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Vorfilter für kleine Rigole

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  1. #1

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    Vorfilter für kleine Rigole

    Guten Tag,

    folgendes Problem: ich muss eine kleine Rigole anlegen, um das Regenwasser von einer Hausdachrinne (ca. 35m² Dachfläche) versickern zu lassen.
    Dazu hatte mir ein Wasserwirtschafts-Ing. (es ging eigentlich um Kellerabdichtung) gesagt, ich solle einfach aufgraben, einen m³ Kies in den Boden schütten und von der Regenrinne aus über einen Weg 2m Drainrinne zur Rigole rüberführen.
    Braucht es nicht auch noch einen Vorfilter, um kleinere Mengen irgendwie hineingeratenes Laub, Sand etc. aufzufangen, zusätzlich zu einer Umhüllung der Kiespackung mit einem Filtervlies? Reicht ein Schmutzfangkasten in der Rinne, Hofablauf mit Fangkorb o.ä., oder ist mehr nötig? Welche kompakten Lösungen gibt es für so kleine Rigolen?
    Errechnete Werte:

    Breite x Höhe: 1m x 1m
    Angeschlossene undurchlässige Fläche ARed 29,75
    Erforderliche Länge der Rigole L 1,46 Meter
    Erforderliches Speichervolumen der Rigole V 0,51
    Versickerungswirksame Fläche der Rigole As 2,19
    Bemessungsregenspende rD(n) 94,98 l/s*ha
    Häufigkeit der Bemessungsregenspende n 0,20 a
    Dauer der Bemessungsregenspende D 37,42 Minuten
    Zeitbeiwert 0,92
    Zuflussrate Qz 0,28 l/s
    Versickerungsrate Qs 0,05 l/s

    Der Boden besteht rein aus Sand, für die Berechnung habe ich vorsichtshalber den Wert für Feinsand genommen.

    Danke
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  2. Vorfilter für kleine Rigole

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  3. #2

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    Ich habe eine sehr ähnliche Situation seit dem Mai im Betrieb mit Siebeinsatz in der Dachrinne...bis jetzt alles problemlos...
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  4. #3

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    ich spare mir jetzt die rechnerische Prüfung des Entwässerungsbauwerkes ...

    abgesehen davon, dass ich die Geometrie des Kieskörpers anders wählen würde (frostsicherer Zulauf + 1 m effektive Höhe = ist etwas aufwändiger als nötig), sollte man auch bei einer solchen Rigole ein Einleitungs"bauwerk" vorsehen - eben um Blätter etc. vom Porenvolumen fern zu halten. In dem Fall (erschlagt mich für Bastelanleitungen) ist es so ziemlich egal - hauptsache es setzt sich ab und kann gereinigt / gewartet werden.


    nimm als Rigolenfüllung genormten Kiessand 0/32 (= Betonkies, hat zwar mit 25 % ein etwas kleineres Porenvolumen, ist aber filterstabil = brauchst kein Geotextil - kleines Verteilungsrohr wäre nicht schlecht - Drainagerohr DN 100 ist schon überdimensioniert) oder aber Speicherelemente (Porenvolumen ca. 92 %)

    Was studierst du denn so ... ? (reine Neugierde, aber ganz so fachfremd kann es nicht sein)


    Gruß

    Helge
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  5. #4
    Avatar von alex2008
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    Ähnliches Problem wurde schon mal durchgekaut

    http://www.bauexpertenforum.de/showt...r-zu-Standrohr


    generel sollte man jeden Hofablauf/Rinnenablauf mit einem Schmutzfänger versehen und diesen dann aber auch regelmäßig reinigen.

    So ein Einleitungsbauwerk wie von Helge beschrieben wäre aber durchaus sinnvoll. Hier würde ich ein Konstruktsprinzip wie den im obig genannten Beitrag von mir erwähnten Dachwassersammler vorschlagen, also schlicht ein Schacht bspw. aus einem stehenden Zementrohr mit einem beruhigten Zulauf (dass ist der nach unten gerichtete Bogen) und einem etwas tiefer als der Zulauf angeordnetem Ablaufrohr.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Gast vS Beitrag anzeigen
    abgesehen davon, dass ich die Geometrie des Kieskörpers anders wählen würde (frostsicherer Zulauf + 1 m effektive Höhe = ist etwas aufwändiger als nötig)
    Welche Abmessungen/Tiefen würdest du wählen? Hatte damit hauptsächlich die nötige Kiesmenge überschlagen.
    Ein 2m DN100 Drainagerohr hätte ich noch da. Kopfzerbrechen bereitet mir insbesondere die Ausführung des Übergangs von der Drainrinne in die Rigole. Ich kann mir aber auch statt der Drainrinne eine unterirdische Zuleitung vorstellen. Dafür gibt es offenbar ausgereifte Fertigsysteme (Danke für den Link, alex).

    Ich studiere Pharmazie, das beinhaltet zwar schon einige physikalische Grundlagen, Chemie und Mathematik; hilft in der Praxis bei solchen Bauvorhaben aber nur bedingt.
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  7. #6

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    Hatte damit hauptsächlich die nötige Kiesmenge überschlagen.
    Da wäre natürlich die erste Frage, wie die Berechnung erfolgte .... (kannst du mir ja mal per PN schicken)

    Welche Abmessungen/Tiefen würdest du wählen?
    Ich tendiere generell zu einem möglichst geringen bautechnischem Aufwand. Zudem wirkt sich eine größere Sohlfläche positiv auf die Versickerungsrate aus - also: frostsicher, aber möglichst "flach" (sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen etc. ....)
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