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  1. #1

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    KWL in diesem Fall sinnvoll oder nicht?

    Hallo zusammen,

    mit unserem EFH-Neubau soll es im kommenden März losgehen.

    Wir haben 1,5geschossig ohne Keller, 45° Satteldach, mit 235m² Wohnfläche (Fußbodenheizung)
    Der Jahresprimärenergiebedarf liegt bei 50,62 kwh.

    Als Wärmerzeuger haben wir uns für eine konventoinelle Gas-Brennwerttherme in Verbindung mit Solar entschieden.

    Bei der Wahl ob mit-oder ohne KWL streiten sich bisher noch die Geister.
    (Vorweg, wir haben keine KFW-Mittel beantragt, sind damit nicht KFW-Standarts gebunden)

    Folgende Aufbauten / U-Werte sind ermittelt worden:

    Dach:
    U-Wert 0,19

    Außenwand:
    U-Wert 0,18 (20mm Gipsputz, 175mmKalksandstein,160mm Mineralfaser 035, 115mm Vollklinker)

    Boden:
    U-Wert 0,14

    Fenster:
    3-Fach Verglasung

    Uns stellt sich die Frage, ob wir eine KWL / ggf. mit WRG integrieren oder eben nicht.

    Wie sind dazu im allgemeinen die Expertenmeinungen / Erfahrungen??

    Besten Dank vorab,

    Marcel
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  2. KWL in diesem Fall sinnvoll oder nicht?

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  3. #2

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    Ich bin der Meinung das eine KWL eher in die Richtung Komfortgewinn geht. Du brachst nicht mehr regelmässig zu lüften um die Feuchtigkeit rauszubekommen. gerade Neubauten sind ja relativ Luftdicht. Energetisch wird sich das ganze denke ich nicht wirklich rechnen. du sparst zwar Heizleistung durch die Wärmerückgewinnung welche du sonst bei Fensterlüftung verloren hättest, aber dagegen steht die Investition der Alage, Filterwechsel und der Stromverbrauch. also wird man wenn überhaupt erst sehr spät in eine Gewinnzone kommen.
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  4. #3
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    Ich denke auch, da wir mit Mineralfaserdämmung arbeiten und die Wände nicht mit Styropor vollkleben, ist durch den Kalksandstein und den Gipsputz eine gewisse "Atmung / Luftaustausch" doch gegeben?!
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  5. #4

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    Also eine KWL rechnet sich nicht wirklich, genausowenig wie eine Solaranlage, aber wenn man bedenkt, dass man durch die KWL späteren Schimmelschäden vorbeugt und eben einen riesigen Komfortgewinn hat, dann muss man eigentlich wenn man klaren Verstandes ist zu der richtigen Entscheidung von selbst kommen.

    Und in der heutigen Zeit und bei heutiger Bauweise der Häuser gibt es nur eine richtige Entscheidung!

    Ein Neubau sollte nicht mehr ohne eine zentrale Lüftungsanlage gebaut werden, anderenfalls sind Feuchtigkeitsschäden quasi vorprogrammiert.

    Wenn ihr einen Luftaustausch durch Wände hinbekommt, dann habt ihr da ganz schönen Mist gebaut...
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  6. #5
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    Naja nicht direkten Luftaustausch, sondern damit war eher gemeint, dass der KS etwas die Luftfeuchtigkeit reguliert...

    Man liest und hört oft Dinge über eine KWL, die schon abschrecken:

    z.b. dass in den absaugleitungen immer wieder, trotz regelmäßigen filtertausch, schimmel und verunreinigungen autreten.
    ein anderen Thema sind die Schwitzwasserbildungen vor dem Wärmetauscher etc.

    Das sind diese Dinge, die mich unsicher machen..
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  7. #6

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    ja das sind alles Dinge die passieren, wenn man die Anlage schlampig installiert und dann durchlaufen lässt...

    Mit dem Auto fährt man ja auch mal zu Inspektion, oder irre ich mich da?

    Die meisten Privatleute machen an ihren KWL's nix ausser mal Filter zu tauschen...
    Man sollte auch die Anlagen so planen, dass man die Absaugrohre so kurz wie möglich hält und ggf. mit Revisionsklappen versieht. Dann ist auch eine Reinigung möglich...

    Aslo ich bin wie schon geschrieben der Meinung, wer heute ohne KWL baut, der hat kein Plan...

    Es wird sovielk Geld in irgendwelche speziellen Dämmungen, bodenebene Duschen, high-tech Küchen, Zentralstaubsaugern etc. versenkt. Aber wenn es zu der überlegung kommt ob man ne KWL braucht, da heisst es immer äh nee ich kann ja auch Fenster aufmachen...Nur das ist dann jedoch selten der Fall nachdem das Haus fertig gebaut ist...

    Und dann liest man hier im Forum und sieht im Fernsehen...Schimmel hier Schimmel da...

    Ich denke, wenn die Häuser weiter so wie jetzt gebaut werden, dann wird eine KWL schon bald ein fester Bestandteil jedes Hauses werden...
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  8. #7

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    Das Märchen vom Schimmel ohne KWL ist doch jetzt uralt. Ich kenne soviele Neubauten die seit 2-3 Jahren keine Schimmelprobleme haben. Ohne KWL.
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  9. #8

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    1) Wenn die Feuchte durch den Putz bis in den Stein gelangt, dann hast Du ein Problem. Feuchtepuffer sind die ersten 0,5 bis 1 cm des Putzes!
    2) Der Anteil der Diffusion durch die Wand ist lächerlich gering
    3) MiWo und Polystyrol liegen beim my-Wert nicht so weit auseinander, dass es sich wirklich bemerkbar achen würde!
    4) KWL - Nach Nematoden, Klimawandel, E10 und brennbarer, wassergetränkter Polystyroldämmung nun das nächste Lieblingskind der Katastrophensensationsjournalie.
    Sicher verdrecken die Kanäle - müssen halt gereinigt werden.
    In dem Dreck leben - oh Wunder, Keime und anderes.
    Beim Abkühlen feucht-warmer Luft entsteht Kondensat - ne echt?

    Kommen wir mal zu den sachlichen Argumenten:
    Ob eine KWL ihre Anschaffung wieder einspielt oder nicht, hngt an vielem. Sicher ist es nicht, unmöglich auch nicht!
    Im Winter kann man (mit entsprechender Technik) der trockenen Luft entgegen wirken
    Ob Schimmel entsteht oder nicht, ist keine Frage KWL JA-NEIN, sondern eine des Nutzerverhaltens, wenn keine KWL vorhanden ist.
    Damit kommen wir zum eigentlichen Knackpunkt der Entscheidung:

    Eine KWL macht nur Sinn, wenn die Fenster nur noch als Terrassentür oder zum Putzen geöffnet werden.
    Wer damit leben kann, hat zumindest Komfortgewinne. Ob sich die Anlage "rechnet", ist eine andere Frage. Gewinne wird sie in nennenswerter Grösse sicher nicht erwirtschaften!
    Wer vom händischen Lüften nicht lassen kann, wird die Anlagenkosten nie erwirtschaften, weil er deren Grundlagen zerstört.
    Wer es schafft, sein Nutzerverhalten auf einen luftdichten Neubau umzustellen, wird auch ohne KWL nie Theater mit Schimmel haben, wenn die baulichen Voraussetzungen (Wärmebrückenminimierung) stimmen.

    So lieber Kandidat, wer soll nun Dein Herzblatt sein
    Das händische Lüften
    Die KWL ohne WRG, die Deine schöne Heizenergie fleissig in die Umwelt bläst
    oder
    Die KWL mit WRG, die Dir Arbeit abnimmt, aber eine Umstellung Deiner Gewohnheiten erfordert und Dich vielleicht mehr kostet als nutzt

    Bitte entscheide Dich jetzt

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  10. #9
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    schön geschrieben..

    Dass sich eine KWL niemals amortisiert ist klar, das macht eine schöne Küche o.ä.auch nicht.
    Es ist lediglich ein Komfortgewinn, den man nicht haben muss, der es einem aber eben komfortabler macht...

    Alles soweit klar und verständlich!

    So richtig entscheiden konnten wir uns bisher nocht nicht.
    Wenn eine Schimmelbildung durch regelmäßiges Stoßlüften vermieden werden kann, wäre das sicherlich die sparsamere Variante, die aber eben auf den Komfort verzeichtet.

    Ich denke, dass das Thema Lüften natürlich immer eine wichtige und entscheidende Rolle spielt, aber ganz klar beim Naubau speziell in den ersten Jahren von großer Bedeutung ist.
    Ist die Baufeuchte erstmal raus, wird das Thema doch auch nach- und nach wieder entspannter..
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  11. #10

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    Wir konnte in unser Haus leider keine KWL mehr einbauen lassen. Jetzt haben wir in jedem Zimmer ein Hygrometer und achten darauf, das die Luftfeuchtigkeit nicht über 60% steigt. Ich konnte aber auch nicht feststellen, daß das Haus in den ersten Jahren feuchter war. Da sich eine zentrale Lüfzung nicht verwirklichen ließ, haben wir dezentrale Lüftung im Schlafzimmer und Bad. Was man im Schlafzimmer ganz klar merkt ist, das es nicht mehr so mieft. Die Luft ist morgens klar besser. Man merkt natürlich, daß die Luftfeuchtigkeit morgens angestiegen ist. Bei dem feuchten Wetter jetzt 60%. Aber im Laufe des Tages sinkt sie dann auf 50% ab. Wir bedauern es sehr, daß wir keine KWL haben. Den Mehrpreis hat man nach ein paar Jahren vergessen. Der Mief im Haus, nachdem man abends mal gekocht hat bleibt erhalten. Wer hat schon Lust immer zu lüften? Ich jedenfalls nicht.
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  12. #11
    Avatar von sniper
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    richtiges lüften ist nix anderes als disziplin ,disziplin,disziplin

    und hiervon an jeder tür und fensterName:  türstopper.jpg
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  13. #12

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    Ich lehne Disziplin strikt ab.
    Wer so etwas will gehört in die Bundeswehr.
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  14. #13

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    Wir haben uns nach ausführlicher Beratung durch den Archi gegen eine KWL entschieden. Die wesentlichen Argumente hat R.D. oben bereits genannt. Allerdings bewohnen wir ein kleines Haus in ruhiger Lage direkt am Wald. Also keine Probleme mit Staub oder Lärm.

    Auch nach Beginn der Heizperiode bereue ich die Entscheidung nicht. Allerdings ist konsequentes Lüften angesagt. Das heißt auch morgens vor der Arbeit abwechselnd auf jeder Etage querlüften.

    Besonders interessant finde ich die KWL-Diskussion der "Geizheizer" die auch noch die Luftwechselrate ganz niedrig einstellen um jeden Cent zu sparen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ich kann hier auch nur unsere sehr positive Erfahrung mit der KWL berichten.

    Musst meine Frau zwar lange überzeugen, zig (Muster-)häuser angeschaut und länger darin aufgehalten.
    Direkt bemerkbar ist tatsächlich die Luftqualität wenn man das Haus betritt. Geh mal in eine Musterhaussiedlung, schon beim Betreten stellt man fest, ob eine Lüftungsanlage verbaut ist oder nicht.

    Was sich viele beim Neubau vorab nicht vorstellen können, wie dicht das Haus tatsächlich sein wird. Oft ist der vorherige Wohnort deutlich älter und "undicht" gebaut.
    Und wie hier schon mehrfach geschrieben, mindestens zweimal am Tag sollte Quergelüftet werden. Wer das regelmäßig hinbekommt, respekt. Denke einige machen es nicht.

    Hauptargument für meine Frau war das man vorallem im Winter nicht mehr lüften muss, stell Dir vor Du hast ein tollen Neubau und im Winter muss die Frau die Winterjacke anziehen um zu lüften. Na dann viel Spaß. So stellen sich viele kein neues Eigenheim vor, war aber die letzten Wochen bei uns im Neubaugebiet Realität.

    Klar sollte aber auch sein, ebenfalls erwähnt, die Anlage muss etwas gewartet werden. Mehrmals im Jahr die Filter tauschen, je nach Gerät sehr einfach hinzubekommen. Alle 1 bis 2 Jahre den Wärmetauscher mit Wasser auswaschen.
    Ich habe zudem an den Abluftkanälen noch Abluftfilter angebracht, somit bleiben unsere Rohre auch im 2. Jahr schön sauber.

    Wenn man sich dafür entscheidet, wie auch schon erwähnt eine gute wartungseinfache Anlage aussuchen, Revisionsöffnung einplanen und dann den Komfort geniesen
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  17. #15
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    Zitat Zitat von fmjuchi Beitrag anzeigen
    .. Haus in ruhiger Lage direkt am Wald. Also keine Probleme mit Staub oder Lärm..
    nö. du bemerkst keine probleme.
    hättest du eine allergie (pollen ..), wär die wahrnehmung anders.
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