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Dachterasse über Wohzimmer - 0% Gefälle- Was nun ?

Diskutiere Dachterasse über Wohzimmer - 0% Gefälle- Was nun ? im Forum Praxisausführungen und Details auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Dachterasse über Wohzimmer - 0% Gefälle- Was nun ?

    Hallo Liebes Forum,

    ich bin absoluter Laie und finde hier im Forum ähnliche Threads zu meinem Problem- aber Details bleiben noch unbeantwortet, deshalb versuche ich es nun mit meinem Anliegen:

    Wir haben gerade unser Einfamilienhaus fertiggestellt und ich habe ein Problem mit der Dachterasse, welche sich über unserem Wohnzimmer befindet. Die Terasse ist ca 8m breit und 2,5m tief. Weder der Rohbauer noch der nachfolgende Dachabdichter haben ein Gefälle eingearbeitet, so dass der Ablauf rechts Außen an der höchsten Stelle der Dachterasse sitzt. Ergebnis ist nun, dass wir, wenn es regnet 3-4 cm Wasser auf der Terasse stehen haben. Die Terasse ist voll ummauert, gedämmt und 2 - lägig mit "Polymerbitumenbahnen" abgedichtet. Meine Sorge gilt nun dem Wasser auf der Terasse: Wenn im Winter noch Frost dazukommt, arbeitet das Wasser / Eis dann nicht zu sehr an der Folie? Gäbe es nun nachträglich noch die Möglichkeit ein Gefälle herzustellen, ohne die gesamte Konstruktion wieder runterreissen zu lassen? Zwischen Terassentüre und Bitumenbahnoberkante wären noch ca 20cm Platz.

    Herzlichen Dank im Voraus

    Sindbad68
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  2. Dachterasse über Wohzimmer - 0% Gefälle- Was nun ?

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  3. #2

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    Egal was Du aufbringst, es wird immer Wasser durchlassen und auf Sicht vom Frost zerstört werden.

    Du schreibst von DEM Ablauf. Deine "Badewanne" müsste aber mindestens noch einen zweiten (Not)Ablauf haben.
    Was ist mit dem??? Liegt der noch höher, fehlt der?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Herr Dühlmeyer,

    einen Notablauf haben wir. Allerdings sitzt dieser in der Tat nochmal 1,5 Zentimeter höher.
    Was kann ich jetzt noch tun? Alles wieder runter und diesmal richtig machen mit Dämmkeil?
    Sowohl der Rohbauer als auch der Dachabdichter lehnen jede Verantortung ab. Laut deren Aussage hat der Architekt in den Werkplänen kein Gefälle eingezeichnet. Daher ist aus deren Sicht alles richtig....

    Viele Grüsse

    Sindbad68
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  5. #4
    ManfredH
    Gast
    Zitat Zitat von sindbad68 Beitrag anzeigen
    Sowohl der Rohbauer als auch der Dachabdichter lehnen jede Verantortung ab. Laut deren Aussage hat der Architekt in den Werkplänen kein Gefälle eingezeichnet. Daher ist aus deren Sicht alles richtig....
    Naja, ganz so einfach ist das mit dem Ablehnen einer (Mit-)Verantwortung auch nicht, wenn man als Ausführender erkennt, dass die Planung fehlerhaft ist, und sie dennoch ohne den kleinsten Hinweis einfach so umsetzt.
    Aber um genauer beurteilen zu können, wo der Fehler liegt, wäre es hilfreich wenn du mal die entsprechenden Pläne (also Grundriss und Schnitt durch Dachterrasse) bzw. Ausschnitte davon einstellen könntest; anonymisiert natürlich.
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  6. #5

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    den rohbauer sehe ich bedingt in der mithaftung, nur wenn er gu-aufgaben oder teil-gu-aufgaben im vertrag übernommen hat. ansonsten stehen dachdecker und architekt in der verantwortung.

    hat der dachdecker keine bedenken beim bauherrn angemeldet gegen die geplante ausführung der dachdichtung?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    Danke für Eure Antworten, der Dachabdichter hatte keine Bedenken geäußert. Ich hatte direkt als er die Bahnen aufgebracht hat meinerseits Bedenken bzgl. Pfutzenbildung geäußert. Er meinte aber das wäre alles so in Ordnung und stehendes Wasser wäre sogar gut für die Bahnen. Architekt und Rohbauer meinten das auch und sagten mir, dass man manchmal sogar "dachspenkler" anbringt um die Bitumenbahnen immer feucht zu halten. Aber hallo: zwischen feucht halten und 3-4 Zentimeter Wasser auf der Terasse is ja wohl ein Himmelweiter Unterschied. Ich scanne Euch mal die Pläne - habe aber nur die Pläne für den Bauantrag und Pläne von den einzelnen Geschossen. Werkpläne habe ich nicht, nie gesehen, und werde die wohl auch nicht bekommen, da die Herren wohl riechen, dass ich denen Ärger mache.
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  8. #7

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    Typischer Fall, die Fehler, die der ahnungslose Laie/Kunde bemerkt, werden seitens der Veranwortlichen bagatellisiert und im Gegenteil, es wird als besondere Qualität bezeichnet..

    Hole dir einen SV, der soll dem Herren Architekten, der ja sonst dachspenkler zum extra feuchthalten installiert, mal die aRdT vor der Nase halten.
    Waren Werkpläne überhaupt vereinbart?
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  9. #8

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    Wessen Architekt, wer bezahlt den?
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  10. #9
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    ....mein Architekt - ich habe den selber beauftragt....
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  11. #10
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    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    Typischer Fall, die Fehler, die der ahnungslose Laie/Kunde bemerkt, werden seitens der Veranwortlichen bagatellisiert und im Gegenteil, es wird als besondere Qualität bezeichnet..

    Hole dir einen SV, der soll dem Herren Architekten, der ja sonst dachspenkler zum extra feuchthalten installiert, mal die aRdT vor der Nase halten.
    Waren Werkpläne überhaupt vereinbart?
    Hmm weiß ich ganz ehrlich nicht, ich habe den Architekten mit der Planung und Bauüberwachung beauftragt... Muss noch mal genau in den Vertrag schauen....
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  12. #11

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    Dann wäre zu prüfen, ob die Ausführungspläne stimmen - 0-Gefälle darf unter bestimmten Umständen sein- und wer da Mist gemacht hat.
    Und auch warum es im Rahmen der Bauleitung nicht aufgefallen ist.

    Ich würde den Kollegen einfach mal bitten, die Stellen der Fachregel zu benennen, nach denen die vorhandene Ausführung fachgerecht ist.
    Das ganze mit der Bitte um genaue Fundstellenangabe (noch besser - Überreichung von Kopien) und einer Fristsetzung.
    Verbunden mit dem Hinweis, dass der Kollege in gesamtschuldnerische Haftung käme, sollte er das nicht belegen können!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von sindbad68 Beitrag anzeigen
    Er meinte aber das wäre alles so in Ordnung und stehendes Wasser wäre sogar gut für die Bahnen.
    Ist da eigentlich was dran? Den Spruch habe ich auch schon gehört.
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  14. #13

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    Wasser stört die Abdichtung nicht... Was die Abdichtung dann zerstört und belastet ist der Biofilm, z.B. Algen. Kann bei PIB zumindest bis zur vollständigen Zerstörung der Bahn führen...

    UV-Licht ist aber viel schlimmer als Wasser für Abdichtungen, ich kenn hier in der Gegend Abdichtungen die stehen seit locker 30 Jahren 70 cm tief unter Wasser und es gibt im Prinzip keine Probleme damit...

    Klar, die Abdichtung ist gekühlt, ist nie der Sonne ausgesetz etc...

    Aber WENN da was undicht ist ist das ganz großes Kino

    Und trotzdem gehört für mich keine Pfütze auf eine Terrasse/Balkon. Es kann anfangen zu stinken, wenn da genug Biomasse im Wasser drin ist und anfängt zu vermodern...
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  16. #14
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    Hallo Zusammen,

    nun hat es etwas gedauert, weil ich die Woche unterwegs war, anbei die Pläne die ich so auf die Schnelle digital organisieren konnte. Ich versuche morgen einmal die Pläne aus der Baugenehmigung heraus zu scannen, die sind aber ziemlich groß und ich habe es noch nicht hinbekommen, diese in unserem normalen Scanner zu packen. Den Bereich der Terasse habe ich in den Bildern orange markiert.
    Allerdings geht es jetzt ziemlich zur Sache und ich werde mir wohl einen Anwalt nehmen müssen. Ich habe wegen der Pfützenbildung und weiterer Mängel am Hause Geld einbehalten bis zur letztendlichen Klärung. Hierbei haben mir nun der Bauunternehmer und der Architekt / Bauleiter juristische Schritte angedroht. Mal sehen was nun dabei raus kommt. Inzwischen bin auch ich ziemlich sauer, weil sich jeder der Herren aus der Verantwortung zieht und ich solle nun die Mehrkosten tragen. Neben der 0% Dachterasse hatte ich noch weitere Mängel:
    - Keine Spülkästen an der Drainage
    - Kein Wasser und Stromzugang: Die Leerrohre dafür, Kettenhaus, da kann man mal nicht so einfach wieder ein Loch in die Kellerwand bohren und einführen. Meines erachtens hätte man das gleich neben dem Abwasserrohr in die Bodenplatte einlegen können. Das wären dann 2 KG Rohre mehr gewesen. Nun nochmal alles aufgraben, Fundamentbohrung, Leitungen unterm Estrich durch etc... Und das alles weil Bauunternehmer nicht gefragt hat. Er hat zugegeben dass er von dem Problem wusste, wollte sich aber anscheinend nicht einmischen.

    plan EG.jpgplan OG.jpg
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  17. #15

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    ...na...die Pläne geben aber für den konkreten Bau ja nicht viel her. Selbst für Bauantragspläne eher sparsam in der Darstellung...für die Umsetzung (Ausführung) wohl kaum geeignet. Für ein so schadensträchtiges Bauteil wie eine Flachdachterrasse völlig unzureichend. Wurde danach gebaut???????
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