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  1. #1

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    Altbausanierung mit oder ohne Architekt?

    Hi!

    Altbau aus den 60ern soll saniert werden.
    U.a. neue Fenster, neue Heizungsanlage (Gas) incl. Heizkörper, neue Elektrik, evtl. neue Verrohrung, Dämmung Aussenfassade, Dämmung Dach (Zwischensparren).
    Wird alles Vergeben. Hier und da mit Unterstützung durch mich wo es Sinn macht und erlaubt ist.

    Wie sollte man hier vorgehen:
    1.) Soll ich die Firmen einzeln Anschreiben und verschiedene Angebote einfordern oder sollte man hier die Arbeiten Ausschreiben?
    2.) Ist es vielleicht sogar sinnvoll einen Architekten o.ä. mit einzubeziehen (Ausschreibung, Überwachung) ?


    Gruß
    Mario
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  2. Altbausanierung mit oder ohne Architekt?

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  3. #2

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  4. #3

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Wie sollte man hier vorgehen:
    Ich würde zuerst einmal ein Sanierungskonzept erstellen. Lässt Du jeden Tag ein Dutzend Handwerker antanzen damit die ein Angebot erstellen, dann kriegst Du alles Mögliche zu hören, nur wahrscheinlich nicht das, was für DICH am Besten ist.

    d.h. zuerst einmal Bestandsaufnahme, also Begutachtung der Substanz. Daraus kann man dann verschiedene Maßnahmen ableiten, solche die unbedingt notwendig sind, und solche die man als wünschenswert einstufen könnte. Danach kommen dann Zahlen auf den Tisch damit man auch vergleichen bzw. den Nutzen abwägen kann.

    Steht das Konzept, dann werden die Maßnahmen im Details ausgearbeitet und den Betrieben zugesandt. Der Vorteil besteht darin, dass jeder Betrieb auch nur das anbieten wird, was angefragt wurde. Nur so kannst Du später die Angebote vergleichen. Betriebe die von den Vorgaben abweichen müssten schon gute Gründe liefern, ansonsten landet das Angebot in der Tonne.

    Gibst Du keine Linie vor, dann kriegst Du tonnenweise Papier, aber ein Großteil des Papiers hilft Dir nicht weiter. Das sorgt nur für unnötig viel Arbeit auf beiden Seiten.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Wenn Du KfW Fördermittel nutzen willst, brauchst Du da eh einen Sachverständigen für und
    dann ist der Schritt nicht mehr so weit ein Ingenieurbüro für Sanierung oder einen Architekten hinzuzuziehen, speziell wenn man vielleicht auch noch Räume ändern will, Fenster vergrößern etc.

    Bei unserem RMH Ende 60er hat uns damals leider die Energieberaterin, die die Sanierung hätte betreuen sollen, bzw. ihr Büro versetzt, nachdem sie einen Unfall hatte so daß wir die Sachen dann selber koordinieren mußten. Mit Ausnahme des Dachdeckers/Zimmermanns hatten wir Glück mit den Handwerkern bzw. im zweiten Teil (Fassade dämmen, Fenster+Türen neu, Balkon/Treppengeländer neu) auf Netzwerke und Handwerkerempfehlungen geachtet, die Qualität versprechen. Das kostet natürlich Zeit, weil man sich da dann doch zumindest gründlicher einlesen muß! Die Zimmerleute mußten letztlich zwei Tage nacharbeiten, nachdem sie beim Blower-Door Test die Leviten gelesen bekommen haben. Da wäre ein Fachmann sehr hilfreich gewesen, der einfach vorgibt, was wie zu machen ist und ihnen begleitend auf die Finger schaut/klopft. Mit der Wahl der Heizung bin ich heute nicht mehr so ganz glücklich, da heftig überdimensioniert, auch wenn es schon das kleinste Gas BW Gerät der Stammmarke unseres Heizungs-/Lüftungsbauers ist. Da würde ich heute ein anderes Fabrikat haben wollen. In dem Punkt war die Energieberaterin allerdings auch eine Pfeife und alles was an guten Ideen im Bereich Heizung, KWL und Warmwasser kam, war vom Heizungs/Lüftungsbauer!

    Nur um eine Grundidee zu geben, was so alles auf einen zukommt:

    Was wir selber gemacht haben:
    - Steckdosen ergänzen, Elektrik überprüfen durch meinen Vater (Elektroingenieur)
    - Fliesenspiegel in der Küche
    - Kellerdecke dämmen, Wände kalken
    - KWL Rohre verkleiden
    - alte Dachdämmung und Verkleidung rückbauen, Drempel öffnen
    - Spitzboden Bretter erneuern
    - Bodenbeläge entfernen, Vorbehandlung und Ausgleichsmasse, Bambusparkett legen (nur Kanten verleimt)
    - Etwa im halben Haus Lehmstrukturputz, Malerarbeiten
    - Hinten raus Fassadendämmung mittels vorgehängter hinterlüfteter Holzfassade und einen Meter tief Dämmung der Kellerwand. Umdämmung der auskragenden Balkonplatte
    - Tür für den Kellerabgang

    Fachfirmen:
    - Dach neu decken, Zwischensparren- und Aufdachdämmung, neue größere Fenster
    - Wand zwischen Küche und Wohnzimmer rausnehmen (Mithilfe)
    - diverser Elektrokram im Zug der Fassadendämmung und für den Garten
    - neue Gas BW Therme, WW zentral. Bad+WC konnte ansonsten so bleiben.
    - KWL
    - Großteil Trockenbau im Dach (keine Lust und Zeit mehr zum Selbermachen, ist auch mal schön und hebt die Laune was einfach machen zu lassen ...) + Kinderzimmer tapezieren
    - Fassadendämmung vorne und über dem Balkon
    - Neue Fenster+Türen
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  6. #5

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    doppelt, sorry
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  7. #6

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    Für den Fall dass der Planer/Architekt ein Fehlgriff ist wäre ein zusätzlicher SV sicher nicht verkehrt, am besten je Gewerk ein darauf spezialisierter SV. Gibt hier den einen oder anderen Fall dass es mit Planer auch nicht geklappt hat. Den Energieberater brauchst du allein aus formalen Gründen für die KFW Förderung.

    Das geht übrigens schon vor der Unterschrift des Vertrages los, weisst du als Laie worauf man bei der Beauftragung alles beachten muss um später keine unerwarteten Probleme zu bekommen? Kennst du den Unterschied zwischen VOB und BGB, Werkvertrag, Dienstleistunsgvertrag? Ups, da wird wohl auch noch ein Jurist benötigt.
    (Einer muss es planen, ein anderer sollte die Ausführung kontrollieren, ENEV ist nicht gleich der Heizlastberechnung, Eigenarbeiten allenfalls Abbruch bzw einfachere Malerarbeiten, ...)

    Ist alles etwas teuer als ein Auto-Kauf.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Bei einer energetischen Sanierung brauchst Du sowieso jemanden, der Dir das rechnet - die neue Heizungsanlage sollte auf die Heizlast nach Dämmerung ausgelegt sein. Diese Leistung erbringt Dir kein Handwerker gleich welchen Gewerks, selbst wenn er könnte.

    Auch für gestalterische Dinge ist ein Fachmann empfehlenswert. Ohne Archi hätten wir die Lichtsituation in unserem Altbau (Grenzbebauung an steilem Nordhang) total vermurkst.
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  10. #8
    Themenstarter

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    Also erst mal zu nem Bauingenieur der sich das Haus mal anschaut und rechnet.
    Ich kenne da einen, der macht auch Energieberatung. Da wäre dann doch genau der Mann den ich für das Sanierungskonzept brauche, oder?

    Haus gehört mir noch nicht, deswegen wollte ich erst einmal im Voraus wissen was in etwa an Sanierungskosten auf mich zukommt.
    Aber ich komme wohl nicht darum herum die €´s zu investieren, auch wenn sich hinterher herausstellt das die Sanierungskosten meinen finanziellen Rahmen sprengen. Dann hab ich das Geld eben in den Sand gesetzt.

    Wieviel wird denn so ca. eine Bestandsaufnahme und Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes kosten? 1000€ ? Was ist da alles enhalten?
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