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Granit-Fußboden = "Wertminderung des Hauses"

Diskutiere Granit-Fußboden = "Wertminderung des Hauses" im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Granit-Fußboden = "Wertminderung des Hauses"

    Hallo Leute,

    in meinem Haus habe ich im DG mir eine Art Loft eingerichtet. Küche und Wohnzimmer sind zusammen ein Raum in der Größe von ca. 100qm (Grundfläche, nicht DIN) + Schlafzimmer und Bad. Nun ich hatte vor, im Eingangsbereich und in diesem Wohnzimmer einen Granitfußboden zu verlegen.

    Heute kam der Bauunternehmer bei mir vorbei, hat sich das ganze Haus noch einmal angeschaut, etc. Er meinte, dass es ein Fehler wäre, Granitfußboden zu verlegen. Es würde sogar den Wert des Hauses mindern, da "deutsche" nicht auf Granit stehen. Stattdessen hat er einen Boden als Holz vorgeschlagen, Holzbohlen wenn ich mich recht erinnern kann. Das sei derzeit "in".

    Nun ja, das Haus habe ich nunmal für mich gebaut. Ich mag Granit und deshalb denke ich, dass ich beim Granit bleiben werde. Aber trotzdem wollte ich mal eure Meinung dazu hören. Kann es sein, dass Granit wirklich den Wert mindert, weil viele nicht auf Granit stehen?
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  2. Granit-Fußboden = "Wertminderung des Hauses"

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  3. #2

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    Hat DER auch gesagt, worauf die Leute in 5, 10 oder15 Jahren stehen? Was dann wertmindernd zu sein scheint?

    Nicht verwirren lassen, sondern das auf das Gebäude abgestimmte Innenraumkonzept umsetzen und glücklich drin wohnen.

    Aber man kann nochmal den Innenarchitekten hinzuziehen ... der wird es wissen.
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  4. #3

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    zumal hier mal ganz klar differenziert werden muss.
    bei FBH sind keramische oder natursteinbeläge mit abstand die energieeffizienteste art den boden zu belegen.
    da kommt holz, selbst bei brillianter ausführung, schon rein physikalisch nicht mit.
    zudem sind hochwertige granitböden die in einer nicht "extremen" optischen art gemacht werden eher wertsteigernd.
    das material ist teuer und langlebig, in verbindung mit FBH auch immer besser als holz.

    das geheimnis im hinblick auf irgendeinen zukünftigen verkaufserfolg/verkaufspreis ist eigentlich recht trivial:
    mache keine extreme optik (gold, glitzer, blau, rot...), mache es so, dass ein großteil der leute damit leben kann/es ihm gefällt.
    das konzept muss stimmig sein und das material hochwertig.

    ich kenne KEINEN der granit als minderwertig bezeichnet, ich kenne sogar nur fälle, guck dir exposes mal genau an, wo hochwertige bodenbeläge, wie auch granit, eher als verkaufsargument verwendet werden!

    solange es nicht puffrot mit goldenen sprenkenl werden soll, sehe ich da eher nur positive effekte

    vorsicht ist nur bei extrem pflegeintensivem granit geboten (schneeweiss, schwarzhochglanz ohne maserung...): das schmälert sicherlich ebenso faktisch nicht den wert, aber es schränkt den käuferkreis ein und wirkt somit indirekt wertschmälernd.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ich glaube, dass es der Bauunternehmer so gemeint hat. Der Granit schränkt den Käuferkreis ein und damit ist das Haus dann weniger wert.
    Eine andere Frage ist, was eine extreme Optik ist. Ich habe mich für ein dunkelgrauen zum mit zum teil dunkelblauen Nuancen entschieden. Das ganze kombiniert mit deinem genannten Schwarzhochglanz Granit ohne Maserung für Umrandung. Und im Bad kommt nur dieser schwarze Granit ohne Maserung rein. Diesen schwarzen Granit habe ich im EG im Bad bereits verlegt. Es sieht super aus. Allerdings muss ich dazu sagen, dass bei mir im Bad ein Wischroboter unterwegs ist, der den Granit reinigt. 4 Monate ist es her, seit dem der Granit verlegt wurde. Und er sieht sagenhaft aus. Und gerade im Bad (Karlsruhe = sehr hartes Wasser mit viel Kalk) hällt der Wischroboter den Boden sauber.
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  6. #5

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    Wenn Dir bewußt ist, dass ein einfarbiger Granit putzintensiver ist und Du dafür Deinen Putzroboter hast spricht denke ich nichts dagegen. Außer deine DG Wohnung hat wenig Fenster, dann ist ein schwarzer Granit sicher nicht das ideale.

    Ich finde Holz und Natursteinfußböden zählen zu den hochwertigsten und zeitlosesten Böden. Haben selber vor kurzem gebaut. Im Eingangsbereich, WC, Bad und Küche haben wir Granit und ansonsen Holzdielen. Das Haus in dem wir zuvor gewohnt haben ist aus den 70ern und im Treppenhaus ist Jura Marmor verlegt, der sieht immer noch Top aus.

    Gerade im Eingangsbereicht würde ich Granit empfehlen, bei einem geöhlten Holzdielenboden kann es schnell Wasserflecken geben, wenn mann mit seinen nassen Schuhen reinkommt.
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  7. #6

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    Als wir die Innenausstattung unseres Haus besprochen haben mussten meine Frau und ich bei dem Satz

    "Sie sind das erste Paar türkischer Abstammung, welches kein Granit im Wohn- und Esszimmerbereich möchte"

    etwas schmunzeln und nun lese ich das andere Bauunternehmer auch diese Erfahrungen machen.

    Wir finden das Granit die Wohnatmosphäre unbehaglich macht aber dies ist unser subjektiver Eindruck. Ein schmälerung des Wertes kann ich mir nicht vorstellen, da ich genug Leute kennen (auch Deutsche *gg*) die Granit in den Wohnräumen haben. Manchmal finde ich das auch richtig edel.

    LG
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  8. #7
    altetante
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    Hmmm, also ich versuche mir das grade vorzustellen mit dem Blaugesprenkelten + Schwarz. Ist das sowas wie der Blue Pearl? Mir persönlich wäre das z.B. in Kombination mit einer Umrandung aus anderem Granit dann wirklich schon too much.

    Klar, ist Geschmackssache. Aber wenn es geht, beschränkt Euch doch wenigstens auf nur einen Granit. Könnte mir vorstellen, dass das den Geschmack von mehr Leuten trifft, als wie solche Kombinationen.

    Ich hab übrigens auch überall Parkett (DG-Whg) . Auch in Küche und Bad. Bambus dunkel. Geölt. Da gibt es überhaupt keine Wasserflecken, nur Schmutzränder, die beim Wischen wieder verschwinden. Mit versiegeltem Parkett hat man da eher Probleme.
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  9. #8

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    was der unternehmer erzählt, ist dummes zeug. wenn jemand granit möchte, dann hat er etwas vorzubringen, was technischen hintergrund hat, z. b. der ausgesuchte granit neigt zu eisenoxidausfällen durch putzwasser oder andere dinge, bei denen er bedenken gegen die art der ausführung anmelden muss. wiederverkaufsberatung gehört nicht zu seinem beratungsumfang. sind es optische aspekte, weil sich zwei farben oder unterschiedliche materialien ästhetisch beissen, dann ist der architekt dafür zuständig, dies mit dem bauherrn zu regeln. du solltest den unternehmer dezent und direkt in die schranken weisen.
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  10. #9

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    Hallo,

    ich finde, die Aussage ist totaler quatsch! Ich kann auch nicht nachvollziehen, wieso der Bodenbelag den Käuferkreis einschränken sollte (vorausgesetzt, nicht der Bodenbelag ist ausschlaggebend für den Verkaufspreis). Zu einem Haus gehört doch mehr als der Boden im Dachgeschoss! Wenn man das Haus dann vielleicht in 10, 20 oder 40 Jahren verkaufen will, ist das doch wohl das geringste Problem. Ich kenne niemanden, der sein Haus auf Grund der Bodenbeläge ausgewählt hat. Das kann man doch alles (leicht) auf seine Bedürfnisse anpassen, im Gegensatz zur Lage, der Raumaufteilung oder der Bauqualität. Was ist, wenn man jetzt hochwertigen Holzboden legt und der Käufer kann Holz nicht leiden und ersetzt es durch etwas anderes? Ist doch genau das Gleiche Problem. Wenn man nicht vor hat das Haus in ein paar Jahren zu verkaufen, sollte man die Ausstattung uneingeschränkt so wählen, wie man es gerne möchte. Auch wenn es roter Granit mit blauen Punkten ist! Man muss sich ja selbst darin wohlfühlen.

    Zum Thema Wiederverkaufswert und "in": In den 70ern waren rosa, blaue, grüne und braune Bäder auch "in". Wenn man heute einen Altbau mit diesen Fliesen kauft, ist das meist das Erste, das raus muss.

    Meine Eltern hatten in ihrem alten Haus im Wohnbereich Echtholzparkett gelegt, wir mussten immer darauf aufpassen, dort wurde nicht mit Autos gespielt oder ähnliches. Als meine Eltern das Haus verkauft haben, war der Boden 20 Jahre alt und sah aus wie neu. Die neuen Besitzer haben ihn sofort raus gerissen! Meine Mutter konnte es nicht fassen....
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  11. #10

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    was der unternehmer erzählt, ist dummes zeug. wenn jemand granit möchte, dann hat er etwas vorzubringen, was technischen hintergrund hat, ......
    Genau so ist es. Wer die Musik bezahlt bestimmt auch was gespielt wird, und wenn ich einen rosaroten Teppichboden möchte, dann ist das mein Problem.

    Natürlich kann man Ratschläge geben, aber das Argument des Unternehmers ist kein Ratschlag sondern wie der Norbert schon schreibt, "Unsinn". Ich würde mich nicht verrückt machen lassen, entweder er kann meine Wünsche umsetzen, oder er hat plausible Argumente warum meine Wünsche nicht umsetzbar sind. Ansonsten ist er der falsche Partner.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Hat der gute Bauunternehmer eventuell Probleme mit der Verlegung von Granit und ist eher auf die Verlegung von Holzfussböden spezialisiert?

    Wie dem auch sei, für mich gibt es nichts schöneres (und besseres) als einen schönen Natursteinfussboden, aber in mir schlägt auch das Herz eines Fliesenlegers. Und bei detailierter und filigraner Verlegung sieht so etwas einfach fantastisch aus.

    Also-> machen;-)

    Gruß,

    Marco
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  13. #12
    Themenstarter

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    Nee, der gute Bauunternehmer hat keine Leute, die Fußböden verlegen. Ich habe das Haus auch nicht schlüsselfertig in Auftrag gegeben, sondern nur den Rohbau, das Dach und den Putz an den Innen und Außenwänden. Alles Andere habe ich separat vergeben. Den Bauunternehmer kenne ich auch ganz gut privat und höre deshalb auch in der Regel auf seine Meinung. Nur wenn mir etwas Spanisch vorkommt, dann frage ich lieber nach.

    Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass er irgendwelche bösen oder finanziellen Absichten bei dem Ratschlag hatte. Der Bauunternehmer hat zwar schon so einige Häuser gebaut, es waren allerdings alles eher so kleine Häuschen in Dörfern und Kleinstädten. Ein modern aussehendes Haus mit kompletter Hausautomatisierung und sogar Aufzug im Haus (wir haben einen Rollstuhlfahrer in der Familie) mit 3x150qm in einer guten Wohngegend in Karlsruhe dürfte wohl für ihn eine Art Prestigeobjekt sein mit dem er wohl neue Kunden werben will. Auch ich bin mittlerweile stolz auf das Haus.

    Granit mag ich persönlich aus zwei Gründen. Zunächst einmal die Optik und die Haptik. Wenn ich barfuß auf dem Granit laufe bei eingeschalteter Fußbodenheizung, dann ist es für mich ein wunderschönes Gefühl. Nur möchte ich auch etwas für die Optik machen, denn einfach nur einen Granitfußboden finde ich auch langweilig. Deshalb möchte ich den Rand mit dem schwarzen Granit etwas abheben. Okay, nennt mich jetzt verrückt... aber ich habe wirklich schon darüber nachgedacht, irgendwie einen Löwen mitten im Wohnzimmer reinzusetzen. Okay, das wird dann wirklich etwas speziell für die Liebhaber...
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  14. #13
    Inkognito
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    Was Sie bräuchten wäre eine Marktanalyse inwiefern Granitfußböden oder Holzfußböden von der für ihr Haus in Frage kommenden Klientel bevorzugt werden und wie sich diese Vorlieben aller Voraussicht nach in Zukunft entwickeln werden. Unwahrscheinlich, dass Sie diese hier bekommen, hier gibt es höchstens Meinungen und ich für meinen Teil stimme Ihrem Bauunternehmer zu: Ich find' Stein- und Fliesenfußböden brutalstmöglich ungemütlich und würde für eine solches Merkmal mit Sicherheit kein extra Geld ausgeben, im Gegenteil, ich müsste mir welches zurücklegen um das Haus wohnlich gestalten zu können. Beispielsweise mit Holzdielen.

    Andererseits, ich würd' so leben wie ich leben will - und wenn irgendeine Gebäudeausstattung mein Lebensglück steigert, warum denn nicht? Bleibt die Frage wie wichtig die Frage des Wiederverkaufswertes ist.

    Ansonsten sind die anderen Argumente, z.B. zur Funktion der Fußbodenheizung, nicht von der Hand zu weisen - deswegen hab' ich auch nur schnöde Röhrenheizkörper.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Schnabelkerf
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    Zitat Zitat von LL0rd Beitrag anzeigen
    ...Wenn ich barfuß auf dem Granit laufe bei eingeschalteter Fußbodenheizung, dann ist es für mich ein wunderschönes Gefühl.
    Bei einem gut gedämmten Neubau mit einer Fußbodenheizung nach aktuellen Standard sollte sich die Oberflächentemperatur max. 1-2° über der Raumtemperatur befinden. Jedenfalls deutlich unterhalb der Temperatur Deiner Fußsohlen. Das fühlt sich dann keineswegs warm, sondern kalt an. Was ist daran denn so wunderschön?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Schnabelkerf Beitrag anzeigen
    Jedenfalls deutlich unterhalb der Temperatur Deiner Fußsohlen. Das fühlt sich dann keineswegs warm, sondern kalt an.
    OF-Temp von FBH sollten/müssen immer unterhalb der Temperatur von Fußsohlen liegen. Behaglichkeit entsteht nicht über Wärmezufluss sondern über die Höhe des physiologisch notwendigen Wärmeabflusses. Deswegen können bereits 1-2 K entscheidend über behaglich/ungehaglich sein.

    Der TE hat die Gestaltungspräferenz: Granit. Seine Entscheidung, sein Gefallen. Technich lässt sich nicht ernthaft etwas dagegen anbringen. Über Geschmack kann man, sollte man aber nicht streiten.
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