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"Barrierefrei" laut DIN oder alltagsfähig/praktikabel?

Diskutiere "Barrierefrei" laut DIN oder alltagsfähig/praktikabel? im Forum Architektur Allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    "Barrierefrei" laut DIN oder alltagsfähig/praktikabel?

    Um laut DIN barrierefrei zu bauen, habe ich festgestellt, braucht man ein riesiges Bad und bekommt Probleme mit anderen DINs bei der Terrassen- und Haustür, wenn man sie wirklich schwellenlos haben will (oder es wird teuer und kompliziert), glaube ich herausgefunden zu haben.
    Nun will ich aber weder vermieten als "barrierefrei", noch baue ich ein öffentliches Gebäude. Insofern bin ich nicht an die DIN gebunden. Auch möchte ich nur vorsorgen, FALLS später mal jemand von uns beiden im Rollstuhl sitzen sollte, daß wir nicht komplett umbauen müssen.
    Soweit die Vorrede.
    Nun die Fragen: Wenn wir alle die Dinge, die relativ einfach zu beachten gehen, barrierefrei gestalten (d.h. innen entsprechend breite Türen, keine Innenschwellen, ausreichende Abstände vor zu öffnenden Türen, Mindestgröße im Schlafzimmer für die entsprechenden Manövrierflächen, WC in die entsprechende Höhe, unterfahrbares Waschbecken, Lichtschalter und Steckdosen in entsprechender Höhe...) und die Terrassen- sowie Haustür mit einer Minischwelle von ca. 2 cm gestalten - was macht Sinn beim Bad?
    Wir möchten eigentlich eine Badewanne jetzt nicht missen. Die Dusche soll aber bodengleich werden und das Bad so gestaltet, daß es OHNE UMBAU auch für eine im Rollstuhl sitzende Person mit Hilfsperson (beim Duschen, an WC und Waschbecken kämen dann entsprechende Haltegriffe) nutzbar wäre.

    • Reicht dann eine bodengleiche Dusche von 1,20 x 1,20 m Fläche, die von 3 Seiten von Wänden umgeben ist, mit ca. 1,20 m Manövrierfläche gegenüber der offenen Seite oder ist das zu fummelig?
    • Verbaut man heutzutage noch so etwas wie durchsichtige Steine oder wird man schon für die Idee architektonisch gesteinigt (gedacht ist an Licht für die Dusche...)? R
    • Gesetzt den Fall, der Installateur hat Erfahrung mit beiden Systemen - Duschwanne oder geflieste Dusche? Ablaufrinne oder runder Ablauf? Zentral oder dezentral bei rundem Ablauf? Gemeint ist jeweils nicht die Ästhetik sondern sind die bekannten oder möglichen baulichen/ausführungstechnischen Schwierigkeiten bei der jeweiligen Gestaltung.


    Achso, Sinn der Fragerei ist natürlich die Überlegung, in ein möglichst kleines Bad die o.g. Anforderungen hineinzukriegen. "Möglichst klein" ist aktuell ca. 8,5 qm.

    Danke!
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  2. "Barrierefrei" laut DIN oder alltagsfähig/praktikabel?

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  3. #2
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    Wenn es barrierefrei sein soll. warum baut man dann ne Dusche die 3-seitig umbaut wird ?
    Diese Trennwand löst wieder zusätzlichen Abstandsbedarf aus ....

    Gibts vom Grundriss ne Zeichnung ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Wenn es barrierefrei sein soll. warum baut man dann ne Dusche die 3-seitig umbaut wird ?
    Diese Trennwand löst wieder zusätzlichen Abstandsbedarf aus ....
    Richtig.

    Bei 8,5 m² sollte aber ein barrierefreies Bad gut möglich sein, wenn es nicht gerade 7,0 x 1,2 m misst.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    warum baut man dann ne Dusche die 3-seitig umbaut wird ?

    -> naja, bei einer 1,20 x 1,20 Dusche braucht man in jedem Fall eine Duschabtrennung, wenn nicht das ganze Bad schwimmen soll...bei 1,50 x 1,50, was wohl spritzfrei ist - ist der Platzbedarf wieder größer? Oder könnte man diesen Duschbereich direkt an der Badewanne anschließen lassen?

    Gibts vom Grundriss ne Zeichnung ?

    Es gibt ja noch keinen Grundriß, zumindest keinen endgültigen. In der aktuellen Planung hat das Bad 2,67 x 3,18 m, rechteckig. Tür bzw. Fenster sind jeweils auf den kurzen Seiten. Ich möchte das Bad nicht größer machen, trotzdem die Dinge vernünftig unterbringen...Aktuell ist die große Dusche ohne Wanne drin, ohne Trennwand. Aber da paßt - für mich - die Wanne nicht...

    Gruß
    Achim Kaiser
    hier ist der aktuelle Grundriß vom aktuellen Bad - schnell abgemalt vom Plan, krieg ich nicht anders hin...
    Bad 2,67 x 3,18 solo.pdf
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  6. #5

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    in #68 siehst Du rechts ein barrierefreies Bad, Tür ginge nach außen auf. Dusche hat Platz (hinten 160 cm) um mit Rollstuhl ranzufahren. Toilette genau in der Mitte , dann OHNE Bidet. http://www.bauexpertenforum.de/showt...gefragt!/page5
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von vfriend Beitrag anzeigen
    in #68 siehst Du rechts ein barrierefreies Bad, .... Dusche hat Platz (hinten 160 cm) um mit Rollstuhl ranzufahren. [/url]
    Jo. Das war aber nicht die Frage, sondern WIE kriege ich noch eine BADEWANNE mit rein....die sehe ich auf Deinem Grundriss irgendwie nicht...
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  8. #7

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    grundlage nr.1.

    bei einem barrierefreien, alter- oder rollstuhlgerechten badezimmer,
    wie auch immer du es bezeichnen möchtest, schlägt die badezimmertür nach
    außen auf, nicht nach innen.
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  9. #8

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    Richtig.

    Und so könnte man es einrichten:Scannen0001.pdf

    Die Dusche kann mit einer festen Glaswand zur Wanne abgegrenzt werden, solange der Pflegefall noch nicht eingetreten ist. Später muß dann ohnehin auf Vorhang gewechselt werden.

    Waschtisch unterfahrbar machen und WC hoch genug hängen. Befestigungsmöglichkeiten für Stützklappgriffe an WC anbringen und in der Dusche dto. für Klappsitz und Griffe vorsehen.
    Damit hat man erstmal das Wichtigste erschlagen und kann das Bad bis dahin ganz normal benutzen, ohne sich dauernd wie im Pflegeheim zu fühlen.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Baumal Beitrag anzeigen
    grundlage nr.1.

    bei einem barrierefreien, badezimmer,
    schlägt die badezimmertür nach
    außen auf, nicht nach innen.
    Jo. Das tut sie auf meiner Skizze auch. Das nach innen ist ein Fenster...trotzdem danke für den Hinweis.
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  11. #10
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    @ThomasMD

    Danke. Das mit der Glaswand ist eine Idee. Diese Vorrichtungen für spätere Griffe in der Vorwandinstallation hatte der Planer erwähnt, ist wohl auch gar nicht sooo unanständig teuer...

    Wenn ich es mir recht überlege, dann hat meine jetzige Badewanne nur 150 cm Länge. Dann ersaufe ich vermutlich in 1,80, bin nämlich ne Kleine...somit tuns 170 cm Länge für später auch und es hat noch mehr Luft...
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  12. #11

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    Auf der Skizze von ThomasMD könnte man das WC unter dem Fenster platzieren damit der Waschbecken weiter in den Raum rutscht, um mit Rollstuhl besser reinkommen zu können. Sonst könnte es eng werden, wenn der Waschtisch die übliche Tiefe von 50-60 cm hat.
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  13. #12

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    Naja, einigermassen korrekt betrachtet, bekommt man behindertengerecht UND auch rollstuhlgerecht auf 3,20x2,80 KEIN BAD hin, allenfalls ne größere Nasszelle, also WC/WB/große Dusche.

    Überlegenswert bei so nem Ansatz wäre auch, eben ein größeres Gäste-WC mit Dusche (also Nasszelle) einzuplanen für den Fall der Fälle und das Badezimmer 'normal' auszuführen.
    Vorteil: solange wie nix passiert, kann man eine Badewanne nutzen
    Nachteil: im Unglücksfall muss man auf dias badewannenlose GWC und kann nur duschen

    Im Endeffekt machen viele APH's dasselbe, barrierefreie Naßzelle und je x Nutzungseinheiten/ein Pflegebad, wo dann auch die Wanne von drei Seiten begehbar ist.

    Sowas im Privatbereich aufzuziehen, bedeutet wirklich Flächen (und damit Geld) ohne Ende ...,
    wollt ihr eingeschossig (Bungalow) bauen oder über mehrere Geschosse, dann auch den (an geeignter Stelle nachzurüstenden) Aufzug nicht vergessen.
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  14. #13
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    @LaZi

    Denk ich mal drüber nach...

    @trekkie

    Bungalow ist geplant...
    Der verfüg- und finanzierbare Platz (i.S. Fläche) reicht nicht für GWC mit barrierefreier Dusche PLUS einigermaßen komfortables Wannenbad ohne Barrierefreiheit. Das wäre sonst auch ganz klar mein Favorit. Es muß alles in einen Raum.
    Und eben weils korrekt so nicht geht, habe ich nach wenigstens praktikablen, wenn auch nicht DIN-gerechten Optionen gefragt...
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  16. #14
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    So gehts, oder?

    Das hier Badbarrierefrei 2,40 x 3,30.png müßte aber gehen, oder?

    Die Dusche soll natürlich 120 x 120 cm haben, kann das Zeichenprogramm aber nicht. Die Wanne hat Griffvorrichtungen, in der WC-Vorwand sind Halterungen für die später anzubauenden Griffe vorgesehen. Über die Dusche kommt ein Vorhang, der die Seite zum WC und die Seite zum Waschtisch abtrennen kann, zur Wanne hin bleibt das Ganze offen...
    Die Dusche kann mit als Bewegungsfläche für das Waschbecken genutzt werden.
    Die Wanne ist 1. absichtlich so kurz gewählt und 2. nicht für die Benutzung durch jemanden gedacht, der nicht frei ein- oder aussteigen kann.

    Jetzt muß ich bloß noch irgendwo im Netz Duschvorhänge in den Maßen finden, die weder weiß noch sauteuer sind....
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  17. #15

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    Das sieht ja grauenvoll aus.

    Vielleicht kannst Du aus dem Vorschlag was machen. Da bekommt der gehandicapte auf dem WC wenigstens nicht die Tür vorgeknallt.

    image.jpg

    LG - Gisela
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