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  1. #1

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    Nachträge/Planungsfehler

    Hallo!

    Wir haben in einer sehr leichten Hanglage gebaut. Der
    Rohbau wurde per LV vergeben.

    Jetzt kam die Schlußrechnung und der Rohbauer hat
    ca. 75% höhere Erdarbeiten berechnet. Dazu noch
    Nachträge für eine "Fundamentaufkantung" und
    zusätzliche Stahlbetonwände über ca. 10.000 €.

    Der Architekt hat die Rechnung abgezeichnet mit dem
    Vermerk, dass die Massen bei den Erdarbeiten schwierig
    nachzuvollziehen sind und die Nachtragsarbeiten angefallen
    sind, aber keine Nachträge gestellt worden sind.

    Nach Rücksprache mit dem Rohbauer, wurde mir mitgeteilt,
    dass die Höhen nicht gepasst hätten und vor Ort auf der
    Baustelle meinem Architekten (gleichzeitig Bauleiter) dieses
    mitgeteilt wurde.
    Eine Info, weder vom Rohbauer noch vom Architekten, haben
    wir nicht bekommen.

    Hätte der Rohbauer nicht einen Nachtrag stellen müssen?
    Diese Aufkantungen/Stahlbetonwände sind nicht im LV enthalten.

    Hätte der Architekt mich nicht über diese hohen Zusatzkosten
    informieren müssen? Bzw. vorher die Höhen richtig planen müssen?

    Wie gehe ich jetzt mit dieser Situation um?

    Bitte Hilfe!!!

    Danke!
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  2. Nachträge/Planungsfehler

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  3. #2

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    Hätte der Rohbauer nicht einen Nachtrag stellen müssen?
    Ja hätte er!

    Das heißt aber nun nicht, daß Ihr diese bauteile nicht bezahlen müßt. Sie gehören ja nun auch Euch. Allerdings wird erstmal über deren tatsächliche Notwendigkeit und über den abgerechneten Preis zu diskutieren sein.

    Also: waren diese maßnahme so notwendig oder wäre es -wenn schon notwendig- evtl. auch anders (=evtl preislich günstiger) gegangen
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  4. #3

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    Ist aber blöd wenn man schon am Anfang sich nicht auf seinen Archi verlassen kann.
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  5. #4
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    Eine Info, weder vom Rohbauer noch vom Architekten, haben wir nicht bekommen.
    Das alte Elend .....
    Der Bauunternehmer zeigt dem Vertreter der Bauherrn irgendwelche Unstimmigkeiten an und es werden Festlegungen zur Ausführung getroffen die mehr Geld kosten.
    Vermutlich sind die Einzelpositionen durch das LV abgedeckt, so dass es hier um Massenmehrungen durch die erforderliche geänderte Ausführung geht.

    ca. 75% höhere Erdarbeiten berechnet
    Es geht also um Massenmehrung gegenüber dem Leistungsverzeichnis ... und nicht um fehlende Nachträge.

    "Fundamentaufkantung" und zusätzliche Stahlbetonwände über ca. 10.000 €.
    Auch hier dürfte es sich um Massenmehrung gegenüber dem LV handeln oder gabs in der Ausschreibung keine Stahlbetonwände ?

    *Ursache* ist doch auch bekannt :
    Nach Rücksprache mit dem Rohbauer, wurde mir mitgeteilt, dass die Höhen nicht gepasst hätten
    dass die Massen bei den Erdarbeiten schwierig nachzuvollziehen sind
    Yepp .... ganz sicher, vor allem wenn die Höhen nicht gepasst haben .... dann wirds ganz schwierig.
    Es gibt aber sicherlich ein Geländeprofil *vor dem Bau*, eíne Variante *unpassend* und die *gebaute Variante* ... und dann kann man mit ziemlicher Sicherheit feststellen ob die *Größenordnung* der geänderten Leistungen möglich sind oder ins Reich der Fabeln gehören .... und anscheinend wurden die Leistungen ja erbracht .... anders kann ich die lauwarme Aussage des Architekten nicht deuten.

    Hier hatte wohl eher der Archi ein Problem seinen Bauherrn auf Unstimmigkeiten vorzubereiten und gehofft, dass sich die Kosten irgendwo egalisieren ... blos gings da wie beim Aushub ... wurde mehr.
    Dumm gelaufen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5

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    das elend wird erweitert, der auftragnehmer seinen vertragspartner - auftraggeber - nicht informiert. wahrscheinlich mit dem architekten darüber spricht und das ganze bleibt dann liegen bis zur schlussrechnung.
    es ist schade, dass immer wieder architekten ihrer vertraglichen verpflichtung als sachwalter und interessenvertreter des bauherrn nicht nachkommen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    das elend wird erweitert, der auftragnehmer seinen vertragspartner - auftraggeber - nicht informiert. wahrscheinlich mit dem architekten darüber spricht und das ganze bleibt dann liegen bis zur schlussrechnung.
    es ist schade, dass immer wieder architekten ihrer vertraglichen verpflichtung als sachwalter und interessenvertreter des bauherrn nicht nachkommen.

    Dem ist schon fast nichts hinzuzufügen!!
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Es geht also um Massenmehrung gegenüber dem Leistungsverzeichnis ... und nicht um fehlende Nachträge.
    Ja, das ist hier richtig. Hier werde ich nicht herum kommen.


    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Auch hier dürfte es sich um Massenmehrung gegenüber dem LV handeln oder gabs in der Ausschreibung keine Stahlbetonwände ?
    Nein, keine Massenmehrung. Wurde als Nachtrag gestellt. Im LV sind Außen-, Innen- und Einzelfundamente enthalten, aber keine
    Fundamentaufkantung oder Stahlbetonwände.


    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Yepp .... ganz sicher, vor allem wenn die Höhen nicht gepasst haben .... dann wirds ganz schwierig.
    Es gibt aber sicherlich ein Geländeprofil *vor dem Bau*, eíne Variante *unpassend* und die *gebaute Variante* ... und dann kann man mit ziemlicher Sicherheit feststellen ob die *Größenordnung* der geänderten Leistungen möglich sind oder ins Reich der Fabeln gehören .... und anscheinend wurden die Leistungen ja erbracht .... anders kann ich die lauwarme Aussage des Architekten nicht deuten.
    Kann man wahrscheinlich nur mit Gutachter ermitteln, oder?

    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Hier hatte wohl eher der Archi ein Problem seinen Bauherrn auf Unstimmigkeiten vorzubereiten und gehofft, dass sich die Kosten irgendwo egalisieren ... blos gings da wie beim Aushub ... wurde mehr.
    Dumm gelaufen ....
    Wieso dumm gelaufen. Wenn der Archi doch informiert war, hätte er doch handeln müssen!
    Kann ich den Archi belangen? Fehlplanung? Ein Fall für seine Versicherung?

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  9. #8

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    Da haben wir sie wieder...die "Sowiesokosten".....ich weiß...hilft dem BH erstmal wenig.

    Aber: Du hast doch Stahlbetonwände bekommen und diese waren wohl auch notwendig auch wenn dies in der Planung anfangs nicht ersichtlich war, so vermute ich jetzt mal.

    Ein schaden wäre es mE wenn die Wände nicht gemacht worden wären und auf Grund dessen hier zB der Hang ins Rutschen gekommen wäre und einen zu regulierenden Schaden hervorgerufen hätte.

    So aber wären diese Wände/ Aufkantungen (was auch immer) ja wohl auch gekommen, nur mit dem Unterschied, daß dies dann vorher preislich fixiert worden und bem BH bewußt gewesen wäre.
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  10. #9

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    Ja aber warum weiß sowas der Archi nicht vorher?
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  11. #10

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    eine fundamentaufkantung kann sich im zuge der bearbeitung - schal- und bewehrungsplanung - nachträglich ergeben. auch durch forderungen eines prüfingenieurs. zu diesem zeitpunkt ist die ausschreibung meistens durch und der auftrag erteilt.
    was mich stutzig macht, ist, das betonwände nicht im auftrag enthalten gewesen sein sollen. sind denn z. b. keine mauerwerkswände entfallen? ich kann mir nicht vorstellen, dass die rohbauausschreibung ganz ohne ´wände´ aufgestellt worden ist.
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  12. #11

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    ich kann mir nicht vorstellen, dass die rohbauausschreibung ganz ohne ´wände´ aufgestellt worden ist.
    ich hatte das so "verstanden" (...naja...besser: geraten!), daß diese Wände zB imGarten zur Hangsicherung notwendig geworden wären. Im Haus hätten sie ja nur andere Wände ersetzt. Und das wohl kaum 10.000 MEHRkosten verursacht....
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Donald Dark Beitrag anzeigen
    Wie gehe ich jetzt mit dieser Situation um?
    am besten forderst du den architekten auf, einen soll-ist-abgleich zu erstellen und dir bis zum ............. vorzulegen. beachte dass die schlussrechnung des rohbauers eine 8 wochen frist hat zur prüfung und zur darstellung eines einspruchs deinerseits. ansonsten gilt die rechnung als vorbehaltlos angenommen und du musst den rechnungsbetrag zahlen, der dargestellt ist.
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  14. #13

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    Wie stellst Du Dir einen solchen Soll-Ist-Abgleich vor??????

    Soll = Planung
    Ist = Ausführung ?

    Dazwischen sollte es ja keine Unterschiede geben....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    soll = vereinbarte vertragsleistung
    ist = ausgeführte leistung

    damit legt er offen, was alles dazu gekommen ist.
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  17. #15

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    ...das ist dann ersztmal ein Aufwand von sicher mind. 5-8 Std. Arbeit....wenn's reicht!
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