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Malerarbeiten im Neubau - Wahl der Materialien

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  1. #1

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    Malerarbeiten im Neubau - Wahl der Materialien

    Hallo,
    wir stehen bei unserem Neubau vor der Frage wie die Wände gestaltet werden sollen. Da wir zwar eine Vorstellung davon haben, wie es aussehen soll, nicht aber mit welchen Materialien man das am besten umsetzt, haben wir 2 Maler um ein Angebot gebeten. Die Ansätze der beiden sind aber doch recht unterschiedlich, daher erhoffe ich mir von Euch weitere Meinungen.

    Unsere Vorstellungen sind eigentlich recht einfach (dachte ich):
    Grundsätzlich wollen wir eher glatte Flächen (wobei wir aus Kostengründen auch eine Mischung aus glatten Flächen und Rauhfaser nicht ausschließen würden). Außerdem wäre es gut, wenn spätere Rissbildung -soweit möglich- vermieden werden könnte.
    Wir haben Wände aus Porenbeton auf denen Gipsmaschinenputz (Q2) ist dazu kommen noch ein paar Gipskartonwände. Die Decken sind Filigrandecken. Das Badezimmer ist halbhoch gefliest.

    Die beiden Lösungsvorschläge:

    Maler #1:
    Wände & Decken fleckspachteln & schleifen, grundieren und 2x mit Latexfarbe streichen.

    Maler #2:
    Deckenflächen und Wände EG mit Renoviervlies kleben (nach spachteln&schleifen der Stoßfugen der Decken bzw. schleifen und ausbessern kleiner Schadstellen an den Wänden), restliche Wandflächen Rauhfaser. Anschl. alles mit Dispersionsfarbe streichen. Ausnahme Badezimmer, dort soll an den Wänden Silikat-Streichputz aufgetragen und dann mit Silikatfarbe gestrichen werden.

    Klar ist, dass es nicht die richtige Vorgehensweise gibt. Welche würdet ihr bevorzugen und warum?

    Nachdem ich hier auch schon fleißig mitgelesen habe, frage ich mich konkret:

    • Hat Maler #1 recht, wenn er sagt, dass Vlies nicht notwendig ist (ist teuer und reißt trotzdem)?
    • Welchen Vorteil hat die (teurere) Latexfarbe ggü. Dispersionsfarbe? (Kann man das überhaupt so pauschal sagen oder muss man die einzelnen Produkte vergleichen?)
    • Was haltet ihr von der Lösung Silikatputz+Farbe fürs Bad?

    Danke im Voraus, Simon
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  2. Malerarbeiten im Neubau - Wahl der Materialien

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  3. #2

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    Also wir haben uns damals genauso mit der Frage beschäftigt...und von mehrern Malern, immer wieder ähnliche Antworten erhalten in Bezug auf Neubau, Glatte Wände und später wenig bis keine Rissbildung. Wir haben auch Q2 auf Kalksandstein und im OG Schrägen und Decke in GK...

    Wände und Decken spachteln+schleifen danach massenweise Tiefengrund drauf dann Glasfaservlies und 2x bzw. je nach verwendeter Farbe sooft streichen bis nichts mehr durchscheint...


    Jetzt nach fast einem Jahr im Haus haben sich nur minimale Risse(~1mm) im Übergang Schräge/Decke im OG gebildet sonst nix...

    Bei Silikatfarben muss man aufpassen...klar beugt diese dem Schimmel vor, aber definitiv nur vom Fachmann aufzutragen, da sonst Gesundheitsschäden entstehen können.

    IMHO reicht auch normale Dispersionsfarbe im Bad, wenn man für die nötige Lüftung sorgt...
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  4. #3

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    bei maler 1 wirst du jeden riss sehen, der auftaucht.
    latex ist wenn diese nicht matt ist nicht so empfindlich wie dispersion, allerdings in einem neubau meiner meinung nach nicht zu empfehlen, da sie etwas mehr absperrt ( wegen der baufeuchtigkeit ).

    bei maler 2 vlies deckt haarrisse ab, streichputz im bad sieht gut aus, risse aber sichtbar.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Mycraft Beitrag anzeigen
    Bei Silikatfarben muss man aufpassen...klar beugt diese dem Schimmel vor, aber definitiv nur vom Fachmann aufzutragen, da sonst Gesundheitsschäden entstehen können.
    Wo hast denn DIESE Weisheiten her?

    Gegen Schimmel hilft sie nur sehr kurzfristig, nämlich bis die
    Alkalität nachgelassen hat. Und das dauert i. d. R. kein Jahr

    Und woher ist die Mär mit Gesundheitsschäden?
    Man sollte sie nicht auf Scheiben o. ähnl. bringen, aber sonst ....?
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  6. #5

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    beide angebote sind nicht vergleichbar. so wie ich das lese, ist das angebot vom maler 2 aufwendiger und damit teurer. sinnvoller ist es, wenn du mit deinem architekten den umfang und die qualitätsansprüche genau besprichst und definierst, dann erhältst du auch vergleichbare und verwertbare angebote. so vergleichst du saure äpfel mit süßen birnen.
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  7. #6
    Avatar von dquadrat
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    wenn bzw. dort wo glatte oberflächen gewünscht werden, würde ich vor allem erstmal hinterfragen ob eine fleckspachtelung ausreicht, egal ob später noch vlies drauf kommt oder nicht. hängt aber, wie sooft vom auge des betrachters ab und von den eigenen ansprüchen.

    vlies - kann reißen, kann aber auch risse überbrücken. pauschale aussagen dbzgl. sind schwierig. wichtig wäre aufs gewicht des vlieses zu achten. je schwerer desto reißfester. persönlich mag ich eher nur gespachtelte flächen.

    und mit "massenweise" grundierung (@mycraft) wäre ich vorsichtig. sowas kann böse nach hinten losgehen
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  8. #7

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    Zitat Zitat von sarkas Beitrag anzeigen
    Wo hast denn DIESE Weisheiten her?

    Gegen Schimmel hilft sie nur sehr kurzfristig, nämlich bis die
    Alkalität nachgelassen hat. Und das dauert i. d. R. kein Jahr

    Und woher ist die Mär mit Gesundheitsschäden?
    Man sollte sie nicht auf Scheiben o. ähnl. bringen, aber sonst ....?
    Mein Gott alles muss man immer wieder vorkauen...man nutze einfach mal Hirn und die Möglichkeiten die das Ding vor dem man sitzt einem bereitstellen...

    Die Gesundheitsschäden können beim unsachgemässem auftragen der Farbe entstehen wenn man ohne Schutzkleidung, Schutzbrille, Handschuhe etc. arbeitet.
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  9. #8
    Avatar von dquadrat
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    das trifft höchstens auf reine silikatfarben zu. moderne dispersionsilikatfarben, die in nahezu 100% der fälle verwendet werden, sind genauso (wenig) gesundheitsschädlich wie andere, "normale" dispersionsfarben auch.
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  10. #9

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    Haltet ihr 160 er flies für schwer genug?
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  11. #10
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    beide angebote sind nicht vergleichbar. so wie ich das lese, ist das angebot vom maler 2 aufwendiger und damit teurer. sinnvoller ist es, wenn du mit deinem architekten den umfang und die qualitätsansprüche genau besprichst und definierst, dann erhältst du auch vergleichbare und verwertbare angebote. so vergleichst du saure äpfel mit süßen birnen.
    Natürlich taugen die Angebote nicht für einen Preisvergleich, das war aber auch nicht das Ziel meiner Frage. Ich hatte meine Ansprüche ja auch nur sehr allgemein beschrieben (um in deinem Bild zu bleiben: ich hab nach einem Angebot für "Obst" gefragt). Allerdings helfen mir Eure Meinungen zu den beiden Vorschlägen, diese Ansprüche genauer zu definieren (Danke dafür). Architekten kann ich leider nicht fragen, ist ein BT-Projekt...
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  12. #11

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    Zitat Zitat von dquadrat Beitrag anzeigen
    das trifft höchstens auf reine silikatfarben zu. moderne dispersionsilikatfarben, die in nahezu 100% der fälle verwendet werden, sind genauso (wenig) gesundheitsschädlich wie andere, "normale" dispersionsfarben auch.
    Jo - so isses. Aber manche müssen ihre Paranoia halt pflegen....
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  13. #12

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    Zitat Zitat von LaSina Beitrag anzeigen
    Haltet ihr 160 er flies für schwer genug?

    das ist ausreichend, solange du keine hochglanz flächen möchtest.
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  14. #13
    Avatar von dquadrat
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    was hat das gewicht des vlieses mit dem glanzgrad des anstriches zu tun?
    (will dazulernen )
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    je höher die grammatur ist, desto weniger fasern stehen nach dem anstrich hoch, du wirst doch sicherlich schon den unterschied erkannt haben zwischen 160 und 200, das 200er ist glatt das 160 eher eine rauhe oberfläche, und fasern stehen dann hoch, daher für hochglanz 200 nehmen... gibt ja nicht umsonst das zeug
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  17. #15
    Avatar von dquadrat
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    ne sorry, nen unterschied hab ich in der tat, mangels erfahrung, noch nicht gemerkt.
    ich hab bis jetzt ausschließlich immer nur das münsteraner vlies mit 160g/m² verarbeitet, und das funktioniert m.E. auch bei glänzenden beschichtungen. leichteres vlies hab ich bis jetzt nur eingespachtelt, schwereres war nie thema.

    mag allerdings sein, daß das auch herstellerabhängig ist.
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