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Hausanschluss mit Nebenabgang?

Diskutiere Hausanschluss mit Nebenabgang? im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Hausanschluss mit Nebenabgang?

    Ein Bekannter von mir hat sich vor ein paar Monaten ein Haus gekauft und mich gebeten, ihn bei der geplanten Renovierung fachlich zu unterstützen. Soweit so gut.
    Im Keller seiner Neuerwerbung ist mir dann ein eigenartiges Kabel am Stromanschluß aufgefallen, das ich nicht so recht zuordnen kann. Sowas habe ich bisher jedenfalls noch nie gesehen und ich habe den leisen Verdacht, dass das nicht ganz legal sein könnte.
    Vielleicht irre ich mich ja und es ist nur ein harmloser Potentialausgleich oder so was.
    Ist sowas normal?

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  2. Hausanschluss mit Nebenabgang?

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  3. #2

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    Sieht auf den ersten Blick zumindest aus wie die Verbindung zur PAS. Einfach mal schauen wohin die Leitung geht.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Altbau85
    Gast
    Bei einem TN-C-S ist es vollkommen normal, das der örtliche Potentialausgleich lokal an die Potentialausgleichschiene geht, um von dort an den Fundamenterder zu gelangen.

    Alles gut.
    Willst du ganz sicher gehen, folge Ralf's Rat und verfolge die Leitung... Aber irgendein Held hat ja den Leitungsführungskanal übertapeziert
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  5. #4
    Themenstarter

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    Vielen Dank für Eure Beurteilung!
    Das ist doch schon mal beruhigend. Wir haben zwar auch schon versucht, dem Kabel zu folgen, aber der Kabelkanal verschwindet über der Gipskartondecke und ca. 8m weiter kommt das dicke Kabel hinter dem Zählerschrank wieder aus der Wand, zusammen mit ca. 15 dünneren Kabeln, von denen jedes das in Frage stehende Kabel sein könnte.
    Aber wenn so ein Konstrukt üblich ist, dann wird es schon passen.
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  6. #5

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    Schau mal nicht bei der Verteilung nach, sondern suche eine Potentialausgleichsschiene bzw. einen Erder! Dort sollte jene Leitung hinführen.
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  7. #6
    Altbau85
    Gast
    Ich denke auch, dass du dir keine Sorgen machen musst - das passt schon so.

    Wie Julius schon vorgeschlagen hat, kannst du ja auf die PAS (Poti) gucken, da sollte die Leitung aufgelegt sein.
    Sollte ihr dennoch ein "mulmiges" Gefühl haben auf jedenfall einen Fachmann rübergucken lassen, nicht selber an der Verteilung rumfummeln.
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  8. #7
    Altbau85
    Gast
    PS.: Und wenn der HAK noch verplombt ist, würde ich mir noch weniger sorgen machen
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  9. #8
    Themenstarter

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    An der Potentialausgleichsschiene kommen vier Kabel an:
    1. vom Fundamenterder
    2. von vor der Wasseruhr
    3. von hinter der Wasseruhr
    4. vom Zählerschrank
    Kann natürlich sein, dass das Kabel vom Zählerschrank irgendwo, wo man es nicht auf den ersten Blick sieht, mit dem komischen Kabel vom Hausanschlußkasten verbunden ist.

    Eine Plombe ist am HAK schon dran, aber nur, solange man nicht dran zieht...

    Na jetzt soll da mal ein Elektriker nach dem Rechten schauen. Trotzdem vielen Dank!
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  10. #9

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    Die Ableitung ist ein NYM 4x16mm² und rechts daneben das 1x16mm² für den PE. Völlig normal...
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  11. #10

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    "Völlig normal" kann ich unterstreichen (soweit es bei der Stromversorgung in D überhaupt so etwas wie ein Normal gibt - sie ist ja örtlich sehr unterschiedlich aufgebaut).

    Den Rest nicht.

    Denn das kann der PE sein, muß es aber nicht.
    In aller Regel ist er es NICHT!
    Sondern - wie schon erwähnt wurde - die Verbindung des PEN mit der HPAS/HES. Also nur so etwas Ähnliches, nämlich ein Potentialausgleichsleiter und möglicherweise gleichzeitig die lokale Stützung der PEN-Erdung.
    Der PE wäre es, wenn die (einzige) PEN-Aufteilungsstelle der Anlage sich im HAK befände. Möglich, aber bei Anlagen dieses Alters sehr selten.
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  12. #11
    Themenstarter

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    So, ihr hattet Recht. Der Eli war da und hat sich die gesamte Elektrik im Haus angeschaut. Der Anschluß ist so in Ordnung und der HAK ist jetzt wieder ordentlich plombiert.
    War aber trotzdem gut, dass da mal ein Fachmann drüber geschaut hat, denn ausgerechnet im Bad - wo es ja zum Glück nicht so drauf an kommt - fand er doch tatsächlich eine Steckdose, bei der die Phase auf den Schutzleiter gebrückt war.
    Zum Glück hat die bisher noch keiner benutzt.
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  13. #12

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    Gut. Was den Hausanschluß angeht.
    Und auch nicht. Was den Rest angeht.

    Denn die Badezimmergeschichte kann so überhaupt nur in einem TN-C-System auftreten.
    Das bedeutet, daß die Anlage einen für heutige Verhältnisse unterirdischen Sicherheitsstandard aufweist.
    Nämlich den technischen Stand der 1930er Jahre. Dieser war für Neuanlagen nur bis Anfang der 1970er zulässig (in den neuen Bundesländern noch etwas länger).

    Dringende Empfehlung:
    Wann immer ein Raum renoviert wird, unbedingt sämtliche Leitungen ersetzen lassen!
    Die werden nämlich bisher alle keinen (separaten) Schutzleiter besitzen.

    Dann kann man auch Fehlerstromschutzschalter einbauen lassen und die Anlage so auf heutiges Niveau des Personen- und Brandschutzes bringen.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Altbau85 Beitrag anzeigen
    Bei einem TN-C-S ist es vollkommen normal, das der örtliche Potentialausgleich lokal an die Potentialausgleichschiene geht, um von dort an den Fundamenterder zu gelangen.
    Bei einen TN-C etwa nicht?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Altbau85
    Gast
    Was hat das, lieber Julius, nun mit dem (gelösten!) Problem des TE zu tun ?
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  17. #15

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    1) hier im Forum sollten keine falschen oder (und sei es auch nur wegen Unvollständigkeit) mißverständlichen Antworten gegeben werden

    2) der Fragesteller (bzw. sein Bekannter) hat - wie es aussieht - eben ein TN-C (und leider kein TN-C-S)

    In Bestandsanlagen ist übrigens der von Dir erwähnte Erder oft nicht vorhanden und muß vielfach auch nicht nachgerüstet werden.
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