ist diese Heizmethode im Vergleich zu normaler Öl-Zentralheizung zu bewerten?
    - Vor- Nachteile?
    - Ist es einfach so eine HEizung durch eine andere Heizung zu ersetzen?

    mfg
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  2. Öl Etagenheizung Gut, Nicht Gut? Ersetzen?

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  3. #2
    Avatar von OldBo
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    Moin mfg,

    dabei handelt es sich um eine Warmluftheizung aus dem letzten Jahrhundert. Ohne die Anlage zu kennen, sind weitere Aussagen nur Rätselraten. Im guten Zustand kann ein Fachmann damit noch etwas anfangen.

    Gruß

    Bruno Bosy
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ja. Genau so wie in deinem Link sieht das aus.
    Der Makler meinte das diese Heizungsart günstiger sei als normale Öl-Zentralheizungen mit Heizkörpern.
    Kann man das so stehen lassen, oder gehört die Anlage (50 Jahre) schon aus energetischen Gründen ausgetauscht durch z.B eine Pelletheizung oder Gastherme?


    gruß
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  5. #4
    kappradl
    Gast
    Ich habe 14 Jahre mit so einer Heizung gewohnt. In einem Raum war sie dann als Kachelofen ausgebildet. Also der Warmluftofen unten auf OldBos Seite mit Luftkanälen in die anderen Räume.
    - Die Regulierung ist kniffelig. Manche Räume werden dann schnell zu warm, wärend andere kälter bleiben
    - Die Lufbewegung ist anderherum als bei Heizkörpern unterm Fenster, dh. kühlere Luft strömt von den Fenstern bodennah Richtung Heizung.
    - Ölöfen in Wohnräumen können (muss nicht) nach Öl riechen.
    - Die Luftschächte dienen auch aus Haustelefon, d.h. Geräusche werden überragen.

    Ich glaube nicht dass das System günstiger ist. Außer vielleicht deswegen, weil beim Aufheizen die Wärme relativ schnell als Warmluft zur Verfügung und ein Wärmegefühl vermittelt.

    Ersetzen durch ein wassergeführtes System wäre kein Umbau sondern ein kompletter Neubau der Heizungsanlage.
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  6. #5
    kappradl
    Gast
    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    die Anlage (50 Jahre)
    Ganz vergessen: Zu so einer alten Heizung gibt es häufig keine Ersatzteile mehr. Bei unserer Heizung funtionierte die Zündung nicht mehr. Die Heizungsfirma hätte zur Reparatur den ganzen Kessel ausgetauscht. Die gibt es also noch neu.
    Wie sie im Endeffekt repariert wurde, gehört nicht in ein Expertenforum (lief damit aber noch einige Jahre bis zum Abriss des Hauses).
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  7. #6
    Themenstarter

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    Die Nachteile die du Aufzeigst bestärken mich noch in meinen Gedanken die Heizung zu ersetzen.
    Was gäbe es denn in diesem Fall für Möglichkeiten? Welche Heizungsart wäre, bedingt durch die Etagenheizung und die Lüftungskanäle, von Interesse?
    Oder ist es egal was aktuell Verbaut ist und mann kann so wie so keine Teile der Anlage nutzen?

    Gruß
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  8. #7

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    J
    Der Makler meinte das diese Heizungsart günstiger sei als normale Öl-Zentralheizungen mit Heizkörpern.
    Na logisch, der muss das Objekt ja auch verkaufen.

    Luft ist ein schlechter Wärmeträger, und ob so ein alter "Kessel" in Zeiten der EnEV2009 überhaupt noch betrieben werden darf, steht auch in den Sternen

    Unabhängig von den Ölpreisen, läuft so eine Kiste nicht gerade effizient. Von den Verbrauchskosten kann sie mit Gas nicht mithalten, mit Pellets schon garnicht. Schau mal auf den aktuellen Heizölpreis.

    Egal wie, es wird wohl darauf hinauslaufen, dass Du die Heizung über kurz oder lang austauschen wirst (musst).

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    kappradl
    Gast
    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Oder ist es egal was aktuell Verbaut ist und mann kann so wie so keine Teile der Anlage nutzen?
    Doch, den Tank kann man nutzen, wenn es wieder Öl sein soll. Den Brenner nicht. Ob ich mir noch mal eine Ölheizung kaufen würde, möchte ich bei aktuell ca. 91€/100 l bezweifeln.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Da ja ein neues heizsystem eingebaut werden Soll und ja heizkörper oder andere Dinge nicht benutzt werden können, stell ich euch die frage was im Bezug auf Investitionskosten sinnvoll ist?
    Muss ja eh alles neu rein.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Da ja ein neues heizsystem eingebaut werden Soll und ja heizkörper oder andere Dinge nicht benutzt werden können, stell ich euch die frage was im Bezug auf Investitionskosten sinnvoll ist?
    Muss ja eh alles neu rein.
    Ich würde keine Ölheizung mehr verbauen. Ob Erdgas machbar ist, das wäre abzuklären. Ich würde wohl in Deinem Fall auf einen Pelletkessel setzen. Es versteht sich von selbst, dass in allen Räumen Heizflächen eingebaut werden müssen. Im einfachsten Fall Heizkörper, je nach Sanierungswunsch könnte man auch über FBH oder Wandheizung nachdenken. Bei einer Flächenheizung wäre dann auch eine WP eine Alternative.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

  13. #12

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    Ob weiter ÖL als Energieträger Sinn macht oder ob der Wechsel zu anderen Energieträgern besser ist, ist auch ein Rechenspiel.
    In welchem Zustand sind die Öltanks, wie lange halten sie noch, was kostet die Entsorgung, müssen die Tanks nur gereingt werden bei der Stilllegung oder müssen sie raus (Platz für Pelletlager), was kostet ein neuer Gasanschluß, was ein Pelletspeicher usw usw usw

    Ausserdem sollte man die weiteren geplanten Maßnahmen mit einbeziehen.

    Es macht keinen Sinn, jetzt eine neue Heizung zu verbauen (unabhängig vom Energieträger), wenn in 5 Jahren gedämmt werden soll, weil die dann zu groß ausgelegt ist!
    Dann lieber die 5 Jahre Irgendwie überbrücken, dämmen und dann die neue Heizung auf das gedämmte Haus auslegen.
    Vielleicht macht dann ja auch eine WP Sinn???
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Themenstarter

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    Von Öl will ich definitiv weg.
    Gas liegt in der Straße. Wäre eine ALternative. Wäre soweit ich weiß auch die günstigsten Investitionskosten.
    Pelletheizung habe ich auch noch nicht ausgeschlossen.
    Dämmmaßnahmen werden auch noch mitgemacht. Also zumindest FEnster und Dach. Evtl. noch Kellerdecke. Ich hoffe nicht das auch noch die Fassadendämmung hinzu kommt, sonst wird es finanziell eng.
    Wäremepumpe lohnt sich, soweit ich weiß, nur bei niedriger Vorlauftemperatur. Also Flächenheizung. Da wäre eine FBH denkbar. Allerdings habe ich da bedenken wegen dem Bodenaufbau. Da müsste ja der alte Estrich raus und dann Dämmung+FBH+Estrich+Belag rein, hab ich noch was vergessen?, Da kommen ja einige cm zusammen. Kostet ja auch wieder einige Euros mehr im Vergleich zu "normalen" Heizkörpern.

    Wieviel cm kommen bei einer FBH (Warmwasser) incl. aller Schichten dazu?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Wieviel cm kommen bei einer FBH (Warmwasser) incl. aller Schichten dazu?
    Es gibt verschiedene Systeme, aber die 10cm hat man ganz schnell überschritten. Bei einer konventionellen FBH gehen ja gleich mal 16mm für die Rohre + 45mm Überdeckung mit Estrich weg. Ein Oberbelag nimmt auch problemlos 10mm in Anspruch, und schon sind wir bei 7cm. Dazu dann noch die Dämmung unter der FBH.

    Hier muss man sich die Verhältnisse vor Ort genau anschauen und dann tüfteln (auch "planen" genannt). #
    Wo kann man welche Dämmung unterbringen?
    Welches FBH-System setzt man ein?

    Gas liegt in der Straße. Wäre eine ALternative. Wäre soweit ich weiß auch die günstigsten Investitionskosten.
    Da liegst Du richtig. Aber auch die Gaspreise kennen nur eine Richtung, auch wenn Gas aktuell günstiger ist als Heizöl. Die nächsten Erhöhungen stehen uns aber schon in´s Haus.

    Den günstigsten Energieträger gibt es nicht, denn Energiepreise unterliegen ständigen Schwankungen. Diese Schwankungen waren bei Pellets bisher moderat, aber das bedeutet nicht, dass bei stark ansteigender Nachfrage, die Preise nicht auch durch die Decke gehen. Strom und WP war bisher sehr attraktiv, bis manche Versorger meinten, sie könnten die Strompreise in´s Unermessliche treiben. Jetzt landet man auch bei WP ganz schnell bei 5Ct./kWh und mehr.

    Man muss immer die Gesamtkosten für 1 Jahr betrachten, also inkl. Grundgebühren (die bei Gas relativ hoch sind), Kosten wie Schornsteinfeger etc., aber auch der Wirkungsgrad der Anlage spielt eine Rolle. Da landet man bei Gas momentan ganz schnell bei 7Ct./kWh (thermisch).

    Gruß
    Ralf
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