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Verbrauchsorientierter Energieausweis: 10% Abzug korrekt?

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  1. #1
    feelfree
    Gast

    Verbrauchsorientierter Energieausweis: 10% Abzug korrekt?

    Hallo zusammen,

    da ich nächstes Jahr meine ETW im 9-Familienhaus verkaufen möchte, habe ich mir heute mal einen Verbrauchsorienterten Energieausweis ausstellen lassen (online & kostenlos bei unserer Gebäudeversicherung).

    Beheizt wird mit Gas-Zentralheizung, die Verbräuche der letzten 3 Jahre (in kWh) habe ich eingegeben. Ebenso habe ich noch den anteiligen Energieverbrauch für das Warmwasser angegeben (geht aus der Heizkostenabrechnung genau hervor).

    Im Energieausweis selbst sind nun aber vom eingegeben Energiebedarf 10% abgezogen, was natürlich auch zu einem 10% besseren Energiebedarf des Gebäudes führt. Ist das in Ordnung? Sieht irgendwie komisch aus, wenn die Heizkostenabrechnungen und der Energieausweis solche Differenzen ausweisen.
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  2. Verbrauchsorientierter Energieausweis: 10% Abzug korrekt?

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  3. #2
    feelfree
    Gast
    Keiner eine Idee?
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  4. #3

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    Tolle Idee: Energieausweis online & kostenlos erstellen zu lassen und die dafür notwendige Beratung online & kostenlos aus einem Forum zu beziehen.

    darum nur ganz kurz:
    Witterungs- und Klimabereinigung


    Ich hoffe, Sie haben auch die verpflichtenden Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz ausgestellt.

    Und, ganz wichtig: ich hoffe, Sie sind nach EnEV auch ausstellungsberechtigt. Da Sie hier so fragen, scheinen Sie die EnEV nicht zu kennen. Womit ich leise Zweifel anmelden möchte, dass Sie möglicherweise nicht ausstellungsberechtigt sind.
    Und damit würde automatisch §27 EnEV greifen:
    § 27
    Ordnungswidrigkeiten
    [...]
    (2) Ordnungswidrig im Sinne des § 8 Absatz 1 Nummer 2 des Energieeinsparungsgesetzes
    handelt, wer vorsätzlich oder leichtfertig
    [...]
    4. entgegen § 21 Absatz 1 Satz 1 einen Energieausweis oder Modernisierungsempfehlungen
    ausstellt.
    ...ich hoffe nicht...
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  5. #4
    feelfree
    Gast
    *ICH* bin natürlich nicht ausstellungsberechtigt, sondern - ich nehme es mal an - derjenige Dipl.-Ing. (FH), der das Ding auch ausgestellt und unterschrieben hat.

    Witterungs- und Klimafaktor ist natürlich berücksichtigt (2009=1,17, 2010=1,02, 2011=1,25).

    Es geht um die Spalte "Energieverbrauch", wo 10% weniger kWh stehen, als ich angegeben habe.

    Übrigens handelt es sich um ein "relativ" modernes MFH Bj. 2003, Kennwert laut diesem Ausweis 62,5kWh(m²a).
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  6. #5

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    wenn es Bj. 2003 ist, muss schon ein Energieausweis nach EnEV oder mindestens ein Wärmeschutznachweis nach WSVS95 (je nach Zeitpunkt des Bauantrags) vorliegen. Und zwar ein bedarfsorientierter...
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  7. #6
    feelfree
    Gast
    Wenn dem so wäre (muss ich beim Verwalter nachfragen), hätte der dann noch Gültigkeit?

    Wobei mir als Käufer in diesem Fall ein verbrauchsorientierter Nachweis lieber wäre.
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  8. #7

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    Der Enrgieausweis muss für das ganze Gebäude ausgestellt werden. Deinen lesbaren Angaben entnehme ich, dass Du den Energieausweis für Deine WE hast erstellen lassen. Dieser ist unzulässig. §17 Abs. 2 EneV kann dazu führen, dass ein verbrauchsorientierter Ausweis nicht zulässig ist. Da will ich jetzt aber nicht nachschlagen.
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  9. #8
    feelfree
    Gast
    Natürlich habe ich den Ausweis für das ganze Gebäude ausstellen lassen!
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  10. #9

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    ....Ebenso habe ich noch den anteiligen Energieverbrauch für das Warmwasser angegeben (geht aus der Heizkostenabrechnung genau hervor).....
    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Natürlich habe ich den Ausweis für das ganze Gebäude ausstellen lassen!
    ausser

    Das vermutlich bunteste Klopapier Deutschlands - der verbrauchsorientierte Energieausweis
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  11. #10
    feelfree
    Gast
    Das weiß ich auch. In der Heizkostenabrechnung sind zig mal mehr Informationen. Aber ich MUSS ja dieses bunte Papier zur Verfügung stellen. Und dann sollen die Angaben wenigstens stimmen.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    ...
    Das vermutlich bunteste Klopapier Deutschlands - der verbrauchsorientierte Energieausweis
    Bei großen Immobilien sehe ich den verbrauchsorientierten Ausweis als gar nicht so schlecht an. Da werden individuelle Nutzungsunterschiede recht gut ausnivelliert. Beim EFH ist die Streubreite um ein Vielfaches größer.
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  13. #12
    feelfree
    Gast
    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Bei großen Immobilien sehe ich den verbrauchsorientierten Ausweis als gar nicht so schlecht an. Da werden individuelle Nutzungsunterschiede recht gut ausnivelliert. Beim EFH ist die Streubreite um ein Vielfaches größer.
    So sehe ich das auch.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    *ICH* bin natürlich nicht ausstellungsberechtigt, sondern - ich nehme es mal an - derjenige Dipl.-Ing. (FH), der das Ding auch ausgestellt und unterschrieben hat.
    ...dann sollten Sie sich für die endgültige Bewertung an denjenigen Dipl.-Ing.(FH) wenden, der das Ding online und kostenlos ausgestellt und unterschrieben hat.


    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Es geht um die Spalte "Energieverbrauch", wo 10% weniger kWh stehen, als ich angegeben habe.
    ich könnte mir vorstellen, dass die Abweichungen hier mit dem Verhältnis Brennwert zu Heizwert zusammenhängt.
    Wie das im konkreten Fall ist, weiß ich natürlich nicht. Das müssen Sie als Lieferant der Daten wissen und dem Aussteller mitteilen... haben Sie den Energieverbrauch in "kWh Brennwert" oder in "kWh Heizwert" angegeben?

    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Bei großen Immobilien sehe ich den verbrauchsorientierten Ausweis als gar nicht so schlecht an. Da werden individuelle Nutzungsunterschiede recht gut ausnivelliert. Beim EFH ist die Streubreite um ein Vielfaches größer.
    So sehe ich das auch.
    ...und außerdem sind in der Regel die Ergebnisse besser als beim bedarfsorientierten Ausweis... Ich vermute, das ist Ihr Antrieb... Stimmts?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    ...und außerdem sind in der Regel die Ergebnisse besser als beim bedarfsorientierten Ausweis...
    Was bei älteren MFH die Regel ist.
    Und daher den Gedanken zuläßt, ob die Formeln für den bedarfsorientierten insoweit auch nur einigermaßen zutreffend sind.
    So schlecht ist der verbrauchsorientierte im Normalfall nämlich nicht. Dafür sind viele bedarfsorientierte grottenschlecht.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Was bei älteren MFH die Regel ist.
    Und daher den Gedanken zuläßt, ob die Formeln für den bedarfsorientierten insoweit auch nur einigermaßen zutreffend sind.
    So schlecht ist der verbrauchsorientierte im Normalfall nämlich nicht. Dafür sind viele bedarfsorientierte grottenschlecht.
    Das Problem ist, dass ältere Gebäude meist nicht nach Norminnenraumklima "betrieben" werden. WENN Du diese Gebäude mit dem Normklima betriebst (was bei Neubauten meist der Fall ist) dann wirst Du feststellen, dass die bedarfsorientierten Werte so ziemlich genau hinkommen.
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