Werbepartner

Ergebnis 1 bis 7 von 7

Altbau 60er . Neue Fenster=Schimmelgefahr?

Diskutiere Altbau 60er . Neue Fenster=Schimmelgefahr? im Forum Energiesparen, Energieausweis auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    03.2012
    Ort
    BaWü
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    318

    Altbau 60er . Neue Fenster=Schimmelgefahr?

    Hi!

    Altbau aus den 60ern Voll Unterkellert, Nutzkeller. Nichts gedämmt. Original Holzfenster. Wandaufbau?

    Nun möchte ich gerne gewisse Bereiche, die Sinnvoll und Nötig sind, dämmen.
    In erster Linie hatte ich da an neue Fenster und eine Zwischensparrendämmung gedacht.

    Jetzt hab ich gelesen das beim Altbau NUR Fensterdämmung OHNE Fassadendämmung nicht so glücklich gewählt ist. Taupunkt, Schimmel und so.
    Ist das so? Braucht man auch dann auch eine Fassadendämmung?

    Ich will nicht alles perfekt dämmen. Es sollte halt sinnvoll sein.
    Welche Dämmmaßnahmen sind Sinnvoll? (Kann man nicht pauchalisieren, Ich weiß. Aber ich hätte zumindest ein paar Argumente parat und würde mich wohler fühlen bevor das Haus gekauft wird)

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Altbau 60er . Neue Fenster=Schimmelgefahr?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Jetzt hab ich gelesen das beim Altbau NUR Fensterdämmung OHNE Fassadendämmung nicht so glücklich gewählt ist. Taupunkt, Schimmel und so.
    Ist das so? Braucht man auch dann auch eine Fassadendämmung?
    Sinnvoll ist die Fassadendämmung schon wenn die Fenster getauscht werden sollen. Man könnte es jetzt darauf ankommen lassen und mal genau rechnen, und dann beten, dass sich die Praxis so verhält wie theoretisch berechnet. Egal wie, das Risiko trägst immer DU.

    Das Problem entsteht dadurch, dass die neuen Fenster quasi luftdicht sind, d.h. ein natürlicher Luftaustausch (wie bei alten Fenstern) ist nicht mehr gewährleistet. Dadurch wird die Luft kaum noch ausgetauscht, so dass die feuchte Warmluft in den Räumen bleibt. Wenn nun die Oberflächentemperatur an den Wänden unter die Oberflächentemperatur der Fenster sinkt, was gerne mal bei Wärmebrücken, in den Ecken etc. der Fall ist, dann kondensiert die warme Raumluft an diesen kritischen Stellen. Während man die Feuchtigkeit an den Fenstern noch problemlos abwischen könnten, steckt diese nun in der Wandoberfläche und bietet einen guten Nährboden für Schimmel.

    Das bedeutet, möchte man ausschließlich die Fenster tauschen, dann ist es sehr empfehlenswert, den Wandaufbau zu rechnen und die U-Werte der Wand, Fenster usw. zu ermitteln. Insbesondere auch die kritischen Stellen wie oben beschrieben. Auch die Montage der Fenster spielt hier eine wichtige Rolle.

    Weiterhin muss sichergestellt sein, dass die Räume ausreichend beheizt UND gelüftet werden.

    Wird gleichzeitig die Fassade gedämmt, dann verhält sich das System unkritischer. Natürlich muss auch dann noch für ausreichend Lüftung gesorgt werden.

    Die Dachdämmung ist sicherlich sinnvoll, aber auch hier gilt, vorher genau planen was, wie ausgeführt werden soll. Insbesondere eine ordentliche Ausführung ist hier wichtig, damit keine warme Raumluft in die Zwischensparrendämmung kommt.

    Eine weitere Überlegung wäre beispielsweise, ob die Kellerdecke gedämmt wird. Denkbar wäre vielleicht auch eine Dämmung der Kellerwände.

    Ich würde neben der Dämmung auch die Haustechnik unter die Lupe nehmen. Das Haus ist immerhin um die 50 Jahre alt, da wäre zu prüfen, auf welchem Stand die Elektrik ist, und natürlich spielt auch die Beheizung eine wichtige Rolle.

    Was wie ausgeführt werden soll, dazu kannst Du monatelang lesen. Letztendlich kann man das aber nur anhand einer Begutachtung vor Ort entscheiden. Dann sollte man ein Konzept erstellen. Dabei kann man die Vor- und Nachteile ermitteln, Kosten, mögliche Einsparungen usw.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    67685 weilerbach
    Beruf
    architekt/statiker
    Beiträge
    6,917
    hallo ralf
    schreibst du das alles selber oder haste eine tipse.
    duck unn wesch.

    gruss aus de pfalz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    539
    Hi,

    Wir haben in unserem 60er Jahre Bau vor ca 20 Jahren die Fenster gegen zwei-fach verglaste Kunststoffenster tauschen lassen und keinerlei Probleme mit Schimmel. Die Rollokästen lassen genug Luft durch^^

    Wanaufbau ist eine 36,5er Bimssteinwand. U-Wert grottig, aber man kann trotzdem drin leben^^
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2012
    Ort
    BaWü
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    318
    Kann eine KWL die Feuchtigkeit und somit die Schimmelgefahr bei neuen Fenstern und Nicht-Gedämmter Fassade verhindern? Wäre dies eine Alternative?

    Wenn man jetzt ein Haus (Altbau) kauft muss man die Geschossdecke bzw. das Dach dämmen.
    Gibt es noch andere Dämmmaßnahmen die bei Neukauf gemacht werden müssen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  8. #6

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Kann eine KWL die Feuchtigkeit und somit die Schimmelgefahr bei neuen Fenstern und Nicht-Gedämmter Fassade verhindern? Wäre dies eine Alternative?
    Eine KWL sorgt ja für die Lüftung die ich oben angesprochen habe. Demzufolge kann damit das Schimmelrisiko reduziert werden.

    Gibt es noch andere Dämmmaßnahmen die bei Neukauf gemacht werden müssen?
    Siehe EnEV. Geschossdecke, wasserführende Leitungen. Ich würde aber nicht frage was gemacht werden MUSS, sondern was sinnvollerweise gemacht werden sollte. Wenn ich heute ein älteres Gebäude kaufe, dann möchte ich dieses doch die nächsten Jahrzehnte nutzen, und nicht in ein paar Jahren anfangen zu sanieren, weil ich mir den Unterhalt der Hütte nicht mehr leisten kann. Es geht ja auch um den Werterhalt der Immobilie, denn immerhin zahle ich jeden Monat viel Geld dafür. Verliert die Hütte schneller an Wert wie ich die Darlehen tilgen kann, dann war das ein schlechtes Geschäft.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #7

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo ralf
    schreibst du das alles selber oder haste eine tipse.
    duck unn wesch.

    gruss aus de pfalz
    Hi Gunther, solche Kleinigkeiten tippe ich schneller als jede Tippse. Ist eine gute Übung um die Pianistenfinger zu trainieren.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen