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Zuluft alte Heizung

Diskutiere Zuluft alte Heizung im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    altetante
    Gast

    Zuluft alte Heizung

    Hi,

    wir haben im Keller noch diese uralten Stahlfenster mit Mäusegitter drin (Haus BJ 69), bei denen man keinen einzigen Flügel wirklich schließen kann, weil offenbar schon sämtliche Hebel abgebrochen sind...
    Witzigerweise haben die das 3-Fam. Haus vor ca. 7 Jahren aber gedämmt mit ca. 10-12cm WDVS (außer Treppenhaus...). Das Dach wurde von den Vorbesitzern meiner DG-WHG so nach und nach gemacht. Passt eigentlich nicht zusammen, oben einpacken und unten immer noch Durchzug und ohne Dämmung der Kellerdecke!!!
    Ok, dafür sind die Räume auch staubtrocken...

    So, jetzt haben wir seit letztem Jahr im Heizungskeller eine Luftwärmepumpe stehen für's Warmwasser, weil der alte Boiler durchgerostet war. Daneben noch den alten Öl-Heizkessel Bj 1995.

    Frage:
    Man möchte ja jetzt im Winter, dass die Warmwasser-WP möglichst warm hat,, zum Strom sparen. Also das Kellerfenster am liebsten zu machen. Der alte HKessel gibt ja noch schön Wärme an die Umgebung ab. Andererseits braucht der HK ja Zuluft. Kann mir jemand sagen, was es da für Vorschriften gibt?
    WP woanders hinstellen geht nicht.

    Hintergrund ist der, dass ich gerne neue Kellerfenster einbauen würde, die Anderen im Haus hätten nichts dagegen. Nur bin ich mir fast sicher, dass das mit dem Heizungskeller nicht gehen wird wegen der Zuluft. Da könnte man zwar zum Treppenhaus hin alles offen lassen, aber das ist ja prinzipiell auch dicht.

    Meint Ihr, es macht überhaupt Sinn mit neuen Fenstern oder soll man einfach lieber 5cm Dämmung an die Kellerdecke pappen? Ich würde ja behaupten, die Hülle dicht machen ist besser. Oder am besten sowieso Beides.
    Kann man denn an einen alten Heizkessel irgendwie ein Zuluftrohr dranbauen, wenn der so um die 2-3m weit weg vom Kellerfenster steht? Und dann das Kellerfenster mit einem festen Teil und Loch + Schlauch drin?

    Und für den Sommer: kann man so einen dicken Zuluft-Schlauch an die WP bringen, wenn der fast U-förmig über eine Strecke von ca. 3m (außenrum gemessen) bis zum Fenster hätte? Wir haben das Modell von Stiebel (+SOL).

    Gruß
    altetante
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  2. Zuluft alte Heizung

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  3. #2

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    Die Verbrennungsluftversorgung muss sichergestellt sein. Details dazu findest Du in der Feuerungsverordnung für Dein Bundesland.

    Was nun im Detail auf Deine Anlage zutrifft, das müsste man abklären. Oder Du fragst einfach Deinen Schorni, der kennte die FeuVo und Deine Anlage.

    In den meisten Fällen ergibt sich aufgrund der räumlichen Gegebenheiten, dass eine Öffnung von 150m2 vorhanden sein muss. Aber das gilt nicht in jedem Fall.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    altetante
    Gast
    Hmmm, ok. Ich hab mal in der Verordnung für Ba-Wü gesucht. Gefunden im §3 Verbrennungsluftversorgung von Feuerstätten:
    3. eine ins Freie führende Öffnung mit einem freien Querschnitt von mindestens 150 cm² oder zwei Öffnungen von je 75 cm² oder Leitungen ins Freie mit strömungstechnisch äquivalenten Querschnitten hat.
    Quelle: http://www.landesrecht-bw.de

    Dann müsste man ja nur noch rausfinden, ob und wenn ja WO dieser Heizkessel überhaupt die Verbrennungsluft hernimmt... Habe keine Öffnungen gefunden, außer hinten dran halt diese Klappe am Abzug, die immer scheppert, wenn das Teil angeht....

    Würde es energetisch denn überhaupt Sinn machen, so einen 150cm² (oder lassen wir es mal zwei davon sein) rigendwie zu dämmen und vom hoch gelegenen Fenster bis so nahe wie möglich an die tiefliegende Ansaugöffnung - so es denn eine gibt - beim Heizkessel zu bringen? Richtig dranstöpseln wird wohl net gehn.
    Halt so, dass die kalte Luft erstmal unten beim Heizkessel "rauskäme", anstatt an der WP-Ansaugung weiter oben. Derzeit steht ja die WP näher am offenen Fenster und bekommt die kalte Zuluft voll ab....

    Oder ist das eine Schnapsidee und wir werden da keinerlei Wirkung mit erzielen?
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  5. #4
    altetante
    Gast
    Achja noch was:
    da stand auch was drin von wegen Raumverbund, wenn man weniger als 35kW hat.
    Heißt das, man könnte theoretisch auch einfach die Türe zum Heizungskeller offen lassen und die Türe zur Waschküche von mir aus...? Die zum Treppenhaus steht eh immer offen... Das wäre ja schon ein recht großes Raumvolumen.

    Oder heißt Verbund nur, dass auch dort irgendwo anders diese 150cm² Öffnung sein muss?
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  6. #5
    Avatar von OldBo
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  7. #6

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    Zitat Zitat von altetante Beitrag anzeigen
    Dann müsste man ja nur noch rausfinden, ob und wenn ja WO dieser Heizkessel überhaupt die Verbrennungsluft hernimmt... Habe keine Öffnungen gefunden, außer hinten dran halt diese Klappe am Abzug, die immer scheppert, wenn das Teil angeht....
    Das hängt vom Brenner ab. Einfach in die Unterlagen schauen, dort sollte das ersichtlich sein.

    Es gibt Brenner die haben einen "Anschluss" für die Verbrennungsluftversorgung. Mein Blauer beispielsweise kriegt seine Verbrennungsluft über ein Rohr von draussen. Er ist für raumluftunabhängigen Betrieb vorgesehen. Andere wiederum holen sich die Luft über Schlitze am Gehäuse usw. usw.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    altetante
    Gast
    Ok, dann muss ich das mal prüfen. OldBo danke für den Link.

    Mist, noch fast zwei Wochen, bis ich wieder an die Anleitung komme... *hibbel*
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  9. #8

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    In den meisten Fällen ergibt sich aufgrund der räumlichen Gegebenheiten, dass eine Öffnung von 150m2 vorhanden sein muss. Aber das gilt nicht in jedem Fall.
    Das dürfte eher in gar keinem Fall gelten.
    Vielleicht 150cm²?

    Es gibt für solche Zwecke elektromotorisch gesteuerte Zuluftklappen.
    Die baut man in die Außenmauer oder in das Kellerfenster ein und die öffnet dann solange, wie der Brenner läuft. Danach geht das Ding gleich wieder zu und verhindert das Auskühlen.
    Falls noch nicht vorhanden, könnte man auch noch eine motorische Abgasklappe in das Abgasrohr einbauen. Somit bliebe die Restwärme des Kessels im Raum und könnte von der WP gut genutzt werden.
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  10. #9

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    Sorry, das war ein Tippfehler. Steht aber in der FeuVo, und dort sogar richtig.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    altetante
    Gast
    Schon klar, dass ich keine 150 QuadratMETER per Loch in der Mauer öffnen kann... Wäre doch etwas arg frisch

    Diese Elektrischen Dinger sind mir beim googln über den Weg gelaufen. Da hieß es auch, dass die ja nicht wirklich ausfallsicher sind. Andererseits: wenn an den gleichen Stromkreis wie die Heizung angeschlossen, zumindest in diesem Punkt immer versorgt.

    Ist halt die Frage, ob sich das lohnt bei so einer alten Heizung. Aber wenn man die Dinger mit einem neuen Heizkessel später weiterverwenden kann, ok.

    Weißt Du zufällig, was sowas grob kosten könnte? Man braucht ja auch die Bohrung durch den Beton (Fensterflügel wäre wohl ungünstig bzw. unmöglich) usw...
    Wenn wir uns stattdessen Solarthermie auf's Dach packen, sparen wir im Sommer wahrscheinlich mehr Strom ein, als man jemals mit einem wärmeren Raum im Winter erreichen könnte. Aber ST wäre sicherlich deutlich teurer, als so eine elektrische Klappe... Hmmm.
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  12. #11

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    Solarthermie hat seeeehr lange Amortisationszeiten.
    Wobei so eine Anlage im MFH noch eher sinvoll ist als im EFH.
    Allerdings habt Ihr nun eine WP für die Trinkwassererwärmung. Da lohnt sich eine Solar-Ergänzung praktisch nie!

    Die Zuluftklappe ist billig und in Verbindung mit der (ebenfalls erschwinglichen) motorischen Abgasklappe sehr wirkungsvoll.
    Sie lohnt sich insbesondere bei alten Heizkesseln (weil die schlecht gedämmt sind und hohe Masse haben), kann aber später natürlich auch mit einem neuen Kessel betrieben werden.

    Dir fehlt offenbar das Gefühl dafür, welch große Energiemenge Raumwärme darstellt und welch vergleichsweise geringe der Betriebsstrom der WP zur Trinkwassererwärmung.

    Will sagen:
    Ihr habt mit der WP einen bestimmten Weg eingeschlagen.
    Nun kann dieser sinnvoll ergänzt werden.

    Aber eben NICHT mit Solar. Die Entscheidung wäre gewesen WP ODER Solar (mit Erneuerung des von der Ölheizung gespeisten Wärmetauschers).
    Sie ist schon gefallen.

    Also scheidet Solar aus.
    Bleibt die Verringerung der Kessel- und Raumverluste.

    Warum kann die Zuluftklappe nicht in das Fenster eingebaut werden?

    Schau erst mal gründlich nach, ob es nicht doch schon eine (dauern offene) Zuluftöffnung gibt. Fenster allein dürften nämlich auch damals schon nicht genügt haben!

    Und was meinst Du mit "ausfallsicher"?
    Die Klappe wird von der Heizung versorgt und angesteuert. Sie hat einen Endschalter, der den Brenner nur dann freigibt, wenn die Klappe voll offen ist. Das funktioniert millionenfach recht zuverlässig.
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  13. #12
    Inkognito
    Gast
    Öl-Heizkessel bei Gelegenheit gegen ein raumluftunabhängiges Brennwertgerät tauschen kommt nicht in Frage?
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  14. #13
    altetante
    Gast
    Eigentlich hatte ich schon länger angeregt, mal langsam an eine neue Heizung zu denken. Und die anderen beiden Parteien waren auch einverstanden. Rücklagen gab es ja, aber dann ist uns der alte Puffer durchgerostet. Nun haben wir noch Einen gefunden, der die Heizungswartung wirklich gut macht und das alte Schätzchen wieder zuverlässig läuft.

    Daher wird es wohl die nächsten 4-5 Jahre keine Neuanschaffung geben, es sei denn, es verreckt wieder was und eine Reparatur wäre zu teuer.
    Dann haben wir vll. genug angespart, dass man auch mal über Pellets nachdenken könnte.
    Wie funzt das mit raumluftunabhängig? Brauchen wir nicht doch noch die Bohrung nach draußen? Oder könnte man so eine Zuluft auch über den zweiten, derzeit ungenutzten Kaminzug realisieren?

    Die Klappe wird von der Heizung versorgt und angesteuert. Sie hat einen Endschalter, der den Brenner nur dann freigibt, wenn die Klappe voll offen ist. Das funktioniert millionenfach recht zuverlässig.
    Danke für die Erklärung. Das meinte ich. Die Klappe müsste mit der Heizung gekoppelt sein, bzw. umgekehrt. Somit wäre es in der Hinsicht "ausfallsicher", dass eben die Heizung ohne Klappe nicht funzt und somit nichts anrichten kann.

    Wer baut mir sowas ein? Elektriker oder Sanitär/Heizungsbauer?

    Wieviel Energie/Stromersparnis mir 2-3 Grad höhere Raumtemperatur bei der WP bringen, weiß ich nicht. Im Keller ist es jedenfall eh immer schon recht kühl, mit der WP noch kälter. und die braucht lt. Datenblatt glaub mindestens 6-8°C, um gut zu arbeiten, wenn ich mich recht erinnere.
    Schätze mal, wir haben derzeit mit laufender Heizung aber nicht mehr als 10-12 Grad. Ok, todo: Thermometer reinhängen.
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  16. #14
    altetante
    Gast
    Ich hätte da nochmal eine Frage zur WP bzw. zu unserer Zirkulationspumpe. Die läuft derzeit per Zeitschaltuhr gesteuert morgens, mittags und abends zu den Stoßzeiten immer 15Min. an/15 Min. aus. Scheint normalerweise auch zu reichen. Nur geht es mir grade ziemlich auf den Keks, dass bei mir im DG außerhalb der Pumpzeit so um die 10l Wasser (ca. 60Sek) aus der Leitung laufen, bis endlich mal warm kommt (man hat ja net immer 'ne Gieskanne zum Auffangen dastehen) Scheint auch ein bischen an der derzeitigen Kälte draußen zu liegen. Einmal gemessen waren es bei mir nur ca. 18 Sek. bis warm kam (mittags).
    Die unter mir haben auch mal vor einer Weile was dazu gesagt, aber das war während der Pumpzeit und offenbar eher nur der Teil in den Leitungen in der Whg. Trotzdem überlege ich, die Pumpe nun öfter laufen zu lassen.

    Jetzt stellt sich mir die Frage, was ist "schlimmer" oder besser:
    - Pumpe den ganzen Tag von z.B. 6.00 bis 21.00 laufen lassen
    - Pumpe den ganzen Tag nur alle 15-30 Min. immer 15 Min. laufen lassen, wie bisher zu den Stoßzeiten

    Denke, wenn die Pumpe dauernd läuft, kommt weniger abgekühltes Wasser zurück in die WP und diese muss weniger arbeiten.
    Wenn die Pumpe weniger läuft, spart man dann diesen Strom - aber dafür muss sicher die WP wieder mehr leisten?

    Die Pumpe ist knapp zwei Jahre alt und wohl entsprechend sparsam, so wie die WP. Es handelt sich um ein 3-Fam-Haus, 3 Stockwerke, 300l Speicher/WP.
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  17. #15

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    Kürzere Laufzeiten der Pumpe reduzieren die Verluste. Läuft die Pumpe ständig, dann muss der kleine Speicher auch ständig nachgeheizt werden, weil das warme Wasser durch die Rohre das Haus erwärmt.Diese Verluste sollte man nicht unterschätzen. Es ist daher sinnvoll die Zirkulation nur dann zu betreiben wenn sie wirklich benötigt wird.

    Eine Alternative wäre eine bedarfsgesteuerte Zirkulationspumpe. Diese wird dann durch einen Taster in den Räumen aktiviert oder indem man kurz den Wasserhahn öffnet. Es dauert dann je nach Länge der Leitungen ein paar Sekunden bis WW an der Zapfstelle verfügbar ist.

    Wenn regelmäßig Wasser gezapft wird, braucht man an sich keine Zirkulationspumpe, denn es steht sowieso ständig WW in den Leitungen. Die Zirkulationspumpe soll sicherstellen, dass auch bei wenig Benutzung ständig WW an der Zapfstelle verfügbar ist.

    Gruß
    Ralf
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