Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1

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    Baujahr und Schallschutz

    Hallo alle,

    ich könnte eine Mietwohnung für meinen Umzug (nach NRW) bekommen, in einer für mich günstigen Lage. Das Problem: Der Vermieter sagt mir, das Gebäude ist 1960 so errichtet worden. Ist es nicht richtig, dass es damals noch keine Schallschutzvorschriften gab? Ich möchte nicht einziehen und feststellen, dass ich jedes Schnarchen des Nachbarn hören kann. Sollte man besser die Finger von einer Wohnung in einem Haus aus dieser Zeit lassen?
    Rein optisch sieht das Gebäude unauffällig aus, nicht überdurchschnittlich massiv, aber auch nicht marode.
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  2. Baujahr und Schallschutz

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  3. #2

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    Hallo,

    wir wohnen in einer Wohnung aus dem Bj 1957. Und wahrlich, wenn der Nachbar sich laut die Nase putzt, den Fernseher etwas lauter ist, das Paar unter uns etwas lauter "diskutiert" - wir hören es !! Als wir die Wohnung vor 14 Jahren gekauft haben hatten wir als jung verheiratetes Paar keine Gedanken an den Schallschutz verwendet - du tust es und das ist gut...

    Wie deine Wohnung ist kann ich dir nicht sagen und wie die Schallschutzvorschriften damals waren kann ich dir nicht sagen, jedenfalls findet der Schall seinen Weg bei uns..

    Frage doch mal den Vermieter und Makler ob du eine Weile in der Wohnung verweilen darfst? Vllt an einem Tag oder zu einer Uhrzeit, wenn die Nachbarn da sind. Am besten an Sylvester...
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  4. #3
    kappradl
    Gast
    Ob Vorschrift oder nicht, der Schallschutz ist bei Wohnungen/Häusern aus der Zeit oft sehr schlecht.
    Wenn derzeit noch jemand darin wohn, dann den fragen. Oder die Nachbarn fragen. Am besten ohne den Vermieter im Rücken.
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  5. #4

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    Hallo Sandy,
    ich habe selbst schon in solchen Häusern gewohnt. Wenn Du lärmmässig empfindlich bist, laß bitte die Finger weg. Die Häuser sind sehr hellhörig, es gab noch keine Trittschalldämmung auf den Betondecken/böden und Wohnungstrennwände sind oft aus Hohlblock oder Bimssteinen.
    Da hörst du wirklich alles. Lärm war damals kein Thema, es mußte halt schnell und preisgünstig viel Wohnraum geschaffen werden.
    Tipp: Häuser aus den 30er Jahren sind wesentlich besser- da massiver gebaut.
    Gruß Gerd
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  6. #5

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    Ich wohne in einem eigentlich von der Qualität und Ausführung ziemlich guten Haus von 1951. Hier wurde nix billig-billig hochgepfuscht, da war meine Oma schon ziemlich bissig drin in dem Thema.

    Und trotzdem ist der Schallschutz so, das ich höre wenn meine Mutter unten die Lichtschalter an - oder ausmacht oder wenn sie niest, sich unterhält etc.

    Es ist halt einfach so... Kann ich mit leben, ist halt auch 1. mein Elternhaus und 2. meine Mutter.

    Wichtiges und wirklich Geheimes bespricht man halt hier im Bett... (Steht im Dachboden)
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  7. #6

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    Der Tipp den Vormierter zu fragen ist zwar prinzipiell nicht verkehrt, allerdings muss man sagen das gerade Schall ein extrem subjektives Thema ist. Was dem einen tierisch auf die Nerven geht ist für den anderen nicht der Rede wert.

    Bei einer Mietwohnung kann man aber wenigstens ausziehen wenn es nicht passt - bei Eigentum wird es dann ekelig.

    In unserer letzten Mietwohnung gab es eine ganz doofe Akustik - im Arbeitszimmer konnte ich Wort für Wort hören was nebenan gesprochen wurde - da gab es wohl eine Schallbrücke. Auf dem Klo konnte man hören wenn unten drunter gesprochen wurde (aber unverständlich) - vermutlich durch die Versorgungsschächte. Ansonsten war die Wohnung aber top vom Schall her.

    Die Wohnung die ich davor bewohnte wurde mir mit "aber Vorsicht - der Nachbar ist schlimm - macht immer mal Randale etc." angeboten (der Vermieter sah sich in der Hinweispflicht - fand ich gut). Hab die Wohnung trotzdem genommen und alle paar Tage wurde es im Treppenhaus wirklich etwas lauter. Schlimm wurde es allerdings erst als der Nachbar rausgeklagt wurde und dann ein junges Mädel einzog. Die arbeitete im Schichtdienst und "Rücksicht" war nicht so ihr Ding - man kann eine Holztreppe nachts um 2 auch leise hoch/runtergehen - oder die Türen mit der Klinke zumachen. Am heftigsten war aber das sie sich nachts mit ihrem Freund im Schlafzimmer unterhielt - und die Wand grenzte an mein Schlafzimmer. Wenn man nachts durch dieses Gemurmel wach wird und dann nicht mehr schlafen kann ist das nicht lustig. Habe dann ein halbes Jahr im Wohnzimmer geschlafen und bin ausgezogen...

    Also Meinungen von Vormietern sind mit Vorsicht zu geniessen - es kommt auf den eigenen Lebensrhythmus an und auch auf die eigene Empfindlichkeit.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die Tips! Ich habe mal den Nachbarn ein bisschen ausgequetscht, der meinte, es sei laut im Haus. Im persönlich war das aber egal. Ich suche jetzt aber lieber noch weiter, da ich erst Mitte April im NRW sein muss.
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  10. #8

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    du mußt halt als studentin auch auf die mietkosten achten.
    aber man ist schon versucht zu sagen, alle mietwohnungen
    aus den 60`ern haben einen besch.... schallschutz.
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