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Doppelhaus ?

Diskutiere Doppelhaus ? im Forum Architektur Allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Doppelhaus ?

    Bei uns steht immer noch das Thema Doppelhaus zur Debatte. Am Wochenende habe ich ein Doppelhaus gesehen, bei dem die beiden Garagen zwischen den Häusern waren, aber alles ein Bauwerk zumindest soweit ich von außen sehen konnte. Der Vorteil dabei wäre etwas Abstand zum Nachbarn, wenn nötig.
    Hat solch ein Aufbau Nachteile die ich nicht sehe ?
    Danke, Fritz
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  2. Doppelhaus ?

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  3. #2

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    Der Clou beim Doppelhaus ist ja der, dass du Abstandsflächen sparst, wenn die Häuser aneinanderstehen. Folglich kann das Grundstück kleiner sein bzw. meist ist das der eigentlich Grund. Bei der Variante von Dir braucht man einfach eine größere Grundstücksfläche, dass ist dann der Nachteil. Der Vorteil ist, dass es keine Schallprobleme gibt, wenn keine Wände aneinander liegen ;-)

    Mario
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  4. #3

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    Doppelhaus

    Guten Morgen,

    ich muss meinem Vorredner schon zustimmen. Der eigentliche Witz eines DH ist natürlich, dass man aneinander baut und so einmal auf die Grenze bauen kann und Grundstücksfläche spart. Auch hat das DH den Vorteil, dass eine eigentliche Außenwand zur Innenwand wird, was sich angesichts steigender Rohstoffpreise positiv auf die Energiebilanz auswirkt (so gesehen ist natürlich ein RMH noch besser).

    Deine Variante ist eigentlich ein freistehendes EFH, bei dem auf der Seite zum Nachbarn die Garage steht. Hat natürlich auch den Vorteil, dass auf dieser Hausseite dann Fenster angeordent werden können.

    Grundsätzlich ist natürlich dagegen Deine Variante nichts zu sagen.
    Gruß
    Thomas
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  5. #4

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    Doppelhaus

    Servus, aus eigener Erfahrung würde ich es unbedingt vermeiden, ein Doppelhaus zu bauen. Das Risiko, dass im angrenzenden Haus sich lärmende Idioten befinden oder befinden werden wäre mir einfach zu hoch. Alle Schallschutzmaßnahmen sind zwar gut, wenn allerdings der Nachbar hier baulich keine Rücksicht nimmt, dann ist der Ärger schon vorprogrammiert. Wir hatten früher eine DHH und haben jetzt ein einfaches freistehendes Haus gebaut. Wenn´s nur irgendwie geht, würde ich auf jeden Fall freistehend bauen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die pro und contra Hinweise. Da wir mit Schwager/Schwägerin zusammen bauen wollen ist das Argument Lärm solange außen vor bis einer von uns irgendwann seine Hälfte verkauft (soll ja vorkommen). Das Grundstück, das wir noch nicht haben, sollte etwa 800-900 m² groß sein, also eigentlich groß genug für (fast) alle Möglichkeiten. Mal sehen wie und was es wird. Ich werde auf alle Fälle berichten und eure Meinungen/Ratschläge/Tipps bestimmt noch öfters in Anspruch nehmen.
    Danke, Fritz
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  7. #6
    lärmi
    Gast

    Böse ich kann josef S nur laut zustimmen

    auch die Einhaltung des erhöhten Schallschutzes sind ein Witz.
    Die Lösung mit zusammenstehenden Garagen find ich prima.
    Und selbst wenn Sie sich mit Verwandschaft ein DH teilen: unbefangen - weil man was voneinander mitkriegt - kann man darin nicht leben.

    Gruß Lärmi
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  8. #7

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    Bitte nicht übertreiben...

    ...mit der Schallschutzpanik!!!

    Natürlich baut man aneinander, aber bei DH sind diese baulich so getrennt, dass eine direkte Schallübertragung nicht oder nur sehr begrenzt möglich ist. Hierzu dienen jeweils eigene Wände an der Grenze (also keine Komunwände, wie es früher üblich war...und auch darin haben Menschen gelebt ohne sich zu zerfleischen) und eine Trennfuge, die den direkten Kontakt der Wände aneinander verhindert. Natürlich kann es bei baulichen Mängeln (z.B. herausquellender Mörtel, der einen Kontakt zum Nachbarn herstellt) zu einer leicht eingeschränkten Qualität kommen, das dies aber nicht passiert lässt sich im Rahmen der Bauüberwachung wirklich sehr leicht mängelfrei hinkriegen.
    Und zudem: Sehr, sehr viele Menschen leben in DH oder RH. Also scheint diese Art des Bauens ja wohl nicht völlig abwegig sein. Man muss halt Vor- und Nachteile (Pro: PLatzsparenderes Bauen, Energieeinsparungen; Contra: man hockt dichter aufeinander und kann nicht in Gutsherrenart um sein Häuschen flanieren...) gegeneinander abwägen.

    Gruß an alle Bewohner von DH oder RH, die noch leben und sich nicht mit Mordgedanken tragen....

    Thomas
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  9. #8
    RH-Bewohner
    Gast
    Dem kann ich nicht zustimmen. Wir bewohnen selber so ein "baulich getrenntes" Reihenhaus, bei dem sogar der sogenannte "erhöhte Schallschutz" knapp eingehalten wird.
    Ich kann aus eigener Erfahrung versichern: Das nutzt NICHTS (!!!), wenn Sie nebenan jemanden wohnen haben, der ohne jegliche Rücksicht sich so verhält, als würde er in einem freistehenden Haus wohnen.
    Sie hören Treppengetrampele, alle möglichen Klopf-, Schiebe-, Schleifgeräusche, den Bass der Stereoanlage, alle möglichen Heimwerker- und Hobbyarbeiten etc. etc.
    Ruhe hat man im RH oder DH auch bei erhöhtem Schallschutz (!) nur mit entsprechend rücksichtsvollen Nachbarn - reine Glückssache.

    Der erhöhte Schallschutz allein garantiert jedenfalls KEINE Ruhe - entgegen Versprechungen einiger Experten, die wohl selbst noch nie in so einem Haus mit entsprechend lauten Nachbarn gewohnt haben. Ich schon.

    Und eins vergessen die meisten: Der nächste Sommer kommt bestimmt.
    Draußen sitzend bekommt man beim RH oder DH natürlich alles direkt vom Nachbarn mit. Lärm, Geschrei, etc. ohne Ende wenn man Pech hat. Die Krönung wäre dann nur noch ein nachbarlicher Pool, der exzessiv genutzt wird, und schon kann man den Sommer auf der eigenen Terrasse vergessen (bzw. man "genießt" ihn mit Ohropax). Keine Übertreibung sondern leider (nicht selten) Tatsache.

    Und warum dennoch so viele Leute in solchen Häusern wohnen? Ganz einfach:
    - sie haben rücksichtsvolle Nachbarn
    - sie haben Nachbarn die selten zuhaus sind
    - sie haben eine nicht mehr so gute Hörfähigkeit (lässt teilweise ja schon ab 30 nach)
    - sie sind selber selten zuhaus
    - sie sind selbst rücksichtsloser lärmender Zeitgenosse
    - sie haben sich irgendwie mit dem Nachbarn arrangieren können
    - können sich kein freistehendes Haus leisten bzw. werden das eigene Haus nicht mehr zum vernünftigen Preis los und haben resigniert

    Gruß
    vom
    Reihenhausbewohner
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "entschuldiung"

    rechnererische Werte auf´n Papier sind eine Sache ... wer kennt sie nicht die Häuser nach ENEV-Nachweis die in der Praxis den doppelten Verbrauch aufwaisen ... klaffende Mörtelfugen, schlechte Detailausführungen und schon wird aus einem geplanten 3 Liter Haus ein 7 Liter Haus ... und genauso ist es beim Schallschutz ... was helfen erhöhte Schallschutzwerte bei der Materialzusammenstellung wenn´s an Details wie Deckenbereich/Schallängsleitungen/Deckenentkoppelungen uswusf. wegen falschen Ausführungen bzw. keiner Planung hierzu scheitert (!) ... das soll heißen das man sehr wohl auch bei Doppel- bzw. Reihenhäuser einen exzelenten Schallschutz erreichen kann "ohne" daß einem der Nachbar an die Gurgel geht ... "ABER" dazu braucht man a.) ne gute Firma und des sind meist nicht die Billigheimer (!) und b.) jemanden der solche Schallschutzmaßnahmen auch planen bzw. überwachen kann ansonsten kann man sich noch Jahre über schlechten Schallschutz bei Doppel- bzw. Reihenhäusern beschweren (!)
    .
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "damit man sieht"

    wie komplex das Thema ist ... hier ein paar Einstiegslinks ... "aber" das ist nur die Spitze des Eisberges (!)
    .
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=5525
    .
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=5844
    .
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  12. #11
    RH-Bewohner
    Gast

    damit ich nicht falsch verstanden werde

    Es handelt bei meinem Haus nicht um ein Haus, das "nur so hingerechnet wurde".
    Der "erhöhte Schallschutz" wurde bei meinem RH nach Fertigstellung gutachterlich gemessen und schriftlich bestätigt (von mir bauftragter unabhängiger öbuv Sachverständiger, also kein "Gemauschele" vom Bauträger).
    Es sind also wohl auch alle maßgeblichen Details entsprechend ausgeführt worden, sonst hätten wir kaum diese Messung bestanden.
    Trotzdem ist es real so wie oben beschrieben. Und ich bin kein Einzelfall.

    Gruß
    vom
    Reihenhausbewohner
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "mmmh"

    der erhöhte Schallschutz beträgt 67db ... zur Kür gehört es über 70db zu kommen ... aber auch dabei die Nebenwege im Griff zu haben ... "nein" des mit gerade erfüllung des erhöhten Schallschutzes lass ich ned gelten ... wie wurde gemessen wär auch noch ne Frage ... bringt mal den Sender an´s Aussenmauereck an und so manches Schallschutzgutachten würde zusammen fallen ... dazu diesen Link beachten:
    .
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...litzeinbindung
    .
    "alles" ist planbar "auch" ein guter Schallschutz bei Doppel-und Reihenhäuser (!)
    .
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  14. #13

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    Meine Rede...

    ...sach ich doch:
    .[I]
    "alles" ist planbar "auch" ein guter Schallschutz bei Doppel-und Reihenhäuser (!)Anmerkung: Ich habe höchstselbst diverse Häuser dieser Art mit begleiten dürfen (RH / DH): Die Mortalitätsrate ist verschwindend gering....aber zugegeben: Auch EFH haben durchaus ihre Berechtigung....verschleissen halt mehr Raum. Man muss halt wissen, was einem wichtig ist. Wenn der entsprechende Platz da ist, ...bitte schön, ....dann eben mit Abstand...wenn nicht...dann eben nicht. Bitte, bitte, keine dogmatischen Reden Pro + Contra....bringt doch ohnehin nix.


    Thomas
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  16. #14
    Lärmi
    Gast

    An RH-Bewohner: ich dachte ich hätts geschrieben...

    Hallo Leidensgenosse.
    Dito bei uns. Erhöhte Werte erreicht und trotzdem jede Menge Lärm. Nur bei uns finde ich unsere Nachbarn noch nicht mal so laut und trotzdem hören wir jede Menge.
    Rolläden und Wasserspülungen beispielsweise sind ja vom Bewohner schlecht "lauter oder leiser" zu nutzen, und dieses kriegen wir ganz ordentlich mit - trotz Einhaltung der erhöhten Din. Josef gebe ich Recht: es liegt natürlich auch daran, wie gemessen wurde: Aufgrund der nicht optimal gelösten Schlitzung der Aussenwände (Die Aussenwände haben niedrige Rohdichte und die Rohdichtestarken Trennwände gehen nicht bis Aussenkante Gebäude durch) hätte unser Haus bei anderer Anordnung der Schallmessung möglicherweise nicht bestanden. Ich vermute bei uns auch verstärkte Schallübertragung durch durch Setzrisse entstandene Fugen....
    Noch ein Wort zu Reihenhausbefürwortern: Ich habe auf diversen Baustellen "Soundchecks" bei anderen Reihenhausneubauvorhaben gemacht (das waren bei vergleichbaren Lagen im Großraum Düsseldorf Objekte im Wert von 150-380 TEuro, Trennwände von 2x15 cm KS Rohdichte 1,8 und 3 cm Mineralwollenfuge bis 2x17,5 cm KS Rohdichte 2,0 und 5cm Mineralwollenfunge) - und immer konnte man hören, wenn jemand im Nachbarhaus unterwegs war (vor allem auf der beliebten Stahlharfentreppe....). Ich würde mir dieses Risiko nicht nochmals antun, im eigenen Haus von dem Wohnverhalten der angebauten Nachbarn meine Feierabende versauen zu lassen.
    Für mich gibts nur noch freistehend oder Kettenhäuser (Garage an Haus und wieder Garage).
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  17. #15

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    Doppelhaus nie wieder...

    Ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich jetzt in einem EFH wohnen kann. Unsere erste Wohnung war ganz OK, offenbar hatten wir Glück mit den Nachbarn. Die folgende DHH war dann vom Schallschutz her nicht gut; vor allem waren die Nachbarn allerdings der Meinung, dass sie jetzt (da sie ja schließlich in einem HAUS wohnen) trampeln, die Türen zu jeder Tages- und Nachtzeit zudreschen, lautes Bassgedröhne veranstalten können. Jedes diesbezügliche Gespräch oder jede Bitte diesbezüglich hat in wilden Beschimpfungen geendet...

    Jetzt habe ich in der Gegend (zugegebenermaßen in einer sehr guten Lage) neugierigerweise ein Bauvorhaben mit Reihen- und Doppelhäusern besichtigt (Rohbau). Das ganze in für Laienaugen schludriger Bauträgerqualität, die Trennfuge (2cm Steinwolle) schaut irgendwie nicht konsequent aus und ist im "Dachstudio" gar nicht mehr vorhanden, da fehlt noch die Trennwand. Und das Ganze für 400 - 600 TEUR und alles schon verkauft ... Ich versteh´ die Welt nimmer. Unsere Hütte (nahe Passivhaus) mit viel Sorgfalt (aber kaum Eigenleistung) gebaut hat samt ausreichend Grund und von der Lage her auch nicht schlechter hat keine 400 TEUR gekostet. Aber vielleicht muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen (wir mußten sie ja auch machen...).
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