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  1. #1

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    balloon frame, mein Wandaufbau, Danke an die Experten

    Hallo Forum,

    nach etlichen Jahren des mitlesens und vor allem des Informations saugens, will ich mal aus der Deckung kommen und kurz zusammenfassen, was aus diesen hier gewonnenen Informationen geworden ist. Eventuell ist ja die eine oder andere Information für potentiell bauwillige dabei.
    Und natürlch ein Danke an die Experten.

    Ein Fazit steht ja meist am Ende der Ausführungen, meines vorweg. Aus meiner Erfahrung benötigt man zum bauen neben ausreichend Geld, genau 3 Dinge:
    1. Eine gute Planung
    2. Eine gute Planung
    3. Eine gute Planung

    Geplant und gebaut wurde ein EFH in Balloon Frame HRB auf Bodenplatte. Meine Prioritäten waren:
    - Heizernergieverbrauch muss niedrig sein.
    - sommerlicher Hitzeschutz: wichtig
    - Schallschutz, für mich unwichtig, da es sich um eine sehr ruhige Gegend handelt.
    - Versicherbarkeit, wichtig aber kein Problem. Ich zahle ca.15€/Monat für Wohngebäudeversicherung.
    - Brandschutz, wichtig im üblichen Umfang.
    - Wiederverkaufswert, ist schlechter als beim sogenannten Massivbau. OK!
    - Blos nicht der deutsche Standard Grundriss: (wohnen, Küche, Flur unten; Bad2 weitere Zimmer oben).

    Mein Planer hat folgenden Wandaufbau geplant. von innen nach Außen.
    - 2 mal 12,5 GKP (wollte ich so, eine Platte war mir zu labberig) Raster 60cm
    - 6 cm Inst.Ebene gedämmt (WLG040). Kabel in Leerrohren.
    - 18mm OSB4 (F0) Aussteifende Ebene, Raster 62,5cm. Stöße innen abgeklebt, OSB auf Höhe Platte nur 1mal gestoßen (Wand ist 4m hoch) und schubsteif verbunden, Platte auf vertikale Rippe geklebt (PU Kleber) und genagelt, Nagelabstand 10cm.
    - vertikale Rippe, KVH NH C24 160x80, Gefachdämmung 160mm WLG 035
    - Holzfaserdämmplatte 100m (WLG 038?) halt die Firma mit der weißen Schrift auf grünem Grund.
    - 40mm nüscht also Hinterlüftung, Raster: wie Rippen
    - 28mm Keilstülp (sägerau) mit O*M* farbigem Ölzeugs.

    Mit dem U-Wert war ich doch gut zufrieden. Die Temperaturamplitudendämpfung, na ja ein KS hätte das besser hinbekommen. Man kann nicht alles haben.

    Das KVH kam direkt vom Sägewerk in 13m Stangen, Pfetten natürlich nach Liste, das BSH auch.
    Verarbeitet wurde zimmermannsmäßig vor Ort.
    Die Außenhülle wurde (in nur 4 Teilen) liegend gefertigt, ebenso die Innenwände. Die Längsseiten maßen (ca.) 12,50m lang x 4,00m hoch. Es waren auf 43m Umfang nur 4 Elementstöße zu dichten.
    Da die Bodenplatte glatt war wie ein Tisch, war die Richtschwelle problemlos montiert.

    Ein Kran war 8 Stunden vor Ort, dann Stand die Hülle inkl. aussteifender Decke, die 4 Pfetten waren aufgelegt und das doppelte Hängewerk eingefädelt und befestigt. Die Zimmerleute haben dann die Sparren bearbeitet, aufgelegt und befestigt. Unterspannbahn und eine provisorische Lattung drauf, so war die Hütte einiger Maßen regendicht.

    Fazit des Aufstelltages: Zimmerer sind crazy. Bei einigen Aktionen von denen konnte ich nicht mal hinschauen. Holz ist ein schöner Baustoff und Handwerker sehen am Abend was sie geschafft haben.


    Gruß Andreas (bei der Anmeldung ist das "n" verschwunden)
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  2. balloon frame, mein Wandaufbau, Danke an die Experten

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von alex2008
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    und das haben die Zimmerer bei Dir ohne bayrische Nachhilfe hinbekommen ?
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  4. #3

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    nicht standard Grundriss. Stellst Du den mal ein? Würde mich doch sehr interessieren.
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  5. #4

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    Na gut, aber was willst Du jetzt wissen, oder geht es hier nur um Aplaus? Hat ja alles prima geklappt und gegen Deine Aufbauten ist sicherlich auch nichts zu sagen, außer dass Du es in manchen Punkten eher übertrieben gut gemacht hast. Wenn es auch noch zeitlich so gut (trotz Rahmen auf der Baustelle herstellen) geklappt hat, alles bestens.
    Gruß Friedrich.
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  6. #5

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    Hätte's Romanschreiber werden sollen...
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    davon
    Zitat Zitat von adreas Beitrag anzeigen
    .. Balloon Frame HRB ..
    hab ich schon mal gehört. muss ganz was komisches sein

    das
    Zitat Zitat von adreas Beitrag anzeigen
    .. das doppelte Hängewerk ..
    lässt mich allerdings echt rätseln .. aber i bin ja ned neugierig

    und was mich dann doch interessieren würde:
    wieviele zimmerer, wieviel tage?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Guten Morgen,

    Alex2008, Die scheinen sowas schonmal gemacht zu haben. Jedenfalls kommten die den Hammer richtigrum halten. Aber in dem Jahr gab es einen sehr verregnetenSommer und aus lauter Angst um mein Holz habe ich ein Zelt 15mx10m spendiert, so dass im trockenen vorgefertigt werden konnte.
    Fritz 1957, Applaus? Wofür denn? Ich wollte von einer rundrum gelungenen Sache berichten, auch weil viele Infos (an der Stelle wiederhole ich mich) aus diesem Forum stammen. Zeit im Rahmen? Nein, deutlich drüber. Ist aber egal, weil ich auf dem Grundstück wohne und keine Ende Datum gesetzt hatte, es dauert so lange wie es dauert. Geld, das selbe in grün.
    Gipser, ich habe mich schon zusammengerissen.Was wollte ich erst herziehen, über Verbindungsmittel die so unerwartet teuer waren, als ob sie aus einem Stück Gold gefeilt wären. 29 Stück Zuganker verschraubt und ständig mit dem Bohrer im verdammten Stahl der verdammten Bodenplatte hängen geblieben. Und der Trockenbau erst (Schaum von Mund wisch).
    MLS, es war für den Laien wie mich ein seltsamer Anblick: Die Decke "eingehängt" nicht aufgelegt und das hält? Die andere Gebäudehälfte ist der Wohnbereich und der ist nach oben offen. Mein Planer hat, auch weil ich sagte, dass ich kein Problem damit habe "Holz" im Wohnbereich zu sehen, dieses Hängewerk ersonnen. Auch stellte wohl die Aussteifung des Giebels (es gibt halt auf der einen Seite keine Deckenscheibe) eine herrausforderung dar. Ich versuch mal ein Foddo einzustellen.
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  9. #8

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    Balloon Framing eine bis vor ein paar Jahren veraltete Holzbauweise. Siehe das Zitat aus Wikipedia. Wurde durch Platform Framing abgelöst. Heute auf Grund der hohen Anforderungen an Luft- und Winddichtigkeit durchaus wieder aktuell. Außerdem auch für weitere Baumaßnahmen (WDVS) wieder interessant. Problem Quetschfuge ist damit auch gelöst.
    Problem heute, nach wie vor schwierig in der Vorfertigung, eigentlich nur auf der Baustelle ausführbar.

    Zitat:
    Dies war in den USA und Kanada die ursprüngliche Holzrahmenbauweise, deren Hauptmerkmal - ähnlich wie die mittelalterliche Ständerbauweise - über die Etagen durchgehende Wandpfosten sind.
    Als Auflage für die Balkenlage wird eine Holzbohle auf Deckenhöhe eingelassen, die Balkenlage aufgelegt und seitlich am Pfosten befestigt. Ursprünglich wurden die Außenwände entweder mit eingelassenen Streben ausgesteift oder außen mit Brettern diagonal beplankt. Die Außenwand innen, Innenwände und Deckenunterseiten wurden meist mit dünnen Holzleisten verschalt, welche als Putzträger für einen Gipsputz dienten. Mit dem Beginn der industriellen Fertigung von Gipskartonplatten in den USA ab 1910 und der Einführung plattenförmiger Holzwerkstoffe wurden dann diese wesentlich rationeller zu verarbeitenden Wandbaustoffe eingesetzt.

    Doppeltes Hängewerk, ja darüber habe ich auch gerätselt was dies in diesem Fall bedeuten soll. Im doppelten Hängewerk werden die Dachlasten auf die Außenwände abgeleitet und gleichzeitig die Decke aufgehängt. Habe versucht noch ein Bild davon einzustellen, ob es geklaptt hat?????

    Ja und Applaus, wie gesagt konnte jetzt nicht den Sinn Deines Beitrages erkennen. Wenn alles so gut geklappt hat ist das für Dich schön und ich beglückwünsche Dich dazu. Aber wie Du zu Deinem Haus gekommen bist ist eher untypisch und deshalb kaum als Anleitung für andere Holzhausbauer geeignet.

    Gruß Fritz.
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  10. #9

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    Hat es jetzt geklappt ???
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  11. #10

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    Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
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  12. #11

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    hallo fritz
    was du da eingestellt hast ist ein hängesprengwerk .

    gruss aus de pfalz
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  13. #12

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    Das doppelte Hängewerk und das Hängesprengwerk sind das gleiche.
    Gruß Fritz.
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  14. #13

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    hallo
    die decke liegt da nicht auf gleicher ebene wie die ok aw.

    gruss aus de pfalz
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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  17. #15
    Avatar von Flocke
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    Werden zwar oft kombiniert verwendet. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen Hängewerk und Sprengwerk. Das aber ist hier erstmal zweitrangig.
    Mir persönlich ein zu Dichtes Ständerraster und die Vernagelung sollte eigentlich kleiner 8 cm sein. So erzählt man jedenfalls bei uns im Klub ;-)
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