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Fassadenholz - behandelt oder unbehandelt montieren?

Diskutiere Fassadenholz - behandelt oder unbehandelt montieren? im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Fassadenholz - behandelt oder unbehandelt montieren?

    Guten Tag

    Stehe vor der Entscheidung: Fassadenholz behandelt oder unbehandelt montieren?

    Habe neulich einen Bauherren befragt, wie lange die Imprägnierung seiner Fassadenhölzeler so halten würde?
    Darauf antwortete der Bauherr ( selber FH Ing/Hochbau ) dass das Holz unbehandelt montiert wird. Auch nicht
    thermobehandelt.

    Kontstruktion: Niedriegenergiehaus m. Querlattung alle 1,8 Meter. Holzbretter ca. 20 cm breit, 18 mm stark, Holzart: Esche, vermutlich.
    Montage: vertikal; überlappend oder mit Lufteinlass.



    Frage:
    Ist ein unbehandeltes Holz tatsächlich so robust oder in paar Jahren verwittert? Ich würde noch verstehen, wenn das Fassadenholz
    zumindest thermo-behandelt wäre ( b. 220 Grad Cels im Trockner )
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  2. Fassadenholz - behandelt oder unbehandelt montieren?

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  3. #2

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    Du kömmst doch aus BY. Nie auf ner Alm oder Alp gewesen und dort die alten Schuppen/Schauer gesehen?
    200 Jahre alt, Holz unbehandelt, hält!
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  4. #3
    Avatar von ars vivendi
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    Solange keine der Wundermittellasuren aus dem Baumarkt aufgebracht werden ist doch alles in Butter.
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  5. #4

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    Das kommt auf das Holz an.

    Esche wäre für eine Fassade nicht so geeignet ist nicht sehr witterungsfest, egal ob behandelt oder nicht.

    Lärche konstruktiv so aufgebaut dass es gut abtrocknen kann, hält ewig, siehe den Hinweis mit den Scheunen auf den Almen.

    Buche würde Dir egal wie auch nach ein paar Jahren weggammeln. Eiche hält auch lange. (Ist aber nen bisl zu teuer für ne Fassade)
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Du kömmst doch aus BY. Nie auf ner Alm oder Alp gewesen und dort die alten Schuppen/Schauer gesehen?
    200 Jahre alt, Holz unbehandelt, hält!
    Und warum sieht man das nur (hauptsächlich) auf der Alm bzw. in den Bergen?

    Weil es dort aufgrund der Begebenheiten langsamer wächst und eine höhere Dichte hat,
    als das schnellwachsende überdüngte Schrottzeugs, das bei uns auf dem Markt ist.

    Ja, ja - wenn man sich umsieht, bekommt man für den entsprechenden Aufpreis heute auch noch solches Holz.
    Das war aber nicht die Frage vom TE.

    Wennst das hiesige Nadelschrottholz verbaust, hätte ich schon Sorge ohne Holzschutz (mit auch)
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  7. #6
    wasweissich
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    richtig gebaut ist unbehandelt absolut grosse klasse ....
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  8. #7

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    nimmst du lärchenholz, das wird silbergrau und schafft sich seine eigne schutzschutzschicht, da brauchst du vorher und hinterher nichts zu machen, thermobehandlung kannst du dann auch lassen.
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  9. #8
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    besten Dank.
    Dann würde sich Lärche gut eignen, ohne Thermobehandlung, wenn genug Luft hin kommt.
    Esche wurde früher oft für den Kaminbau verwendet ( Mondholz )

    Ich pers. hätte da schwedisches Falu rödfärg oder Faluröd (Falunrot) mit dem Kompressor/Pinsel aufgetragen?
    Aber: wer einmal malt, malt halt immer, heisst es doch?

    Erkenntnis: wenn konstruktionsbedingt die Lüftung passt, müsste es mit dem unbehandelten Holz klappen.
    Buche und Nadelschrottholz wird unbehandelt von der Wand abfaulen. Eiche ist zu teuer. Lärche v. P/L i.O.



    Wie sollten die Lärchen-Bretter ( 25 cm breit - 18 mm stark ) idealerweise auf die Querverlattung montiert werden?
    aa) nebeneinander mit jeweils 10 mm Luft zwischen den Brettern
    oder
    bb) nebeneindaer mit jeweils 8 cm Luft, dazwischen dann ein Brett üerlappend über den Spalt im Versatz
    http://www.abload.de/img/lrchedijsh.jpg

    5 cm Zaunlatten sollen nicht an die Hauswand; schon die breiteren Bretter.

    Besten Dank
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  10. #9

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    Zitat Zitat von LegoYtong Beitrag anzeigen
    Erkenntnis: wenn konstruktionsbedingt die Lüftung passt, müsste es mit dem unbehandelten Holz klappen.
    Buche und Nadelschrottholz wird unbehandelt von der Wand abfaulen. Eiche ist zu teuer. Lärche v. P/L i.O.
    Korrektur: Buche wird auch behandelt abfaulen.

    Das mit Mondholz halte ich für Esotherik. (und neuste wissenschaftliche Untersuchungen auch)
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  11. #10
    Avatar von Flocke
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    Schön das sich Rudi mit der Wissenschaft des Holzes auseinandersetzt. Die diskussion um Mondphasenholz war hier vor kurzem im gange. Wenn Du Dich mal mit den Fällzeiten des verkauften Mondphasenholzes auseinandersetzt, wird Dir ein gravierender Faktor auffallen, der einen wesentlichen Einfluß auf die Haltbarkeit des Holzes hat. Auch das ist lustigerweise wissenschaftlich belegt.
    Für Fassaden werden üblicherweise Hölzer einer hohen Resistenzklasse genommen. Eiche, Douglasie, Lärche, aber auch Fichte oder Zirbel halten ewig, wenn man sich etwas mit dem konstruktiven Holzschutz auskennt.
    Ein edel silbrig graues Haus ist wieder modern. Wer es lieber farbig mag, sollte hier nicht an der Lasur sparen. Eine gute Dickschichtlasur hat heute Standzeiten von gut 20 Jahren.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Korrektur: Buche wird auch behandelt abfaulen.
    ok, Buche nur in den Ofen.

    Zitat Zitat von Rudolf Rakete Beitrag anzeigen
    Das mit Mondholz halte ich für Esotherik. (und neuste wissenschaftliche Untersuchungen auch)
    Ob Mondholz Esotherikkram ist weiss ich nicht.

    Kenne nur von ehem. Schmieden, dass Kamine früher vorwiegend aus Eschen gebaut wurden. Speziell Mondholz soll gegen Hitze beständiger als "Normalholz" sein, hieß es.
    Wikinger haben ihr Schiffholz per Hitze verändert; daher thermobehandeltes Holz?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Schön das sich Rudi mit der Wissenschaft des Holzes auseinandersetzt. Die diskussion um Mondphasenholz war hier vor kurzem im gange. Wenn Du Dich mal mit den Fällzeiten des verkauften Mondphasenholzes auseinandersetzt, wird Dir ein gravierender Faktor auffallen, der einen wesentlichen Einfluß auf die Haltbarkeit des Holzes hat. Auch das ist lustigerweise wissenschaftlich belegt.
    Holz ist halt mein Hobby, kannst ja mal raten welche Bücher ich alle im Regal stehen hab .

    Nun ich denke der größte Faktor ist die Jahreszeit in der das Holz eingeschlagen wird und wie und wie lange es trocknet. Auch die Region und vor allem das Klima spielt eine entscheidende Rolle wie resistent ein Holz wird.
    Ich glaube dass die Faktoren Klima, Boden, Region einen höheren Einfluss auf das Wachstum und damit die Resistenz des Holzes haben als der Mond zum Zeitpunkt des Fällens.
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  14. #13

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    Also Mondphasenholz ein bisschen muss man auch daran glauben. Beim Holz ist es so, dass es immer ein Wechselspiel von verschiedenen Einflüssen ist, die beachtet werden müssen. Es ist grundsätzlich so, dass nahezu alle Hölzer über die hier gesprochen wurde auch für Fassaden geeignet sind, wenn man........
    Die ursprünglich genannte Esche ist zumindest für fassadenschalung eher ungebräuchlich, mal ganz davon abgesehen das diese Holz gar nicht in der Mnege vorhanden ist um daraus Schalungen zu produzieren.
    Die Harthölzer Eiche und Buche sind, auch wenn Eiche resistend ist, für großflächige Schalungen ungeeignet. Aber wenn man zum Beispiel eine Buche spaltet ist diese durchaus als Fassade geeignet. In meiner ehemaligen Heimat wurde Buche immer als Fassade eingesetzt. Für Scheunen die sogenannten Wet-Bretter, ca. 1,2 m lange gespaltete Buchenscheite und für Wohnhäuser die Buchenschindeln und die haben ewig gehalten. Aber wie gesagt nicht gesägt sondern gepalten.
    Fichte unbehandelt würde ich eher nicht empfehlen. Wobei der Ausdruck überdüngtes Schrottholz nicht gerade von Sachverstand zeugt. Die Chance langsam gewachsenes Holz im Handel zu bekommen ist bei den Schalungen relativ hoch weil die Hobelwerke bevorzugt Holz aus Skandinavien oder Österreich kaufen.
    Zirbelkiefer ist auch eher weniger auf dem Markt, so hoch sind die Bestände nicht.
    Bleibt Douglasie oder Lärche und hier bist Du auf dem richtigen Weg. Wenn Du den Satz von Flocke akzeptierst "Ein edel silbrig graues Haus ist wieder modern". Darüber solltest Du dich aber mit Deiner Frau, wenn vorhanden, verständigen. Die Mädels haben da öfters mal eine ganz andere Auffassung dazu.
    Ansosnten wenn Du es farbig magst siehe den Satz von Flocke wobei ich an der Dauerhaftigkeit hier schon Abstriche machen würde.
    Außerdem gibt es ja auch noch C... C..., das hält wirklich sehr lange.
    Gruß Fritz.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ach und Rudi, ich reise gerne, bin ich deshalb ein Tourismusfachmann. Schuster bleib bei Deinen Leisten.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von fritz1957 Beitrag anzeigen
    Ach und Rudi, ich reise gerne, bin ich deshalb ein Tourismusfachmann. Schuster bleib bei Deinen Leisten.
    Ach ja nur weil ich kein Tischler oder Schreiner bin möchtest Du mir vorhalten ich würde mich nicht mit Holz auskennen. Ich denke mancher Schreiner hat nicht so viele Bücher über Holz gelesen wie ich. Man kann sich alles anlesen. Wenn ich irgendwas falsch interpretiert habe kannst Du mich aber gerne verbessern.
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