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Feuchtigkeit im Erdgeschoss - Rat gesucht

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  1. #1

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    Frage Feuchtigkeit im Erdgeschoss - Rat gesucht

    Wir haben Probleme mit Feuchtigkeit im Erdgeschoss und ich bitte die Forenteilnehmer um ihren Rat, welche Gegenmaßnahmen man ergreifen kann.

    Unser Haus hat zwei Etagen und ist voll unterkellert. Es ist Mitte der 60er Jahre gebaut und besitzt keinen Wärmeschutz. Da es sich um ein Hanggrundstück handelt, ist die Kelleretage an manchen Seiten überirdisch. Der Keller ist nicht beheizt.

    Wir haben kürzlich die untere Etage komplett umgebaut. In einem Raum ist der Fußboden nun komplett gefliest und ein normales Fenster wurde durch eine Balkontür ersetzt. Seit wir nun Minusgrade haben, schwitzt der Fußboden enorm – so sehr, dass an den Außenwänden und insbesondere in den Ecken das Wasser auf dem Fußboden steht und die Wischkanten feucht sind. Durch Lüften lässt sich das nicht lösen – ich muss jeden Tag 1-2x das Wasser wegwischen und immer hinterher bleiben, damit sich kein Schimmel bildet.

    Ich gehe davon aus, dass es sich um Kondenswasser aufgrund des kalten Fußbodens bzw. der kalten Wände handelt. Bestärkt wird diese These dadurch, dass sich z.B. auch unter einem Tisch mit steinernem Fuß, der ca. einen halben Meter von der Außenwand weg steht, Feuchte bildet.

    Im nächsten Frühjahr wollen wir das Haus mit 12 cm Styropor dämmen. Bekomme ich das Problem damit in den Griff oder sind noch weitere Maßnahmen zu ergreifen? Die Kellerdecke kann ich schlecht dämmen, da die Deckenhöhe nur maximal 2,00 m beträgt und ich dann auch Probleme mit den Türen bekomme. Maximal 2-3 cm wären wahrscheinlich möglich, das bringt aber sicher zu wenig.

    Was könnte ich schon vorab tun, um das Problem besser in den Griff zu bekommen? Ich habe schon Entfeuchter (mit Tabs) in die Hausecken gestellt, was zumindest ein wenig zu helfen scheint.
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  2. Feuchtigkeit im Erdgeschoss - Rat gesucht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Für eine Lösung wäre erst einmal zu klären, woran es liegt.
    • Zu hohe Luftfeuchte
    • zu geringe Obeflächentemperatur
    • zu geringes Heizen
    • von allem etwas

    Das eine reine Wanddämmung die Lösung ist, dürfte eher unwahrscheinlich sein, wenn auch der Tischfuss rel. weit weg von der Wand Kummer macht.
    Das deutet darauf hin, dass zumindest dort der kalte Keller der Übeltäter ist.

    Eine entscheidende Frage ist ja auch - wo ist die Feuchte VOR dem Neuaufbau des Bodens ausgefallen?
    Unbemerkt in anderen Bodenbelägen (Teppich) oder hat sich durch den Bodenumbau der U-Wert verschlechtert?
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  4. #3

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    Wenn es sich wirklich um Kondenswasser handelt, dann haste mit Entfeuchtern schonmal einen ersten, richtigen Ansatz. Die gibt’s in verschiedenen Varianten (elektronisch, Granulatblöcke). Diese sollten richtig dimensioniert sein, damit der gewünschte Erfolg eintritt ( xxxx nachlesbar) - kenne allerdings die abmaße des Kellers nicht... Habe es allerdings noch nicht erlebt, dass durch Kondenswasser ganze Keller unter Wasser gesetzt wurden.
    Versuche mal den Temperaturunterschied zwischen Keller und Wohnung zu minimieren...
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (18.12.2012 um 09:39 Uhr) Grund: lw
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  5. #4
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    Unter Wasser steht der Raum nicht, es gibt nur sichtbare Wassertropfen in den Fugen am Fußboden, vor allem in den Hausecken und von unter herauf sind die gefliesten Wischkanten feucht. Wenn ich das nicht abwische, fängt es an zu schimmeln. Im Keller selbst steht gar keine sichtbare Feuchtigkeit, allerdings gibt es dort teilweise Salpeter in den Wänden, der z.B. im Waschhaus die bis in 1 m vorhandenen Fliesen abdrückt.

    In den letzten Tagen waren die Außentemperaturen wieder höher und prompt hatte ich auch keine Feuchteprobleme mehr im Raum. Ich gehe davon aus, dass die Ursache am kalten Keller (ca. 5 Grad) direkt unter dem Raum liegt. Der Raum wird je nach Uhrzeit auf 16 bis 21 Grad geheizt. Den Keller möchte ich aus Kostengründen nicht heizen – dort sind die teilweise vorhandenen Heizkörper nur auf Frostschutz gestellt.

    Vor dem Umbau hatten wir auch schon Schimmelprobleme in den Raumecken. Unter dem Fußbodenbelag war nirgendwo etwas und auch Kondenswasser haben wir da auf dem Fußboden nicht bemerkt. Im Wohnzimmer liegt heute Laminat mit Dampfsperre und Kork drunter – daher gibt es dort auch ausschließlich in der Hausecke unten an der Wand erste Effekte wie angelöste Tapete.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Mittlerweile ist das Haus gedämmt und in den ersten kalten Tagen war keine Feuchtigkeit an den Wischkanten mehr feststellbar. Das Laserthermometer zeigt überall an den Wände Temperaturen von 17-22 Grad an. Früher waren es in der Raumecke unten auch schon mal nur 4 Grad. Kondenswasser gibt es nun nur noch am Fenster, wo man gut damit umgehen kann. Mal sehen, was der Winter so bringt, aber ich denke, das Problem ist gelöst.
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  7. #6

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    Das ist doch mal eine sehr gute Information.
    Wenn dann noch Probleme auftauchen sollten darüber nachdenken ob die Heizung diesen Bereich auch ausreichend erwärmt.
    Wie wird denn geheizt?
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