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  1. #1

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    Frage Gutes Raumklima für Passivhaus mit 4 Wohnungen

    Hallo Experten!

    In den letzten Wochen habe ich viele nützliche Beträge in diesem Forum gelesen und möchte mich erst mal ganz herzlich für die ganzen Infos bedanken!

    Nun zu meinem Anliegen, für das ich weder hier im Forum noch sonst wo im Internet bisher konkrete Lösungen finden konnte: Ich plane den Bau eines Hauses mit 4 Wohnungen (rechtlich gesehen ein Doppelhaus jeweils mit Einliegerwohnung). Das Haus soll ökologisch verträglich sein, muss aber auch in der Herstellung und im Unterhalt preiswert sein.

    Das Grundstück liegt an einem schattenfreien Südhang und die Südseite des Hauses wird fast völlig aus 3-fach Verglas bestehen. Die anderen Seiten haben kaum Öffnungen und sind in 40-50cm starkem Beton (Schalungs-Elementwände mit Ortbeton) geplant, darauf dann noch Dämmung. Durch den ganzen Beton verspreche ich mir eine gute Speicherleistung sowohl im Sommer als auch im Winter.

    Das sollten ja erst mal recht gute Voraussetzungen für ein Passivhaus sein. Nun sind das aber nicht irgendwelche Wohnungen, sondern sie sind eher als Zweitwohnsitz oder auch Ferienwohnung gedacht, haben jeweils 80 - 120qm und eine eigene Sauna. (Falls man ein Haus mit Sauna nicht mehr Passivhaus nennen darf: OK, mir geht es hier nicht um irgendwelche Fördermöglichkeiten)

    Die Frage ist nun, wie bekomme ich ein ganzjährig gutes Raumklima zu akzeptablen Kosten hin? Also Temperatur und Luftfeuchte sollen sich immer in einem Rahmen bewegen, wo die Bewohner sich wohl fühlen können. Und wie stelle ich für alle 4 Wohnungen immer ausreichend Warmwasser am preisgünstigsten her? Hier sind sicher die Verbrauchskosten wichtiger als die Anschaffungskosten.

    Nun sind z.B. folgende Extremsituationen denkbar:
    - Es ist Winter und alle 4 Wohnungen stehen längere Zeit leer.
    - Es ist Winter und alle 4 Wohnungen werden intensiv genutzt, also reichlich Sauna und viel warmes Wasser beim Baden und Duschen.
    - Es ist ein heißer Sommer und die vorhandene passive Kühlung (Jalousien) wird von den Bewohnern nicht ausreichend eingesetzt.

    Dass ich eine gute Lüftungsanlage mit Wärmetauscher brauche ist soweit klar. Die Frage ist nun, reicht das in Verbindung mit der Speicherleistung des Betons schon aus? Falls die ohnehin erzeugte Wärme von den 4 Saunen nicht schon genug auch das Haus heizt, könnte man noch dekorative Infrarotheizungen aufhängen.

    Wegen der Kühlung im Sommer hoffe ich mal auf die passive Kühlung der Jalousien und der Speicherleistung des Betons, würde das aber gerne vorher ausrechnen lassen, soweit das überhaupt berechenbar ist?

    Falls das alles so funktioniert stellt sich aber immer noch die Frage der Warmwasserbereitung.

    Habt Ihr Ideen zu meinem Problem oder könnt mir einen Experten empfehlen, der sich da richtig gut auskennt?

    Grüße
    Tom
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  2. Gutes Raumklima für Passivhaus mit 4 Wohnungen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    MoRüBe
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    cool, also 80-90 cm dicke Außenwände

    preiswert ist das nicht...

    Und dann gibts da noch sowas wie Brandschutz, Schallschutz, usw. usw.

    Alles in allem, eine Aufgabe für jemanden, der sich damit auskennt. Ich glaube dieser Berufszweig nennt sich Architekt. Und wenns wirklich nen Passivhaus werden soll, dann wird die Planung noch spannender...
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  4. #3

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    Lieber Tom,
    ein Passivhaus ist nicht ein Wunder der Physik und auch kein Perpeduum Mobile.

    ich kann es sicher nicht alles aufklären, will aber mal erklären (weil meine Frau grad noch unterweg ist und ich ein paar Minuten Zeit hab):
    Zuerst muss man wissen, welche Einflussfaktoren es auf die Energiebilanz von Gebäude gibt.
    Da gibt es Energieverluste und Energiegewinne.
    Energieverluste sind Transmissionswärmeverluste (als Wärmeleitung) und Lüftungswärmeverluste
    Energiegewinne sind solare Energiegewinne (über Fenster) und interne Energiegewinne (Abwärme, von Elektrogeräten, Peronen) etc.
    Daraus bildet man eine Bilanz. Energieverluste - Energiegewinne. Die Differenz, die dazwischenliegt, muss zugeheizt werden.

    So. dem Kunden/Bewohner geht es nur um die Frage, wieviel zugeheizt werden muss. Ihnen auch, denke ich.
    Also müssen wir die Verluste minimieren und die Gewinne optimieren.

    Verluste minimieren ist im einen Fall einfach, im andern Fall (der aber genau so wichtig ist), kostet er Geld.
    - kompakte Bauweise, steht manchmal im Widerspruch zur Architektur. Also nur so viel bauen, wie benötigit wird. Am besten keine Luxus-Wohnfläche...
    - guter Wärmeschutz: ist ganz einfach, kostet aber: viel hilft viel. nur ist das nicht unendlich ausdehnbar. Auch hier gibt es Grenzen, wo selbst der engagierteste Passivhausplaner sagt "jetzt reichts aber"...
    Gewinne optimieren ist in Ihrem Fall nicht so einfach. Vor allem dann nicht, wenn das Haus nicht dauern bewohnt wird. Wenn es um normale Wohnungen geht, ist das vielleicht noch kalkulierbar: Kühlschrank, Fernseher, Licht, Gefriertruhe, Computer. Und so weiter. Da gibt es so einen Spruch: Wenn es im Passivhaus zu kalt wird, dann laden Sie sich Freunde ein. Pro Freund ca. 80-100 Watt, je nach Aktivität. 10 - 12 Freunde = 800 - 1000W. 1 kW. könnte ausreichend, um die vorhandene Differenz zu überbrücken. zur Not noch ein paar Kerzen anzünden... ;-)
    Solare Energiegewinne sind gut und auch nicht. vor allem in der Übergangszeit (im Sommer sowieso) kann ein hochverlaster Raum schnell überhitzen. Da braucht es eine gute Verschattung. Um vernünftige Behaglichkeit auch nachts bei -20°C hinzubekommen, sollten die Fensterflächen aber nicht zu groß sein. Und vor allem nicht zu hoch! Sonst kann es unangenehme Luftbewegungen geben.
    Also nur soviel Fenster, wie ein Raum "vertragen kann"...

    zu den Saunen: jetzt kommt es darauf an, wieviel Sie die Sauna nutzen.
    Nach der ersten Euphorie wird eine private Sauna max. 1x pro Woche genutzt, sag ich mal. Hoffentlich dann, wenn es besonders viel Heizenergie benötigt. Wenn der Bewohner aber mag, wenn das "Haus nichts braucht", dann bringt es nichts...
    Also nicht kalkulierbar. Ich würde die Sauna weglassen, es sei denn, es wäre ne gewerbliche Sauna mit kalkulierbarer Nutzungsdauer...

    Warmwasser ist einfach. Wenn die Wirtschaftlichkeit nicht die große Rolle spielt, aber die Verbrauchskosten, dann Solaranlage. Und irgend eine Zuheizung im Bedarfsfall, wenn's nicht reicht. Solar bringt aber nur was, wenn die Sonne scheint. Oder Sie haben einen super Speicher. Speichertechnik ist gut, aber endlich, deshalb muss man sich über die Zuheizung Gedanken machen. Wenn sonst keine Energiequellle vorhanden ist: Strom.

    zwar von manchen nicht so gern gesehen im Passivhaus, aber sicher nicht so schlecht: eine vom Nutzer bedarfsabhängige Zuheizung über einen Holzofen....

    Ich hoffe, Sie verstehen, dass das nicht ganz einfach wird...
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Experten,

    vielen Dank für Eure ersten Antworten!

    Ich dachte mir schon, dass das ganze nicht so einfach ist, deshalb suche ich auch einen Experten der sich mit der Materie wirklich gut auskennt und möglichst schon mal ein Haus mit so dicken Wänden gebaut hat. Leider ist die Suche bisher vergeblich, die einzigen zwei die ich bisher gefunden habe sind in Österreich, das ist dann doch was weit weg. Da scheint das aber prima zu klappen und was da geht, sollte ja auch in Deutschland nicht unmöglich sein.

    Die Außenwände haben natürlich schon was von einem Bunker, aber ist durchaus halbwegs bezahlbar zu bekommen. Interessanter Weise hab ich für die Betonschalungen in dieser Dicke bisher auch nur einen Anbieter aus Österreich gefunden, da kosten die kaum mehr als z.B. 30cm starke. Man braucht natürlich was mehr Ortbeton, aber das ist ja ein halbwegs preiswerter Baustoff. Die Schalungen kosten in 50cm Stärke 44 Euro nett je qm, mit Ausschnitten, Transport, Bewährung, Ortbeton und Arbeitszeit sollte man bei unter 150 Euro je qm liegen. Da das Haus ja 4 Wohnungen hat, ergibt sich so ein für mich akzeptabler Preis für die Außenwände je Wohnung. Bei einem Einfamilienhaus würde es sich sicher nicht lohnen, bei 4 Wohnungen in einem kompakt gestalteten Baukörper aber wohl schon.

    Sauna: Du gebe ich Dir Alfons völlig reicht, man selbst würde so was nach einer Anfangsphase sicher kaum nutzen, da ja aber auch eine Feriennutzung mit wechselnden Nutzern geplant ist, werden die Dinger sicher nicht wenig laufen. Die Frage ist, bringt das einen nennenswerten Nutzen auch für die Wärme im Haus insgesamt.

    Also wenn hier ein Architekt ließt, der Erfahrung mit Passivhäusern und Beton als Wärmespeicher hat und auch noch halbwegs aus meiner Gegend kommt, bitte melden!

    Grüße

    Tom
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  6. #5

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    so einen Speicher (was anderes ist doch Ihre Betonwand nicht, oder?) würde ich mir zentraler im Haus wünschen. Muss aber keine massive Betonwand sein. Auch Betondecken und normale Betonwände speichern ;-) Vielleicht sogar besser. denn es muss nicht so "tief" gespeichert werden. Bis eine 50cm Betonwand aufgeheizt ist, dauert es viel länger als zwei 25cm starke Wände. Weil die Oberfläche der dünneren Wände größer ist.
    Gerade bei hochverglasten Räumen können also Umfassungsbauteile aus schweren Materialien sehr vorteilhaft sein.

    Aber nur, wenn Sie tolerieren, dass diese Räume durch Sonneneinstrahlung "überheizt" werden. das heißt: mehr als 20°C Raumtemperatur. z.B. auf 25°C. Dann kann der Beton vielleicht wärmer als 20°C werden und in der Nacht wieder Wärme abgeben.

    Ideal wäre ein "Betonkollektor": z.B. die Rückwand eines Wintergartens (der auch mal überheizt werden darf) aus Beton, evtl. dunkel gestrichen (soll sich ja aufheizen), der in der Nacht die Wärme in alle Richtungen wieder abgibt. Wärmeverteilung im Haus zumindest zum Teil durch die Lüftungsanlage...

    Alternativ können Sie auch über eine große Solaranlage in einen großen Speicher (Wasser, Erdreich, Beton) einspeisen und bei Bedarf dort die Energie wieder rausziehen. evtl. (z.B. bei Erdspeicher) über eine Wärmepumpe... Nur muss man auch fragen, wieviel Energie so ein Passivhaus überhaupt braucht...


    Die Sauna kann man ja einbauen, ich würde aber nicht damit rechnen. Zu unkalkulierbar ist das Nutzungsverhalten fremder Nutzer...

    Zum Thema Ferien-Passivhaus: Man sollte sich auch überlegen, was man macht, wenn ein Nutzer sich nicht "passivhaustauglich nach Feist" verhält. Also dummerweise im Winter die Fenster offenstehen lässt und der Raum auskühlt. Wie bringen Sie dann die nötige Heizenergie rein? Einen Not-Heizkörper vielleicht?
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  7. #6

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    Sollen denn die Ferienwohnungen in Zeiten der Abwesenheit durchgehend geheizt werden? Wenn nein daran denken, dass ein Passivhaus im Normalfall eher träge reagiert, was Temperaturänderungen (aufheizen) angeht.
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  8. #7
    Themenstarter

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    ich freue mich, dass Sie (Alfons) und bisher auch sonst kein Experte meine Idee für völlig abwegig hält! Wie gesagt, ich bin nur Laie und diese Idee ist bisher wohl nur in Österreich ein paar Mal angewendet wurden.

    Das mit den zu dicken Wänden ist interessant, die Befürchtung hatte ich auch schon, vermutlich sind 20-30cm dann jeweils in Wänden, Bodenplatte und Decken der bessere Weg. So wurde das in Österreich auch gemacht. Da wurde der Beton dann auch noch teilweise aktiviert, also durch solar erwärmtes Wasser.

    Anderseits, wie Sie (Alfons) schreiben, sind 50cm Beton träger als 2 x 25cm. Das braucht dann zwar länger bis einmal die gewünschte Temperatur im ganzen Beton erreicht ist, würde im Sommer aber auch länger kühlen? Wäre sehr interessant zu erfahren, was man mit so dicken Wänden bisher für Erfahrungen gemacht hat. Ich werde mal die Firma aus Österreich anschreiben, die Schalungselemente für 50cm anbietet, die können ja am ehesten sagen, was deren Kunden damit so getrieben haben. Zu vergleichen ist das ganze vielleicht am ehesten mit Kirchen. Die haben ja auch sehr dicke Wände und viele Fenster, sind allerdings überhaupt nicht gedämmt. Trotzdem ist es dort selbst im heißesten Sommer angenehm kühl, aufgrund der fehlenden Heizung und Dämmung im Winter aber auch recht kalt.

    So ein Betonkollektor ist auch eine interessante Idee, ich werde mich in die Richtung mal weiter informieren.

    Ich finde dieses ganze Thema mit der Speicherung sehr interessant, leider wurde in diese Richtung bisher aber wohl nicht wirklich viel geforscht. Was mich sehr wundert, da werden seit Jahren angebliche Passivhäuser gebaut, die dann aber doch eine Heizung haben. Und vom Marketing (vor allem dieser ganzen Fertighaushersteller) wird der Begriff auch massenweise so eingesetzt. Ich verstehe auch nicht, wie ein Institut, das sich auch noch Passivhaus Institut nennt, der Begriff eindeutig falsch definieren darf. Jegliches Haus, welches in irgendeiner Form aktive Bauteile wie Heizung oder Lüftung enthält kann kein echtes Passivhaus sein. Da sind Begriffe wie Nullenergiehaus oder Plusenergiehaus schon besser.

    Ein wirklich echtes Passivhaus ist derzeit zwar für viel Geld technisch durchaus möglich, aber wäre ja so unkomfortable, eng und dicht mit Menschen belegt, dass da keiner wohnen möchte und einer der Bewohner müsste ständig die Luftfeuchte im Auge halten und gegebenenfalls lüften oder gar die Bewohner vorm Ersticken retten. ;-) Oder sehe ich das jetzt zu extrem?

    Also um eine Lüftung führt derzeit kein Weg herum. Wenn man nun aber durch einen Speicher z.B. aus Beton für einen halbwegs angenehme Temperatur sorgen könnte, sagen wir mal die so zwischen 20 und 25 Grad pendelt, wäre das ja doch schon mal ein guter Schritt in Richtung eines echtem Passivhauses.

    Zurück zu meinem Projekt: Wie sie sagen, ist das nicht kalkulierbare Nutzerverhalten bei einem Ferienhaus ein nicht zu unterschätzendes Problem. Für eine recht neue Technik wohl nicht wirklich ideal geeignet. Das Haus dürfte natürlich auch bei Leerstand nicht auskühlen, wenn da die durch Südfenster gewonnene Energie nicht ausreicht, müsste auf jeden Fall zumindest mit Infrarotheizkörpern zugeheizt werden.

    Ich habe jetzt mal einen der Architekten aus Österreich angeschrieben, der so was schon mal gebaut hat. Mal sehen ob der weiter helfen kann. Vielleicht findet sich in diesem Forum aber auch noch jemand, der schon Erfahrungen in diese Richtung sammeln konnte.

    Tom
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  9. #8

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    Zitat Zitat von tomdebom Beitrag anzeigen
    ...Ich finde dieses ganze Thema mit der Speicherung sehr interessant, leider wurde in diese Richtung bisher aber wohl nicht wirklich viel geforscht. ...
    Da irrst Du gewaltig. Die Wärmespeicherung ist ausgezeichnet erforscht.
    Nur hat sich immer wieder herausgestellt, dass es keinen besseren, billigeren und leichter verfügaren Speicher gibt als Wasser.

    Zitat Zitat von tomdebom Beitrag anzeigen
    .. ist das nicht kalkulierbare Nutzerverhalten bei einem Ferienhaus ein nicht zu unterschätzendes Problem....
    Das nicht kalkulierbare Nutzerverhalten sehe ich als das Haupthindernis bei jeglichen vermieteten Passivhauswohnungen und -häusern an. M.E. können die nur zufriedenstellend funktionieren, wenn die Nutzer voll hinter der Idee stehen und diese auch verstanden haben.
    Kurzzeitvermietete und die meiste Zeit leerstehende Ferienwohnungen sind gänzlich ungeeignet dafür.
    Hier sind hochwärmegedämmte leichte Gebäude die bessere Wahl.
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  10. #9

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    Bei der angedachten Nutzung (Zweitwohnung-Ferienwohnung) wird auch das Thema Trinkwasserinstallation
    ein interessantes Thema... Trinkwasserhygiene ... Trinkwasserverordnung 2011...

    Viele Grüße aus München
    Rolf
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  11. #10
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    Zitat Zitat von tomdebom Beitrag anzeigen
    .. Nun zu meinem Anliegen, für das ich weder hier im Forum noch sonst wo im Internet bisher konkrete Lösungen finden konnte..
    jaja. konkrete lösungen .. klar
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  12. #11
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    Hallo Thomas,

    sicher ist Wasser ein besserer Wärmespeicher als Beton, aber im Gegensatz zu Wasser, kann man aus Beton Häuser bauen! Wenn man also 2 mal Nutzen durch ein Bauteil bekommt, wäre das doch nicht schlecht, oder? OK, auch schon eine normale massive Wand bietet ja Speichermasse an, die frage ist halt nur, kann man das durch noch mehr Beton noch weiter erhöhen und wie dick und wo ist der Beton dann zu verteilen? Z.B. ist bei uns genau an Weihnachten für 3 Tage die Heizung ausgefallen, die Temperatur im Haus ist dabei gerade mal von 22,8 Grad auf 22,1 Grad gefallen und das ist kein Passivhaus in dem wir wohnen, sondern ein gemauertes Haus mit Betondecken.

    Wenn man mal nach „PCM Beton“ googelt, findet man da einige Informationen. Diese PCM-Stoffe sind gerade wegen der Sommerlichen Überhitzung wohl eine Überlegung wert. Speziell zur Wärmespeicherung optimierten Beton gibt es auch schon (von der TU Kaiserslautern), wobei man sich da natürlich fragen muss, ob der nicht so viel mehr kostet, dass sich das dann nicht mehr lohnt.

    Tom
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  13. #12
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    Lieber mls,

    vielen Dank für Deine Antwort, wenn ich auch sagen muss, dass sie mir nicht wirklich weiter hilft, vielleicht bringt sie ja Dir selbst etwas oder trägt auch zur allgemeinen Erheiterung bei.

    Ich wollte mit meiner Aussage zum Ausdruck bringen, dass ich dieses Forum ganz toll finde und dass man alleine durch das Lesen der bereits vielen vorhandenen Beiträge sehr viel lernen kann. Sicher enthalten auch Deine über 10.000 Beiträge viele nützliche Infos. Wenn Du also zu meinem Anliegen auch was beitragen kannst, was die Sache voran bringt, wäre das sicher eine Bereicherung. Selbst wenn Du nur fundiert mitteilen kannst, dass die Idee einfach nur Quatsch ist, wäre das ja schon mal eine hilfreiche Aussage. Wenn Du nichts beitragen kannst oder auch nur nicht möchtest, hoffe ich mit diesem Post wenigstens dann auch wieder was zur allgemeinen Erheiterung beigetragen zu haben.

    Ich freue mich dann schon mal auf Deine Antwort, sicher werden sowohl Du als auch Ich als auch alle anderen Leser dadurch erheitert werden. Und etwas Spaß ist an so einem trüben Wintertag immer gut.

    Nach diesem Post halten mich jetzt alle mitlesenden sicher für einen Spinner, vermutlich war das aber eh schon vorher der Fall. Also, ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert :-)

    Tom
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  14. #13

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    Wo soll denn die ganze Energie herkommen, welche Du speichern möchtest?

    Generell halte ich ein Passivhaus für keine sonderlich gute Lösung, wenn es um nur gelegentliche Nutzung geht .
    Ist ja auch logisch.
    Denn die für die Beheizung nötigen inneren Gewinne fehlen die meiste Zeit, müßten also durch anderes -automatisches- Heizsystem ersetzt werden (im einfachsten Fall ein Elektroheizregister).

    Für einen Unternehmer hast Du auch eigenartige Ansichten über Wirtschaftlichkeit:
    Und wie stelle ich für alle 4 Wohnungen immer ausreichend Warmwasser am preisgünstigsten her? Hier sind sicher die Verbrauchskosten wichtiger als die Anschaffungskosten.
    Das genaue Gegenteil ist der Fall!
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  16. #14
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    Hallo Julius,

    ein normales Passivhaus ist sicher für eine nur gelegentliche Nutzung nicht gut geeignet, die Frage ist halt nur, ob durch große Speichermasse und solare gewinne auch so die Sache funktionieren würde. Außerdem plane ich die Wohnungen ja auch nicht dafür, dass sie leer stehen, wenn die Sache gut läuft werden sie das sicher nicht. Ich muss aber auch damit rechnen, das die Auslastung nicht gut sein könnte, dann darf dadurch das Haus nicht völlig zum Energiefresser werden.

    Das mit den Warmwasserkosten kann ich Dir aber nun wirklich nicht glauben. Bei einer Anlage die man geschätzte 20 Jahre einsetzt und die dann von 4 Wohnungen genutzt wird, soll es sich nicht lohnen in der Anschaffung was mehr auszugeben und dann aber niedrigere Verbrauchskosten zu haben???

    Tom
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  17. #15

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    Zitat Zitat von tomdebom Beitrag anzeigen
    Was mich sehr wundert, da werden seit Jahren angebliche Passivhäuser gebaut, die dann aber doch eine Heizung haben. Und vom Marketing (vor allem dieser ganzen Fertighaushersteller) wird der Begriff auch massenweise so eingesetzt. Ich verstehe auch nicht, wie ein Institut, das sich auch noch Passivhaus Institut nennt, der Begriff eindeutig falsch definieren darf. Jegliches Haus, welches in irgendeiner Form aktive Bauteile wie Heizung oder Lüftung enthält kann kein echtes Passivhaus sein. Da sind Begriffe wie Nullenergiehaus oder Plusenergiehaus schon besser.
    ...
    Wenn man nun aber durch einen Speicher z.B. aus Beton für einen halbwegs angenehme Temperatur sorgen könnte, sagen wir mal die so zwischen 20 und 25 Grad pendelt, wäre das ja doch schon mal ein guter Schritt in Richtung eines echtem Passivhauses.
    ...
    Das Haus dürfte natürlich auch bei Leerstand nicht auskühlen, wenn da die durch Südfenster gewonnene Energie nicht ausreicht, müsste auf jeden Fall zumindest mit Infrarotheizkörpern zugeheizt werden.
    ...
    nene. Der Grund, warum die Passivhäuser nach Feist "Passivhäuser" heißen ist nicht der, dass Sie keine Heizung haben. Sie haben zwar kein "aktives Heizsystem", dafür aber ein "passives".
    Ich hab mal einen recht spannenden Vortrag zum Thema "Heizen im Passivhaus" gehalten. Die Zuhörer waren vorher mehrheitlich der Meinung, dass ein Passivhaus ein Haus ohne Heizung wäre. Ist es aber nicht. Es wird passiv geheizt, und zwar über das ohnehin vorhandene Zuluftsystem, mit Nachheizregister. Daher kommt ja auch der Heizwärmebedarf von 15 kWh/m²a. Wenn nicht geheizt werden müsste, müsste dieser doch bei 0 kWh/m²a liegen, oder?

    Und das Haus wird bei Leerstand auskühlen, wenn nicht gleichzeitig die Sonne scheint. Wie ich vorher schon geschrieben ist die Abwärme von Personen und der genutzten Elektrogeräte in die Energiebilanz eingerechnet. Wenn der Nutzer dann wieder auszieht, zieht auch gleichzeitig Ihre Heizung aus! (oder zumindest ein Teil).

    Am Rande: Hinterfragen Sie mal, wie das Passivhauskonzept in Schulen funktioniert, wenn die Heizung an Weihnachten in die Ferien fährt...
    Ganz einfach: die Zuheizung funktioniert immer noch über die Lüftungsanlage. Zum Glück haben wir in Schulen einen viel größeren Luftwechsel als in Wohnungen und können damit viel mehr Energie (die in der Regel durch eine konventionelle Heizung bereitgestellt wird) transportieren...


    Zitat Zitat von tomdebom Beitrag anzeigen
    ein normales Passivhaus ist sicher für eine nur gelegentliche Nutzung nicht gut geeignet, die Frage ist halt nur, ob durch große Speichermasse und solare gewinne auch so die Sache funktionieren würde.
    das hängt wesentlich von Ihren Ansprüchen ab. Bzw. von den Ansprüchen der Nutzer. Wenn Sie es tolerieren können, dass es in Ihrem Passivhaus auch mal nur 18 oder 19°C hat, dann wird das schon viel leichter funktionieren als dann, wenn es 22°C oder mehr haben soll. Wenn Sie nicht zuheizen wollen, werden Sie automatisch mit größeren Temperaturschwankungen leben müssen.
    Ich kenne einen Passivhauskunden, der dies überdurchschnittlich stark toleriert, nur um noch mehr Energie zu sparen. Seine Frau und seine Kinder müssen zwangsläufig mitmachen. "die sollen sich halt einen dicken Pullover anziehen, wenn sie frieren"... Können Sie das auch von Ihren Feriengästen erwarten?

    nochmal: ob ein solches Konzept funktioniert, hängt vom Temperaturanspruch ab. Genauso gut wie Sie mal Übertemperaturen tolerieren müssen, wenn Sie speichern wollen (also nicht verschatten!), müssen Sie bei trübem Wetter auch mal Untertemperaturen tolerieren.
    Ich sag immer: jede Maschinenhalle ist ein Passivhaus. Denn Sie braucht keine Heizung. Der Temperaturanspruch ist dort aber auch nicht besonders hoch...
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