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  1. #1
    Avatar von jetter
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    CE / Eurocode 5

    Ab 04/2003 wird die CE-Kennzeichnung auch alternativ(ab 04/2004 dann auschließlich) für Bauprodukte mit normativem Hintergrund möglich sein.
    Das würde dann wohl bedeuten, dass mittelfristig 3 Berechnungsvarianten parallel existent sind:
    1- DIN 1052 alt
    2- DIN 1052 neu
    3- ENV 1995
    Wird damit die Berechnung nach DIN 1052 alt in den Hintergrund treten oder ergeben sich noch messbare Vorteile aus dieser Berechnungsmethode mit zulässigen Spannungen?
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  2. CE / Eurocode 5

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  3. #2
    Auge
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    Das ist der Trick

    Nachzulesen im 4. Band der fünfbändigen Trilogie "Per Anhalter durch die Galaxis", "Macht's gut, und danke für den Fisch", sinngemäß:

    Die Wissenschaft macht deshalb alles kompliziert und gibt komplizierte Begriffe, damit die Allgemeinheit nicht sagen kann: "Ach so, das hätten wir euch auch gleich sagen können"

    Wie war das mit der Vereinfachung der gesetze und Verordnungen?
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    macht nix!

    ... was unsere superschlauen für berechnungsmethoden vorschreiben - solange noch ein paar theopraktiker die peilung haben
    nach einigen hilfemails, die heute bei mir eingetrudelt sind, ist es um die peilung wohl sowieso nicht mehr gut bestellt

    die als din 1052-alt bezeichnete stammt von 1988, die vorhergehende din 1052-uralt von 1969 - und die würde heutzutage immer noch reichen.
    "regeln", die über die norm hinausgehen, sind und waren immer bekannt (veröffentlicht in "bauen mit holz") und dürfen angewendet werden - also, warum sollte eine funktionierende, sichere und wirtschaftliche norm immer wieder erweitert werden?
    cui bono, gell?
    es würde genügen, eine seriös druckfehlerbereinigte fassung zu veröffentlichen. wie es nicht geht (penlich, peinlich) sieht man an der 18800 - dutzende von sinnentstellenden fehlern, berichtigung über mehrere jahre ... ob´s bei der 1052 besser wird?

    das in den neuesten fassungen eingeführte sicherheitskonzept -was für leute sich da wieder durchgesetzt haben! - ist ja sooo wirtschaftlich, sooo plausibel und -dank immer tollerer (sic!) software- immer einfacher, da kann sich der entwerfende ingenieur nur freuen.
    nicht etwa der kollege, der da meinte:
    "alle wollen so schrecklich kompliziert rechnen und können´s nicht.
    ich kann´s, aber ich mag nicht"
    eine solche defätistische verweigerungshaltung entspricht zwar nicht dem zeitgeist, aber die quintessenz sollte zu denken geben.

    einer zeitgeistigen tragwerksplanung scheint der output, gemessen in cm-din-a4-stapel und tapetenähnlichen pseudoplänen, bestens zu entsprechen. masse statt klasse.

    zurück zur ausgangsfrage, man vergebe mir die abschweifungen.

    din 1052-alt (1988) ist ebenso "out" wie din 1052-uralt (1969).
    das "neue" verquaste sicherheitskonzept fordert seinen tribut, verständlichkeit ist nicht mehr gefragt, deshalb sind demnächst die neuen normen mit semi-probabilistischen sicherheitskonzept von bedeutung. ungereimtheiten, z.b. anpassung brandschutz in 4108, t.4, werden mittels nationalem anwendungsdokument glattgebügelt. es wird ernst
    an den ec5 glaubt niemand mehr so recht - aber darauf wird´s irgendwann ´rauslaufen. fragt sich nur wann.

    vorteile der "neuen" normengeneration mag sehen, wer will (vielleicht kann wirklich irgendwann mit gesteigerter wirtschaftlichkeit ohne gleichzeitig gesteigerte gefahr grösserer fehleranfälligkeit gebaut werden...), der vorteil der alten normen ist unstrittig - und deshalb wird sich in den nächsten 10-15 jahren de facto nichts ändern - wie im stahlbau der letzten jahre erlebt
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  5. #4
    Themenstarter
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    wie erwartet

    wenn die Frage vielleicht auch etwas allgemein und "flach" formuliert war, so kam doch die erwartete Reaktio
    In der Tat zeichnet sich dass neue Normenwerk durch etliche Ungereimtheiten aus, mal von dem fehlenden Bezug zu anderen nationalen Normen abgesehen.
    So werden z.B. für OSB-Platten nach Inkrafttreten der DIN 1052-2000 wiederum unterschiedliche Werte definiert sein. Obwohl in der hEN 12369 bereits alle Werte bestimmt sind, ist auch ein zusätzlicher Anhang mit charakt. Werten für OSB in der neuen 1052 enthalten.
    wissentliche Doppelnormung!
    Man geht nun davon aus, dass bei der Normung die Korifen in dem Gebiet am Werkeln sind und tatsächlich so sieht die Norm auch aus.
    Leider hat der Zimmermann "um die ECKE" nicht die Möglichkeit, daran teil zu nehmen und leider fehlt hier, anders als in anderen Baubereichen, auch eine effektiv organisierte Verbandsarbeit.

    Na vielleicht klappts zukünftig ja noch mal .
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  6. #5
    Auge
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    Koniferen heißen die

    Dann paßt es auch ;-)
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Daumen runter genormte osb ...

    das ist ein wiederspruch in sich.
    hinterher denkt dann der verbraucher: "was? nicht genormt? so´n dreck".
    dabei ist "nicht genormt" besser - weil ehrlicher und besser an den individuellen einsatzzweck anpassbar.
    der jetzige und der für die nächsten jahre vorhersehbare stand der normung für die werkstoffeigenschaften von osb ist ja eng begrenzt.
    ich schätz mal, "richtig" genormt werden irgendwann die werte der osb-platte von dem hersteller mit der besten lobbyarbeit. wer zahlt´s am ende? der doofe endkunde.
    bis dahin müsste man eigentlich erwarten, dass ein wertebereich angegeben wird - d.h., ohne herstellerangaben und prüfprocedere wie bisher geht´s auch nicht
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  9. #7
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    prinzipiell ja, aber

    wie siehts denn häufig aus, hab da einige Beispiele erlebt.

    Da ist z.B. in der Ausschreibung OSB mit a.b. Zulassung gefordert,
    mehr ist nicht angegebenn, und dann kommt auch eine rein. Dass dort Unterschiede in mehr als relevanten Größenordnungen zwischenliegen können interessiert keine S.., (ausser vielleicht den Statiker )
    Genauso wie im Zweifelsfall ohne Not OSB/4 gefordert wird, wohl wissend dass (oder auch nicht ) dass die allermeisten OSB mit Zulassung bessere statische Rechenwerte haben als die OSB/4 mit normatievem Hintergrund, verfügbarkeit sei mal dahingestellt.

    Na ja ich gleite ab, sorry.

    Aber aus meiner Sicht ist eine normative Grundlage, natülich auf OSB-gerechtem Niveau eine Verbesserung für den Anwender.
    Allerdings sind dann alle Anbieter vergleichbar und Alleinstellungsmerkmale aus qualitativer Sicht fallen weg.

    Aber dass ist nur ein Bereich der hier angerissen war, prinzipiell zieht sich dies Problem aber auch wie ein roter Faden durch die Norm.
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