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Dämmung Fußbodenaufbau

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  1. #1

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    Dämmung Fußbodenaufbau

    Hallo zusammen,

    ich plane in kommenden Frühjahr ein EFH Bungalow ohne Keller und würde gern wissen welchen Aufbau die Dämmung über der Bopla haben soll. Generell wird die Bopla 25cm mit umlaufender Frostschürze sein und darauf wohl eine Abdichtung in Form von Schweißbahnen. Dann gehts aber los ...

    Im gesamten Haus wird FBH verlegt. Habt ihr eine Empfehlung für den weiteren Aufbau oberhaolb der Schweißbahn bzw. gibt es Richtwerte U-Werte die eingehalten werden müssen?

    Danke im Voraus
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  2. Dämmung Fußbodenaufbau

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  3. #2

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    Die Mindestanforderungen findet man in der EnEV. Welche Werte genau einzuhalten sind, das ergibt sich dann aus den zugehörigen Berechnungen. Wer weiß, ob das Haus nur die EnEV erfüllen soll, oder weitergehende Anforderungen gestellt werden (KfW xx).

    Je nach verwendetem Material für die Dämmung wird es wohl auf deine Dämmschicht > 10cm hinauslaufen. Wieviel genau, das zeigt dann die Berechnung.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Danke für die Info.

    Es sollte den KfW 70 standard erfüllen. Allerdings habe ich (nach nichtintensiver Suche) nicht so das richtige gefunden welche Werte bei meinen Vorhaben erfüllt werden müssen in Bezug auf KfW 70. Hast du vielleicht einen Link?
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  5. #4

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    Da gibt es nur die Empfehlung nach EneV2009 (gegen Erdreich), ABER das gilt für Änderungen im Bestand. Bei Neubauten kann man das nur als Richtwert heranziehen, denn da ergibt sich das aus den Berechnungen der kompletten Hülle. d.h. man kann beispielsweise die Wände etwas besser machen, dafür die Dämmung auf der BoPla etwas schlechter.

    Die EnEV 2009 findest Du hier:

    http://www.enev-info.de/EnEV2009.pdf

    Aber wie gesagt, zum aktuellen Zeitpunkt spielt das noch keine Geige, zumal der ganze Rest für das Haus noch nicht bekannt ist. Du kannst ja mit einer Dämmschichtdicke von sagen wir mal 14cm rechnen, das ergibt in WLG035 einen U-Wert um 0,25W/m2K, damit sollte man auf der sicheren Seite liegen.

    Achtung: Bei einer Dämmung unter der Estrichplatte ist nicht nur die Wärmedämmung von Interesse. Das alles muss aber der Planer festlegen, denn nur er kennt das ganze drumherum. Zur Dämmung kommt ja noch die FBH und Estrich sowie Oberbelag. Dann stellt sich noch die Frage, was für ein FBH System? und ruckzuck reden wir auch über so Dinge wie Druckfestigkeit der Dämmung usw. usw.

    Wie gesagt, zum aktuellen Zeitpunkt ist es ziemlich sinnfrei über Details zu philosophieren.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Die EnEV gibt im Großen und Ganzen nicht an, wie gut einzelene Bauteile gedämmt werden müsen. Die EnEV gibt lediglich eine Begrenzung des Transmissionswärmeverlustes und des Primärenergiebedarfs vor.

    Die Forderungen für kfw70 stehen hier auf Seite 2.


    Das sagt allerdings nichts über die notwendige Dämmstärke Deiner BoPla aus.

    Ich gehe ganz stark davon aus, dass die in EN 1264-4 geforderten Dämmstärken unter der FBH durch die Forderungen der kfw eh um Größenordnungen überschritten werden müssen. Also wird im Endeffekt die im EnEV/kfw-Nachweis errechnete Dämmstärke und Dämmqualität die Maßgebliche sein. Schaust Du dort, wirst Du schlau. Weitere Regelungen zum Mindestwärmeschutz sind in der DIN 4108 formuliert. Diese Forderungen (Bauhygiene) werden mit aktuellen Konstruktionen auch in jedem Fall erfüllt.
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  7. #6
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    o.k. danke schon mal für eure Infos. Daraus entnehme ich dass ich warte was mir der Architekt anbietet und die Dämmung ca. 10 -14 cm ausmacht. Als FBH wird ein Nasssystem mit 16mm Rohren zum Einsatz kommen (hoffe die info reicht) und dann eben noch der Estrich (Fließestrich ca. 5-6cm?).

    Meine Frage wäre noch, ich hoffe das dehnt das Thema nicht zuweit aus, die Verlegung der Kabel und Wasserleitungen. Diese müssten doch sicher in der FuBo-Dämmung verlegt werden? Und das ist doch sicher für den Dämmwert an sich nicht das allerbeste? Welche Möglichkeiten gibt es denn bei der Verlegung?
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  8. #7

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    Leitungen werden oft auf dem Rohbetonboden verlegt. Richtig ausgeführt ist das kein Problem. Dazu gehören dann so Dinge wie Abstände, Art der Schüttung usw.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    So jetzt bin ich etwas schlauer was den Aufbau betrifft. 7cm Dämmung (Art wird noch nachgereicht) + 3 cm Dämmung (dito) + 5cm Fließestrich + ***

    Dazu noch ein Frage was die Abdichtung (Bitumenschweißbahn) betrifft und bitte nicht erschlagen! Wird diese vollflächig auf die BoPla angebracht vor dem Mauerwerk oder zieht man erst die Mauern hoch und dann die Schweißbahn?
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  10. #9
    Lebski
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    Das wird ein Krampf.

    Lass dir eine Installationsebene auf dem Boden einplanen! Ohne Keller wirst du eine Menge Leitungen auf dem Boden haben. IMHO am einfachsten mit einer gebunden Schüttung als unterste Schicht.

    Schweißbahnen: Kommen unter die Mauern und stehen über. Die Flächen dazwischen werden nach dem Mauern gemacht.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Schweißbahnen: Kommen unter die Mauern und stehen über.
    Unter die Mauern kommt keine Schweißbahn, sondern eine Dachbahn, z.B. G 200 DD.

    Ein Bungalow KfW 70 mit 10 cm Dämmung im Fußboden wird nach meiner Erfahrung eng. Aber genaueres bringt erst der der für das konkrete Objekt gerechnete EnEV-Nachweis.
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  12. #11

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    Lass dir eine Installationsebene auf dem Boden einplanen! Ohne Keller wirst du eine Menge Leitungen auf dem Boden haben.
    Nicht zwangsläufig.
    Elektrik kann in den Wänden verlaufen. Abwasser-Fallrohre direkt durch die Bopla nach draußen. Blieben noch Trinkwasserleitungen. Das sollt machbar sein.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Co1980 Beitrag anzeigen
    So jetzt bin ich etwas schlauer was den Aufbau betrifft. 7cm Dämmung (Art wird noch nachgereicht) + 3 cm Dämmung (dito) + ......
    Da schließe ich mich dem Thomas an, für KfW70 könnte das knapp werden. Ich hatte nicht umsonst von 10-14cm geschrieben und den U-Wert mit in´s Spiel gebracht. Aber wer weiß schon was hier im Detail geplant ist.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    In Abhängigkeit von der Dämmstoffdicke ergeben sich möglicherweise auch andere Materialien als das üblicherweise verwendete EPS. Die gesamte Zusammendrückbarkeit der Dämmstoffschicht darf beim Heizestrich 5 mm nicht überschreiten. Mein Favorit ist bei besseren Dämmwerten eine XPS-Dämmung unter der Bodenplatte und die "übliche" Dämmung oben drauf. Wie alles, muss auch das geplant und letztlich auch mit dem Statiker abgeklärt werden, jedenfalls bei lastabtragenden Bodenplatten.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Da schließe ich mich dem Thomas an, für KfW70 könnte das knapp werden. Ich hatte nicht umsonst von 10-14cm geschrieben und den U-Wert mit in´s Spiel gebracht. Aber wer weiß schon was hier im Detail geplant ist.
    Das ist erstmal der Entwurf vom Archi und geht jetzt zum "Wärmeschutzbeauftragten" und gleichzeitg Statiker. Der prüft es und schlägt evntl. noch Änderungen vor. Übrigens hat mir dieser Statiker beim ersten Telefonat vorgeschlagen statt umlaufender Frostschürze, Grauwacke unter die Bopla zu bringen (wir müssen das Grundstück eh auffüllen ca. 50cm). Was haltet Ihr davon und bringt dies Wärmeschutztechnisch etwas gegenüber anderen Aufschüttungen?

    Unter die Mauern kommt keine Schweißbahn, sondern eine Dachbahn, z.B. G 200 DD.
    D.h. ich lege unter die Mauern z.B. G200 DD und dann verbinde ich die Überstände in den Räumen mit Schweißbahn? Hast du da auch ein Typen-Beispiel?
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  17. #15

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    G200 S4, Nähte verschweißen reicht normal... Und es reicht als Dampfbremse ein Ranführen an die Mauerabdichtung, es muß nicht mal fest verschweißt werden... Wobei ich das immer wenn es irgend geht vollflächig anschließe...
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