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  1. #1

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    "Optimaler Betriebspunkt" Altanlage

    Hallo Heizungsexperten,
    ich habe eine Frage zur verbrauchsgünstigsten Betriebsweise meiner älteren Öl-Heizungsanlage (und keine genaue Verbrauchsmesseinrichtung vor Ort).

    Was spart eigentlich mehr: mgl. niedrige Kessel-/VL-Temperaturen oder doch ein etwas größerer „Puffer“ durch eine höhere Heizkurve, der dann voraussichtlich die Stillstandzeiten (= null Ölverbrauch) verlängern würde?
    Alternativ dazu bietet die Steuerung die Option, die „variable Schaltdifferenz“ von 10 k auf 15 k zu erweitern (je kälter die AT, desto mehr schrumpft diese Differenz dann wieder).

    Um jetzt nicht erstmal zig Versuchskurven (unter wechselhaften Realbedingungen) fahren zu müssen: Wie beurteilt ihr erfahrungsmäßig/praktisch die Möglichkeiten oder gilt grundsätzlich „je niedriger – desto sparsamer“?

    Anlagen-Info: Buderus S 115 U, NT-Kessel 18 kW, Ecomatic (manuelle Ausführung), akt. Heizkurve 5/8-9 (max. 57 % VL/ - 20°C).

    Gruß Budenzauber
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  2. "Optimaler Betriebspunkt" Altanlage

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  3. #2

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    An sich gilt, je niedriger die Temperatur um so geringer die Verluste.

    Die Kesseltemperatur kannst Du aber bei Deinem Kessel nicht beliebig absenken, deswegen ist sehr wahrscheinlich ein Mischer verbaut.

    Das Takten hat natürlich auch einen Einfluss auf die Effizienz, wird aber gerne überbewertet. So lange das Teil nicht im Minutentakt an- und ausgeht, wirst Du kaum einen Unterschied feststellen können. Ansonsten würde ich die Hysterese erhöhen, auch wenn ich dadurch mit höherer Temperatur arbeiten müsste.

    Die Vorgehensweise wäre also:

    a.) Temperatur möglichst niedrig ansetzen
    b.) Sollte das Takten überhand nehmen, dann Hysterese erhöhen

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke, Ralf.

    Klar, ein Mischer ist da auch mit drin. Takten im Sinne von andauerndem An-Aus macht die Anlage nicht, Brennerlaufzeit liegt bei ca. 5 min, Stillstand dann zwischen 35 und 5 min, je nach AT.
    Die Laufminute schafft so 2 - 3°C in den Kessel, eine etwas längere BLZ bei einem größeren Delta T wäre da wohl ein Nullsummenspiel. Höchstens, dass sich seltenere Brennerstarts positiv auf Düse und Anlage (Sauberkeit/Wärmeübertragung) auswirken. Das mit der Hysterese/var.SD könnte insofern ganz interessant sein.

    Ansonsten läuft die Kiste schon am unteren Temperaturlevel in Bezug auf Komfort, Haus- und Dämmstandard. Die letzte (eher milde) HZ-Saison hatte ich dann aber statt dem erhofften neuen Rekordwert sogar einen leichten Mehrverbrauch von ca. 6 % vs. Vorjahr und kam ins Grübeln.


    Gruß Budenzauber
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  5. #4

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    Schwankungen im einstelligen Prozentbereich können durch viele Dinge verursacht werden.

    Was Dein Takten betrifft, so wären das max. 6 Takte pro Stunde (5min an, 5min aus=10 minuten). Das ist zwar nicht berauschend, aber es könnte schlimmer sein. Je mehr Startvorgänge um so höher ist der Verschleiß (Elektrode). Eine etwas höhere Hysterese könnte helfen, aber an sich ist das Takten nur ein Zeichen dafür, dass Dein Kessel (Brenner) noch zuviel Leistung liefert. Man kann die Kiste aber nicht beliebig runterdrehen, sonst trieft der Schornstein.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Jepp,
    die (wenigen) Stellschrauben und den Leistungsüberschuss haben wir hier vor einiger Zeit thematisiert. Ist halt so, seufz. Immerhin läuft die Mühle recht brav, die Messwerte sind prima und unser Verbrauch nicht so schlecht. Da die 5/5 Takte erst ab -10°C einsetzen, geht das auch noch.

    Mehrverbrauch – jetzt wo Du es sagst. Das sind bestimmt die blöden ESL, Stromleistenschalter und neuen A++ Geräte. 800 kWh weniger Strom könnten glatt hinkommen...

    Gruß Budenzauber
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