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Licht flackert beim Einschalten von Verbrauchern

Diskutiere Licht flackert beim Einschalten von Verbrauchern im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Licht flackert beim Einschalten von Verbrauchern

    Hallo Mitglieder des Forums,

    seit nun mehr einem Jahr wohnen wir in unserem neugebauten Einfamilienhaus… Nebst diversen Kleinigkeiten mit denen man sich arrangiert hat bzw. eine Abhilfe gefunden hat, haben wir ein „Problem“ für das sich unser Bauträger nicht wirklich zuständig fühlt.

    Jedes Mal wenn ein „größerer“ Verbraucher zugeschaltet wird flackert kurzeitig das Licht.

    Wir wohnen auf dem Land und uns ist bewusst dass es hier draußen hin und wieder zu Stromschwankungen (verursacht von außen) kommen kann. Dieses Phänomen können wir auch aktuell durch einen Baukran in der Nachbarschaft beobachten. Dennoch sind wir der Meinung dass es nicht normal sein kann das beim Zuschalten eines größeren Verbrauchers (Staubsauger, Fön, LED-TV etc.) dass das Licht (Halogenlampen/Glühbirnen) kurz flackert. Dazumal wenn der Verbraucher an Steckdosen die separat abgesichert sind (wie Backofen, Waschmaschine etc.) betrieben wird, dieses Phänomen nicht zu beobachten ist.

    Messungen seitens des örtlichen Stromversorgers ergaben, dass die Schwankungen von außen im normalen Bereich liegen… ein entsprechendes Protokoll lieg uns vor. Stellungnahme des Elektroinstallateurs (Meisters) war relativ lapidar… es wurde alles korrekt installiert.
    Fragen bzgl. zu großen Spannungsabfalls aufgrund zu langer Leitungen oder geringer Leitungsquerschnitt bzw. Übergangswiderstände durch lose Klemmen wurden abgewiegelt. Eine plausible Erläuterung wurde allerdings auch nicht geliefert, es wurde immer behauptet es kommt von außerhalb… somit ein Problem des Stromversorgers wäre.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann uns das Problem erläutern gar eine Abhilfe nennen? Keine Angst, möchte nicht selber rumbasteln nur eine Erklärung, die ich meinem Bauträger verlegen könnte.

    Vielen Dank schon mal!

    VG,
    Knolli
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  2. Licht flackert beim Einschalten von Verbrauchern

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  3. #2

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    "Flackern" ist zwar ein Indiz für einen Mangel, aber unter Flackern versteht jeder was Anderes. Deswegen braucht man konkrete Zahlen (Widerstand, Spannungsfall etc.).

    Da hilft nur messen der einzelnen Kreise bis hin zum Zählerschrank. Bei einem Staubsauger darf der Spannungsfall nicht so hoch sein, dass sich dies durch Flackern der Beleuchtung bemerkbar macht.

    Was sagen die Messungen bzw. Protokolle? Oder hat der "Meister" das schlichtweg vergessen?

    Wenn ich das richtig sehe, dann schreibst Du von einem BT, also ist der Eli nicht Dein Vertragspartner. Ich würde den Mangel noch einmal anzeigen und Nachweise fordern, dass die Anlage in Ordnung ist. Ansonsten einen anderen Eli beauftragen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Hallo Ralf,

    vielen Dank für deine Antwort…

    Mit „Flackern“ definieren wir folgendes Verhalten:

    Beim Zuschalten einer Last wird die Helligkeit der Beleuchtung kurz herunter gedimmt.

    Ich habe mal das Messprotokoll eingescannt und angehängt… Namen, Anschriften unkenntlich gemacht, versteht sich von selbst.
    Der Anstieg im Protokoll des Grundversorgers wurde uns durch Umhängen auf einen anderen Strang erklärt. Das Verhalten hat sich im Haus dadurch nicht verändert.
    Wie gesagt, uns interessiert warum das Verhalten an verschiedenen Steckdosen unterschiedlich ist. Wenn das Flackern an allen Steckdosen auftreten würde, wäre das auch nicht schön, aber zumindest eher nachzuvollziehen.

    VG,
    KnolliMessprotokoll - 01.jpgMessprotokoll - 02.jpgMessprotokoll - 03.jpgMessprotokoll - 04.jpgMessprotokoll - 05.jpg
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  5. #4

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    Vielleicht bin ich ja blind, aber ich finde das Messprotokoll der Schleifenwiderstände nicht. Überhaupt Protokolle bei denen die verwendeten Messgeräte (mit Seriennummer) nicht angegeben werden, machen mich immer stutzig.
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  6. #5

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    Wenn es nur an einzelnen Strängen passiert, dann können dafür nur Leitunglänge, Schlechte Verbindungsstellen o.ä. in Frage kommen. Aus den Protokollen kann ich diesbezüglich nichts erkennen. Man müsste sich jetzt die betroffenen Kreise genauer anschauen. Die 3% werden ja angeblich eingehalten.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Hast Du vieleicht so ein Energiemessgerät, mit dem man den Energieverbrauch einzelner Geräte messen kann (Das gerät müßte auch die Netz-Spannung anzeigen). Dann köntest Du eine Schleifenwiderstandsmessung selber durchführen(Keine Exakte aber so etwas ließe schon mal eine Tendenz erkennen)
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  8. #7

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    Was mich wundert

    ...........Verbrauchers (Staubsauger, Fön, LED-TV etc.)............
    Der TV ist sicherlich kein Verbraucher der übermäßig hohe Einschaltströme produziert. Bei einem 2kW Staubsauger würde das sicherlich etwas anders aussehen, aber die meisten Standard Staubsauger haben einen (deutlich) geringeren Leistungsbedarf.

    Werden dann die 3% eingehalten, dann dürfte man das an den Leuchten kaum bemerken.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn es nur an einzelnen Strängen passiert, dann können dafür nur Leitunglänge, Schlechte Verbindungsstellen o.ä. in Frage kommen. Aus den Protokollen kann ich diesbezüglich nichts erkennen. Man müsste sich jetzt die betroffenen Kreise genauer anschauen. Die 3% werden ja angeblich eingehalten.

    Gruß
    Ralf
    Hallo,

    danke für die Rückmeldungen.
    Das ist alles was wir haben. Die Timeplot-Grafik stammt vom Grundversorger, die restlichen „Protokolle“ vom Elektroinstallateur.
    Gibt es irgendwelche Normen die beschreiben wie so eine Prüfung abzulaufen hat respektive protokoliert werden muss?



    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Hast Du vieleicht so ein Energiemessgerät, mit dem man den Energieverbrauch einzelner Geräte messen kann (Das gerät müßte auch die Netz-Spannung anzeigen). Dann köntest Du eine Schleifenwiderstandsmessung selber durchführen(Keine Exakte aber so etwas ließe schon mal eine Tendenz erkennen)
    Ein Energiemessgerät selbst habe ich nicht, lässt sich aber organisieren. In meinem Besitz findet sich nur eine DUSPOL digital LC IP64. Wie würde die Messung dann ablaufen?

    VG,
    Knolli
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  10. #9

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    Ein Energiemessgerät ist schon nötig weil Du auch die Leistung messen mußt.

    Also zuerst Leerlaufspannung messen. Einen großen Verbraucher (Heizlüfter) anschliessen, Spannung und Leistung ablesen. Ergebnis hier posten. Ach ja das ganze an mehren Steckdosen machen.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Ein Energiemessgerät ist schon nötig weil Du auch die Leistung messen mußt.

    Also zuerst Leerlaufspannung messen. Einen großen Verbraucher (Heizlüfter) anschliessen, Spannung und Leistung ablesen. Ergebnis hier posten. Ach ja das ganze an mehren Steckdosen machen.
    OK, dann werde ich mit als erstes sol ein Gerät besorgen. Gibt es irgendwelche Empfehlungen? Sobald ich gemessen habe melde ich mich wieder.

    VG,
    Knolli
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  12. #11

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    Damit siehst Du aber nicht den Spannungsfall der aufgrund des Einschaltstroms entsteht, und ich glaube dass es das ist was Du an Flackern bemerkst.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
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    Richtig, es passiert - das Flackern - im Einschalt-/ Zuschaltmoment (wie Bügeleisen).
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Damit siehst Du aber nicht den Spannungsfall der aufgrund des Einschaltstroms entsteht, und ich glaube dass es das ist was Du an Flackern bemerkst.

    Gruß
    Ralf
    Aber damit wissen wir schonmal wie groß der Schleifenwiderstand ungefähr ist, damit hat man einen Anhaltspunkt.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Aber damit wissen wir schonmal wie groß der Schleifenwiderstand ungefähr ist, damit hat man einen Anhaltspunkt.
    Richtig. Aber ich befürchte, dass sich das in einem Bereich abspielt den er so nicht "messen" kann. Flackern ist halt subjektiv, das macht die Sache nicht leichter.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Den Schleifenwiderstand kann man so nicht messen, sondern den Netzinnenwiderstand.
    Aber auf den kommt es ja auch an!

    Die Scans werden bei mir nur in sehr schlechter Qualität anzeigt, aber soweit ich das erkennen kann, sind die Werte für den Netzinnenwiderstand nicht schön. Die Kurzschlußströme (welche ja umgekehrt proportional zum Netzinnenwiderstand sind) differieren z.B. im OG um den Faktor 3 von einem Raum zum andern!
    Das Ganze durchgängig mit 1,5er NYM bei B16A...
    Vermutlich maximal zulässige Leitungslänge deutlich überschritten, garniert mit zu vielen, teils mäßigen Klemmstellen.

    Eine Messung des Schleifenwiderstands war hingegen nicht nötig und ist offenbar auch nicht erfolgt (da Schutz durch Fehlerstromschutzeinrichtung in TN-C-S-Netz).

    Das Protokoll sagt in Bezug auf den Fehler wenig aus.
    Außer, daß es eine arg billich hingewixte Anlage ist.
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