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  1. #1

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    Sohlplatte "ohne" Bewehrung

    Jetzt frage ich mich: Was soll das ganze Eisen in den Bodenplatten?! Versuchen die Baufirmen da mit überflüssigen Sachen Geld zu verdienen?! ;-)

    Da ich bei der Bodenplatte des Super-Reihenhauses in Kiel bedenken hatte, habe ich die Baufirma gebeten folgenden Text vom Statiker unterschreiben zu lassen:

    Mir ist die Tragfähigkeit der Baugrundes bekannt und ich bin auch darüber informiert, dass der Untergrund an den Hausenden aus Sand besteht und in der Mitte eine breite Lehmschicht vorhanden ist. Bei diesen Bodenverhältnissen ist von einer elastischen Bettung der Bodenplatte (auszugehen / nicht auszugehen). Die Sohle wurde aus Stahlfaserbeton ohne zusätzliche Bewehrung hergestellt. Im Randbereich beträgt die Stärke 20 cm in der Mitte erfolgte auf ca. 2 m Breite eine Absenkung auf 14 cm. Auch wenn im Bereich der 14 cm dicken Bodenplatte Wände platziert werden, ist die Standsicherheit des Gebäudes sicher gestellt und es muss mit keiner Rissbildung gerechnet werden.

    Bekommen habe ich nun folgenden Text:
    Nach Aussage der ausführenden Firma wurde die Sohlplatte für die Reihenhäuser abweichend von den Festlegungen in der statischen Berechnung und den Bewehrungsplänen unbewehrt hergestellt und mit Stahlfaserbeton betoniert.
    Hierzu ist festzustellen: Bei der gewählten Bewehrung handelt es sich um eine konstruktiv gewählte Bewehrung. Für die Standsicherheit ist sie nicht erforderlich, die auftretenden Wandlasten können auch über eine unbewehrte Sohlplatte in den Boden eingeleitet werden. Dies gilt auch für die Sohlenabsenkung.
    Die zulässige Bodenpressung wurde laut statischer Berechnung mit < 150 kN/qm angenommen. Die Weichschichten im Baugrubenbereich wurden laut ausführender Firma ausgetauscht. Die zulässige Bodenpressung von Sandboden beträgt nach DIN 1054 > 200 kN/qm.
    Geändert von Thomas Praefcke (30.01.2003 um 16:09 Uhr)
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  2. Sohlplatte "ohne" Bewehrung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    AUGE
    Gast

    Immerhin Stahlfaser

    Zur Rissebeschränkung. Aber unbewehrte Bodenplatten sind doch nix neues.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Dann bitte ich um Infos wo und unter welchen Umständen unbewehrte Bodenplatten eingesetzt werden?!

    Wie ist es mit den Anforderungen aus der DIN 1045 nach welcher die Rißbreite beschränkt werden soll? Da sind die Stahlfasern mit einer vielfachen Rißbreite gegenüber normalen Matten doch eine Lachnummer.

    Außerdem geht es nicht um die Sohle für ein Gartenhaus, sondern immerhin um eine Fläche von 40m x 12m mit anscheinend nicht homogener Tragfähigkeit.
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  5. #4
    Auge
    Gast

    Bodenmechanik

    So heißt das Fach, was man dazu braucht. In besonderen Fällen geht es eben auch ohne Bewehrung. Auch die Rißbreitenbeschränkung kriegt man ohne Bewehrung mit entsprechendem Beton und Verfahren (Nachbehandlung sehr wichtig) hin.

    Bleibt nur die Frage, wozu das gut sein soll? Der Lohn- und Materialaufwand, rissefreien Beton ohne Bewehrung hinzukriegen ist doch viel höher als einfach ein paar billige Matten reinzuwerfen.

    Allerdings kenne ich die Methode auch nur aus der Theorie bzw. bei Anwendungen unter Wasser
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  6. #5
    Avatar von JDB
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    Unbewehrte Bodenplatten werden dann benötigt, wenn man begründen will, warum man Stahlfasern eingesetzt hat.
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  7. #6
    Auge
    Gast

    Daumen hoch Gut, JDB

    Das war aus der Praxis gesprochen

    Und sie reißen doch!
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