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Dispositionskredit

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  1. #1

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    Dispositionskredit

    Hallo zusammen,

    ich hab eine ziemlich doofe Frage, hab aber beim googlen auch keine Antwort gefunden...

    Wir haben bisher noch nie einen Dispokredit gehabt, darum weiß ich nur dass es sowas gibt aber nicht wie es läuft. Wir zahlen alle Rechnungen für Versicherungen jährlich im Dezember / Januar, dafür lege ich auch immer Geld beiseite. Jetzt ist neben einigen Anschaffungen die teurer wurden als geplant auch noch unsere erste Gas- und Stromabrechnung gekommen. Hier müssen wir ordentlich nachzahlen was ich so in dieser Höhe nicht eingeplant hatte. Wahrscheinlich kriegen wir es mit dem Gehalt hin, aber zur Sicherheit hätte ich gerne einen Dispokredit. Wie läuft das? Welche Kosten entstehen, wenn ich das Geld doch nicht in Anspruch nehmen muss? Das wäre auch nur befristet bis Februar, spätestens mit dem Gehalt ist alles wieder gut. Muss ich eine Art "Bereitstellungszinsen" oder Gebühren bei nicht-Inanspruchnahme zahlen? Bitte helft mir.
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  2. Dispositionskredit

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  3. #2

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    Wenn der Dispo nicht in Anspruch genommen wird, kostet er auch nix.
    Wenn doch, ist es das teuerste Geld, das man sich leihen kann.
    Für sehr kurzfristige Überziehungen aber nicht unpraktisch.
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  4. #3

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    es wird dann noch unterschieden zwischen genehmigt und geduldet.. (unterschied ~0,3 .. 0,5%)

    Also mit der Bank sprechen.. dass sie Dir einen Dispo einräumen.
    Ggf auch nach einer alternativen Bank suchen .. es gibt deutliche Unterschiede.
    15% Schuldzinsen sind da locker drin
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  5. #4

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    Den Dispo wir dir deine Hausbank vermutlich bereits nach telefonischer Anfrage einräumen.

    Höhe des Dispos je nach Bonität, Online-Direktbanken gewähren meist Dispo in Höhe von 2 Netto-Monatsgehältern.

    Ist dein Konto im Plus, passiert nichts. Rutscht dein Kontostand ins Minus, fallen Dispozinsen an, bis das Konto wieder im Plus ist. Die Dispozinsen werden dann mit der nächsten Gebührenabrechnung des Kontos einbehalten.

    Überziehst du auch den eingeräumten Dispokredit, ist das in bestimmten Fällen auch noch geduldet, die Zinsen für diese "geduldete Überziehung" sind noch höher.

    Die Zinssätze für Dispokredit und geduldete Überziehung findest du im aushangpflichtigen Preisverzeichnis deiner Bank. Bei vielen Banken gibt es das auch online.
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  6. #5
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    Danke für eure Antworten. Meine Bank verlangt 7,74% Zinsen p. a. Ich konnte nur nicht rausfinden, ob auch Kosten bei Nicht-Inanspruchnahme anfallen. Ist ja aber dann anscheinend nicht der Fall wenn ich euch richtig verstanden habe. Ich werde dann morgen wohl mal dort anrufen müssen...
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  7. #6

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    7,74% p.a ist echt ein Schnapp... Ich habe vor 2 oder 3 Jahren noch 16% gezahlt...
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Jessi75 Beitrag anzeigen
    Danke für eure Antworten. Meine Bank verlangt 7,74% Zinsen p. a. .
    Das kann ich fast nicht glauben. Der Zinssatz für einen Dispokredit bewegt sich meist im zweistelligen Prozentbereich, typ. irgendwo zwischen 10% und 12% p.a. Zinsen fallen nur für den Betrag an der in Anspruch genommen wird. So ein Dispokredit, auch Kontokorrentrahmen genannt, ist sinnvoll für eine kurzfristige Inanspruchnahme, typ. ein paar Wochen.
    Die Bank räumt so einen Dispokredit i.H. 2-3 Monatseinkommen problemlos ein (entsprechende Bonität vorausgesetzt). Bei einem größeren Bedarf wird die Bank einen schriftlichen Vertrag ausfertigen.

    Wird das Konto über den vereinbarten Rahmen hinaus "überzogen", dann wird die Bank den zusätzlichen Bedarf als geduldete Überziehung "in Rechnung" stellen. Dafür gibt es Zinssätze die problemlos 15% betragen können, manche Institute gehen sogar noch deutlich weiter. Bewegt sich das Konto in diesem Bereich, dann kann es sein, dass die Bank die Notbremse zieht, sprich Lastschriften nicht mehr einlöst usw.

    Es ist daher sehr wichtig, dass man solche Situation vorab mit der Bank bespricht. Das vermeidet böse Überraschungen auf beiden Seiten.

    ACHTUNG!

    Man sollte tunlichst darauf achten, dass das Konto möglichst schnell wieder in den grünen Bereich gebracht wird. Eine längerfristige Inanspruchnahme freut zwar die Bank, wird aber für den Kunden richtig teuer. Zudem kassiert man ganz schnell Minuspunkte (Rating) was sich spätestens dann bemerkbar macht, wenn man wieder einen neuen Kredit o.ä. verhandeln möchte.

    d.h. die Inanspruchnahme eines Dispokredits sollte niemals zum Dauerzustand werden!

    Für mittelfristigen Kapitalbedarf wäre dann ein Ratenkredit eher geeignet.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das kann ich fast nicht glauben. Der Zinssatz für einen Dispokredit bewegt sich meist im zweistelligen Prozentbereich, typ. irgendwo zwischen 10% und 12% p.a.
    Das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen denn ich hatte ja ganz andere Zahlen im Kopf. ABER ich muss mich korrigieren, es gibt tatsächlich Direktbanken die Zinssätze ab 7% für den Dispokredit anbieten.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Avatar von Benjamin78
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    Hatte gelesen, dass es sich oftmals gerade bei kleinen (Haus-)Banken (Sparkassen, Volksbank) lohnt, auch über die Dispo-Zinsen zu verhandeln. Vielleicht bist du ja langjähriger Kunde und hast da Erfolg.
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  11. #10
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    Hallo Ralf,
    da hast du mich echt verunsichert und mir hat das auch keine Ruhe gelassen denn da stand auch was von Kontoeröffnung und ich bin ja dort schon seit einigen Jahren Kunde. Hab jetzt grad (dank Rückruf-Service auch kostenlos) mit denen telefoniert und die Zinsen liegen zur Zeit wirklich bei 7,74%. Auch für Bestandskunden. Es handelt sich um eine Spaßkasse, da gehe ich mal davon aus dass das auch alles ordentlich abläuft. Bisher hatte ich zumindest keine Probleme.

    Dieser Kredit ist wirklich nur für den Übergang von ca 2 Monaten und auch deutlich weniger als ein Monatsgehalt. Ist halt nur blöd, bisher sind wir immer gut klargekommen aber solange das Haus nicht fertig ist werden halt auch immer wieder Anschaffungen fällig... Und halt jetzt zum Jahresende alle Versicherungen und auch Steuern für beide Autos. Was uns jetzt nicht passt ist die Nachzahlung, der Rest ist kein Problem. Evtl.auch die Nachzahlung dank Weihnachtsgeld und Sonderprämie nicht aber da das noch ungewiss in Höhe und Zeitpunkt ist, möchte ich lieber auf Nummer sicher gehen...
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  12. #11

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    Der "Testsieger" von http://www.test.de/Dispozinsen-Banke...nft-4453180-0/ ist jetzt runter zu 5,25%, manche verlangen über 15% für den Dispozins, gigantische Streuung!
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  13. #12

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    Hallo Jessi75,

    zum Verständnis:

    Du hast ein Girokonto auf das jeden Monat dein Gehalt überwiesen wird.
    Du kannst immer so viel Geld ausgeben, wie du auch an Guthaben auf diesem Konto hast.

    Beispiel:
    100,00 EUR Guthaben
    100,00 EUR kannst du auch ausgeben

    So, nun gehen wir mal davon aus, dass du 100,00 EUR auf deinem Konto hast aber eine Rechnung von 150,00 EUR zu begleichen hast.

    Beispiel:
    + 100,00 EUR Guthaben
    - 150,00 EUR für Rechnungsbegleichung
    Macht -50,00 EUR

    Du hast dein Konto jetzt um 50,00 EUR überzogen, also 50,00 EUR Minus. Diese 50,00 EUR sind jetzt Dispokredit, auf die laut deiner Bank 7,74% Zinsen zu zahlen sind.

    Nun gibt es eine weitere Möglichkeit. Deine Dispogrenze liegt bei 200,00 EUR. Gibst du jetzt zusätzlich 200,00 EUR aus, bist du mit 50,00 EUR oberhalb (außerhalb) deiner Dispogrenze. Dafür werden dann Zinsen von z.B. 15% fällig.

    Also:
    1. normales Guthaben auf Girokonto
    2. Girokonto bis zu einem gewissen Betrag im Minus = Dispokredit
    3. Girokonto über den gewissen Betrag im Minus = außerhalb des genehmigten Dispokredites = extrem hohe Zinsen

    Der Dispokredit dient nur zum Auslgeich für sehr kurze Zeiten. Wenn z.B. zum Monatsende noch schnell die Stromrechnung abgebucht wird, dein Konto ins Minus rutscht und 1,2 Tage später dein Gehalt überwiesen wird.

    Ein Dispokredit erhält in der Regel jeder Bürger mit regelmäßigem Einkommen automatisch. Wie schon geschrieben wurde beträgt die Höhe ca. 2 Netto-Monatsgehälter.
    Ist man gerade dabei ein Haus zu bauen, kann man mit der Bank auch einen höheren Dispokredit vereinbaren.

    Dennoch kann ich nur empfehlen diesen nie zu nutzen. Er ist einfach zu teuer und nur für ganz kurze Zeit bestimmt.
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  14. #13
    Avatar von nightyhawk
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    Ich kann immer auch gerade in dieser Situation den anderen Weg empfehlen. Und zwar lohnt es oftmals, mit den Versorgern, Versicherern etc. zu reden. Die kennen deine finanzielle Situation nicht und wissen nicht, ob du den Dispo hast, nutzt oder ausreizt. Die wollen nur ihr Geld. Von daher kann es sich anbieten mit dem Stromversorger et.al. ein "Abstottern" der Nachzahlung über 3-4 Monate zu vereinbaren. Ist nicht schön, kostet aber eben keine 7-x%!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Nur zur Erinnerung, wir reden hier von einer Überziehung von ein paar Wochen.

    Zitat Zitat von Jessi75
    Das wäre auch nur befristet bis Februar, spätestens mit dem Gehalt ist alles wieder gut.
    Wenn sie zudem schreibt, dass sie es evtl. mit dem Gehalt auch so hinbekommt, dann geht es wohl eher um einen kleinen Betrag.

    d.h. Kleiner Betrag und vielleicht 4-6 Wochen, da kann sie problemlos den Dispo einsetzen. Die Zinsen dafür sind vernachlässigbar, zumal ja von 7,x% die Rede war. Da würde ich wegen der paar Euro auch nicht meine Versorger närrisch machen.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Nur zur Erinnerung, wir reden hier von einer Überziehung von ein paar Wochen.

    Wenn sie zudem schreibt, dass sie es evtl. mit dem Gehalt auch so hinbekommt, dann geht es wohl eher um einen kleinen Betrag.

    d.h. Kleiner Betrag und vielleicht 4-6 Wochen, da kann sie problemlos den Dispo einsetzen. Die Zinsen dafür sind vernachlässigbar, zumal ja von 7,x% die Rede war. Da würde ich wegen der paar Euro auch nicht meine Versorger närrisch machen.

    Gruß
    Ralf
    Das Thema ist erledigt, Nachzahlungen alle bezahlt (kam noch die Wasserrechnung dazu, da wurde auch noch mal was fällig, insgesamt fast 2.000,- ). Dispo ist problemlos eingerichtet worden aber zum Glück nicht gebraucht. Und jetzt ist wieder Ende des Monats also passt das schon. Unseren Versorger wollte ich auch nicht schon bei der ersten Rechnung anschreiben. Macht sicher keinen guten Eindruck (obwohl die Strompreiserhöhung die kurz nach der Rechnung kam auch keinen guten Eindruck gemacht hat).

    Dazu aber noch eine kleine Frage: Im Schreiben zur Strompreiserhöhung steht, dass bis zum 31.12. der alte Preis gilt. Man kann den Zählerstand formlos durchgeben oder es wird bei der nächsten Rechnung geschätzt wieviel bis zum 31.12. verbraucht wurde. Was ist in so einem Fall vorteilhafter? Den tatsächlichen Stand durchgeben oder schätzen lassen?
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