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  1. #1

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    Wärmeverluste trotz KWL

    Hallo zusammen,

    mit welchen Verlusten (Temperaturdifferenzen) zwischen der Ab- und Zuluft muss man denn in der Praxis trotz WRG leben?
    In meinem Fall beobachte ich folgendes:
    Raumtemperatur im Mittel 21,2°C,
    in der Lüftungsanlage (außerhalb der thermischen Hülle) kommen nur noch 20°C an,
    nach dem Erdwärmetauscher hat die Frischluft ~10°C
    nach dem Kreuzwärmetauscher hat die Zuluft dann 19°C.

    D.h. in den Räumen habe ich permanent (Luftwechselrate 0,4/h) mit einer Temperaturdifferenz von über 2°C zu kämpfen.
    Ist das normal? Und wenn ja, wieviel Heizenergie geht dafür im Jahr drauf?

    Ciao, PP
    Geändert von Pontius Pilatus (29.11.2012 um 10:12 Uhr) Grund: Titel soll nicht KWL sondern WRG lauten
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  2. Wärmeverluste trotz KWL

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  3. #2

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    Die WRG beträgt ja keine 100%....

    Du schreibst ja selbst dass die Frischluft von 10° auf 19° erwärmt wird... die Zuluft hat also 90% der Temperatur Wärme der Abluft... Diese 9° Differenz spart dir die WRG...

    Wie kommst du zu der Ansicht dass dies hier 100% sein sollte?

    Wenn du hier etwas sparen willst kannst du z.b. auch die Luftwechselrate auf 0,3 reduzieren... musst einfach ausprobieren ob dies für dich dann unangenehm wird...
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  4. #3
    Themenstarter

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    Das es nicht 100% sein können, ist mir klar. Der Hersteller spricht von über 95% Wirkungsgrad des Wärmetauschers....
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Pontius Pilatus Beitrag anzeigen
    Das es nicht 100% sein können, ist mir klar. Der Hersteller spricht von über 95% Wirkungsgrad des Wärmetauschers....
    Aber unter welchen Bedingungen?

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Ja natürlich unter den Idealbedingungen und da ist eine KWL die ausserhalb der thermischen Hülle ist weit entfernt davon...dein Gerät funktioniert bestens...freu dich doch, dass du "nur" 2 Grad verlierst...
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  7. #6

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    Ich würde mir viel mehr Gedanken über den Verlust der 1,1° C zwischen Gerät und gedämmter Hülle als ums Gerät machen.
    Wieso ist dieser Wert so "hoch", wo geht diese Wärme hin?
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  8. #7
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    Tja, wo die Verluste der Ablufttemperatur bis zum Gerät herkommen, ist mir auch ein Rätsel. Die Leitungen werden in einem Installationsschacht zusammengeführt. Die sind dort zwar alle ungedämmt, aber im Schacht sind es ja auch 21°C. Dann geht ein dickes Rohr in den Keller, wo es dann ca. 1,7m Länge bis zum Lüftungsgerät hat. Dort ist es dann gedämmt.
    Zwei Faktoren sehe ich:
    1. die Messung erfolgt durch das Gerät selbst und mit einem anderen Sensor/Messgerät wie die Raumtemperaturmessung
    2. die Dämmung des Lüftungsgeräts ist vielleicht nicht so dolle
    Im Heizungskeller, wo das Ding steht sind relativ konstant zwischen 16,5°C und 17°C.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Pontius Pilatus Beitrag anzeigen
    T.... aber im Schacht sind es ja auch 21°C.
    Kühne Behauptung.

    die Messung erfolgt durch das Gerät selbst und mit einem anderen Sensor/Messgerät wie die Raumtemperaturmessung

    Da wird hier über Verluste debattiert und es ist noch nicht einmal sichergestellt, dass die Basis korrekt ist.

    Wie wäre es, wenn mal mit vernünftigem Equipment (nix aus dem Klaumarkt) an allen relevanten Stellen gemessen würde.
    Dann sind auch die Werte aussagekräftig.
    So kannst auch Briefe auf der Kartoffelwaage wiegen.
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  10. #9
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    Halt mal, meine Eingangsfrage lautete:
    "mit welchen Verlusten (Temperaturdifferenzen) zwischen der Ab- und Zuluft muss man denn in der Praxis trotz WRG leben?"

    Wenn die Antwort 2-5 K ist, dann brauche ich mir keine Raketentechnik besorgen um belastbare Messwerte zu erhalten, sondern dann wäre für mich nur interessant, welche Energie ich rechnerisch aufbringen muss, um diese Differenz auszugleichen.

    Ciao, PP
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  11. #10

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    Die Energiemenge kannst Du über die Temperaturdifferenz und den (Luft)Volumenstrom ermitteln.
    Du kannst ja vereinfacht mit 1kJ/kgK rechnen.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    planfix
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    und wenn es noch kälter wird, werden die verluste auch höher.
    das liegt doch in der natur der dinge!

    beispiel aus der praxis:
    -16°C außen, innen 21°C
    nach ETW ca. 0°C
    nach wärmetauscher 14°C

    die tollen werte der rückgewinnung sind übers jahr gerechnet, nicht nur für die heizperiode
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  13. #12

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    Und wenn man die Verluste durch das transportierte Wasser auch noch mitrechnet, dann ist man bald auf nur mehr 50%.

    Eine KWL ist gut und sinnvoll für das Raumklima, die Ersparnis (wenn man dann auch noch die Stromkosten rechnet) geht aber gegen 0.
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  14. #13
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    Also sind die Werte soweit im Rahmen, außer, dass ich die HLS-Firma noch anweisen werde die Rohre im Installationsschacht zu dämmen. Damit ist die dann Technik ausgereizt.

    Dass eine KWL im Wesentlichen eine Komfortfunktion ist, war mir immer klar - dafür habe ich sie angeschafft. Für mich war nur wichtig, dass der "Arbeitspunkt" richtig eingestellt ist und WRG optimal funktioniert.

    Vielen Dank für die Rückmeldungen,

    PP
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  16. #14
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    Welch ein Humbug der da mal wieder veranstaltet wird .....

    Welchen Rückgewinnungsgrad die KWL hat geht auch dem technischen Datenblatt hervor und ist abhängig von der Luftmenge.

    Der Hersteller spricht von über 95% Wirkungsgrad des Wärmetauschers....
    Werbegeschwafel .... ich wette im Originaltext steht : *bis zu*
    ... und wo steht geschrieben dass der Wärmetauscher mit dem Gerät gleichzusetzen ist ?

    Im Datenblatt gibts da sicher ein Diagramm ... und ja ... vielleicht bei 10 bis 20% Belastung kann der WT 95% haben .... bei 50% oder 100 % der Luftmenge ists ganz sicher weniger ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  17. #15

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    Wie hoch ist bei deinem Beispiel oben die Aussentemperatur?
    Welche Art von Erdwärmetauscher hast du verbaut, der die angesaugte Aussenluft mit Hilfe der Erdwärme vorwärmt?
    Ist dieser Erdwärmetauscher mit einem Aussenthermostat geregelt?

    Also bei meine Daten im Moment sind:
    -Raumtemperatur mit Absaugöffnungen
    -Aufenthaltsräumen und Bad 21,1 Grad
    - 2 WC 20,1 Grad
    -Schlafzimmer 18,2 Grad
    -Ankommende Abluft an der WRG 20 Grad
    -Aussentemperatur 1 Grad
    -Erdwärmetauscher nicht aktiv
    -Ankommende Ansaugluft 2 Grad
    -Zuluft in die Räume nach WRG 18 Grad
    -Abluft nach WRG nach Aussen 7 Grad

    Also würde ich nun den Erdwärmetauscher noch aktiviern, ergäbe sich bei der derzeitigen Aussenlufttemperatur von 1 Grad eine Zulufttemperatur nach der WRG von 20 Grad.
    Da aber von der KWL nur volle Grad angezeigt werden, könnte ich die genauen Unterschiede nur mit exakten Messgeräten bewerten.

    Ich bin voll und ganz mit meiner KWL zufrieden und auch mit dem Stromverbrauch. Meine KWL läuft das ganze Jahr über, da ich in den Sommermonaten mein Haus über den Erdwärmetauscher auf konstanter Temperatur halte und somit es schön kühl habe, wenn es draussen Heiß und schwül ist.
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